{"id":340586,"date":"2026-08-18T04:18:35","date_gmt":"2026-08-18T04:18:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/340586\/"},"modified":"2026-08-18T04:18:35","modified_gmt":"2026-08-18T04:18:35","slug":"schweiss-liefert-levodopa-werte-neuer-fingerspitzen-sensor-fuer-parkinson","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/340586\/","title":{"rendered":"Schwei\u00df liefert Levodopa-Werte: Neuer Fingerspitzen-Sensor f\u00fcr Parkinson"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">US-amerikanische Forschende haben ein weiches, tragbares Pflaster f\u00fcr die Fingerspitze entwickelt, das kontinuierlich die Levodopa-Konzentration bei Parkinson-Patienten \u00fcberwacht. Das Ger\u00e4t nutzt chemische Substanzen im Schwei\u00df des Patienten \u2013 Batterien sind nicht erforderlich. Die Messergebnisse waren mit denen herk\u00f6mmlicher Labortests von Blutproben vergleichbar.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Technologie, deren Entwicklung in der Fachzeitschrift \u201eProceedings of the National Academy of Sciences\u201c <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.2610453123\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">ver\u00f6ffentlicht<\/a> wurde, k\u00f6nnte es \u00c4rzten in Zukunft erm\u00f6glichen, die t\u00e4glichen Medikamentenpl\u00e4ne f\u00fcr Patienten zu Hause pr\u00e4zise anzupassen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Pflaster erfasst Levodopa, das als Standardmedikament zur Behandlung der motorischen Symptome bei Parkinson eingesetzt wird. Die richtige Dosierung ist eine Herausforderung: Eine zu geringe Levodopa-Dosis kann zu ausgepr\u00e4gten Bewegungsproblemen f\u00fchren, w\u00e4hrend eine zu hohe Dosis schwere unkontrollierte Bewegungen ausl\u00f6sen kann. Zu Beginn der Erkrankung kann die Wirkung des Medikaments mehrere Stunden anhalten. Mit fortschreitender Erkrankung verk\u00fcrzt sich das therapeutische Zeitfenster jedoch auf etwa zwei Stunden. Derzeit st\u00fctzen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte die Anpassung der Behandlung unter anderem auf subjektive Symptomtageb\u00fccher der Patientinnen und Patienten. Diese erfassen Schwankungen der Levodopa-Wirkung jedoch nicht zuverl\u00e4ssig. Das neue tragbare Ger\u00e4t erm\u00f6glicht es, die Levodopa-Konzentration im K\u00f6rper kontinuierlich und in Echtzeit zu \u00fcberwachen.<\/p>\n<p>Levodopa \u00fcber Schwei\u00df kontinuierlich gemessen<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Pflaster wird an der Fingerspitze getragen, wo eine hohe Dichte an Schwei\u00dfdr\u00fcsen vorhanden ist. Es enth\u00e4lt ein speziell entwickeltes saugf\u00e4higes Gel, das wie ein Schwamm f\u00fcr Schwei\u00df wirkt. Das Gel besteht aus einer hochkonzentrierten Mischung aus Salzen und unbedenklichen L\u00f6sungsmitteln. Dadurch wird Schwei\u00df aus den Poren gezogen, da Wasser auf nat\u00fcrliche Weise in Bereiche mit h\u00f6herer Salzkonzentration str\u00f6mt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Levodopa aus dem Schwei\u00df mit den im Pflaster eingebetteten Enzymen in Kontakt kommt, l\u00f6st dies eine chemische Reaktion aus, bei der eine geringe messbare elektrische Spannung entsteht. Diese Reaktion liefert zugleich die Energie f\u00fcr den Betrieb des Pflasters. Die H\u00f6he der erzeugten Spannung gibt au\u00dferdem Aufschluss \u00fcber die Levodopa-Konzentration: Eine niedrigere Spannung entspricht einem niedrigeren, eine h\u00f6here Spannung einem h\u00f6heren Levodopa-Spiegel.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich pr\u00e4zise wie Bluttests<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In klinischen Tests mit gesunden Freiwilligen und Menschen mit Parkinson erfasste das Pflaster die Levodopa-Konzentration \u00e4hnlich pr\u00e4zise wie herk\u00f6mmliche Laboruntersuchungen von Blutproben. Die Forschenden stellten zudem fest, dass Menschen mit Parkinson Levodopa deutlich schneller aus dem K\u00f6rper eliminieren als gesunde Personen. Nach Einsch\u00e4tzung der Forschenden k\u00f6nnte dies dazu beitragen zu erkl\u00e4ren, warum sich die Parkinson-Symptome teilweise so pl\u00f6tzlich verschlechtern.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Technologie k\u00f6nnte langfristig die Entwicklung eines sogenannten Closed-Loop-Systems erm\u00f6glichen. Dabei k\u00f6nnte ein Pflaster zur kontinuierlichen \u00dcberwachung des Levodopa-Spiegels mit einer Medikamentenpumpe verbunden werden, die das Arzneimittel bedarfsgerecht und automatisch verabreicht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(lj\/BIERMANN)<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das k\u00f6nnte Sie ebenfalls interessieren:<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/biermann-medizin.de\/wirkstoffkandidat-koennte-wirkung-von-levodopa-bei-parkinson-verbessern\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wirkstoffkandidat k\u00f6nnte Wirkung von Levodopa bei Parkinson verbessern<\/a><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/biermann-medizin.de\/mit-magnetfeldern-gegen-parkinson\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mit Magnetfeldern gegen Parkinson?<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-amerikanische Forschende haben ein weiches, tragbares Pflaster f\u00fcr die Fingerspitze entwickelt, das kontinuierlich die Levodopa-Konzentration bei Parkinson-Patienten \u00fcberwacht.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":340587,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[46,42,124,123,36019,44,9612,12140],"class_list":["post-340586","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-at","tag-austria","tag-gesundheit","tag-health","tag-levodopa","tag-oesterreich","tag-parkinson","tag-schweiss"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117114588901656041","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/340586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=340586"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/340586\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/340587"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=340586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=340586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=340586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}