{"id":332903,"date":"2026-08-14T04:51:25","date_gmt":"2026-08-14T04:51:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/332903\/"},"modified":"2026-08-14T04:51:25","modified_gmt":"2026-08-14T04:51:25","slug":"horrorfilm-exit-8-gefangen-im-u-bahn-korridor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/332903\/","title":{"rendered":"Horrorfilm &#8222;Exit 8&#8220;: Gefangen im U-Bahn-Korridor"},"content":{"rendered":"<p>\nNeuer Horrorfilm\n<\/p>\n<p>Aktualisiert am 13.08.2026, 17:47 Uhr\n<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.gmx.at\/image\/730\/42600730,pd=2\/exit-8-horror-kinofilm-computerspiel.jpg\" data-brain-zone=\".42600690.content.lead.1\" data-component-path=\"content.lead.1\" data-component-name=\"article-image\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/exit-8-horror-kinofilm-computerspiel.jpg\" alt=\"Exit 8, Horror, Kinofilm, Computerspiel\" width=\"950\" height=\"534\"\/><\/p>\n<p><\/a> <\/p>\n<p>\nEin endloser U-Bahn-Korridor wird zum Albtraum: &#8222;Exit 8&#8220; bringt das gleichnamige Kult-Game auf die Leinwand \u2013 und verbindet subtilen Horror mit einer psychologischen Geschichte.<br \/>\n\u00a9\u00a0IMAGO\/Landmark Media\/Supplied by LMK\n<\/p>\n<p class=\"content__description\" data-speakable=\"\">Im japanischen Horrorfilm &#8222;Exit 8&#8220; irrt ein Mann durch ewig gleiche U-Bahn-Korridore. Das ungew\u00f6hnliche Grusel-Setting des Films basiert auf einem viralen Computerspiel-Erfolg. Aber wie setzt man ein Game um, das in einer Stunde durchgespielt ist?<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Und wieder steht der Mann im selben Korridor. Egal, wie oft er um die Ecke biegt, er landet doch immer wieder im selben Gang der U-Bahn-Station \u2013 mit denselben Plakaten an der Wand, denselben verschlossenen T\u00fcren, denselben Markierungen. Und immer wieder kommt ihm derselbe Mann entgegen: Ein \u00e4lterer Gesch\u00e4ftsmann mit Aktenkoffer, der ihn auch jedes Mal aufs Neue ignoriert.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Der japanische Film &#8222;Exit 8&#8220; (Kinostart: 13.8.), der von diesem Horror-Irrweg durch eine U-Bahn-Station erz\u00e4hlt, basiert auf einem gleichnamigen Computerspiel des Studios Kotake Create, das 2023 zum Millionenerfolg wurde. Das Spiel ist ganz minimalistisch gestaltet: Man bewegt sich in der Ego-Perspektive durch eben jenen Korridor, und um die Ecke wartet \u2013 auch in die andere Richtung \u2013 wieder derselbe Korridor. Mehr Spielmechanik als das Laufen gibt es nicht.<\/p>\n<p>Suche nach Abweichungen<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Allerdings gibt es immer wieder Anomalien in den Abschnitten, und sobald man diese erkennt, muss man umdrehen, um weiterzukommen. Manche dieser Abweichungen in den immer gleichen G\u00e4ngen sind ziemlich offensichtlich: Da flackert mal das Licht, oder ein Nichtraucherschild ist zigfach \u00fcber die Wand geklebt. Oft sind die Anomalien aber auch subtil \u2013 man wird beispielsweise von Augen beobachtet, die auf einem der Plakate zu sehen sind, oder der vorbeigehende Mann schaut einen im Vor\u00fcbergehen kurz an. Und manchmal warten auch unheimlichere Ereignisse auf den Spieler, der mitunter auch angegriffen wird.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">&#8222;Exit 8&#8220; ist kein umfangreiches Spiel \u2013 in ungef\u00e4hr einer Stunde ist man durch. Aber die hat es in sich: Der eigentlich so allt\u00e4gliche Ort wird zu einem Gef\u00e4ngnis, in dem man mit h\u00f6chster Anspannung kleinste Details im Auge beh\u00e4lt, weil man nie wissen kann, wo sich vielleicht etwas \u00e4ndern k\u00f6nnte. Weil es manchmal auch gar keine Anomalien gibt, spielt einem das eigene Ged\u00e4chtnis oft Streiche. Und auch wenn es ein paar &#8222;Jump Scares&#8220; gibt, also Momente, in denen man wirklich erschrickt, kriecht einem beim Spielen doch vor allem ein wenig greifbares Schaudern in den Kopf \u2013 man geht ja schon im normalen Leben ungern durch solche anonymen U-Bahn-G\u00e4nge unter der Erde.<\/p>\n<p>Vom Spiel-Korridor zur Film-Handlung<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Es bietet sich nat\u00fcrlich an, einen so vertrauten und gleichzeitig ungew\u00f6hnlichen Ort auch auf die Leinwand zu bringen \u2013 aber gleichzeitig hat das Spiel &#8222;Exit 8&#8220; keinerlei Handlung oder Figuren, weshalb die japanische Kinoadaption geschickt ein Narrativ um den Gang baut.