{"id":343020,"date":"2026-08-19T09:00:10","date_gmt":"2026-08-19T09:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343020\/"},"modified":"2026-08-19T09:00:10","modified_gmt":"2026-08-19T09:00:10","slug":"rekordwaerme-an-europas-kuesten-ist-wohl-durch-klimawandel-verursacht-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343020\/","title":{"rendered":"Rekordw\u00e4rme an Europas K\u00fcsten ist wohl durch Klimawandel verursacht &#8211; Wissen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nicht nur die Lufttemperaturen haben in diesem Sommer in vielen L\u00e4ndern Europas Rekordwerte erreicht \u2013 auch die Meere in und um <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> sind besonders warm. Diese W\u00e4rme \u2013 mancherorts mehr als sechs Grad \u00fcber den \u00fcblichen Temperaturen \u2013 geht zu einem gro\u00dfen Teil auf den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Klimawandel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Klimawandel<\/a> zur\u00fcck, schreibt ein internationales Forschungsteam der Organisation World Weather Attribution (WWA) <a href=\"https:\/\/www.worldweatherattribution.org\/climate-change-is-driving-unprecedented-european-ocean-temperatures-with-severe-impacts-for-marine-life\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">in einem Bericht<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Demnach liegen die Temperaturen an vielen europ\u00e4ischen K\u00fcsten teils deutlich \u00fcber dem Durchschnitt des Zeitraums von 1990 bis 2020. Besonders stark betroffen sind das westliche <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Mittelmeer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mittelmeer<\/a> sowie am Atlantik der Golf von Biscaya und die Iberische Halbinsel.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Um den Einfluss der Erderw\u00e4rmung zu ermitteln, verglich das Forschungsteam die Entwicklung der Juli-Temperaturen an der Meeresoberfl\u00e4che mit Klimamodellen. Der Klimawandel habe,\u00a0 haupts\u00e4chlich durch die Verbrennung fossiler Energietr\u00e4ger wie \u00d6l, Gas und Kohle, im Mittelmeer eine Erw\u00e4rmung um etwa zwei Grad verursacht, in der Region um den Golf von Biscaya und die westliche K\u00fcste der Iberischen Halbinsel um 1,4 Grad und im Gebiet um Irland und an der britischen Westk\u00fcste um etwa 1,3 Grad.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im laufenden Jahr h\u00e4tten 90 Prozent der Fl\u00e4che am Golf von Biscaya und der Iberischen Halbinsel Hitzewellen erlebt, im westlichen Mittelmeer seien es 80 Prozent gewesen. Ohne die menschengemachte Erderw\u00e4rmung, die derzeit etwa 1,4 Grad \u00fcber dem vorindustriellen Niveau liegt, w\u00e4ren es den Berechnungen zufolge jeweils etwa 40 Prozent gewesen. Auch im \u00f6stlichen Mittelmeer und in den K\u00fcstenregionen um Irland w\u00e4ren deutlich weniger Gebiete von Hitze betroffen gewesen.<\/p>\n<p>Im S\u00fcdwesten Englands finden Fischer Kraken, die eigentlich in Nordafrika heimisch sind<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die W\u00e4rme der Ozeane k\u00f6nnten die \u00d6kosysteme und Nahrungsketten im Meer sch\u00e4digen und mitunter auch die Best\u00e4nde etwa von Meeress\u00e4ugern und Seev\u00f6geln dezimieren. So berichten Fischer im S\u00fcdwesten von England seit 2025 zu einem deutlichen Anstieg des Vorkommens von Gemeinen Kraken (Octopus vulgaris), die in England \u00e4u\u00dferst selten auftauchen und eigentlich in den w\u00e4rmeren Gew\u00e4ssern vor Nordafrika heimisch sind.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zudem k\u00f6nnten die hohen Wassertemperaturen die Entstehung schwerer St\u00fcrme beg\u00fcnstigen, hei\u00dft es weiter. Als Beispiel daf\u00fcr nennt das Team die schweren \u00dcberschwemmungen in der spanischen Region Valencia im Herbst 2024.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eW\u00e4rmeres Wasser zum Schwimmen mag f\u00fcr Strandbesucher in k\u00fchleren L\u00e4ndern wie meinem eigenen verlockend klingen\u201c, sagt Co-Autorin Claire Bergin von der irischen Maynooth University. \u201eAber die Folgen f\u00fcr das Leben im Meer unter der Oberfl\u00e4che sind ernster.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eMit jeder zus\u00e4tzlichen Tonne Kohlenstoff, die wir aussto\u00dfen, dr\u00e4ngen wir die Temperaturen und \u00d6kosysteme der europ\u00e4ischen K\u00fcsten auf unbekanntes Terrain\u201c, sagt Co-Autor Thomas Fr\u00f6licher von der Universit\u00e4t Bern. Die Klimaforscherin Friederike Otto vom Imperial College London erg\u00e4nzt, man k\u00f6nne sich nicht durch Anpassung herauswinden. \u201e\u00d6kosysteme sind um ihrer selbst willen wertvoll, aber auch viele Menschen und Wirtschaftszweige h\u00e4ngen davon ab, dass sich das Meer nicht so schnell erw\u00e4rmt, wie es derzeit der Fall ist.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auch weltweit liegen die Meerestemperaturen derzeit auf Rekordniveau. Laut vorl\u00e4ufigen Daten der US-Wetter- und Ozeanografiebeh\u00f6rde NOAA lag die durchschnittliche globale Meerestemperatur am vorigen Sonntag bei 21,16 Grad. Der Wert liegt \u2013 bezogen auf dieses Datum \u2013 0,75 Grad \u00fcber dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020 und 0,92 Grad \u00fcber dem Durchschnitt der Jahre 1982 bis 2010. Der Wert bezieht sich auf die Temperatur zwischen den beiden 60. Breitengraden \u2013 l\u00e4sst also die Polargebiete au\u00dfen vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nicht nur die Lufttemperaturen haben in diesem Sommer in vielen L\u00e4ndern Europas Rekordwerte erreicht \u2013 auch die Meere&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":343021,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[76,75,74,3281,4877,12675,11273,1076,71057,3295],"class_list":["post-343020","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-klimawandel","tag-leserdiskussion","tag-mittelmeer","tag-oekosystem","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-weltmeere","tag-wissen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117121359989209630","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=343020"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343020\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/343021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=343020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=343020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=343020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}