{"id":334208,"date":"2026-08-14T18:10:18","date_gmt":"2026-08-14T18:10:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/334208\/"},"modified":"2026-08-14T18:10:18","modified_gmt":"2026-08-14T18:10:18","slug":"die-frau-hinter-arcotel-renate-wimmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/334208\/","title":{"rendered":"Die Frau hinter Arcotel: Renate Wimmer"},"content":{"rendered":"<p class=\"articleMain__altText\">\n                        \u00a9 ARCOTEL Hotels\n                    <\/p>\n<p>Mit dem <a href=\"https:\/\/tabakfabrik.arcotel.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">ARCOTEL Tabakfabrik <\/a>und dem spektakul\u00e4ren Restaurant Q27 im 27. Stock des QUADRILL Towers hat sie ihrer Heimatstadt einen neuen Hotspot beschert.<\/p>\n<p>Als Dr. Renate Wimmer (68) vor 20 Jahren nach dem pl\u00f6tzlichen Tod ihres Mannes die F\u00fchrung der ARCOTEL-Unternehmensgruppe \u00fcbernahm, stand sie vor einer gro\u00dfen Herausforderung: zwei Kinder, eine Anwaltskanzlei und drei Hotels, die sich gerade im Bau befanden. Heute f\u00fchrt die geb\u00fcrtige Linzerin eine der gr\u00f6\u00dften privaten Hotelgruppen \u00d6sterreichs. Im Interview spricht sie \u00fcber ihre Erinnerungen an die ehemalige Tabakfabrik, ihre Liebe zum Design und warum Bienen seit Langem Teil der ARCOTEL-DNA sind.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Renate Wimmer im Interview<\/p>\n<p>Frau Dr. Wimmer, mit dem ARCOTEL Tabakfabrik haben Sie neben dem ARCOTEL Nike bereits Ihr zweites Hotel in Ihrer Heimatstadt er\u00f6ffnet. Was bedeutet das f\u00fcr Sie pers\u00f6nlich?<br \/>Ich bin nach meinem Studium nach Wien gegangen und lebe mittlerweile seit vielen Jahren dort. Dennoch bleibt die Heimatstadt immer etwas Besonderes. Umso mehr freut es mich, dass wir die Ausschreibung gewonnen haben und nun Teil dieses au\u00dfergew\u00f6hnlichen Stadtentwicklungsprojekts in der Tabakfabrik sein d\u00fcrfen. Erst k\u00fcrzlich war ich bei meinem Maturatreffen in Linz. Als wir anschlie\u00dfend auf der Dachterrasse des 109 Meter hohen QUADRILL standen und \u00fcber die Stadt blickten, wurde mir bewusst, wie sch\u00f6n es ist, in der eigenen Heimat solche Projekte verwirklichen zu k\u00f6nnen. Das macht mich schon ein wenig stolz.\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Das ARCOTEL Tabakfabrik wurde am 1. April er\u00f6ffnet. Wie f\u00e4llt Ihre erste Bilanz aus?<br \/>Sehr positiv. Die ersten Monate haben unsere Erwartungen \u00fcbertroffen. Besonders beeindruckt hat mich die gro\u00dfe Neugier der Linzerinnen und Linzer. Schon w\u00e4hrend der Bauphase wollten viele Menschen das Projekt kennenlernen. Auch das Hotel selbst und unser Seminarzentrum werden sehr gut angenommen. Der gro\u00dfe Veranstaltungssaal mit\u00a0 Zugang zum \u201eBehrens-Band\u201c hat sich dabei rasch zu einem gefragten Ort f\u00fcr Tagungen und Events entwickelt.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"980\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/2607_O_Arcotel_Wimmer.png\" alt=\"Renate Wimmer, Arcotel\" class=\"wp-image-54757\"  \/>\u00a9 ARCOTEL Hotels<\/p>\n<p>Sie sind in Linz aufgewachsen. Welche Erinnerungen verbinden Sie mit der Tabakfabrik?