{"id":34460,"date":"2026-03-09T11:44:08","date_gmt":"2026-03-09T11:44:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/34460\/"},"modified":"2026-03-09T11:44:08","modified_gmt":"2026-03-09T11:44:08","slug":"clara-luzia-die-ruhige-version","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/34460\/","title":{"rendered":"Clara Luzia: die ruhige Version"},"content":{"rendered":"<p>Horelia \u2013 so hei\u00dft die Debutplatte von Clara Luzia. Wie, was? Ja, gewisserma\u00dfen schon \u2013 denn mit der Band The Quiet Version beschreitet die Wiener K\u00fcnstlerin neue musikalische Pfade. <\/p>\n<p>Clara Luzia, im Sitzen? Ja, die Wiener K\u00fcnstlerin hat neben ihrer \u201eklassischen\u201c Band nun neue Wege f\u00fcr sich entdeckt. Mit The Quiet Version versetzt die Veteranin in der heimischen Pop-Szene ihr Publikum in ein, nunja, sagen wir mal, theatertaugliches Setting. Nach einem ersten Test im Vorjahr im Posthof (<a href=\"https:\/\/www.subtext.at\/2025\/03\/clara-luzia-in-neuem-gewand\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">hier zum R\u00fcckblick<\/a>) ist im vergangenen November mit Horelia auch die dazugeh\u00f6rige vollst\u00e4ndige Platte erschienen. Eine Platte, die Clara Luzia zwischen Deutsch und Englisch switchen l\u00e4sst. Absichtlich, wie sie uns im ausf\u00fchrlichen Interview (<a href=\"https:\/\/www.subtext.at\/2026\/01\/clara-luzia-auf-leiseren-pfaden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">hier zum Nachlesen<\/a>) verraten hat.<\/p>\n<p>Vergangenen Donnerstag fand nun auch der Auftakt zur dazugeh\u00f6rigen Tour statt. Vielbesch\u00e4ftigt, wie Clara Luzia ist, hat das dann halt ein Zeiterl gedauert. Auch die Band hat sich ein bisschen ver\u00e4ndert \u2013 anstatt Kaya Meller an der Trompete hat Barbara Paierl ihr Saxophon eingepackt. Ist ja auch ein Blechbl\u00e4ser und f\u00fcgt sich im Laufe des Abends durchaus stimmig ins Clara Luzia\u2019sche Gesamtbild ein.<\/p>\n<p>Wie im Vorjahr ist auch das aktuelle Set zweigeteilt \u2013 mit Cosmic Bruise wird auch diesmal der gr\u00f6\u00dfte Hit gleich am Anfang \u201everbraten\u201c. Ab dann wird\u2019s eh langsamer, meint die K\u00fcnstlerin. Ist ja auch ein Sitzplatzkonzert vor den knapp 300 Besucher:innen an diesem Abend im Posthof. Geboten wird neben der neuen Platte Horelia nat\u00fcrlich auch When The World Ends, das leider wieder aktuelle Love In Times Of War (2011 schon g\u00e4nsehauterzeugend) und, Live-Premiere ol\u00e9, die eine oder andere Panne. Die aber mehr als sympathisch (\u201espielst du eh mit?!\u201c) \u00fcberbr\u00fcckt wird.<\/p>\n<p>Pausengest\u00e4rkt geht es danach in den zweiten Teil des Sets, der kein Blablabla wie der gleichnamige Er\u00f6ffnungstrack sein wird. Der Fokus hier liegt klar noch st\u00e4rker auf Sprache, Ausdruck und Botschaft. Covers von MIA. inklusive. Und bei dem vertonten Auszug aus Ruth Maiers Tagebuch \u2013 einer nach Norwegen emigrierten und sp\u00e4ter von den Nazis ermordeten Wiener J\u00fcdin \u2013 auch mit einem ungewohnt mulmigen Gef\u00fchl im Bauch. Mit Everything is Free beendet Clara Luzia ein intimes Konzert in einem Rahmen, der dann gut passt. Aber immer noch ungewohnt ist, wenn man die \u201eUrversion\u201c von Clara Luzia kennt. Vielleicht ja irgendwann mal im Rahmen eines \u201eDouble Feature\u201c?<\/p>\n<p>Foto: Christoph Leeb <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Horelia \u2013 so hei\u00dft die Debutplatte von Clara Luzia. Wie, was? 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