{"id":344758,"date":"2026-08-20T05:06:06","date_gmt":"2026-08-20T05:06:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/344758\/"},"modified":"2026-08-20T05:06:06","modified_gmt":"2026-08-20T05:06:06","slug":"weniger-wolken-mehr-sonne-europa-bekommt-deutlich-mehr-uv-strahlung-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/344758\/","title":{"rendered":"Weniger Wolken, mehr Sonne: Europa bekommt deutlich mehr UV-Strahlung ab"},"content":{"rendered":"<p>Weniger Wolken, mehr SonneEuropa bekommt deutlich mehr UV-Strahlung ab<\/p>\n<p>20.08.2026, 06:12 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:05 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Gleissende-Sonne-am-Himmel-Symbolfoto-Hitzewelle-Fotomontage.webp\" alt=\"Gleissende-Sonne-am-Himmel-Symbolfoto-Hitzewelle-Fotomontage\"\/>Messdaten aus 40 Stationen zeigen ein klares Muster: Vor allem in Mitteleuropa erreicht inzwischen mehr sonnenbrandwirksame Strahlung den Boden. (Foto: picture alliance \/ CHROMORANGE)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Mehr Sonnenschein in Europa klingt zun\u00e4chst nach einer erfreulichen Nachricht. Doch weniger Wolken bedeuten auch, dass mehr hautsch\u00e4digende UV-Strahlung durchkommt. Eine neue Analyse zeigt, wie deutlich sich die Belastung in Teilen Europas ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wer im Sommer drau\u00dfen unterwegs ist, merkt zun\u00e4chst einmal nichts davon: UV-Strahlung kann man weder sehen noch f\u00fchlen. Doch die Belastung hat an vielen Orten Europas laut einer neuen Untersuchung innerhalb weniger Jahre deutlich zugenommen. Messungen aus 2013 bis 2022 zeigen, dass die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung an einem Gro\u00dfteil der untersuchten Stationen gestiegen ist. Besonders deutlich war die Entwicklung demnach in Mitteleuropa.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr die Studie, die im<a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s43630-026-00971-4\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> Fachjournal &#8222;Photochemical &amp; Photobiological Sciences&#8220;<\/a> erschienen ist, wertete ein internationales Forschungsteam um Alois Schmalwieser von der Veterin\u00e4rmedizinischen Universit\u00e4t Wien und Sebastian Lorenz vom Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz Daten von 40 europ\u00e4ischen Messstationen aus. Gemessen wurde dabei gezielt jene UV-Strahlung, die f\u00fcr Sonnenbrand besonders relevant ist. Die Forschenden verglichen die Messwerte au\u00dferdem mit Satellitendaten, um herauszufinden, ob sich hinter den Ver\u00e4nderungen ein gr\u00f6\u00dferes europ\u00e4isches Muster verbirgt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Ergebnis: An 26 der 40 Stationen stiegen die Jahreswerte statistisch signifikant. Je nach Standort betrug die Zunahme zwischen 0,46 und 2,6 Prozent pro Jahr. Bei diesen Stationen lag der mittlere Anstieg bei 1,16 Prozent j\u00e4hrlich &#8211; \u00fcber den untersuchten Zeitraum 2013 bis 2022 entspricht das einem Plus von rund 11,2 Prozent. Das bedeutet allerdings nicht, dass die UV-Strahlung \u00fcberall in Europa um elf Prozent gestiegen ist.<\/p>\n<p>Vor allem Mitteleuropa bekommt mehr Strahlung ab<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Besonders deutlich zeigte sich der Anstieg demnach in Mitteleuropa. Richtung Norden und S\u00fcden wurden die Trends hingegen schw\u00e4cher. So fanden in weiten Teilen Spaniens und auf der italienischen Insel Lampedusa die Forschenden beispielsweise keinen vergleichbaren Anstieg der Jahreswerte. Im Alpenraum wechselten st\u00e4rkere und schw\u00e4chere Trends teilweise auf engem Raum. Dort k\u00f6nnen unter anderem H\u00f6henlage, Gel\u00e4nde und Schneebedeckung beeinflussen, wie viel UV-Strahlung an einer Messstation ankommt, vermutet das Team.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Unsere Messreihen zeigen ein gro\u00dfr\u00e4umiges, aber regional unterschiedlich starkes Plus an UV&#8220;, erkl\u00e4rt Studienautor Schmalwieser laut <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.vetmeduni.ac.at\/universitaet\/infoservice\/presseinformationen\/presse\/mehr-sonne-mehr-uv-risiko\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Mitteilung<\/a>. Auff\u00e4llig sei, dass sich dieses Muster auch in Satellitendaten zur gesamten Sonnenstrahlung wiederfinde. Damit stellte sich f\u00fcr das Forschungsteam die entscheidende Frage: Warum kommt an vielen Orten inzwischen mehr UV-Strahlung am Boden an?