<br \/>Zu meiner Schulzeit war die Tabakfabrik vor allem eine klassische Produktionsst\u00e4tte. Viele Menschen aus der Region arbeiteten dort in der Tabak- und Zigarettenproduktion. Umso beeindruckender finde ich die Entwicklung zum heutigen Innovationszentrum. Dieser Wandel ist sehr gut gelungen. Besonders fasziniert hat mich, wie sorgf\u00e4ltig dort die Unternehmen ausgew\u00e4hlt werden. Es wird darauf geachtet, dass sich die Mieter m\u00f6glichst gut erg\u00e4nzen und voneinander profitieren k\u00f6nnen. Dazu kommen die Coworking-Spaces, die den Austausch zus\u00e4tzlich f\u00f6rdern.\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>War das f\u00fcr Sie mit ein Grund, diesen Standort f\u00fcr Ihr Hotel zu w\u00e4hlen?<br \/>Ja, absolut. Die Art und Weise, wie dort Innovation, Unternehmertum und Vernetzung gelebt werden, hat mich von Anfang an beeindruckt. Sehr sch\u00f6n war f\u00fcr uns auch, dass mit der Bodner Gruppe und ARCOTEL Hotels zwei \u00f6sterreichische Unternehmen dieses Projekt gemeinsam umsetzen konnten.<br \/>\u00a0<br \/>Inwieweit ist die ARCOTEL-Gruppe in die Entwicklung der H\u00e4user eingebunden?\u00a0<br \/>Wir entwickeln unsere Hotels von Tag eins an selbst. Das beginnt bei den Heizungs-, L\u00fcftungs- und Sanit\u00e4rsystemen bis hin zur Funktionalit\u00e4t des Hauses und reicht bis zum Design. Wichtig ist mir, dass jedes Hotel einen starken Bezug zu seinem Standort hat. Das Design soll die Geschichte und den Charakter des Ortes widerspiegeln.\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Wie haben Sie das beim Hotel in der Tabakfabrik umgesetzt?<br \/>Die Tabakfabrik steht f\u00fcr Innovation, Kreativit\u00e4t und ihren industriellen Charakter. Deshalb haben wir uns auch gestalterisch einiges getraut. Erstmals gibt es in einem unserer Hotels keinen Teppichboden in den Zimmern, sondern Fliesen. Die Badezimmer werden durch einen Kettenvorhang getrennt und die Rohbetondecken bleiben sichtbar. Was an einem anderen Standort vielleicht ungew\u00f6hnlich wirken w\u00fcrde, passt hier perfekt. Genau das macht f\u00fcr mich gutes Design aus. Und ehrlich gesagt macht mir dieser Prozess auch unglaublich viel Freude.\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Nach dem Tod Ihres Mannes, ARCOTEL-Gr\u00fcnder Raimund Wimmer, haben Sie 2006 die F\u00fchrung des Unternehmens \u00fcbernommen. War Ihnen damals sofort klar, dass Sie diesen Weg gehen w\u00fcrden?\u00a0<br \/>Im Prinzip hatte ich keine andere Wahl. Als selbstst\u00e4ndige Rechtsanw\u00e4ltin habe ich die ARCOTEL-Gruppe von Beginn an juristisch begleitet. Mein Mann ist 2006 v\u00f6llig unerwartet innerhalb von drei Tagen verstorben. Wir hatten keine M\u00f6glichkeit mehr, offene Fragen zu kl\u00e4ren oder eine \u00dcbergabe vorzubereiten. Gleichzeitig befanden sich drei Hotels im Bau. Ich hatte zwei Kinder, f\u00fchrte eine Anwaltskanzlei und trug pl\u00f6tzlich die Verantwortung f\u00fcr eine Hotelgruppe mit mehreren Gro\u00dfprojekten. Gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es uns jedoch gelungen, diese Herausforderung zu meistern und das Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>Ich hatte zwei Kinder, eine Anwaltskanzlei und trug pl\u00f6tzlich die Verantwortung f\u00fcr eine Hotelgruppe!<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Dr. Renate Wimmer<\/p>\n<p>Haben Sie danach noch als Rechtsanw\u00e4ltin gearbeitet?