{"id":342308,"date":"2026-08-18T23:26:17","date_gmt":"2026-08-18T23:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/342308\/"},"modified":"2026-08-18T23:26:17","modified_gmt":"2026-08-18T23:26:17","slug":"22-500-migranten-auf-deutschen-schiffen-rom-fordert-geld-von-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/342308\/","title":{"rendered":"22.500 Migranten auf deutschen Schiffen: Rom fordert Geld von Berlin"},"content":{"rendered":"<p>\n                    Zuerst ver\u00f6ffentlicht am                 18\/08\/2026 &#8211; 15:11 MESZ\u2022Zuletzt aktualisiert<br \/>\n                                     19:28\n                                        <\/p>\n<p>Im Streit zwischen Italien und Deutschland \u00fcber die Verteilung von Migranten versch\u00e4rft Rom den Ton. Das italienische Innenministerium hat neue Zahlen zu privaten Rettungsschiffen vorgelegt \u2013 und fordert von Deutschland eine finanzielle Entsch\u00e4digung.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Seit dem Amtsantritt der Regierung von Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni im Oktober 2022 haben deutsche Hilfsorganisationen nach Angaben des italienischen Innenministeriums rund 22.500 Migranten in italienische H\u00e4fen gebracht. Insgesamt seien in diesem Zeitraum etwa 42.300 Menschen an Bord privater Rettungsschiffe in Italien angekommen.<\/p>\n<p>Damit entf\u00e4llt nach italienischer Rechnung mehr als die H\u00e4lfte dieser Ank\u00fcnfte auf deutsche Hilfsorganisationen. Weitere rund 4.500 Menschen kamen mit Schiffen anderer europ\u00e4ischer Hilfsorganisationen nach Italien, die allerdings unter deutscher Flagge fuhren. Rom kommt deshalb auf einen deutschen Anteil von fast zwei Dritteln aller Migranten-Ank\u00fcnfte auf privaten Rettungsschiffen.<\/p>\n<p>Italiens Innenminister Matteo Piantedosi hatte bereits zuvor eine finanzielle Beteiligung Deutschlands gefordert. Erst wenn diese Frage gekl\u00e4rt sei, k\u00f6nne \u00fcber die R\u00fccknahme von Migranten aus Deutschland gesprochen werden, die zuvor in Italien erstmals EU-Boden betreten hatten, stellte Piantedosi klar.<\/p>\n<p>Streit um drei Migranten<\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/08\/14\/migration-italienische-regierung-spanien-deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Konflikt ist inzwischen konkret<\/a> geworden. Deutschland will zun\u00e4chst drei Menschen nach Italien \u00fcberstellen, die dort erstmals in die EU eingereist waren und anschlie\u00dfend in Deutschland einen Asylantrag stellten.<\/p>\n<p>Rom hat jedoch signalisiert, die Betroffenen m\u00f6glicherweise nicht einreisen zu lassen, sondern sie direkt wieder nach Deutschland zur\u00fcckzuschicken.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gilt in der EU: Wer \u00fcber Italien in die EU einreist und sp\u00e4ter in Deutschland Asyl beantragt, kann zur Pr\u00fcfung des Antrags nach Italien zur\u00fcck\u00fcberstellt werden. Die seit Juni geltenden neuen EU-Regeln halten am Prinzip des ersten Einreisestaates fest, sehen aber auch Ausnahmen und einen Solidarit\u00e4tsmechanismus vor.<\/p>\n<p>Nach Angaben des italienischen Innenministeriums bem\u00fchen sich Piantedosi und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) weiter um eine gemeinsame L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Italiens Vize-Regierungschef Matteo Salvini attackierte aber erneut die privaten Seenotretter. Er forderte die Regierungen in Berlin und Madrid auf, ihre Hilfsorganisationen \u201ezur\u00fcckzupfeifen\u201c. Diese d\u00fcrften nicht l\u00e4nger \u201eillegale Einwanderer\u201c an die italienische K\u00fcste bringen.<\/p>\n<p>876 Tote in 2026 &#8211; NGOs warnen vor t\u00f6dlicher Mittelmeerroute<\/p>\n<p>Der Streit zwischen Rom und Berlin dreht sich um eine grundlegende Frage der europ\u00e4ischen Migrationspolitik. Wer tr\u00e4gt die Verantwortung f\u00fcr Menschen, die \u00fcber das Mittelmeer nach Europa kommen \u2013 und wer muss f\u00fcr ihre Aufnahme aufkommen?<\/p>\n<p>Hilfsorganisationen weisen auf die Gefahren der \u00dcberfahrt hin. Erst k\u00fcrzlich meldete die italienische Organisation Emergency sieben Tote auf einem \u00fcberf\u00fcllten Boot vor der libyschen K\u00fcste. 57 Menschen konnten demnach gerettet werden, zwei von ihnen befanden sich in kritischem Zustand.<\/p>\n<p>Auch die deutsche Organisation Sea-Watch und Resqship berichteten von drei Leichen, die sie im Mittelmeer entdeckt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die zentrale Mittelmeerroute bleibt damit eine der gef\u00e4hrlichsten Migrationsrouten der Welt. Nach Angaben der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration (IOM) sind dort in diesem Jahr bislang mindestens 872 Menschen gestorben oder werden vermisst. Die Zahl bezieht sich auf dokumentierte F\u00e4lle \u2013 die tats\u00e4chliche Zahl d\u00fcrfte h\u00f6her liegen, weil gar nicht alle Ungl\u00fccke erfasst werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 18\/08\/2026 &#8211; 15:11 MESZ\u2022Zuletzt aktualisiert 19:28 Im Streit zwischen Italien und Deutschland \u00fcber die Verteilung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":342309,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[2416,1012,79,12675,40,41,33460,39,66,65,64],"class_list":["post-342308","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-fluechtlinge","tag-italien","tag-migration","tag-mittelmeer","tag-nachrichten","tag-news","tag-schengen-raum","tag-schlagzeilen","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117119103344930306","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=342308"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342308\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/342309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=342308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=342308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=342308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}