{"id":342412,"date":"2026-08-19T01:03:07","date_gmt":"2026-08-19T01:03:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/342412\/"},"modified":"2026-08-19T01:03:07","modified_gmt":"2026-08-19T01:03:07","slug":"prozess-gegen-meta-wegen-app-nutzung-durch-kinder-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/342412\/","title":{"rendered":"Prozess gegen Meta wegen App-Nutzung durch Kinder gestartet"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Im wom\u00f6glich wegweisenden US-Prozess um Social-Media-Sucht durch Instagram und Facebook hat die Staatsanwaltschaft dem Meta-Konzern schwere Vorw\u00fcrfe gemacht. Meta habe Kinder und Jugendliche abh\u00e4ngig gemacht, die Funktionsweise ihrer Gehirne &#8222;ausgenutzt&#8220; und die \u00d6ffentlichkeit in die Irre gef\u00fchrt, sagte Kaliforniens stellvertretende Generalstaatsanw\u00e4ltin Megan O&#8217;Neill am Dienstag in ihrem Er\u00f6ffnungspl\u00e4doyer. Die Verteidigung wies die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Meta muss sich vor dem Gericht in Oakland wegen des Vorwurfs verantworten, mit seinen Online-Netzwerken Minderj\u00e4hrige abh\u00e4ngig und damit psychisch krank zu machen. &#8222;Metas Gesch\u00e4ftsmodell l\u00e4sst sich auf vier einfache Punkte reduzieren: Nutzer an sich binden, sie so lange wie m\u00f6glich halten, ihre Daten absch\u00f6pfen und dann die Wahrheit vor der \u00d6ffentlichkeit verbergen&#8220;, f\u00fchrte O&#8217;Neill aus.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Metas Anwalt Paul Schmidt wies die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck. Er gestand in seinem Er\u00f6ffnungspl\u00e4doyer zwar ein, dass einige Nutzer durch Online-Netzwerke zu Schaden gekommen seien. Der Konzern habe aber immer &#8222;versucht, Instrumente zu entwickeln, um ihnen zu helfen&#8220;. Bereits vor Prozessbeginn hatte Meta alle Vorw\u00fcrfe zur\u00fcckgewiesen. Der Konzern gab an, er habe mit Eltern, Experten und Strafverfolgungsbeh\u00f6rden zusammengearbeitet, um Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Kinder zu implementieren.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Vor dem Gerichtsgeb\u00e4ude demonstrierten Aktivisten und auch M\u00fctter, die angaben, dass ihre Kinder in Folge der Nutzung der Onlinedienste Suizid begangen h\u00e4tten. &#8222;Kein Unternehmen &#8211; ganz gleich, wie reich, einflussreich oder vermeintlich unangreifbar es sich f\u00fchlt &#8211; darf \u00fcber der Wahrheit, dem Gesetz und unseren Kindern stehen&#8220;, sagte die Mutter Lori Schott.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Mehrere US-Bundesstaaten verlangen in dem Prozess Beschr\u00e4nkungen bei Instagram- und Facebook-Funktionen sowie eine massive Strafzahlung von rund 200 Milliarden Dollar (rund 173 Milliarden Euro). Sie ergibt sich daraus, dass die Generalstaatsanwaltschaften f\u00fcr jeden betroffenen Heranwachsenden im Land mehrere tausend Dollar Strafe veranschlagen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Bei den geforderten Beschr\u00e4nkungen geht es konkret um Funktionen wie das Endlos-Scrollen, sehr h\u00e4ufige Benachrichtigungen und das Z\u00e4hlen von &#8222;Gef\u00e4llt mir&#8220;-Reaktionen. Die Kl\u00e4ger wenden sich also gegen die Art, wie die Online-Netzwerke konzipiert sind, und nicht gegen die Inhalte, die sie verbreiten &#8211; denn hierbei gesteht das US-Recht den Netzwerken weitgehende Immunit\u00e4t zu.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">In den USA wurde schon eine Vielzahl von Prozessen gegen Online-Netzwerke angestrengt. Der nun laufende Prozess in Kalifornien k\u00f6nnte f\u00fcr Meta aber weiter reichende Folgen haben, da damit erstmals eine Gerichtsentscheidung auf Bundesebene ansteht. Die Anklage will auch Meta-Chef Mark Zuckerberg zu den Vorw\u00fcrfen befragen. Seine Anh\u00f6rung ist f\u00fcr Ende September geplant. Vorgeladen ist auch Instagram-Chef Adam Mosseri. Mit einem Urteil der Richterin Yvonne Gonzalez Rogers wird Anfang Oktober gerechnet.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der Prozess geht auf die sogenannten Facebook Files zur\u00fcck, welche die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen Ende 2021 ver\u00f6ffentlichte. Dabei handelt es sich um tausende Seiten mit den Ergebnissen einer konzerninternen Recherche zu den Auswirkungen der Online-Netzwerke von Meta auf die seelische Gesundheit minderj\u00e4hriger Nutzerinnen. Obwohl die sch\u00e4dlichen Auswirkungen des Social-Media-Konsums dem Konzern demnach bekannt waren, wies er in \u00f6ffentlichen Stellungnahmen Bedenken und Warnungen zur\u00fcck. Stattdessen soll er die Netzwerke absichtlich so konzipiert haben, dass sie Suchtverhalten hervorrufen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Nach diesen Enth\u00fcllungen leiteten dutzende US-Bundesstaaten eine gemeinsame Untersuchung der Vorw\u00fcrfe ein. Zwei Jahre sp\u00e4ter reichten 29 von ihnen Klage gegen Meta ein. Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey f\u00fchren nun stellvertretend einen Pilot-Prozess. Sollte Meta vor Gericht unterliegen, soll der Konzern mit allen klagenden Bundesstaaten eine Vereinbarung schlie\u00dfen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der Meta-Konzern versichert, dass er ausreichend Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr minderj\u00e4hrige Nutzerinnen und Nutzer ergreife. Au\u00dferdem argumentiert der kalifornische Internetriese, die psychische Gesundheit von Heranwachsenden k\u00f6nne nicht durch einen einzelnen Onlinedienst beeintr\u00e4chtigt werden. Einige der beanstandeten Funktionen m\u00fcssten au\u00dferdem wegen des Verfassungsrechts auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung unangetastet bleiben.<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im wom\u00f6glich wegweisenden US-Prozess um Social-Media-Sucht durch Instagram und Facebook hat die Staatsanwaltschaft dem Meta-Konzern schwere Vorw\u00fcrfe gemacht.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":342413,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[630,40,41,1434,3259,198,39,3412,38,439],"class_list":["post-342412","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-jugend","tag-nachrichten","tag-news","tag-newsticker","tag-online","tag-prozess","tag-schlagzeilen","tag-software","tag-top-meldungen","tag-usa"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117119484331831250","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342412","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=342412"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342412\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/342413"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=342412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=342412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=342412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}