{"id":343476,"date":"2026-08-19T13:27:07","date_gmt":"2026-08-19T13:27:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343476\/"},"modified":"2026-08-19T13:27:07","modified_gmt":"2026-08-19T13:27:07","slug":"nord-stream-anschlag-ukrainischer-taucher-in-kroatien-festgenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343476\/","title":{"rendered":"Nord-Stream-Anschlag: Ukrainischer Taucher in Kroatien festgenommen"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            19\/08\/2026 &#8211; 14:38 MESZ\n            <\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines ist jetzt ein weiterer Verd\u00e4chtiger festgenommen worden. Der Zugriff erfolgte in der kroatischen Stadt Pula auf Grundlage eines Europ\u00e4ischen Haftbefehls. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft handelt es sich um den ukrainischen Staatsb\u00fcrger Wolodymyr beziehungsweise Vladimir Z. Er soll ausgebildeter Taucher sein und zu der Gruppe geh\u00f6rt haben, die die Sprengung der Pipelines vorbereitet und ausgef\u00fchrt haben soll.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Erster Verd\u00e4chtiger bereits 2025 in Polen festgenommen<\/p>\n<p>Die Festnahme in Kroatien ist nicht der erste Versuch der deutschen Beh\u00f6rden, Z. habhaft zu werden. Bereits 2025 war der Ukrainer in Polen festgenommen worden.<\/p>\n<p>Damals kam es jedoch nicht zu einer \u00dcberstellung nach Deutschland. Die polnische Justiz lehnte den deutschen Auslieferungsantrag ab, woraufhin der Mann wieder freikam. Nun wurde er erneut festgenommen. Nach seiner \u00dcberstellung nach Deutschland soll er dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die Bundesanwaltschaft wirft ihm unter anderem das gemeinschaftliche Herbeif\u00fchren einer Sprengstoffexplosion, verfassungsfeindliche Sabotage und die Zerst\u00f6rung von Bauwerken vor. <\/p>\n<p>Was geschah 2022 in der Ostsee wirklich?<\/p>\n<p>Am 26. September 2022 waren mehrere Sprengs\u00e4tze an den Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 in der Ostsee detoniert. Die Explosionen besch\u00e4digten die Leitungen schwer. Gas trat in gro\u00dfen Mengen aus und war \u00fcber der Ostsee sichtbar.<\/p>\n<p>Die Pipelines waren f\u00fcr den Transport von russischem Erdgas nach Deutschland gebaut worden. Zum Zeitpunkt der Explosionen war Nord Stream 1 allerdings bereits nicht mehr regul\u00e4r in Betrieb. Nord Stream 2 war \u00fcberhaupt nicht in Betrieb genommen worden.<\/p>\n<p>Die Explosionen l\u00f6sten international umfangreiche Ermittlungen aus. Deutschland, Schweden und D\u00e4nemark untersuchten den Vorfall. Schweden und D\u00e4nemark stellten ihre eigenen Ermittlungen sp\u00e4ter ein, die deutschen Beh\u00f6rden f\u00fchrten ihre Untersuchungen jedoch weiter.<\/p>\n<p>Spur f\u00fchrt zu einer Gruppe ukrainischer Taucher<\/p>\n<p>Nach den bisherigen Ermittlungen der deutschen Beh\u00f6rden soll eine Gruppe von Personen an der Vorbereitung der Anschl\u00e4ge beteiligt gewesen sein, deren Mitglieder die F\u00e4higkeit hatten, in gro\u00dfer Tiefe zu tauchen.<\/p>\n<p>Die Ermittler gehen davon aus, dass Sprengs\u00e4tze an den Pipelines in der Ostsee angebracht wurden. Als m\u00f6glicher Ausgangspunkt der Operation wurde in den vergangenen Jahren eine Segelyacht untersucht. <\/p>\n<p>Die deutschen Ermittlungen konzentrierten sich dabei zunehmend auf ukrainische Staatsb\u00fcrger.<\/p>\n<p>Mit der Festnahme in Kroatien befindet sich nun ein weiterer mutma\u00dflicher Beteiligter im Zugriff der deutschen Justiz. Bereits zuvor war der Ukrainer Serhii K. festgenommen und nach Deutschland \u00fcberstellt worden. Gegen ihn erhob die Bundesanwaltschaft im Juni 2026 Anklage. <\/p>\n<p>Ihm werden unter anderem die Beteiligung an einem Angriff auf zivile Objekte im Sinne eines Kriegsverbrechens, das Herbeif\u00fchren einer Sprengstoffexplosion, die Zerst\u00f6rung von Bauwerken und die St\u00f6rung \u00f6ffentlicher Betriebe vorgeworfen.<\/p>\n<p>Wer hinter der Sabotage steckt, bleibt die zentrale Frage<\/p>\n<p>Trotz der Fortschritte bei den Ermittlungen ist eine der wichtigsten Fragen weiterhin offen: Wer gab den Auftrag f\u00fcr die Sprengung der Pipelines?<\/p>\n<p>Die Festnahmen und die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft liefern Hinweise auf m\u00f6gliche T\u00e4ter und deren mutma\u00dfliche Rollen. Sie beantworten jedoch noch nicht abschlie\u00dfend die Frage nach Hinterm\u00e4nnern und einem m\u00f6glichen Auftraggeber. <\/p>\n<p>Auch die politische Verantwortung f\u00fcr den Anschlag ist damit nicht gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Die Pipelines waren ein zentrales Symbol der deutschen Energiebeziehungen zu Russland. Ihre Zerst\u00f6rung hatte nicht nur wirtschaftliche, sondern auch erhebliche geopolitische Bedeutung.<\/p>\n<p>Ermittlungen gehen weiter<\/p>\n<p>Mit der Festnahme in Kroatien d\u00fcrfte der Fall f\u00fcr die deutsche Justiz noch lange nicht abgeschlossen sein. Entscheidend wird sein, welche Beweise gegen den Verd\u00e4chtigen vorliegen und welche Aussagen er m\u00f6glicherweise selbst macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 19\/08\/2026 &#8211; 14:38 MESZ Im Zusammenhang mit der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines ist jetzt ein weiterer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":343477,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[732,40,41,69680,60163,39,66,65,64],"class_list":["post-343476","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-ukraine","tag-nachrichten","tag-news","tag-nord-stream-2","tag-sabotage","tag-schlagzeilen","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117122410146760726","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=343476"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/343476\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/343477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=343476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=343476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=343476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}