{"id":342594,"date":"2026-08-19T04:12:11","date_gmt":"2026-08-19T04:12:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/342594\/"},"modified":"2026-08-19T04:12:11","modified_gmt":"2026-08-19T04:12:11","slug":"attributionsstudie-rekordwaerme-in-europas-meeren-geht-auf-klimawandel-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/342594\/","title":{"rendered":"Attributionsstudie: Rekordw\u00e4rme in Europas Meeren geht auf Klimawandel zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Nicht nur die Lufttemperaturen haben in diesem Sommer in vielen L\u00e4ndern Europas Rekordwerte erreicht \u2013 auch die Meere um den Kontinent sind vielerorts besonders warm. Diese W\u00e4rme \u2013 mancherorts mehr als sechs Grad \u00fcber den \u00fcblichen Temperaturen \u2013 geht zu einem gro\u00dfen Teil auf den <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/klimawandel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Klimawandel<\/a> zur\u00fcck, schreibt ein internationales Forschungsteam der Organisation World Weather Attribution (WWA) in einem Bericht.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissenschaft\/umwelt\/2026-08\/westeuropa-erlebt-heissesten-juni-und-juli-seit-aufzeichnungsbeginn-gxe\" data-ct-label=\"Klimawandel: Westeuropa erlebte hei\u00dfesten Juni und Juli seit Aufzeichnungsbeginn\" data-uuid=\"183513e6-cf36-43b3-92bc-35b54bbcb950\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Klimawandel:<br \/>\n                        Westeuropa erlebte hei\u00dfesten Juni und Juli seit Aufzeichnungsbeginn<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissenschaft\/umwelt\/2026-07\/wetter-juli-2026-deutschland-dwd-trockenheit-hitze\" data-ct-label=\"Deutscher Wetterdienst: Juli war au\u00dfergew\u00f6hnlich warm und trocken\" data-uuid=\"7571b029-2088-4a5b-872c-804d7d4cb1e8\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Deutscher Wetterdienst:<br \/>\n                        Juli war au\u00dfergew\u00f6hnlich warm und trocken<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissenschaft\/umwelt\/2026-07\/waldbraende-frankreich-hitzewellen-europa-klimawandel\" data-ct-label=\"Waldbr\u00e4nde in Frankreich: Feuertornado in der Urlaubsregion\" data-uuid=\"da8c2946-3383-4b07-8e42-e2d369bd9b01\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Waldbr\u00e4nde in Frankreich:<br \/>\n                        Feuertornado in der Urlaubsregion<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Demnach liegen die Temperaturen an fast allen europ\u00e4ischen K\u00fcsten teils deutlich \u00fcber dem Durchschnitt des Zeitraums von 1990 bis 2020. Besonders stark betroffen sind das westliche <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/mittelmeer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mittelmeer<\/a> sowie am Atlantik der Golf von Biscaya und die Iberische Halbinsel.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Um den Einfluss der Erderw\u00e4rmung zu ermitteln, verglich das Forschungsteam die Entwicklung der Juli-Temperaturen an der Meeresoberfl\u00e4che mit Klimamodellen. Der Klimawandel habe \u2013 haupts\u00e4chlich durch die Verbrennung fossiler Energietr\u00e4ger wie \u00d6l, Gas und Kohle \u2013 im Mittelmeer eine Erw\u00e4rmung um etwa 2 Grad verursacht, in der Region um den Golf von Biscaya und die westliche K\u00fcste der Iberischen Halbinsel um 1,4 Grad und im Gebiet um Irland und an der britischen Westk\u00fcste um etwa 1,3 Grad.