{"id":33588,"date":"2026-03-09T00:34:07","date_gmt":"2026-03-09T00:34:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/33588\/"},"modified":"2026-03-09T00:34:07","modified_gmt":"2026-03-09T00:34:07","slug":"europa-verdreifacht-einfuhren-von-kriegswaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/33588\/","title":{"rendered":"Europa verdreifacht Einfuhren von Kriegswaffen"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Das Volumen der zwischen Staaten gehandelten schweren Kriegswaffen ist im F\u00fcnfjahreszyklus 2021\/25 deutlich um 9,2 Prozent gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum 2016\/20 gestiegen und so hoch wie seit den 1980er-Jahren nicht mehr. Dabei haben die europ\u00e4ischen Staaten ihre Einfuhren von Panzern, Artillerie, Kampfflugzeugen, Raketen etc. mehr als verdreifacht. Das geht aus Daten hervor, die das Stockholmer Internationale Friedensforschungsinstitut (Sipri) nun ver\u00f6ffentlicht hat.\n            <\/p>\n<p>            USA bleiben weltweit gr\u00f6\u00dfter Waffenlieferant<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Demnach sind die Gesamtexporte der USA, des weltweit gr\u00f6\u00dften Waffenlieferanten, in dem Berichtszeitraum um rund ein Viertel gestiegen; darin enthalten ist ein Anstieg der Waffenverk\u00e4ufe nach Europa um sage und schreibe 217 Prozent.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Aktuell: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/nahost-krieg\/artikel\/nato-faehrt-raketenabwehr-hoch-waechst-kriegsgefahr-fuer-europa-50127517\" class=\"link underline-blue\" title=\"Nato erh\u00f6ht Alarmbereitschaft der Raketenabwehr: W\u00e4chst jetzt die Kriegsgefahr f\u00fcr Europa?\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Nato erh\u00f6ht Alarmbereitschaft der Raketenabwehr: W\u00e4chst jetzt die Kriegsgefahr f\u00fcr Europa?<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    \u201eDer starke Anstieg der Waffenlieferungen an europ\u00e4ische Staaten hat die weltweiten Waffenlieferungen um fast zehn Prozent in die H\u00f6he getrieben\u201c, sagt Sipri-Forscher Mathew George. \u201eDie Lieferungen an die Ukraine seit 2022 sind der offensichtlichste Faktor. Aber auch die meisten anderen europ\u00e4ischen Staaten haben begonnen, deutlich mehr Waffen zu importieren, um ihre milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten angesichts der von ihnen wahrgenommenen Bedrohung durch Russland zu st\u00e4rken.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"\">Hintergrund: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/ruestungsboom-laut-sipri-friedensforschungsinstitut-ungebrochen-49583175\" class=\"link underline-blue\" title=\"R\u00fcstungsriesen auf Rekordjagd: Sprudelnde Milliardenums\u00e4tze f\u00fcr die Top 100-Konzerne\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">R\u00fcstungsriesen auf Rekordjagd: Sprudelnde Milliardenums\u00e4tze f\u00fcr die Top 100-Konzerne<\/a><\/p>\n<p>\n                                Tr\u00fcmmer, Tote und Verletzte: Hinterlassenschaften nach einem russischen Raketenangriff in der Ukraine.<br \/>\n                            Foto: IMAGO\/Dmytro Smolienko<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/truemmer-ukraine.jpg\" title=\"Tr\u00fcmmer, Tote und Verletzte: Hinterlassenschaften nach einem russischen Raketenangriff in der Ukraine.\" alt=\"Tr\u00fcmmer, Tote und Verletzte: Hinterlassenschaften nach einem russischen Raketenangriff in der Ukraine.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"250\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Laut dem International Institute for Strategic Studies lagen die seit Jahren steigenden globalen Verteidigungsausgaben allein 2025 bei rund 2230 Milliarden Euro. Nahezu \u00fcberall setzen politische Entscheidungstr\u00e4ger auf verst\u00e4rkte Abschreckung. Das darin investierte Geld fehlt dann an anderer Stelle.\n            <\/p>\n<p>\n                \u201eSteigende R\u00fcstungsausgaben stehen im klaren Widerspruch zu dem international vereinbarten Ziel, den Hunger bis 2030 zu beenden.\u201c\n            <\/p>\n<p>Mathias Mogge<\/p>\n<p>Generalsekret\u00e4r Welthungerhilfe<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Dass beispielsweise die Bundesregierung ausgerechnet die <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/milliarden-kuerzung-bei-nothilfe-drk-warnt-vor-folgen-48993212\" class=\"link underline-blue\" title=\"Mittel f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe werden um mehr als eine Milliarde Euro halbiert\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Budgets f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit und humanit\u00e4re Hilfe k\u00fcrzt<\/a>, sei mehr als problematisch, sagte der Generalsekret\u00e4r der Welthungerhilfe, Mathias Mogge, unserer Redaktion. \u201eDieser Sparkurs steht bei gleichzeitig steigenden R\u00fcstungsausgaben in einem klaren Widerspruch zu dem international vereinbarten Ziel, den Hunger bis 2030 zu beenden\u201c, sagte Mogge. Entwicklungszusammenarbeit und humanit\u00e4re Hilfe seien \u201ekeine Randthemen der Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, sondern zentrale Investitionen in globale Stabilit\u00e4t und Sicherheit \u2013 und m\u00fcssen entsprechend finanziell priorisiert werden\u201c.