{"id":339572,"date":"2026-08-17T15:30:12","date_gmt":"2026-08-17T15:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/339572\/"},"modified":"2026-08-17T15:30:12","modified_gmt":"2026-08-17T15:30:12","slug":"in-polen-spielen-sich-erschuetternde-szenen-ab-ueble-angriffe-auf-ukrainer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/339572\/","title":{"rendered":"In Polen spielen sich ersch\u00fctternde Szenen ab &#8211; \u00fcble Angriffe auf Ukrainer"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcble Gewalt gegen UkrainerIn Polen spielen sich ersch\u00fctternde Szenen ab17.08.2026, 15:32 Uhr <img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Robin Gr\u00fctzmacher<\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:28 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Ukrainegewalt.webp\" alt=\"Ukrainegewalt\"\/>Eine Frau holt zum Schlag gegen einen ukrainischen Fl\u00fcchtling in Posen aus. (Foto: X)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Immer wieder tauchen Videos von heftigen Attacken auf ukrainische Fl\u00fcchtlinge in Polen auf. In diesem Jahr gibt es deutlich mehr Angriffe &#8211; auch auf Kinder. Besonders das nationalistische Lager heizt die Stimmung auf.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Polen und der Ukraine ist in den vergangenen Tagen ein Video viral gegangen, das einen Angriff auf ukrainische Fl\u00fcchtlinge in der polnischen Stadt Posen zeigt. Vor allem eine Frau geht darin aggressiv gegen zwei M\u00e4nner vor. Sie beschimpft die beiden und bespuckt einen von ihnen. Als er zur\u00fcck spuckt, st\u00f6\u00dft sie einen Sonnenschirm auf die M\u00e4nner und schl\u00e4gt einem mit voller Wucht in den Nacken. Daraufhin kommt es zu weiteren Beschimpfungen und Handgreiflichkeiten. Der Grund f\u00fcr den Angriff soll gewesen sein, dass die M\u00e4nner Ukrainisch sprachen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Vergleichbare Videos haben in den vergangenen Monaten regelm\u00e4\u00dfig ihren Weg in die sozialen Netzwerke gefunden. Der Eindruck verst\u00e4rkt sich, dass die Hemmschwelle f\u00fcr solche Taten deutlich gesunken ist. Sogar \u00dcbergriffe auf Kinder gibt es immer wieder.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">K\u00fcrzlich berichtete das ukrainische Generalkonsulat in Danzig von einem Mann und einer Frau, die in der Stadt Bydgoszcz ein 14-j\u00e4hriges ukrainisches M\u00e4dchen und ihren 12-j\u00e4hrigen Bruder aus &#8222;nationalistisch motivierter Intoleranz&#8220;  beschimpft und k\u00f6rperlich angegriffen haben sollen. Einem der Kinder sei der Arm verdreht worden, zudem h\u00e4tten die T\u00e4ter eine Spielzeugdrohne zerbrochen und Teile davon auf den Jungen geworfen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Gro\u00dfe Aufmerksamkeit bis in die Politik hinein erfuhr ein Fall Mitte Juli, als ein 54-J\u00e4hriger in einem Bus in Bielsko-Biala im S\u00fcdosten Polens ukrainische M\u00e4dchen im Alter von elf Jahren aufgrund ihrer Herkunft unter anderem als &#8220; Huren&#8220; beschimpfte und sie bedr\u00e4ngte. Eines der Opfer filmte das Ganze mit ihrem Smartphone.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ebenfalls viel Beachtung bekam der Angriff dreier polnischer M\u00e4nner auf ein ukrainisches P\u00e4rchen in Breslau. Die Auseinandersetzung folgte auf einen Streit in einem Laden. Auch als die beiden Opfer am Boden lagen, sollen die M\u00e4nner noch auf sie eingetreten haben. Au\u00dferdem wurde ein Schlagring eingesetzt. Die Polizei sprach von einem &#8222;nationalistisch motivierten Aggressionsmotiv&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Laut Beh\u00f6rdenangaben sind die Angriffe auf Ukrainer in Polen in der ersten H\u00e4lfte dieses Jahres um 30 Prozent gestiegen. Bei den auf Video festgehaltenen Vorf\u00e4llen wurden die T\u00e4ter in der Regel innerhalb kurzer Zeit festgenommen. &#8222;Null Toleranz gegen\u00fcber Aggression und Hass&#8220;, hie\u00df es von Polens Innenminister Marcin Kierwinski. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"polenukraine\"\/>Diese Aufnahme einer der festgenommenen Frauen von dem Angriff in Posen teilte der polnische Innenminister. (Foto: X \/ Marcin Kierwi\u0144ski)Spannungen wegen des Gedenkens an Nationalisten<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es gibt aber auch Politiker, vorwiegend aus dem nationalistischen Lager, die Stimmung gegen die Ukraine machen. Andreas Umland vom Europ\u00e4ischen Politik Institut in Kiew <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Gefaehrlicher-Streit-zwischen-Polen-und-Ukraine-eskaliert-was-dahintersteckt-id30901414.