{"id":333876,"date":"2026-08-14T14:53:08","date_gmt":"2026-08-14T14:53:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/333876\/"},"modified":"2026-08-14T14:53:08","modified_gmt":"2026-08-14T14:53:08","slug":"rumaenien-stoppt-akw-cernavoda-wegen-niedrigwasser-der-donau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/333876\/","title":{"rendered":"Rum\u00e4nien stoppt AKW Cernavod\u0103 wegen Niedrigwasser der Donau"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            14\/08\/2026 &#8211; 15:59 MESZ\n            <\/p>\n<p>Rum\u00e4nien hat am Donnerstag den Betrieb seines einzigen Atomkraftwerks gestoppt. Die ungew\u00f6hnliche Abschaltung ist eine Folge der D\u00fcrre, die Europa austrocknet und den Pegel der Donau, die das Kraftwerk k\u00fchlt, auf Rekordtiefs gedr\u00fcckt hat.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Viele Regionen Europas erleben in diesem Sommer erneut eine Hitzewelle. Zugleich herrscht D\u00fcrre, Fl\u00fcsse erreichen <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/08\/10\/hitzewelle-schifffahrt-mittelrhein-kollaps\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mancherorts historische Tiefst\u00e4nde<\/a>.<\/p>\n<p>Das Kernkraftwerk Cernavod\u0103 liefert normalerweise rund ein F\u00fcnftel des rum\u00e4nischen Stroms. Wegen Trockenheit wurde es bisher erst ein einziges Mal abgeschaltet, im Jahr 2003.<\/p>\n<p>Der staatliche Betreiber Nuclearelectrica hatte bereits im vergangenen Monat einen der beiden Reaktoren au\u00dfer Betrieb genommen und erkl\u00e4rte am Donnerstag, er m\u00fcsse nun auch den zweiten stoppen, \u201ewegen des deutlichen und anhaltenden R\u00fcckgangs des Donaupegels\u201c.<\/p>\n<p>\u201eWir rechnen in den n\u00e4chsten zehn Tagen nicht mit einem Neustart\u201c, sagte Kraftwerksdirektor Romeo Urjan der Nachrichtenagentur AFP.<\/p>\n<p>Versuche, den Donaufluss zu steuern<\/p>\n<p>Rum\u00e4nien hatte versucht, einen vollst\u00e4ndigen Stillstand der beiden 700-Megawatt-Reaktoren zu verhindern.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr stellte die Regierung mehr als 2 Millionen Euro bereit. Mit dem Geld sollte der Verlauf der Donau so ver\u00e4ndert werden, dass die Reaktoren weiter gek\u00fchlt werden k\u00f6nnen, etwa durch die Sprengung eines Felsens und das Versenken von vier mit Steinen beladenen Schubleichtern.<\/p>\n<p>Alternative Stromquellen, etwa Windenergie und Importe aus dem Ausland, sollen die Versorgung sichern, teilte das Energieministerium am Mittwoch mit.<\/p>\n<p>Zugleich erneuerte das Ministerium seinen Aufruf zu \u201everantwortungsbewusstem Verbrauch\u201c.<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden warnten, im \u00e4u\u00dfersten Fall m\u00fcssten gro\u00dfe Industrieunternehmen ihren Stromverbrauch in den Abendstunden einschr\u00e4nken, um Energie zu sparen.<\/p>\n<p>Anfang August k\u00fcndigte die Regierung an, dass die Autohersteller Dacia und Ford die Produktion im Land bis zum 19. August aussetzen, um das Stromdefizit zu verringern.<\/p>\n<p>Rekordniedrige Donaupegel<\/p>\n<p>Laut einer am Montag ver\u00f6ffentlichten Analyse des europ\u00e4ischen Klimadienstes Copernicus verzeichnen fast zwei Drittel der Donau im Juli die niedrigsten Durchflussmengen seit 34 Jahren.<\/p>\n<p>Die aktuelle D\u00fcrre wird durch den menschengemachten Klimawandel verst\u00e4rkt, hei\u00dft es in einem Bericht des Forschungsnetzwerks World Weather Attribution. Die Wissenschaftler warnen, dass sich die Lage weiter versch\u00e4rfen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Im Nachbarland Ungarn konnte das einzige Atomkraftwerk des Landes, Paks, bislang einen Komplettstopp vermeiden. Seine vier Reaktoren werden ebenfalls von der Donau gek\u00fchlt.<\/p>\n<p>Angesichts weiter sinkender Pegel k\u00fcndigte Ungarns Ministerpr\u00e4sident P\u00e9ter Magyar am Mittwoch an, die Regierung habe den Bau einer unter Wasser liegenden Sperrmauer angeordnet, um die Str\u00f6mung in der N\u00e4he des Kraftwerks zu steuern.<\/p>\n<p>Zwei 80 Meter lange Schubleichter (Lastk\u00e4hne ohne eigenen Antrieb, die von einem Schubboot geschoben werden) sollen zudem bei Paks stationiert werden. Sie k\u00f6nnten versenkt werden, um den Wasserstand anzuheben.<\/p>\n<p>Das Kraftwerk Paks deckt \u00fcblicherweise rund ein Drittel des ungarischen Strombedarfs. Es ist seit Ende des vergangenen Monats nur noch teilweise in Betrieb.<\/p>\n<p>Der niedrige Wasserstand der Donau, des zweitl\u00e4ngsten Flusses Europas, trifft auch die Schifffahrt entlang ihrer 2.850 Kilometer langen Strecke von Westdeutschland bis zur M\u00fcndung ins Schwarze Meer schwer.<\/p>\n<p>Weitere Quellen \u2022 AP, AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 14\/08\/2026 &#8211; 15:59 MESZ Rum\u00e4nien hat am Donnerstag den Betrieb seines einzigen Atomkraftwerks gestoppt. Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":333877,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[17503,15452,41319,5699,40,41,16734,39,66,65,64],"class_list":["post-333876","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-atomkraftwerk","tag-donau","tag-hitzewelle","tag-klimakrise","tag-nachrichten","tag-news","tag-rumaenien","tag-schlagzeilen","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117094436823646794","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/333876","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=333876"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/333876\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/333877"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=333876"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=333876"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=333876"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}