{"id":33662,"date":"2026-03-09T01:31:15","date_gmt":"2026-03-09T01:31:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/33662\/"},"modified":"2026-03-09T01:31:15","modified_gmt":"2026-03-09T01:31:15","slug":"finanznachrichten-boersen-news-boerse-express-111","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/33662\/","title":{"rendered":"Finanznachrichten &#038; B\u00f6rsen-News | B\u00f6rse Express"},"content":{"rendered":"<p>\n                                        Das Shiller-KGV erreicht mit 40,02 den zweith\u00f6chsten Stand seit 155 Jahren, w\u00e4hrend \u00d6lpreisschock und schwacher Arbeitsmarkt die Stagflations\u00e4ngste befeuern.\n                                    <\/p>\n<p>Liebe Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p>wissen Sie, was das Jahr 1871 mit diesem Sonntag verbindet? Es liefert uns den historischen Ma\u00dfstab f\u00fcr das, was wir gerade an den Aktienm\u00e4rkten erleben \u2013 und der sollte jeden Anleger aufhorchen lassen.<\/p>\n<p>Das vielbeachtete Shiller-KGV, jenes Bewertungsma\u00df, das Aktienkurse ins Verh\u00e4ltnis zu den inflationsbereinigten Gewinnen der letzten zehn Jahre setzt, erreichte in dieser Woche einen Wert von 40,02. Um das einzuordnen: Der zweith\u00f6chste Stand seit 155 Jahren. Nur auf dem absoluten H\u00f6hepunkt der Dotcom-Blase waren US-Aktien noch teurer bewertet. Historisch folgten auf Werte \u00fcber 30 stets signifikante Marktkorrekturen.<\/p>\n<p>Dieser historischen \u00dcberbewertung steht die harte geopolitische Realit\u00e4t gegen\u00fcber, die in den letzten Tagen mit voller Wucht auf das Parkett durchschlug. Die Wall Street erlebte die schlechteste Woche seit fast einem Jahr \u2013 der Dow Jones verlor zeitweise \u00fcber 800 Punkte. Der &#8222;Trump-Bullenmarkt&#8220;, der den S&amp;P 500 allein in diesem Jahr durch Aktienr\u00fcckk\u00e4ufe von \u00fcber einer Billion Dollar nach oben trieb, steht pl\u00f6tzlich auf dem Pr\u00fcfstand.<\/p>\n<p>Der \u00d6l-Stresstest f\u00fcr die Weltwirtschaft<\/p>\n<p>Der Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Stimmungsumschwung liegt im Nahen Osten. Die eskalierenden, koordinierten Angriffe der USA und Israels auf den Iran haben eine neue Qualit\u00e4t erreicht. Am Wochenende bombardierte Israel erstmals ein \u00d6llager im S\u00fcden Teherans \u2013 dichte Rauchschwaden verdunkelten den Himmel \u00fcber der iranischen Hauptstadt. Gleichzeitig machte US-Pr\u00e4sident Donald Trump unmissverst\u00e4ndlich klar, dass er an Verhandlungen nicht interessiert sei, solange die milit\u00e4rische F\u00fchrung in Teheran nicht vollst\u00e4ndig ausgeschaltet ist.<\/p>\n<p>Die Reaktion der Rohstoffm\u00e4rkte war brutal: Der Preis f\u00fcr US-Leicht\u00f6l schoss \u00fcber 80 Dollar, in der Spitze sogar \u00fcber 90 Dollar pro Barrel. Seit Ende 2025 hat sich Roh\u00f6l damit um rund 40 Prozent verteuert. F\u00fcr die ohnehin nerv\u00f6sen Rentenm\u00e4rkte ist das ein Alarmsignal. Die Rendite zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen kletterte im Wochenverlauf um \u00fcber 20 Basispunkte auf 4,14 Prozent. Die Furcht der Investoren: Ein anhaltender \u00d6lpreisschock k\u00f6nnte die Inflation neu entfachen und die Notenbanken in eine geldpolitische Schockstarre zwingen.<\/p>\n<p>Stagflations-Sorgen und die europ\u00e4ische Realit\u00e4t<\/p>\n<p>Dass diese Sorge berechtigt ist, zeigte der \u00fcberraschend schwache US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag. Die US-Wirtschaft verlor unerwartet 92.000 Stellen, die Arbeitslosenquote stieg auf 4,4 Prozent. Steigende Preise bei gleichzeitig schw\u00e4chelndem Wachstum \u2013 das Gespenst der Stagflation geht wieder um.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>In diesem extrem volatilen Marktumfeld mit historisch hohen Bewertungen und geopolitischen Risiken m\u00f6chte ich Ihnen eine alternative Strategie vorstellen. Trading-Experte J\u00f6rg Mahnert zeigt in seinem kostenlosen Webinar, wie Anleger mit einer strukturierten Point-&amp;-Figure-Methode gezielt von Marktbewegungen profitieren k\u00f6nnen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob die Kurse steigen oder fallen. Seine Strategie basiert auf klaren Ein- und Ausstiegssignalen und hat in der Vergangenheit nachweisbare Ergebnisse erzielt: +68% mit Renk in 62 Tagen, +108% mit Rheinmetall in 60 Tagen. Mahnert erkl\u00e4rt, wie Sie mit dieser Methode durchschnittlich alle 50 Tage Gewinnchancen nutzen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend klassisches Buy-and-Hold in diesem Marktumfeld zunehmend riskanter wird. Sie erhalten im Webinar konkrete Trade-Beispiele und eine sofort umsetzbare Strategie. <a href=\"https:\/\/lpm.finanztrends.pl-x.de\/14\/432\/absahnplan-anmeldung\/?affiliate=RS_DAP2_NL_boerse-express-economy_2026-03-08\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Details zur Mahnert-Trading-Strategie<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Europa kommt diese Entwicklung zur Unzeit. W\u00e4hrend in den USA zumindest der Tech-Sektor noch gl\u00e4nzt, zeigt der Blick auf die heimische Industrie tiefe Risse. J\u00fcngste Eurostat-Daten belegen, dass die Industrieproduktion in der Eurozone im Dezember 2025 im Monatsvergleich um weitere 1,4 Prozent geschrumpft ist.