{"id":343622,"date":"2026-08-19T14:52:08","date_gmt":"2026-08-19T14:52:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343622\/"},"modified":"2026-08-19T14:52:08","modified_gmt":"2026-08-19T14:52:08","slug":"leverkusen-neue-ausstellung-in-kunstverein-und-proberaum-des-museums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/343622\/","title":{"rendered":"Leverkusen: Neue Ausstellung in Kunstverein und Proberaum des Museums"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Eine direkte Verbindung zwischen Schloss Morsbroich und den Remisen war nie angelegt. Inhaltlich gibt es sie schon lange zwischen dem Museum und dem Kunstverein, der seine Ausstellungsr\u00e4ume in den ehemaligen Stallungen hat. Ein Trampelpfad ist die k\u00fcrzeste Verbindung. Insofern passt einmal mehr der Titel \u201eDesire Path\u201c f\u00fcr ein zweiteiliges Ausstellungsprojekt, das erstmals in beiden Geb\u00e4uden stattfindet. Und es gibt weitere gew\u00fcnschte Abweichungen von den \u00fcblichen, vorgeschriebenen Wegen, die durchaus als Metapher zu verstehen sind. Nicht angestellte Kuratoren, sondern Studierende der D\u00fcsseldorfer Heinrich-Heine-Universit\u00e4t haben die Auswahl zur vereinbarten Thematik getroffen und den gesamten Prozess bis zur Er\u00f6ffnung \u2013 und dar\u00fcber hinaus noch w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten \u2013 organisiert und begleitet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nathalie Sofie Schulz, Gamze Can, Elif Aydin und Sabrina G\u00f6rlich haben dazu drei Kunststudierende zweier D\u00fcsseldorfer Hochschulen zusammengebracht, die sich dem Thema \u201eDesire Path\u201c aus ganz unterschiedlichen Richtungen gen\u00e4hert haben. Ganz offensichtlich sind sie in den gro\u00dfformatigen Foto-Arbeiten von Michael M.C. Driesch zu erkennen. Luftaufnahmen, die beim Flug \u00fcber die Alpen nach <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bologna\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bologna<\/a> entstanden und sehr deutlich die geraden Linien der von Menschen angelegten Stra\u00dfen und den unbefestigten, m\u00e4andernden Wegen auf einen Berggipfel unterscheiden. Im hinteren Raum des Kunstvereins hat er eine Installation mit originalen und leicht ver\u00e4nderten Gegenst\u00e4nden der Bahn geschaffen. \u201eEinfach niemals ankommen\u201c steht auf der originalen Zug-Anzeige von einem Bahnhof. Ironischer Blick auf den Zustand der Bahn oder Lebensphilosophie? Sicher steckt beides dahinter und mehr als das.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Juliana Paek hat sich \u00fcber die vorgeschriebenen Leitlinien hinweggesetzt, Leinw\u00e4nde auf den Boden gelegt und einfach umgedreht, um sie auf der \u201efalschen Seite\u201c mit Farbe und einer ganzen Reihe ungew\u00f6hnlicher Materialien zu bearbeiten. Neben Kaffee, Rost, Red Bull und Sojaso\u00dfe ist stets etwas koreanische Erde angeh\u00e4uft. Hinweise auf das Land ihrer Vorfahren gibt sie auch in anderen Arbeiten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sehr zur\u00fcckgenommen, zart, aber ungeheuer detailreich sind die Tuschezeichnungen, die Markus Henschler direkt auf den wei\u00dfen W\u00e4nden angebracht hat. Wohl wissend, dass sie nicht konserviert, sondern irgendwann einfach \u00fcberstrichen werden. Ein riesiges Gespinst von einer Wegekarte mit Linien, Abzweigungen und erkl\u00e4renden Beschriftungen, die von akribischer Recherche Leverkusener Geschichte im Vorfeld zeugen. \u201eWerknetz\u201c hat er die Skizze genannt, die ausgehend vom Bayer-Kreuz diverse Verstrickungen im Zusammenhang mit der Herstellung von Farben, Medikamenten, aber auch Kampfmitteln zeigt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr den zweiten Ausstellungsteil im Proberaum des Museums, den Kunstvermittlerin Lucia Riemenschnitter betreut, galten andere Spielregeln. Alle drei K\u00fcnstler haben sich ein Werk aus der Museumssammlung ausgew\u00e4hlt, die sie besonders anspricht und die geeignet ist, in Dialog mit einer eigenen Arbeit zu treten. Pia Koop und Elisa Stellmach ersannen das besondere Ausstellungsdesign mit Beschriftungen auf dem Boden und ausf\u00fchrlichem Info-Material in allen R\u00e4umen. W\u00e4hrend der n\u00e4chsten zehn Tage besteht die M\u00f6glichkeit, in den Remisen die Arbeitsweise der drei K\u00fcnstler kennenzulernen. Der Teil im Proberaum des Museums bleibt bis Januar. Dort w\u00fcnscht man sich die aktive Beteiligung der Besucher, die ihre Gedanken auf Tafeln schreiben k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine direkte Verbindung zwischen Schloss Morsbroich und den Remisen war nie angelegt. 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