{"id":342916,"date":"2026-08-19T08:03:16","date_gmt":"2026-08-19T08:03:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/342916\/"},"modified":"2026-08-19T08:03:16","modified_gmt":"2026-08-19T08:03:16","slug":"chatgpt-ads-kommen-nach-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/342916\/","title":{"rendered":"ChatGPT Ads kommen nach Europa"},"content":{"rendered":"<p data-start=\"466\" data-end=\"929\"><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ChatGPT-Ads-kommen-nach-Europa__-scaled.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-259430\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" width=\"1400\" height=\"788\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ChatGPT-Ads-kommen-nach-Europa__-scaled.png\"\/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-259430\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ChatGPT-Ads-kommen-nach-Europa__-scaled.png\" alt=\"\" width=\"1400\" height=\"788\"  \/><\/a><\/p>\n<p class=\"PDq2pG_selectionAnchorContainer\" data-start=\"466\" data-end=\"929\">Wer heute nach einer Kaffeemaschine sucht, muss sich l\u00e4ngst nicht mehr auf einzelne Keywords beschr\u00e4nken. Sowohl ChatGPT als auch Googles AI Search erm\u00f6glichen es, Bed\u00fcrfnisse ausf\u00fchrlich zu beschreiben, Modelle zu vergleichen und sich mit R\u00fcckfragen schrittweise einer Entscheidung zu n\u00e4hern. Gesucht wird nicht mehr nur nach einer Espressomaschine, sondern nach einem Modell, das zur kleinen K\u00fcche, zum begrenzten Budget und zum pers\u00f6nlichen Kaffeekonsum passt.<\/p>\n<p data-start=\"931\" data-end=\"1218\">Damit entsteht auf beiden Plattformen etwas, das f\u00fcr die Werbewirtschaft noch wertvoller sein kann als ein klassisches Keyword: ein differenziertes Bild davon, was eine Person ben\u00f6tigt, welche Kriterien entscheidend sind und wie weit der Entscheidungsprozess bereits fortgeschritten ist.<\/p>\n<p data-start=\"1220\" data-end=\"1613\">Ab Montag, 24. August, wird dieser Kontext auch bei ChatGPT in Europa kommerziell nutzbar. OpenAI f\u00fchrt ChatGPT Ads in 31 M\u00e4rkten ein, darunter die Schweiz, Deutschland, \u00d6sterreich, Frankreich, Italien und Spanien. Anzeigen erscheinen zun\u00e4chst ausschliesslich bei Nutzerinnen und Nutzern der kostenlosen Version sowie des g\u00fcnstigeren Go-Abonnements. Plus, Pro und Enterprise bleiben werbefrei.<\/p>\n<p data-start=\"1615\" data-end=\"1892\">Werbetreibende erhalten zum Start \u00fcber das OpenAI Ads Solutions Team sowie \u00fcber Agentur- und Technologiepartner Zugang. Zu den genannten Agenturgruppen geh\u00f6ren Publicis, WPP, Omnicom, MediaPlus, Havas und dentsu. Ein Self-Service-Zugang \u00fcber den Ads Manager soll sp\u00e4ter folgen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Coffee-Co-German-Standalone-Ad-Card-scaled.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-259421\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" width=\"1400\" height=\"434\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Coffee-Co-German-Standalone-Ad-Card-scaled.png\"\/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-259421\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Coffee-Co-German-Standalone-Ad-Card-scaled.png\" alt=\"\" width=\"1400\" height=\"434\"  \/><\/a>Werbung im Moment der Entscheidung: Auf die Frage nach dem Kauf einer Kaffeemaschine erscheint in ChatGPT eine klar gekennzeichnete Anzeige f\u00fcr eine fiktive Espressomaschine.