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Der Film erz\u00e4hlt von einem namenlosen Mann, der in der U-Bahn durch einen Anruf seiner Ex-Partnerin erf\u00e4hrt, dass sie schwanger ist und sich gerade im Krankenhaus befindet \u2013 die Entscheidung steht im Raum, ob sie das Kind behalten will oder nicht. Unser Protagonist wird von der Nachricht ziemlich aus der Bahn geworfen und ist sich unsicher, was er machen soll. Er erkl\u00e4rt seiner Ex-Freundin, dass er sich auf den Weg ins Krankenhaus macht. Aber auf dem Weg aus der U-Bahn zum Ausgang der Station landet er in dem endlosen Gang, den wir aus dem Spiel kennen.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Dieser Korridor sieht tats\u00e4chlich bis in kleinste Details so aus wie im Spiel, und auch der mechanisch entgegenkommende Gesch\u00e4ftsmann ist optisch genau getroffen. Nicht nur das: Diverse Anomalien, die man aus dem Spiel kennt, tauchen hier auf \u2013 und die, die man im Game schnell \u00fcbersehen hat, werden auch hier nicht erkannt. Der Film geht sogar so weit, dass das Verhalten der Filmfigur dem der meisten Spieler ziemlich \u00e4hnelt: Er entwickelt ein System, wie er die einzelnen Objekte im Gang der Reihe nach pr\u00fcft, bevor er entscheidet, ob er weitergehen oder umkehren soll.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Gleichzeitig gibt es aber auch \u00dcberraschungen und Wendungen, die hier nicht verraten werden sollen. Wer das Spiel kennt und glaubt, mit allen Kuriosit\u00e4ten des Settings vertraut zu sein, wird einige &#8222;Aha&#8220;-Effekte erleben, weil das Filmnarrativ mehrere gekonnte Schlenker unternimmt und dabei die Grundidee dieses Tunnels geschickt ausbaut. Und umgekehrt muss man mit dem Spiel und seinen Mechanismen keinesfalls vertraut sein, um in das spannende Setting des Films einsteigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Psychologisch stimmiger Horror<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Regisseur Genki Kawamura, der auch als Co-Autor fungiert, hatte zuvor das auf Festivals gefeierte Demenz-Drama &#8222;A Hundred Flowers&#8220; inszeniert. Auch als Schriftsteller ist er aktiv \u2013 er schrieb unter anderem 2012 die Novelle &#8222;Wenn alle Katzen von der Welt verschw\u00e4nden&#8220;, die in seiner japanischen Heimat zum Bestseller wurde. Dort schlie\u00dft ein todkranker Mann einen Pakt mit dem Teufel \u2013 der aussieht wie er selbst: F\u00fcr jeden Tag, den er weiterleben kann, muss ein Gegenstand von der Welt verschwinden. Beispielsweise das Smartphone.<\/p>\n<p>Empfehlungen der Redaktion<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die Einordnung zeigt, dass Genki Kawamura &#8222;Exit 8&#8220; nicht prim\u00e4r als Horrorfilm versteht \u2013 auch wenn der Grusel-Ort des endlosen Korridors durchaus zu aktuellen Horror-Hits wie &#8222;Backrooms&#8220; passt. Stattdessen geht der Regisseur &#8222;Exit 8&#8220; vor allem als psychologische Allegorie an, in der das unwirkliche Erlebnis zum inneren Prozess des Mannes passt, der gezwungen ist, sich mit einer wichtigen Lebensfrage auseinanderzusetzen. Der Irrweg durch die U-Bahn-Station spiegelt hier wider, was in diesem Menschen vor sich geht \u2013 und funktioniert trotzdem als unheimliche andere Welt.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">&#8222;Exit 8&#8220; ist damit nicht nur eine der besten Spiele-Verfilmungen, die wir bislang gesehen haben \u2013 es ist auch ganz unabh\u00e4ngig davon eine packende Geschichte. Aber Vorsicht: Es kann sein, dass man hinterher auch im Alltag nach Anomalien sucht \u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neuer Horrorfilm Aktualisiert am 13.08.2026, 17:47 Uhr Ein endloser U-Bahn-Korridor wird zum Albtraum: &#8222;Exit 8&#8220; bringt das gleichnamige&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":332904,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[22],"tags":[46,42,6737,147,85810,5820,44,148],"class_list":["post-332903","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unterhaltung","tag-at","tag-austria","tag-computerspiel","tag-entertainment","tag-exit","tag-horrorfilm","tag-oesterreich","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117092069802767542","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332903","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=332903"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332903\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/332904"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=332903"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=332903"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=332903"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}