\n<\/p>\n<p>                        Oktopus-Bl\u00fcte vor englischer K\u00fcste            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im laufenden Jahr h\u00e4tten 90 Prozent der K\u00fcsten am Golf von Biscaya und der Iberischen Halbinsel Hitzewellen erlebt, im westlichen Mittelmeer seien es 80 Prozent gewesen. Ohne die menschengemachte Erderw\u00e4rmung, die derzeit etwa 1,4 Grad \u00fcber dem vorindustriellen Niveau liegt, w\u00e4ren es den Berechnungen zufolge jeweils etwa 40 Prozent gewesen. Auch im \u00f6stlichen Mittelmeer und in den K\u00fcstenregionen um Irland w\u00e4ren deutlich weniger Gebiete von Hitze betroffen gewesen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die W\u00e4rme der Ozeane k\u00f6nnten die \u00d6kosysteme und Nahrungsketten im Meer sch\u00e4digen und mitunter auch die Best\u00e4nde etwa von Meeress\u00e4ugern und Seev\u00f6geln dezimieren. So berichten Fischer im S\u00fcdwesten von England seit 2025 zu einem deutlichen Anstieg des Vorkommens von Gemeinen Kraken (Octopus vulgaris), die eigentlich in den w\u00e4rmeren Gew\u00e4ssern vor Nordafrika heimisch sind.\u00a0\n<\/p>\n<p>            \u00abFolgen f\u00fcr das Leben im Meer unter der Oberfl\u00e4che sind ernster\u00bb            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zudem k\u00f6nnten die hohen Wassertemperaturen die Entstehung schwerer St\u00fcrme beg\u00fcnstigen, hei\u00dft es weiter. Als Beispiel daf\u00fcr nennt das Team die schweren \u00dcberschwemmungen in der spanischen Region Valencia im Herbst 2024.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abW\u00e4rmeres Wasser zum Schwimmen mag f\u00fcr Strandbesucher in k\u00fchleren L\u00e4ndern wie meinem eigenen verlockend klingen\u00bb, sagt Co-Autorin Claire Bergin von der irischen Maynooth University. \u00abAber die Folgen f\u00fcr das Leben im Meer unter der Oberfl\u00e4che sind ernster.\u00bb\n<\/p>\n<p>            Meerestemperaturen auch weltweit auf Rekordniveau            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abMit jeder zus\u00e4tzlichen Tonne Kohlenstoff, die wir aussto\u00dfen, dr\u00e4ngen wir die Temperaturen und \u00d6kosysteme der europ\u00e4ischen K\u00fcsten auf unbekanntes Terrain\u00bb, sagt Co-Autor Thomas Fr\u00f6licher von der Universit\u00e4t Bern. Die Klimaforscherin Friederike Otto vom Imperial College London erg\u00e4nzt, man k\u00f6nne sich nicht durch Anpassung herauswinden. \u00ab\u00d6kosysteme sind um ihrer selbst willen wertvoll, aber auch viele Menschen und Wirtschaftszweige h\u00e4ngen davon ab, dass sich das Meer nicht so schnell erw\u00e4rmt, wie es derzeit der Fall ist.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch weltweit liegen die Meerestemperaturen derzeit auf Rekordniveau. Laut vorl\u00e4ufigen Daten der US-Wetter- und Ozeanografiebeh\u00f6rde NOAA lag die durchschnittliche globale Meerestemperatur am vorigen Sonntag bei 21,16 Grad. Der Wert liegt \u2013 bezogen auf dieses Datum \u2013 0,75 Grad \u00fcber dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020 und 0,92 Grad \u00fcber dem Durchschnitt der Jahre 1982 bis 2010. Der Wert bezieht sich auf die Temperatur zwischen den beiden 60. Breitengraden \u2013 l\u00e4sst also die Polargebiete au\u00dfen vor.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260819-930-550107\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nicht nur die Lufttemperaturen haben in diesem Sommer in vielen L\u00e4ndern Europas Rekordwerte erreicht \u2013 auch die Meere&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":342595,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[12930,87591,87592,76,75,74,54744,10123,3281,87594,12675,41,87593],"class_list":["post-342594","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-atlantik","tag-attributionsstudie","tag-biscaya","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-iberische-halbinsel","tag-irland","tag-klimawandel","tag-lufttemperatur","tag-mittelmeer","tag-news","tag-rekordwaerme"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117120227447889275","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=342594"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/342594\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/342595"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=342594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=342594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=342594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}