<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die naheliegende Vermutung w\u00e4re zun\u00e4chst die Ozonschicht. Ozon in der Atmosph\u00e4re h\u00e4lt einen Teil der energiereichen UV-Strahlung ab. Doch ausgerechnet hier fanden die Forschenden keine passende Erkl\u00e4rung: An keiner der 40 Stationen zeigte sich zwischen 2013 und 2022 ein statistisch signifikanter j\u00e4hrlicher Trend der gesamten Ozons\u00e4ule.<\/p>\n<p>Weniger Wolken lassen mehr Sonne durch<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Viel besser passt dem Forschungsteam zufolge eine andere Entwicklung zu den Daten: An vielen Orten gab es weniger Wolken und mehr Sonnenschein. Wolken wirken wie ein Filter und halten einen Teil der Sonnenstrahlung zur\u00fcck. Gibt es h\u00e4ufiger wolkenlose Phasen, kann entsprechend mehr UV-Strahlung den Boden erreichen, hei\u00dft es in der Studie. An 21 von 27 Stationen, f\u00fcr die auch Daten zur Sonnenscheindauer vorlagen, passten die Ver\u00e4nderungen von Sonnenschein und UV-Strahlung zusammen. Aerosole &#8211; winzige Schwebeteilchen in der Luft, die ebenfalls Strahlung abschw\u00e4chen k\u00f6nnen &#8211; spielten nach Einsch\u00e4tzung der Forschenden dagegen eine kleinere Rolle.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Anstieg zeigte sich dabei nicht zu jeder Jahreszeit gleicherma\u00dfen. An 38 der 40 Stationen nahm die UV-Dosis in mindestens einem Monat deutlich zu, besonders h\u00e4ufig im Januar, Februar, Juni und Oktober. Hohe prozentuale Zuw\u00e4chse im Winter klingen zun\u00e4chst alarmierend, sind f\u00fcr die Haut aber weniger entscheidend als Ver\u00e4nderungen im Sommer. Wegen des hohen Sonnenstands ist die UV-Strahlung dann wesentlich intensiver. Ein prozentual kleinerer Anstieg im Juni kann deshalb gesundheitlich bedeutsamer sein als ein gro\u00dfer Anstieg im Januar.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mehr gemessene UV-Strahlung bedeutet allerdings nicht automatisch entsprechend mehr Hautkrebs. Die Studie hat untersucht, was an den Messstationen aus der Atmosph\u00e4re am Boden ankommt &#8211; nicht, wie viel davon einzelne Menschen tats\u00e4chlich abbekommen. Das h\u00e4ngt stark vom Verhalten ab: Wer sich lange im Freien aufh\u00e4lt, unbedeckte Haut zeigt und keinen Sonnenschutz verwendet, sammelt eine andere pers\u00f6nliche UV-Dosis als jemand, der sich \u00fcberwiegend im Schatten aufh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Zehn Jahre sind noch kein langfristiger Klimatrend<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Ergebnisse beschreiben einen vergleichsweise kurzen Trendzeitraum. Die Forschenden w\u00e4hlten ihn unter anderem deshalb, weil in dieser Phase aufgrund zur\u00fcckgehender Bew\u00f6lkung ein Anstieg der UV-Strahlung in Teilen Europas zu erwarten war. Sechs l\u00e4ngere, l\u00fcckenlose Messreihen deuten zwar darauf hin, dass die Zunahme vielerorts schon zwischen 2010 und 2013 begonnen hat. Ob sich dieser Trend \u00fcber die kommenden Jahrzehnte fortsetzt, l\u00e4sst sich daraus aber nicht ableiten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Studie liefert damit keine Prognose, dass Europas UV-Strahlung nun Jahr f\u00fcr Jahr weiter steigen wird. Sie zeigt aber, wie stark sich schon Ver\u00e4nderungen der Bew\u00f6lkung auf die Belastung am Boden auswirken k\u00f6nnen. Die Forschenden halten deshalb langfristige Messungen f\u00fcr besonders wichtig und fordern dichte, qualit\u00e4tsgesicherte Bodenmessnetze, die zusammen mit Satellitendaten regionale Ver\u00e4nderungen fr\u00fch erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, hny<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weniger Wolken, mehr SonneEuropa bekommt deutlich mehr UV-Strahlung ab 20.08.2026, 06:12 Uhr Artikel anh\u00f6ren(06:05 min) Messdaten aus 40&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":344759,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[1001,76,75,74,55564,17670,1003,1993,100],"class_list":["post-344758","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-bildung","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-meteorologie","tag-sonne","tag-studien","tag-wetter","tag-wissenschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117126103507671290","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/344758","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=344758"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/344758\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/344759"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=344758"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=344758"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=344758"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}