{"id":343046,"date":"2026-08-19T09:14:11","date_gmt":"2026-08-19T09:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343046\/"},"modified":"2026-08-19T09:14:11","modified_gmt":"2026-08-19T09:14:11","slug":"100-jahre-nancy-spero-wien-holding-erinnert-an-pionierin-der-feministischen-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343046\/","title":{"rendered":"100 Jahre Nancy Spero: Wien Holding erinnert an Pionierin der feministischen Kunst"},"content":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des 100. Geburtstags der US-amerikanischen K\u00fcnstlerin Nancy Spero am 24. August (1926\u20132009) erinnern die beiden Wien Holding-Unternehmen Vereinigte B\u00fchnen Wien und J\u00fcdisches Museum Wien zusammen mit der Christine K\u00f6nig Galerie, die die K\u00fcnstlerin seit 1992 vertritt, an eine der bedeutendsten feministischen und politisch engagierten K\u00fcnstlerinnen des 20. Jahrhunderts. 1993 und 1995\/96 schuf Spero f\u00fcr die beiden Unternehmen Wandarbeiten, die bis heute ein wichtiger Teil des Ronacher und des J\u00fcdischen Museums Wien sind. Ihr k\u00fcnstlerisches Verm\u00e4chtnis ist damit bis heute nachhaltig in der Stadt pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>Nancy Spero schuf seit den 1960er-Jahren ein unverwechselbares Werk, das sich mit Fragen von Macht, Krieg, Unterdr\u00fcckung, Erinnerung und der Rolle von Frauen in Geschichte und Gesellschaft auseinandersetzt. Mit ihrer ebenso politischen wie poetischen Bildsprache z\u00e4hlt sie zu den international einflussreichsten K\u00fcnstlerinnen ihrer Generation. Hundert Jahre nach ihrer Geburt laden nun das Ronacher, das J\u00fcdische Museum Wien und die Christine K\u00f6nig Galerie dazu ein, Nancy Speros Werk und ihre bis heute sichtbaren Spuren in Wien neu zu entdecken. Das J\u00fcdische Museum Wien begleitet das Jubil\u00e4um dar\u00fcber hinaus mit einem Blogbeitrag Installation der Erinnerung.<\/p>\n<p>Vereinigte B\u00fchnen Wien: Intervention im Ronacher<\/p>\n<p>1993 wurde die amerikanische K\u00fcnstlerin Nancy Spero (1926\u20132009) vom Wiener Architekten Luigi Blau eingeladen, f\u00fcr das Foyer des renovierten Ronacher eine permanente Wandarbeit zu realisieren. Das im sp\u00e4ten 19. Jahrhundert errichtete Geb\u00e4ude, urspr\u00fcnglich als Stadttheater konzipiert und sp\u00e4ter als Variet\u00e9theater genutzt, bildet einen wesentlichen historischen Bezugspunkt f\u00fcr Speros Intervention.<\/p>\n<p>F\u00fcr dieses Kunstwerk griff Spero auf ein vielschichtiges Repertoire historischer Bildquellen zur\u00fcck: antike T\u00e4nzerinnen, \u00e4gyptische Musikerinnen, Akrobatinnen sowie Referenzen an ber\u00fchmte K\u00fcnstlerinnen des Variet\u00e9s und Unterhaltungstheaters wie Josephine Baker, Mistinguett, Yvette Guilbert oder Fritzi Massary. Charakteristisch f\u00fcr Speros Werk verbinden sich diese Figuren zu einer offenen, transhistorischen Bildsprache, in der weibliche Pr\u00e4senz, Bewegung und kulturelle Erinnerung zentrale Themen bilden.<\/p>\n<p>Zugleich reagierte die K\u00fcnstlerin pr\u00e4zise auf die Architektur des spezifischen Ortes: In ihrer Wandarbeit macht sie die urspr\u00fcnglichen S\u00e4ulen des Eingangsbereichs wieder sichtbar und integriert sie in die rhythmische Choreografie der Figuren. Architektur und Bildraum treten dadurch in einen unmittelbaren Dialog.