<\/p>\n<p>Wie sich diese abstrakten Zahlen in der Realit\u00e4t anf\u00fchlen, l\u00e4sst sich derzeit in Sachsen beobachten. Im VW-Werk Zwickau k\u00e4mpfen die Besch\u00e4ftigten um ihre Zukunft. Ein 60 Milliarden Euro schweres Sparprogramm, das die Kosten bis 2028 um 20 Prozent senken soll, h\u00e4ngt wie ein Damoklesschwert \u00fcber dem Standort. \u201eLasst uns alle gemeinsam k\u00e4mpfen, dass wir nach dem 31.12.2030 hier noch ein Volkswagen-Logo am Tor haben&#8220;, appellierte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Mike R\u00f6sler. Ein Sinnbild f\u00fcr den fundamentalen Umbruch der europ\u00e4ischen Kernindustrien.<\/p>\n<p>Halbleiter-Poker: Europas gef\u00e4hrlicher Zwischenraum<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die traditionelle Industrie k\u00e4mpft, werden in der Technologiebranche die Daumenschrauben angezogen. Der taiwanische Chip-Gigant TSMC plant, die Preise f\u00fcr seine modernsten 2-Nanometer-Wafer in den kommenden Wochen um 10 Prozent auf rund 30.000 Dollar pro St\u00fcck anzuheben. Die Begr\u00fcndung? Massive Kosten f\u00fcr den Bau von Fabriken in \u00dcbersee und ein gigantisches Investitionsbudget von bis zu 42 Milliarden Dollar, das refinanziert werden muss.<\/p>\n<p>Gleichzeitig eskaliert ein Streit, der Europas Verwundbarkeit in der Chip-Lieferkette schonungslos offenlegt. Das chinesische Handelsministerium hat den Niederlanden eine offizielle Warnung ausgesprochen. Im Zentrum steht der niederl\u00e4ndische Chiphersteller Nexperia und dessen chinesische Tochter Wingtech. Nachdem die Zentrale in Europa offenbar chinesische Mitarbeiter-Accounts gesperrt und Wafer-Lieferungen ausgesetzt hat, droht Peking unverhohlen: Sollte dies zu einer globalen Lieferkettenkrise f\u00fchren, trage Den Haag die \u201evolle Verantwortung&#8220;. Europa droht im Technologiekrieg zwischen den Bl\u00f6cken einmal mehr zerrieben zu werden.<\/p>\n<p>Die Woche der Wahrheit<\/p>\n<p>Die kommenden Tage werden entscheidend f\u00fcr die kurzfristige Richtung der M\u00e4rkte. Der Fokus richtet sich voll auf die US-Inflationsdaten: Am Mittwoch wird der Verbraucherpreisindex f\u00fcr Februar ver\u00f6ffentlicht, am Freitag folgt der f\u00fcr die Fed so wichtige Kern-PCE-Index. Sollten diese Daten die durch den \u00d6lpreis befeuerte Inflationsangst best\u00e4tigen, d\u00fcrfte die Luft f\u00fcr den historisch teuren Aktienmarkt noch d\u00fcnner werden.<\/p>\n<p>Zudem wird sich zeigen, ob das gro\u00dfe Narrativ unserer Zeit \u2013 die K\u00fcnstliche Intelligenz \u2013 die hohen Bewertungen noch st\u00fctzen kann. Mit Oracle am Dienstag und Adobe am Donnerstag \u00f6ffnen zwei Software-Giganten ihre B\u00fccher, die als wichtige Barometer f\u00fcr die tats\u00e4chliche Monetarisierung von KI-Diensten gelten.<\/p>\n<p>Quintessenz<\/p>\n<p>Die M\u00e4rkte wandern derzeit auf einem schmalen Grat zwischen technologischer Euphorie und geopolitischer Realit\u00e4t. In Zeiten, in denen das Shiller-KGV \u00fcber 40 steht, ist die Fehlerverzeihung der B\u00f6rse gleich null. Die Kombination aus explodierenden Energiekosten, schw\u00e4chelndem Arbeitsmarkt und einer Industriebasis unter Druck bildet einen toxischen Cocktail \u2013 ganz gleich, wie viel KI-Fantasie in den Kursen steckt.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen besonnenen Start in diese wichtige Handelswoche und noch einen sch\u00f6nen Rest des Wochenendes.<\/p>\n<p>Herzlichst, Ihr<\/p>\n<p>Eduard Altmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Shiller-KGV erreicht mit 40,02 den zweith\u00f6chsten Stand seit 155 Jahren, w\u00e4hrend \u00d6lpreisschock und schwacher Arbeitsmarkt die Stagflations\u00e4ngste&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":33663,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[2732,46,42,95,90,89,15486,91,2997,94,44,93,92,439,15487],"class_list":{"0":"post-33662","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-analysen","9":"tag-at","10":"tag-austria","11":"tag-business","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-editorial","15":"tag-markets","16":"tag-marktberichte","17":"tag-maerkte","18":"tag-oesterreich","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte","21":"tag-usa","22":"tag-value-growth"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116196637725883198","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33662","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33662"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33662\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33662"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33662"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33662"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}