\n            <\/p>\n<p>\n                                Kriegsfolgen: In Gaza sind derzeit viele Kinder unterern\u00e4hrt.<br \/>\n                            Foto: IMAGO\/Khalil Ramzi Alkahlut<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/gaza-kind.jpg\" title=\"Kriegsfolgen: In Gaza sind derzeit viele Kinder unterern\u00e4hrt.\" alt=\"Kriegsfolgen: In Gaza sind derzeit viele Kinder unterern\u00e4hrt.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"250\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Laut der Welthungerhilfe geh\u00f6ren Kriege und Konflikte zu den wichtigsten Hungertreibern weltweit. Allein 2024 l\u00f6sten sie demnach 20 Ern\u00e4hrungskrisen aus, von denen fast 140 Millionen Menschen betroffen waren. \u201eDurch die aktuellen Kriege im Nahen und Mittleren Osten ist zu bef\u00fcrchten, dass sich diese Zahlen in Zukunft vervielfachen\u201c, warnte Mogge.\n            <\/p>\n<p>            USA verst\u00e4rken Dominanz bei Waffenexporten<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die USA lieferten im F\u00fcnfjahreszeitraum 2020\/25 rund 42 Prozent aller Gro\u00dfwaffen, gegen\u00fcber 36 Prozent im Vergleichszeitraum 2016\/20. Die Lieferungen gingen in 99 Staaten, darunter 35 Staaten in Europa, 18 in Amerika, 17 in Afrika, 17 in Asien und Ozeanien und 12 im Nahen Osten. Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten ging der gr\u00f6\u00dfte Anteil der US-Waffenexporte nach Europa (38 Prozent) und nicht in den Nahen Osten (33 Prozent).\n            <\/p>\n<p>\n                \u201eDie USA betrachten ihre Waffenexporte als Instrument der Au\u00dfenpolitik und als Mittel zur St\u00e4rkung ihrer R\u00fcstungsindustrie.\u201c\n            <\/p>\n<p>Pieter Wezeman<\/p>\n<p>Sipri-Forscher<\/p>\n<p class=\"\">\n                    \u201eDie USA haben ihre Dominanz als Waffenlieferant selbst in einer zunehmend multipolaren Welt weiter gefestigt\u201c, sagt Sipri-Experte Pieter Wezeman. F\u00fcr Importeure b\u00f6ten US-Waffen fortschrittliche F\u00e4higkeiten und eine M\u00f6glichkeit, gute Beziehungen zu den USA zu pflegen. \u201eDie USA betrachten ihre Waffenexporte als Instrument der Au\u00dfenpolitik und als Mittel zur St\u00e4rkung ihrer R\u00fcstungsindustrie\u201c, sagte Wezeman.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Meinung: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/rheinmetall-profitiert-von-aufruestung-ungeniert-investieren-48465985\" class=\"link underline-blue\" title=\"Geld machen mit R\u00fcstungsaktien? Eine Frage des Gewissens...\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Geld machen mit R\u00fcstungsaktien? Eine Frage des Gewissens \u2026<\/a><\/p>\n<p>            Kriegswaffenexporte: Wo steht Deutschland?<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Frankreich war von 2020 bis 2025 mit einem Anteil von 9,8 Prozent an den weltweiten Exporten vor Russland mit 6,8 Prozent Anteil der zweitgr\u00f6\u00dfte Lieferant von Gro\u00dfwaffen. Deutschland \u00fcberholte China knapp und wurde mit einem Anteil von 5,7 Prozent zum viertgr\u00f6\u00dften Waffenexporteur. Fast ein Viertel aller deutschen Waffenexporte gingen als Hilfe an die Ukraine.\n            <\/p>\n<p>            Russland braucht produzierte Kriegswaffen selbst<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Russland war infolge des <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/ukraine-krieg\/artikel\/ukraine-krieg-russische-schattenflotte-belgien-entert-oeltanker-48342649\" class=\"link underline-blue\" title=\"Liveblog: Aktuelle Nachrichten rund um den Ukraine-Krieg und die Folgen\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Angriffskrieges gegen die Ukraine<\/a> der einzige Lieferant unter den Top 10, dessen Waffenexporte zur\u00fcckgingen (minus 64 Prozent). Sein Anteil an den weltweiten Waffenexporten schrumpfte von 21 Prozent auf 6,8 Prozent; fast drei Viertel davon gingen an drei Staaten: Indien (48 Prozent), China (13 Prozent) und Belarus (13 Prozent). Auf den R\u00e4ngen sechs bis zehn liegen beim weltweiten Waffenexport Italien, Israel, Gro\u00dfbritannien, S\u00fcdkorea und Spanien.\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Volumen der zwischen Staaten gehandelten schweren Kriegswaffen ist im F\u00fcnfjahreszyklus 2021\/25 deutlich um 9,2 Prozent gegen\u00fcber dem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":33589,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[732,249,257,76,75,74,15424,532,1415,48,750,1012,15426,1963,530,935,9668,439,15423,15427,15425],"class_list":{"0":"post-33588","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-ukraine","9":"tag-china","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-export","15":"tag-frankreich","16":"tag-grossbritannien","17":"tag-indien","18":"tag-israel","19":"tag-italien","20":"tag-pieter-wezeman","21":"tag-russland","22":"tag-ruestungsindustrie","23":"tag-spanien","24":"tag-uno","25":"tag-usa","26":"tag-waffenhandel","27":"tag-weissrussland","28":"tag-welthungerhilfe"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116196413489776518","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33588"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33588\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}