<\/p>\n<p>J\u00fcdisches Museum Wien: Installation der Erinnerung <\/p>\n<p>Eine besondere Verbindung zu Wien entstand 1995\/96 mit der Realisierung der Installation der Erinnerung im J\u00fcdischen Museum Wien. Die Arbeit wurde zur Neuer\u00f6ffnung des Museums im Palais Eskeles geschaffen und z\u00e4hlt bis heute zu den zentralen k\u00fcnstlerischen Werken des Hauses. An den W\u00e4nden des historischen Kuppelraums zeigt Spero ihre vielschichtige Auseinandersetzung mit j\u00fcdischer Religion, der Geschichte der Wiener J\u00fcdinnen und Juden vor 1938 sowie den Br\u00fcchen und Verlusten durch die Schoa. F\u00fcr die K\u00fcnstlerin bedeutete das Projekt zugleich eine pers\u00f6nliche Ann\u00e4herung an ihre eigene j\u00fcdische Herkunft. Zur Er\u00f6ffnung der Installation am 29. Februar 1996 sagte sie:<\/p>\n<p>\u201eIt is relevant at this point in my career to be showing at the Jewish Museum, touching base with my origins as a Jew.\u201c<\/p>\n<p>In enger Zusammenarbeit mit den Kurator*innen des Museums verband Nancy Spero historische Fotografien, religi\u00f6se Symbole, Textfragmente und Pers\u00f6nlichkeiten der Wiener j\u00fcdischen Geschichte zu einer offenen Bildkomposition. Charakteristisch f\u00fcr ihr Werk stehen dabei vor allem Frauen als Tr\u00e4gerinnen von Erinnerung und Geschichte im Mittelpunkt<\/p>\n<p>\u00dcber die K\u00fcnstlerin <br \/>Nancy Spero z\u00e4hlt zu den bedeutendsten amerikanischen K\u00fcnstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Seit den 1960er-Jahren entwickelte sie ein entschieden feministisches und politisches Werk, das sich gegen Gewalt, Unterdr\u00fcckung und patriarchale Bildtraditionen richtete. Sie engagierte sich zudem in den feministischen Kunstbewegungen der 1970er-Jahre und pr\u00e4gte nachhaltig die Entwicklung politisch engagierter Gegenwartskunst.<\/p>\n<p>Ihre Werke wurden in Einzelausstellungen, unter anderem im Louisiana Museum of Modern Art (Humlebaek), Museum Folkwang (Essen), MoMA (New York), Museo Tamayo (Mexiko-City), Serpentine Gallery (London), Centre Pompidou (Paris), Museum der Moderne (Salzburg), Frac Haute-Normandie, Vancouver Art Gallery, Hiroshima City Museum of Contemporary Art, MIT List Visual Arts Center (Massachusetts), Malm\u00f6 Konsthall, National Gallery of Canada (Ottawa), Museum Villa Stuck (M\u00fcnchen), Reina Sofia (Madrid) gezeigt. Zudem nahm sie an der Sydney-, Venedig-, Whitney-, Gwangju- und S\u00e3o Paulo Biennale teil. Nancy SPERO wurde 1996 mit dem renommierten Hiroshima Art Prize ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Pressefotos:<br \/>Die Fotos zur Aussendung sind im Pressebereich der Wien Holding unter <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"http:\/\/www.wienholding.at\/Presse\/Presseaussendungen\">www.wienholding.at\/Presse\/Presseaussendungen<\/a> abrufbar. Honorarfreier Abdruck im Zuge der Berichterstattung unter Nennung des Copyrights.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Anl\u00e4sslich des 100. Geburtstags der US-amerikanischen K\u00fcnstlerin Nancy Spero am 24. 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