<br \/>Ja, 15 Jahre lang war ich vormittags in meiner Anwaltskanzlei, danach im ARCOTEL-B\u00fcro. Diese Doppelbelastung war enorm. Erst mit Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 habe ich meine T\u00e4tigkeit als Rechtsanw\u00e4ltin beendet und konzentriere mich voll und ganz auf die Hotelgruppe.<br \/>\u00a0<br \/>Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren Teil der ARCOTEL-DNA. Besonders am Herzen liegen Ihnen die Bienen. Wie kam es dazu?\u00a0<br \/>Nach der \u00dcbernahme des Unternehmens habe ich alle unsere Hotels gebeten, Ideen einzubringen. Aus vielen kreativen Vorschl\u00e4gen habe ich mich f\u00fcr die Bienen entschieden, weil ich damit Natur, Flei\u00df, Gemeinschaft und wertvolle Produkte verbinde. Daraus entstand unsere Initiative \u201aGive Bees a Chance\u2018. Heute arbeiten wir mit Imkern, Schulen, Kinderg\u00e4rten, Forschungseinrichtungen und Naturschutzprojekten zusammen. Wir unterst\u00fctzen Bildungsangebote f\u00fcr Kinder und verschiedene Forschungsprojekte zur Artenvielfalt. F\u00fcr mich geh\u00f6rt es zur Verantwortung eines Unternehmens, etwas zur\u00fcckzugeben.<br \/>\u00a0<br \/>Gibt es unter den 13 Hotels der ARCOTEL-Gruppe ein Lieblingshotel?<br \/>Jedes Haus erz\u00e4hlt seine eigene Geschichte. Emotional verbunden bin ich bin ich mit dem ARCOTEL Camino in Stuttgart. Mein Mann hatte in seinem letzten Lebensjahr den gro\u00dfen Wunsch, den Jakobsweg \u2013 den Camino de Santiago \u2013 zu gehen. Daraus entstand die Idee f\u00fcr den Namen des Hotels. Bis heute verabschieden sich die Mitarbeiter dort mit \u201eBon Camino\u201c.<br \/>\u00a0<br \/>Kommen Sie noch regelm\u00e4\u00dfig nach Linz und wie sehen Sie die Stadt heute?\u00a0<br \/>Ich komme sehr gerne nach Linz. Man kann wunderbar shoppen und ist gleichzeitig in k\u00fcrzester Zeit im Gr\u00fcnen. Manchmal wirkt das Stadtmarketing auf mich etwas zu provokant. Da wird vermittelt, man m\u00fcsse besonders mutig sein, um nach Linz zu fahren. Das entspricht nicht meinem Bild von der Stadt. Linz hat so viele St\u00e4rken, viel sch\u00f6ner w\u00e4re es, den Wow-Effekt in den Mittelpunkt zu stellen.<br \/>\u00a0<br \/>Wo finden Sie Kraft und Ausgleich?<br \/>Vor allem in meiner Familie. Ich habe zwei gro\u00dfartige S\u00f6hne, die in meiner N\u00e4he wohnen und wir sind t\u00e4glich in Kontakt. Das gibt mir sehr viel Kraft und Halt. Die Familie ist f\u00fcr mich der wichtigste Ausgleich zum Berufsalltag und der Ort, an dem ich neue Energie tanke.<\/p>\n<p>___________<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dieoberoesterreicherin.at\/people\/im-wordrap-ursula-schoeneborn-siligan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Im Wordrap: Ursula Sch\u00f6neborn-Siligan<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dieoberoesterreicherin.at\/lifestyle\/nina-zechner-anpacken-statt-abwarten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Nina Zechner: Anpacken statt abwarten<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dieoberoesterreicherin.at\/lifestyle\/frausein-generationengespraech\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Von Frau zu Frau: Ein Generationengespr\u00e4ch \u00fcber das Frausein<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00a9 ARCOTEL Hotels Mit dem ARCOTEL Tabakfabrik und dem spektakul\u00e4ren Restaurant Q27 im 27. 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