{"id":343144,"date":"2026-08-19T10:11:15","date_gmt":"2026-08-19T10:11:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343144\/"},"modified":"2026-08-19T10:11:15","modified_gmt":"2026-08-19T10:11:15","slug":"die-modepoetin-die-verfuehrungskuenstlerin-dokfilm-mit-neuer-ausgabe-oesterreichs-originale-am-23-august","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343144\/","title":{"rendered":"Die Modepoetin &#038; die Verf\u00fchrungsk\u00fcnstlerin: \u201edokFilm\u201c mit neuer Ausgabe \u201e\u00d6sterreichs Originale\u201c am 23. August"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen der ORF-\u201edokFilm\u201c-Sommerprogrammierung setzt der ORF am Sonntag, dem 23. August 2026, um 22.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON seine Portr\u00e4treihe \u201e\u00d6sterreichs Originale\u201c fort. Im Mittelpunkt stehen interessante Menschen von nebenan, die identit\u00e4tsstiftend sind f\u00fcr ihr soziales Biotop, ihr Gr\u00e4tzel, ihre Nachbarschaft \u2013 oder aus dem Raster dessen fallen, was landl\u00e4ufig als \u201enormal\u201c bezeichnet wird. Zum Auftakt von insgesamt zwei neuen, wieder von Jennifer Rezny gestalteten Filmen \u2013 der n\u00e4chste ist am 30. August zu sehen \u2013 geht es um \u201eDie Modepoetin &amp; die Verf\u00fchrungsk\u00fcnstlerin\u201c: Modesch\u00f6pferin Susanne Bisovsky und Burlesque-K\u00fcnstlerin Madeleine de Sade. <\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend unterh\u00e4lt sich in der 1998 produzierten \u201eAlltagsgeschichte\u201c-Ausgabe \u201eIm Bad\u201c Dokumentaristin Elizabeth T. Spira, deren Regieassistentin Jennifer Rezny \u00fcbrigens mehrere Jahre war, in verschiedenen Wiener B\u00e4dern mit Schwimmern, Saunag\u00e4sten sowie \u201eTr\u00f6pferlbad\u201c-Besucherinnen und -Besuchern.<\/p>\n<p>Mehr zum Inhalt von \u201e\u00d6sterreichs Originale \u2013 Die Modepoetin &amp; die Verf\u00fchrungsk\u00fcnstlerin\u201c (22.15 Uhr)<\/p>\n<p>Sie sind mehr oder weniger ber\u00fchmt \u2013 zumindest in ihrem Bezirk, ihrem Gr\u00e4tzel oder ihrer \u201eBubble\u201c \u2013 definitiv sind sie aber \u201e\u00d6sterreichs Originale\u201c. Man spricht \u00fcber sie, denn sie sind die bunten Hunde, die schr\u00e4gen V\u00f6gel, manchmal auch die schwarzen Schafe, die Sonderlinge, die Unikate, die Ausnahmeerscheinungen. Sie sind die, die auffallen, gefallen, missfallen, rausfallen \u2013 aus dem Raster der Normalit\u00e4t. Regisseurin Jennifer Rezny stellt in ihrer Dokureihe Menschen einander gegen\u00fcber, die von Leidenschaft und der Lust an der Grenz\u00fcberschreitung getrieben sind. <\/p>\n<p>In der j\u00fcngsten Ausgabe von \u201e\u00d6sterreichs Originale\u201c werden zwei au\u00dfergew\u00f6hnliche Wiener K\u00fcnstlerinnen portr\u00e4tiert, die sich auf ganz unterschiedliche Weise der Sch\u00f6nheit verschrieben haben: die international renommierte Modesch\u00f6pferin Susanne Bisovsky und die Burlesque-K\u00fcnstlerin Madeleine de Sade. Die eine erschafft mit Stoffen poetische Bildwelten, die andere macht die Kunst der Verf\u00fchrung zu ihrem Metier. Der Film begleitet beide Frauen hinter die Kulissen ihres Schaffens und ihres Lebens \u2013 zu ihren Inspirationen, Beziehungen und den Menschen, die ihnen Halt geben.