<br \/>\nDer Kampf um den Dialog hat begonnen<\/p>\n<p data-start=\"1935\" data-end=\"2420\">OpenAI betritt mit ChatGPT Ads keinen leeren Markt. Google hat seine Suche mit AI Overviews und dem AI Mode selbst zu einem dialogischen System weiterentwickelt. Nutzerinnen und Nutzer k\u00f6nnen komplexe Fragen stellen, Optionen vergleichen und mit Anschlussfragen tiefer in ein Thema eintauchen. Der Kontext bleibt dabei erhalten. Google spricht inzwischen von einer nahtlosen AI-Search-Erfahrung, die von der ersten Frage \u00fcber die AI Overview direkt in einen fortlaufenden Dialog f\u00fchrt.<\/p>\n<p data-start=\"2422\" data-end=\"2835\">Auch Werbung ist in dieser neuen Suche l\u00e4ngst vorgesehen. Google integriert Anzeigen in AI Overviews und den AI Mode und entwickelt daf\u00fcr Formate wie Conversational Discovery Ads, Highlighted Answers und KI-gest\u00fctzte Shopping-Anzeigen. Marken sollen nicht nur neben einer Suchanfrage erscheinen, sondern mit Produktinformationen, Vergleichen und konkreten Angeboten in den Entscheidungsprozess eingebunden werden.<\/p>\n<p data-start=\"2837\" data-end=\"3239\">Der Unterschied zwischen Google und ChatGPT liegt deshalb weniger in der Dialogform als in der Ausgangsposition. Google erweitert eine \u00fcber Jahrzehnte etablierte Such-, Shopping- und Werbeinfrastruktur um generative AI. Der Konzern verbindet den Dialog mit seinem Webindex, dem Merchant Center, dem Shopping Graph sowie einem eingespielten \u00d6kosystem aus Werbetreibenden, Agenturen und Messinstrumenten.<\/p>\n<p data-start=\"3241\" data-end=\"3652\">ChatGPT kommt aus einer anderen Richtung. Die Plattform versteht sich zun\u00e4chst als Assistent, mit dem Menschen Probleme l\u00f6sen, Pl\u00e4ne entwickeln oder Aufgaben bearbeiten. Eine kommerzielle Entscheidung kann dabei erst im Verlauf eines Gespr\u00e4chs entstehen. Werbung trifft somit nicht zwingend auf eine explizite Produktsuche, sondern m\u00f6glicherweise auf einen Kontext, aus dem sich ein Bedarf herauskristallisiert.<\/p>\n<p data-start=\"3654\" data-end=\"3836\">Der Wettbewerb verl\u00e4uft damit zwischen zwei zunehmend \u00e4hnlichen Oberfl\u00e4chen mit unterschiedlichen Wurzeln: Google bringt den Dialog in die Suche. OpenAI bringt Werbung in den Dialog.<\/p>\n<p data-start=\"3654\" data-end=\"3836\"><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Coffee-Co-German-Final-Animated-GIF.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-259423\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" width=\"604\" height=\"1313\" data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Coffee-Co-German-Final-Animated-GIF.gif\"\/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-259423\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Coffee-Co-German-Final-Animated-GIF.gif\" alt=\"\" width=\"604\" height=\"1313\"\/><\/a><\/p>\n<p>Von der Attention Economy zur Intelligence Economy<\/p>\n<p data-start=\"3893\" data-end=\"4207\">Menschen kommen zu ChatGPT mit einer Frage, einem Problem oder einem Ziel. Sie planen Ferien, vergleichen Software, richten eine Wohnung ein oder suchen den Einstieg in ein neues Hobby. Dabei formulieren sie h\u00e4ufig nicht nur, was sie suchen, sondern auch, was ihnen wichtig ist und welche Einschr\u00e4nkungen bestehen.<\/p>\n<p data-start=\"4209\" data-end=\"4519\">Laut OpenAI weisen bereits 20 Prozent der Gespr\u00e4che eine eindeutige kommerzielle Absicht auf. Viele weitere stehen zumindest im Umfeld einer privaten oder gesch\u00e4ftlichen Entscheidung. F\u00fcr Marken entsteht damit eine zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit, in einem Moment aufzutauchen, in dem sich ein Bed\u00fcrfnis konkretisiert.