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">sagte ntv.de im Juni<\/a>, Pr\u00e4sident Karol Nawrocki sei dabei das &#8222;Hauptproblem&#8220;. Er ist seit 2025 im Amt und fordert eine deutlich h\u00e4rtere Linie gegen\u00fcber ukrainischen Fl\u00fcchtlingen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In den vergangenen Monaten hatten sich die Spannungen auch auf h\u00f6chster politischer Ebene zwischen Warschau und Kiew versch\u00e4rft. Grund ist das ukrainische Gedenken an einstige Nationalisten, insbesondere der Unabh\u00e4ngigkeitsk\u00e4mpfer von der UPA. Die Organisation ver\u00fcbte zwischen 1943 und 1945 in der Region Wolhynien Massaker an polnischen Zivilisten mit Zehntausenden Toten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Laut Umland bedauern die Ukrainer, was in Wolhynien geschehen ist &#8211; und das wisse man auch in Polen. Kiews Staatschef Wolodymyr Selenskyj ist in der Vergangenheit zu Gedenkveranstaltungen ins Nachbarland gereist. Andererseits benannte er im Mai aber auch eine Milit\u00e4reinheit nach der UPA. Sein B\u00fcrochef Kyrylo Budanow begab sich anschlie\u00dfend sofort zu Gespr\u00e4chen ins ver\u00e4rgerte Nachbarland. &#8222;F\u00fcr das polnische Volk ist die UPA vor allem das Symbol f\u00fcr Verbrechen, die an wehrlosen Zivilisten begangen wurden&#8220;, hatte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz zuvor gesagt. Regierungschef Donald Tusk sprach von einer &#8222;Verletzung unserer historischen Sensibilit\u00e4t&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Streit wurde durch den Budanow-Besuch nicht beigelegt, sondern gipfelte in Selenskyjs <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Polens-Praesident-zieht-Konsequenzen-im-Streit-mit-Selenskyj-id30989725.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Aberkennung des 2023 von Polen verliehenen Wei\u00dfer-Adler-Ordens<\/a>. Pr\u00e4sident Nawrocki sagte dazu: &#8222;Ich m\u00f6chte betonen, dass diese Entscheidung nicht gegen das ukrainische Volk gerichtet ist. Sie \u00e4ndert nichts an der strategischen Ausrichtung der polnischen Sicherheitspolitik. Wir haben die Ukraine unterst\u00fctzt und tun dies auch weiterhin.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Die Ukraine schreibt keinem anderen Volk vor, wie es seine Geschichte zu lehren oder zu bewerten hat. Daher behalten auch wir uns das legitime Recht auf unsere eigene nationale Erinnerung und W\u00fcrde vor&#8220;, hie\u00df es von Budanow auf Telegram. Er sprach von einem unfreundlichen Akt Nawrockis. <\/p>\n<p>Leichte Ann\u00e4herung<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Polen hat mittlerweile die Errichtung eines Denkmals in Warschau f\u00fcr die UPA-Opfer von Wolhynien angek\u00fcndigt.\u00a0Die Ukraine wiederum will einen &#8222;Pantheon&#8220; in Kiew bauen, um die &#8222;herausragendsten Vertreter der ukrainischen Nation zu ehren&#8220;. In der Grabst\u00e4tte k\u00f6nnten auch einstige Nationalisten beherbergt werden. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zudem hatte die Ukraine mitgeteilt, Untersuchungen zu den Massakern ausweiten und Geheimdienstarchive \u00f6ffnen. Der polnische Au\u00dfenminister Radoslaw Sikorski und sein ukrainische Amtskollege Andrij Sybiha waren sich nach einem Treffen im vergangenen Monat laut einer Mitteilung aus Warschau einig, dass &#8222;Wahrheit, Respekt und das Gedenken an die Opfer weiterhin zentrale Elemente der bilateralen Beziehungen sind&#8220;. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Polen hat seit dem russischen Angriffskrieg rund eine Million ukrainische Fl\u00fcchtlinge aufgenommen und viele wichtige Waffensysteme und finanzielle Mittel f\u00fcr die Verteidigung gegen die russische Invasion geliefert. Besonders fernab des polnischen nationalistischen Lagers wurden die Ukrainer in der Regel mit offenen Armen empfangen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00dcble Gewalt gegen UkrainerIn Polen spielen sich ersch\u00fctternde Szenen ab17.08.2026, 15:32 Uhr Von Robin Gr\u00fctzmacher Artikel anh\u00f6ren(06:28 min)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":339573,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[732,6397,7204,79,40,41,3734,269,39,66,65,64,28237],"class_list":["post-339572","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-ukraine","tag-angriff-auf-die-ukraine","tag-kriege-und-konflikte","tag-migration","tag-nachrichten","tag-news","tag-polen","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-welt","tag-world","tag-world-news","tag-zuwanderung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117111569247090802","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/339572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=339572"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/339572\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/339573"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=339572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=339572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=339572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}