<\/p>\n<p>Susanne Bisovsky z\u00e4hlt zu den eigenst\u00e4ndigsten Stimmen der \u00f6sterreichischen Modeszene. Mit ihrem eigens entwickelten \u201eWiener Chic\u201c verbindet sie historische Wiener Eleganz mit opulenten Materialien, traditioneller Handwerkskunst und einer unverwechselbaren, zeitgem\u00e4\u00dfen \u00c4sthetik. Nach Stationen bei Jean-Charles de Castelbajac, Vivienne Westwood und Helmut Lang entwickelte sie eine Handschrift, die international Anerkennung findet \u2013 von den Laufstegen bis zu Arbeiten f\u00fcr die Wiener Staatsoper, die Mail\u00e4nder Scala, Augarten oder Swarovski \u2013 und zuletzt u. a. auch f\u00fcr das ORF-Neujahrskonzertballett (2024). Doch ihre Entw\u00fcrfe sind weit mehr als Mode. Mit Stoffen, Farben und Silhouetten erschafft sie poetische Bildwelten, weckt Erinnerungen, entfacht Fantasien und erz\u00e4hlt Geschichten. \u201eKleidung ist spannender, wenn sie verh\u00fcllt\u201c, sagt sie. Und: \u201eKleidung darf man nicht \u00fcbersch\u00e4tzen, aber auch nicht untersch\u00e4tzen. Im besten Fall ver\u00e4ndert sie einen Menschen zum Positiven.\u201c<\/p>\n<p>Madeleine de Sade, b\u00fcrgerlich Madeleine Blaha, ist in der Performancekunst des Burlesque zu Hause. Inspiriert von den Ikonen des \u201eOld Hollywood\u201c sowie von einer Vorliebe f\u00fcr das Skurrile, Morbide und Makabre, entwickelte sie eine unverkennbare B\u00fchnenfigur, f\u00fcr deren Auftritte sie Kost\u00fcme und Accessoires auch selbst entwirft. Hinter Federn, Pailletten und Glamour stehen Disziplin, schwere Koffer, lange Reisen, Organisation in kompletter Eigenregie und der st\u00e4ndige Kampf um faire Gagen. Mit ihren Performances m\u00f6chte sie Frauen ermutigen, ihre eigene Sinnlichkeit zu entdecken und die \u201eG\u00f6ttin\u201c in sich selbst zu entfalten. \u201eBurlesque bedeutet f\u00fcr mich Weiblichkeit und Selbsterm\u00e4chtigung\u201c, sagt sie. Und mit einem Augenzwinkern erg\u00e4nzt sie: \u201eZu ernst darf man es aber auch nicht nehmen, denn am Ende sind es Frauen, die Pasties auf ihre Br\u00fcste kleben und damit wackeln \u2013 das ist schon auch recht witzig.\u201c<\/p>\n<p>Beide Frauen verbindet die F\u00e4higkeit, mit Fantasie, \u00c4sthetik und handwerklicher Pr\u00e4zision Wirklichkeiten entstehen zu lassen, die zum Tr\u00e4umen verf\u00fchren. Die eine macht Mode zur Poesie, die andere die Verf\u00fchrung zur Kunst. Gleichzeitig begleitet der Film die beiden \u201eOriginale\u201c in ihren privaten Kosmos \u2013 zu ihren R\u00fcckzugsorten, ihren Partnerschaften und zu jenen Menschen, die sie so annehmen, wie sie sind. Ein Doppelportr\u00e4t zweier Frauen, die Sch\u00f6nheit nicht als reine Oberfl\u00e4che begreifen, sondern als Ausdruck einer inneren Haltung. Oder, wie Susanne Bisovsky es formuliert: \u201eMan wird sehr schnell \u00fcberrumpelt von Sch\u00f6nheit. Aber es gibt auch einen zweiten Blick, der anderes sieht.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Rahmen der ORF-\u201edokFilm\u201c-Sommerprogrammierung setzt der ORF am Sonntag, dem 23. 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