<\/p>\n<p data-start=\"4521\" data-end=\"4614\">Dave Dugan, VP of Ads bei OpenAI, bringt den strategischen Anspruch auf eine griffige Formel:<\/p>\n<p data-start=\"4618\" data-end=\"4998\">\u201cPeople come to ChatGPT with goals. In the attention economy, brands had to be interesting; in the intelligence economy, they have to be useful. ChatGPT Ads is designed to help businesses contribute in a meaningful way when someone is deciding to take action, while maintaining user trust and upholding our principles of answer independence, privacy, and user choice and control.\u201d<\/p>\n<p data-start=\"5000\" data-end=\"5411\">Dugans Gegen\u00fcberstellung von Attention Economy und Intelligence Economy ist nat\u00fcrlich auch ein Pitch f\u00fcr das eigene Produkt. Sie beschreibt dennoch den grundlegenden Wandel. In den sozialen Medien gewinnt Werbung, wenn sie den Daumen stoppt. In den dialogischen Systemen von OpenAI und Google muss sie im besten Fall einen Gedanken weiterf\u00fchren, eine Auswahl erleichtern oder eine konkrete Handlung erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p data-start=\"5413\" data-end=\"5484\">Interessant zu sein, reicht nicht mehr. Die Marke muss n\u00fctzlich werden.<\/p>\n<p data-start=\"5413\" data-end=\"5484\"><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Coffee-Co-German-Last-Frame-Screenshot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-259425\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" width=\"460\" height=\"1000\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Coffee-Co-German-Last-Frame-Screenshot.jpg\"\/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-259425\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Coffee-Co-German-Last-Frame-Screenshot.jpg\" alt=\"\" width=\"460\" height=\"1000\"  \/><\/a><\/p>\n<p>Aus der Werbefl\u00e4che wird Entscheidungshilfe<\/p>\n<p data-start=\"5534\" data-end=\"5860\">Damit ver\u00e4ndert sich auch die kreative Aufgabe. Eine klassische Displayanzeige kann auf Wiedererkennung, Emotion oder \u00dcberraschung setzen. Werbung in einem KI-Dialog steht hingegen unmittelbar neben Inhalten, die meist bereits einen konkreten Zweck verfolgen. Eine beliebige Botschaft wirkt dort schneller wie ein Fremdk\u00f6rper.<\/p>\n<p data-start=\"5862\" data-end=\"6162\">Die fiktive Anzeige f\u00fcr eine Espressomaschine zeigt, wie sich OpenAI dieses Zusammenspiel vorstellt: Auf die Frage, was beim Kauf einer Kaffeemaschine zu beachten sei, erscheint ein klar gekennzeichnetes Angebot. Die Werbung ersetzt die Antwort nicht, sondern erg\u00e4nzt sie um eine kommerzielle Option.<\/p>\n<p data-start=\"6164\" data-end=\"6522\">Der entscheidende Unterschied zu anderen Werbeformen liegt weniger im Format als im verf\u00fcgbaren Kontext. Marken m\u00fcssen verstehen, bei welchen Fragen sie tats\u00e4chlich helfen k\u00f6nnen. Das verlangt pr\u00e4zise Produktinformationen, nachvollziehbare Vorteile und eine Kreation, die sich nicht mit dem gr\u00f6ssten Versprechen, sondern mit der h\u00f6chsten Relevanz durchsetzt.<\/p>\n<p data-start=\"6524\" data-end=\"6965\">F\u00fcr die Werbewirtschaft verschiebt sich damit auch die Bedeutung guter Daten. Produktnamen, Preise und h\u00fcbsche Bilder allein reichen nicht aus. KI-Systeme m\u00fcssen verstehen k\u00f6nnen, f\u00fcr welche Bed\u00fcrfnisse, Situationen und Einschr\u00e4nkungen sich ein Angebot eignet. Marken ben\u00f6tigen deshalb strukturierte, aktuelle und sprachlich pr\u00e4zise Produktinformationen. Die Auffindbarkeit in dialogischen Systemen wird zu einer neuen Form der Distribution.