{"id":34207,"date":"2026-03-09T09:17:07","date_gmt":"2026-03-09T09:17:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/34207\/"},"modified":"2026-03-09T09:17:07","modified_gmt":"2026-03-09T09:17:07","slug":"kreta-als-drehkreuz-so-bringt-tui-gestrandete-reisende-aus-dem-nahen-osten-nach-hause","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/34207\/","title":{"rendered":"Kreta als Drehkreuz: So bringt Tui gestrandete Reisende aus dem Nahen Osten nach Hause"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie Europas gr\u00f6\u00dfter Reiseveranstalter seine tausenden im Nahen Osten gestrandeten Kunden nach Hause bringt, wird langsam deutlich: Tui setzt auf Fl\u00fcge der hauseigenen Tui Airlines. Am Samstag (7. M\u00e4rz) um 22:19 Uhr landete die Boeing 737 Max 8 mit dem Kennzeichen G-TUPB in Hannover. Nur eine knappe Stunde sp\u00e4ter folgte ein zweiter Sonderflug \u2013 mit der Boeing 737 Max 8 mit der Registrierung G-TUMG von Tui Airways.<\/p>\n<p>Tui setzt auf kleinen Flughafen an der Grenze zum Oman<\/p>\n<p>Der Reiseveranstalter hat sich f\u00fcr Al-Ain entschieden, da dies die einfachste L\u00f6sung darstellte, wie ein Sprecher am Sonntag (8. M\u00e4rz) mitteilte. Da der Flughafen innerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate liegt, entf\u00e4llt f\u00fcr die Reisenden das Passieren von Staatsgrenzen, was oft mit zeitaufw\u00e4ndigen oder komplizierten Formalit\u00e4ten verbunden w\u00e4re. Zudem ist der Flughafen ge\u00f6ffnet. Tui kann ihre G\u00e4ste innerhalb von kurzer Zeit mit Bussen von Abu Dhabi und Dubai aus nach Al-Ain bringen.<\/p>\n<p>Alle Genehmigungen im Eiltempo<\/p>\n<p>\u00abWir sind als Reiseveranstalter immer auf Krisensituationen vorbereitet, aber mit der konkreten Planung haben wir in der vergangenen Woche begonnen\u00bb, so der Tui-Sprecher weiter. Da der Konzern mit ihren Airlines im Gegensatz zu Condor und Eurowings die Emirate nicht regul\u00e4r anfliegt, mussten alle erforderlichen Genehmigungen von den zust\u00e4ndigen Luftfahrtbeh\u00f6rden im Eiltempo eingeholt werden.<\/p>\n<p>Und die Anforderungen sind hoch. Damit die Beh\u00f6rden zustimmen, muss die Sicherheitseinstufung der Airline detailliert aufzeigen, wie die Sicherheitsstandards auch unter den aktuellen Bedingungen eingehalten werden k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen sowohl die Crew-Vertreter als auch die Versicherungstr\u00e4ger ihre Zustimmung geben. Letztlich konnte Tui Airlines alle H\u00fcrden nehmen, sodass die Fl\u00fcge starten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sonntag sind zwei weitere Fl\u00fcge gestartet<\/p>\n<p>Und so sind am Sonntag (8. M\u00e4rz) zwei zus\u00e4tzliche Fl\u00fcge mit den Flugnummern BY8008 und BY8012 von Al-Ain gestartet. Zwei weitere Fl\u00fcge sind f\u00fcr Montag geplant. \u00abWir werden die Fl\u00fcge solange durchf\u00fchren, wie Bedarf besteht\u00bb, teilte der Sprecher weiter mit. Tui bietet auch anderen Reiseveranstaltern die M\u00f6glichkeit, ihre Kundinnen und Kunden auf diesem Weg aus der Krisenregion zu bringen. F\u00fcr Privatpersonen sind die Fl\u00fcge nicht buchbar.<\/p>\n<p>Tui setzt dabei auf ein Drehkreuz-Konzept mit Heraklion. Vier Flugzeuge hat Tui Airways aus Gro\u00dfbritannien daf\u00fcr extra auf die griechische Insel geflogen. \u00abHeraklion bietet die M\u00f6glichkeit, dass wir mit einer Crew ein- und auch wieder ausfliegen k\u00f6nnen\u00bb, so der Tui-Sprecher. Das Flugzeug bleibt nur kurz am Boden, bevor es wieder zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p>Tui-Crews und Flugzeuge kommen aus Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p>In Heraklion wird die Crew getauscht und das Flugzeug betankt, bevor die Reisenden weitergeflogen werden. Von den ersten vier Fl\u00fcgen gingen drei nach Hannover und einer nach Manchester. An den Fl\u00fcgen sind alle Tui-Fluglinien beteiligt: Die Flugzeuge und Crews kommen aus Gro\u00dfbritannien, w\u00e4hrend die Koordination und Planung aus Belgien und den Niederlanden erfolgen. In Deutschland erm\u00f6glicht die 24-Stunden-Genehmigung in Hannover auch Landungen in der Nacht.<\/p>\n<p>Bis sp\u00e4testens Mittwoch will Tui alle Veranstalter-Kundinnen und \u2011Kunden nach Deutschland zur\u00fcck zu bringen.<\/p>\n<p>Fundierte Recherchen, Einordnung und Unabh\u00e4ngigkeit: Unsere Fachredaktion kennt die Luftfahrt aus Interviews, Daten und Recherchen vor Ort. F\u00fcr den Preis eines Kaffees im Monat unterst\u00fctzen Sie diese Arbeit und lesen aeroTELEGRAPH ohne Werbung. 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