{"id":343214,"date":"2026-08-19T10:54:07","date_gmt":"2026-08-19T10:54:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343214\/"},"modified":"2026-08-19T10:54:07","modified_gmt":"2026-08-19T10:54:07","slug":"openai-startet-werbegeschaeft-in-deutschland-und-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343214\/","title":{"rendered":"OpenAI startet Werbegesch\u00e4ft in Deutschland und Europa"},"content":{"rendered":"<p>              OpenAI startet Werbegesch\u00e4ft in Deutschland und Europa<\/p>\n<p>Das KI-Unternehmen OpenAI weitet das Werbegesch\u00e4ft mit seinem Chatbot ChatGPT auf Europa aus. Die Reklame wird am kommenden Montag (24. August) in 31 europ\u00e4ischen M\u00e4rkten aktiviert. Neben Deutschland umfasst der Schritt unter anderem \u00d6sterreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien, Italien, Polen sowie die Benelux- und die skandinavischen L\u00e4nder.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>OpenAI verspricht Unternehmen \u201eein dialogorientiertes Werbeumfeld\u201c, das sich an der konkret ge\u00e4u\u00dferten Absicht der Nutzerschaft orientiere. Bei 20 Prozent der Gespr\u00e4che besteht laut dem KI-Anbieter bereits eine eindeutige kommerzielle Absicht, viele weitere Gespr\u00e4che st\u00fcnden zudem in Zusammenhang mit m\u00f6glichen Kauf- oder gesch\u00e4ftlichen Entscheidungen. Zum europ\u00e4ischen Marktstart kooperiert OpenAI zun\u00e4chst mit gro\u00dfen Werbeagenturen wie Publicis, WPP, Omnicom, MediaPlus und Havas. Ein Self-Service-Tool f\u00fcr kleinere Unternehmen und Selbstst\u00e4ndige soll <a href=\"https:\/\/openai.com\/index\/chatgpt-ads-expands-across-europe\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">laut der Ank\u00fcndigung<\/a> in K\u00fcrze folgen.<\/p>\n<p>Werbung klar getrennt<\/p>\n<p>Um das Vertrauen der Nutzerschaft nicht zu gef\u00e4hrden, will OpenAI die Werbeinhalte optisch von den Chat-Inhalten unterscheidbar machen. Dave Dugan, Head of Global Ads Solutions bei OpenAI, sagte der dpa: \u201eDie Antwort von ChatGPT ist klar von den Anzeigen getrennt und deutlich abgegrenzt. Unterhalb der eigentlichen Antwort von ChatGPT befindet sich eine graue Linie und unterhalb dieser Linie kann sich eine Anzeige befinden.\u201c<\/p>\n<p>Gleichzeitig versprach das Unternehmen, dass Werbetreibende keinen Zugriff auf Chatverl\u00e4ufe erhalten. Dugan sagte: \u201eBei den Werbeeinblendungen gilt grunds\u00e4tzlich der Schutz der Privatsph\u00e4re der Unterhaltung. Wir geben keinerlei Informationen aus Unterhaltungen an Werbetreibende weiter. Dies ist f\u00fcr uns \u00e4u\u00dferst wichtig \u2013 auch, weil manche Nutzer ChatGPT sehr pers\u00f6nliche Dinge anvertrauen.\u201c<\/p>\n<p>Teurere Abos bleiben werbefrei<\/p>\n<p>F\u00fcr Nutzer, die eine werbefreie Umgebung bevorzugen, verweist der Konzern auf seine Abos. \u201eSollte jemand aus irgendeinem Grund keine Anzeigen sehen wollen, kann er auf ChatGPT Plus oder Pro umsteigen\u201c, sagte Dugan. Das Plus-Abo kostet in Europa monatlich knapp 23 Euro, der deutlich umfangreichere Pro-Tarif 229 Euro im Monat. Der Einsteigertarif ChatGPT Go, der monatlich knapp sieben Euro kostet, ist nicht werbefrei.<\/p>\n<p>Die Ausweitung des Werbegesch\u00e4fts auf Deutschland und Europa erfolgt genau sechs Monate nach dem Start des ersten Werbetestlaufs von OpenAI in den USA. Das Angebot wurde laut Unternehmensangaben von einem Pilotprojekt zu einer globalen Plattform ausgebaut, die mittlerweile von Zehntausenden Werbekunden genutzt werde.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Strategiewechsel bei OpenAI<\/p>\n<p>Mit der Entscheidung f\u00fcr eine Werbefinanzierung hatte OpenAI Anfang 2026 einen Strategiewechsel vollzogen. Firmenmitbegr\u00fcnder und Chef Sam Altman war fr\u00fcher strikt dagegen. Im Herbst 2025 \u00e4u\u00dferte er sich in Interviews jedoch offener. Dabei nannte er Instagram als Beispiel f\u00fcr Werbung, die n\u00fctzlich sein k\u00f6nne, wenn sie gut gemacht sei.<\/p>\n<p>OpenAI versucht angesichts von hohen Kosten f\u00fcr den Betrieb der riesigen KI-Modelle, neue Umsatzquellen zu erschlie\u00dfen. Dabei geht es vor allem darum, mit Gratis-Nutzern Ums\u00e4tze zu machen. Nach aktuellen Sch\u00e4tzungen nutzen nach wie vor rund 90 bis 95 Prozent der monatlich \u00fcber eine Milliarde Anwender die kostenlose Version von ChatGPT. Um diese Gruppe nicht mehr nur als reinen Kostenfaktor zu f\u00fchren, setzt das Unternehmen zunehmend auf Werbeeinblendungen und g\u00fcnstigere Einsteiger-Abonnements.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/KI-OpenAI-waechst-bei-mehr-Verlust-Anthropic-waechst-schneller-und-macht-Gewinn-11418779.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Von schwarzen Zahlen scheint OpenAI nach wie vor weit entfernt<\/a>. Im zweiten Quartal dieses Jahres gelang es dem Unternehmen US-Berichten zufolge zwar, seinen Umsatz um 18 Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar zu steigern. Zugleich gab es aber auch deutlich h\u00f6here Verluste in H\u00f6he von 12,3 Milliarden US-Dollar. Ebenso <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/OpenAI-Umsatz-waechst-stark-Verluste-steigen-noch-schneller-11335172.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">enteilen weiter die exorbitanten Kosten f\u00fcr den Ausbau der Infrastruktur<\/a>, in den n\u00e4chsten Jahren sollen hunderte Milliarden US-Dollar flie\u00dfen. Angesichts eines geplanten B\u00f6rsengangs und einer wachsenden Konkurrenz durch Anthropic gewinnt die Frage nach einem profitablen Gesch\u00e4ftsmodell f\u00fcr OpenAI zunehmend an Dringlichkeit.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:axk@heise.de\" title=\"Axel Kannenberg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">axk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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