<\/p>\n<p data-start=\"6967\" data-end=\"7571\">Der OpenAI-Werbeapparat ist daf\u00fcr bereits deutlich weiter entwickelt, als es ein halbj\u00e4hriges Angebot vermuten l\u00e4sst. Kampagnen k\u00f6nnen nach Impressionen, Klicks oder Conversions optimiert werden. Hinzu kommen geografisches Targeting, Produktfeeds, ein Measurement Pixel und eine serverseitige Conversions API. \u00dcber die Advertiser API lassen sich Kampagnen, Anzeigen, Creatives und Performance-Daten programmatisch verwalten. Die <a class=\"decorated-link\" href=\"https:\/\/developers.openai.com\/ads?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_new\" rel=\"noopener nofollow\" data-start=\"7396\" data-end=\"7464\">offizielle OpenAI-Dokumentation<\/a> zeigt eine Infrastruktur, die sich zunehmend an den etablierten Performance-Marketing-Systemen orientiert.<\/p>\n<p>Vertrauen l\u00e4sst sich nicht ersteigern<\/p>\n<p data-start=\"7615\" data-end=\"7924\">Die heikelste Frage liegt allerdings nicht im Bidding, sondern in der Trennung von Information und Werbung. Sobald Menschen vermuten, dass eine bezahlte Platzierung die Antwort einer KI beeinflusst, verliert das Modell seine Glaubw\u00fcrdigkeit. Und ohne Glaubw\u00fcrdigkeit verliert auch das Werbeumfeld seinen Wert.<\/p>\n<p data-start=\"7926\" data-end=\"8225\">OpenAI betont deshalb, Anzeigen seien klar gekennzeichnet und von den Antworten getrennt. Werbung beeinflusse die Antworten nicht, Gespr\u00e4che blieben gegen\u00fcber Werbetreibenden privat und Kundendaten w\u00fcrden nicht verkauft. Nutzerinnen und Nutzer sollen zudem die Personalisierung kontrollieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-start=\"8227\" data-end=\"8553\">Diese Prinzipien sind mehr als kommunikative Begleitmusik. Sie bilden die Gesch\u00e4ftsgrundlage. In einem dialogischen System ist die Grenze zwischen neutraler Information und kommerziellem Angebot besonders sensibel. Die Antwort besitzt eine Stimme, wirkt pers\u00f6nlich und wird h\u00e4ufig als zusammenh\u00e4ngende Empfehlung wahrgenommen.<\/p>\n<p data-start=\"8555\" data-end=\"8781\">OpenAI muss deshalb gleichzeitig zwei Versprechen einl\u00f6sen, die sich wirtschaftlich durchaus in die Quere kommen k\u00f6nnen: Die Werbung soll m\u00f6glichst relevant sein, darf aber die Unabh\u00e4ngigkeit der Antwort nicht infrage stellen.<\/p>\n<p data-start=\"8783\" data-end=\"9110\">Das gilt ebenso f\u00fcr Google. Je st\u00e4rker AI Search Antworten zusammenfasst, Empfehlungen ausspricht und den Dialog fortf\u00fchrt, desto wichtiger wird die erkennbare Trennung zwischen algorithmisch erzeugter Information und bezahlter Pr\u00e4senz. F\u00fcr beide Anbieter wird Vertrauen damit zur eigentlichen Leitw\u00e4hrung ihres Werbegesch\u00e4fts.<\/p>\n<p>Eine neue Finanzierungss\u00e4ule f\u00fcr OpenAI<\/p>\n<p data-start=\"9156\" data-end=\"9626\">F\u00fcr OpenAI er\u00f6ffnet die Werbung eine zus\u00e4tzliche Erl\u00f6squelle. Die Entwicklung und der Betrieb leistungsf\u00e4higer KI-Modelle erfordern enorme Investitionen in Rechenzentren, Chips, Energie und Forschung. Abonnements, Unternehmensl\u00f6sungen und API-Ums\u00e4tze bleiben wichtige Standbeine. Werbung kann jedoch helfen, den kostenlosen und preisg\u00fcnstigen Zugang zu ChatGPT mitzufinanzieren \u2013 und zugleich einen Markt erschliessen, der bei Google und Meta j\u00e4hrlich Milliarden bewegt.<\/p>\n<p data-start=\"9628\" data-end=\"10118\">Nach Angaben von OpenAI haben bereits Zehntausende Werbetreibende ChatGPT Ads eingesetzt. In den vergangenen sechs Wochen seien die durchschnittlichen Kosten pro Kauf um rund 60 Prozent und die Kosten pro 1000 Impressionen um rund 20 Prozent gesunken. Die Zahlen stammen vom Anbieter und m\u00fcssen entsprechend eingeordnet werden. Sie zeigen aber, wohin die Reise f\u00fchrt: ChatGPT Ads sollen nicht als experimentelles Innovationsbudget enden, sondern zu einem messbaren Performance-Kanal werden.<\/p>\n<p data-start=\"10120\" data-end=\"10442\">Der europ\u00e4ische Ausbau zum sechsmonatigen Bestehen des Werbegesch\u00e4fts ist deshalb ein strategisch wichtiger Schritt. Europa besteht aus sprachlich, kulturell und regulatorisch sehr unterschiedlichen M\u00e4rkten. Entsprechend betont OpenAI neben der Relevanz auch Datenschutz, Wahlfreiheit und die Unabh\u00e4ngigkeit der Antworten.<\/p>\n<p data-start=\"10444\" data-end=\"10658\">Gelingt dieser Balanceakt, kann Werbung f\u00fcr OpenAI zu einer gewichtigen S\u00e4ule werden. Scheitert er, steht mehr auf dem Spiel als die Performance einzelner Kampagnen. Dann leidet das Vertrauen in ChatGPT als Ganzes.<\/p>\n<p>Qualit\u00e4t ist die neue Quantit\u00e4t<\/p>\n<p data-start=\"12538\" data-end=\"12867\">F\u00fcr klassische Medien und andere Plattformen versch\u00e4rft der Markteintritt den Wettbewerb. Jeder Werbefranken, der zu ChatGPT oder in Googles AI Search fliesst, fehlt potenziell anderswo. Die naheliegende Reaktion w\u00e4re, OpenAI als weiteren \u00fcberm\u00e4chtigen Tech-Konzern zu betrachten, der sich zwischen Anbieter und Publikum schiebt.<\/p>\n<p data-start=\"12869\" data-end=\"13154\">Das allein hilft wenig. Reichweite l\u00e4sst sich gegen globale Plattformen kaum gewinnen. Austauschbare Inhalte ebenfalls nicht. Die st\u00e4rkste Antwort liegt deshalb in jenem Bereich, den auch die neuen KI-Werbeumfelder f\u00fcr sich beanspruchen: Relevanz, Glaubw\u00fcrdigkeit und konkreter Nutzen.<\/p>\n<p data-start=\"13156\" data-end=\"13501\">F\u00fcr Publisher bedeutet das journalistische Eigenleistung, exklusive Zug\u00e4nge, starke Marken und verl\u00e4ssliche Umfelder. F\u00fcr Agenturen bedeutet es, die Absicht hinter einer Frage besser zu verstehen. Und f\u00fcr Marken bedeutet es, Produkte und Leistungen so gut zu erkl\u00e4ren, dass Werbung tats\u00e4chlich als hilfreicher n\u00e4chster Schritt wahrgenommen wird.<\/p>\n<p data-start=\"13503\" data-end=\"13661\">Qualit\u00e4t ist in diesem neuen Markt nicht bloss ein Gegenentwurf zur Quantit\u00e4t. Qualit\u00e4t wird zur Voraussetzung, um \u00fcberhaupt noch Aufmerksamkeit zu verdienen.<\/p>\n<p data-start=\"13663\" data-end=\"13920\">ChatGPT Ads markieren deshalb nicht das Ende der klassischen Werbung. Sie versch\u00e4rfen aber einen Wandel, den Google mit AI Search ebenfalls vorantreibt: weg vom Unterbrechen, hin zum Unterst\u00fctzen; weg von der blossen Sichtbarkeit, n\u00e4her an die Entscheidung.<\/p>\n<p data-start=\"13922\" data-end=\"14121\">Und ausgerechnet die k\u00fcnstliche Intelligenz bringt die Werbewirtschaft damit auf eine sehr menschliche Frage zur\u00fcck: Ist das, was eine Marke zu sagen hat, im entscheidenden Moment wirklich hilfreich?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer heute nach einer Kaffeemaschine sucht, muss sich l\u00e4ngst nicht mehr auf einzelne Keywords beschr\u00e4nken. 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