{"id":345152,"date":"2026-08-20T09:24:07","date_gmt":"2026-08-20T09:24:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/345152\/"},"modified":"2026-08-20T09:24:07","modified_gmt":"2026-08-20T09:24:07","slug":"erderhitzung-und-flaechenbraende-klimawandel-koennte-waldbrandflaeche-in-europa-verdreifachen-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/345152\/","title":{"rendered":"Erderhitzung und Fl\u00e4chenbr\u00e4nde &#8211; Klimawandel k\u00f6nnte Waldbrandfl\u00e4che in Europa verdreifachen &#8211; Wissen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Potsdam (dpa) &#8211; Mehr Trockenheit, mehr Hitze, mehr Wind: Der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Klimawandel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Klimawandel<\/a> k\u00f6nnte einer Studie zufolge die Fl\u00e4che von Vegetationsbr\u00e4nden in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> k\u00fcnftig deutlich ausweiten. Je nach Ausma\u00df der Erderw\u00e4rmung k\u00f6nnte die von Feuern betroffene j\u00e4hrliche Fl\u00e4che demnach bis Ende des Jahrhunderts im Vergleich zu heute um 39 Prozent steigen, m\u00f6glicherweise aber auch um 192 Prozent. Allerdings seien neben dem Klimawandel auch andere Faktoren bedeutsam wie etwa Landnutzung, Pr\u00e4vention und Fr\u00fcherkennung, schreibt das internationale Forschungsteam im Fachjournal \u201eGlobal Change Biology\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Vegetationsbr\u00e4nde seien nat\u00fcrliche Prozesse und wichtig f\u00fcr die Dynamik von Artenvielfalt und \u00d6kosystemen, schreiben die Forschenden um Erstautor Maik\u00a0Billing vom Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung (PIK). Allerdings steige derzeit die Aktivit\u00e4t solcher Feuer. \u201eDer Klimawandel f\u00fchrt zu einer Zunahme der Brandaktivit\u00e4t in ganz Europa, da sich hei\u00dfe, trockene und windige Bedingungen versch\u00e4rfen\u201c, sagt Billing.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Simulierungen des Teams ergaben, dass selbst in einem Szenario mit einer vergleichsweise geringen globalen Erw\u00e4rmung um etwa 1,8 Grad (SSP1-2.6) am Ende des Jahrhunderts in Europa etwa 39 Prozent mehr Fl\u00e4che brennen w\u00fcrden als derzeit. In einem Szenario mit einer Erw\u00e4rmung um etwa 3,6 Grad (SSP3-7.0) geht das Team sogar von einer Zunahme um 192 Prozent aus &#8211; also fast einer Verdreifachung der Fl\u00e4che.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDie Brandbedingungen nehmen zu, daher m\u00fcssen wir investieren\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Besonders betroffen davon w\u00e4ren demnach Mitteleuropa, weite Teile Westeuropas und der Mittelmeerraum. Zum Vergleich: Derzeit steuert die Erde nach Einsch\u00e4tzung des UN-Umweltprogramms (Unep) bis Ende des Jahrhunderts auf eine Erw\u00e4rmung von etwa 2,8 Grad zu.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Allerdings h\u00e4ngen die k\u00fcnftigen Brandgefahren nicht nur von der klimatischen Entwicklung ab, wie das Team betont. Um weitere Einfl\u00fcsse einzubinden, verband es die Klimaszenarien mit anderen Modellen insbesondere zu Ma\u00dfnahmen wie etwa Pr\u00e4vention, Fr\u00fcherkennung und Brandbek\u00e4mpfung. Demnach k\u00f6nnte ein besseres Brandmanagement die Feuerfl\u00e4che in einem 1,8 Grad-Szenario um 92 Prozent reduzieren, und bei einem 3,6 Grad-Szenario immerhin noch um 72 Prozent.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/0822ab5f-e71f-496c-aa14-0f0b3a41d295.jpg\"   alt=\"Dichter Rauch w\u00e4hrend eines Waldbrandes am Rande einer Landstra\u00dfe in Spanien (Archivbild)\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Dichter Rauch w\u00e4hrend eines Waldbrandes am Rande einer Landstra\u00dfe in Spanien (Archivbild) Paloma V. Escarpa\/EUROPA PRESS\/dpa<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eWir sehen, dass die Brandbedingungen zunehmen, daher m\u00fcssen wir mehr investieren\u201c, erl\u00e4utert Co-Autor Thomas Hickler vom Senckenberg Biodiversit\u00e4t und Klima Forschungszentrum in Frankfurt. Als Beispiele nennt er unter anderem die Ausbildung von Einsatzkr\u00e4ften, eine angemessene Ausr\u00fcstung und eine gute Koordination etwa zwischen Forstwirtschaft, Naturschutz und Feuerwehr.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eMit dem Klimawandel k\u00f6nnten die Bedingungen extrem werden\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im Jahr 2026 hat Europa bislang ungew\u00f6hnlich viele schwere Waldbr\u00e4nde erlebt. Nach Angaben des Europ\u00e4ischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) waren EU-weit bis zum 19. August rund 616.000 Hektar (6.160 Quadratkilometer) betroffen. Im Durchschnitt der 20 vorherigen Jahre waren es um diese Zeit im Jahr rund 280.000 Hektar &#8211; also deutlich weniger als halb so viel.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eDie Br\u00e4nde in Frankreich, Spanien und Griechenland zeigen, wie schnell hei\u00dfe, trockene und windige Wetterbedingungen die Feuerwehrkr\u00e4fte und ihre Ressourcen an ihre Grenzen bringen k\u00f6nnen\u201c, sagt PIK-Co-Autorin Kirsten Thonicke. \u201eMit dem Klimawandel k\u00f6nnten die Bedingungen so extrem werden, dass wir an die Grenzen dessen sto\u00dfen, was noch machbar ist, um Br\u00e4nde zu verhindern und zu bek\u00e4mpfen, sobald diese Br\u00e4nde eine bestimmte Gr\u00f6\u00dfe erreichen. Daher ist es absolut unerl\u00e4sslich, Emissionen zu reduzieren und zugleich das lokale Brandmanagement zu st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p>Lob und Kritik von unabh\u00e4ngigem Experten<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Harald Vacik vom Institut f\u00fcr Waldbau der Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur Wien (BOKU), der nicht an der Untersuchung beteiligt war, lobt die Untersuchung: \u201eEs kann durch die Studie gezeigt werden, dass Klimaschutz und Anpassungsma\u00dfnahmen komplement\u00e4re und nicht gegeneinander austauschbare Strategien zur Reduzierung des zuk\u00fcnftigen Waldbrandrisikos sind\u201c, erl\u00e4utert er. \u201eBei einer moderaten Erw\u00e4rmung hat ein verst\u00e4rktes integriertes Brandmanagement das Potenzial, einen Teil der klimabedingten Zunahme der Brandfl\u00e4chen zu mindern &#8211; sofern finanzielle und zeitliche Kapazit\u00e4ten und das Engagement aufrechterhalten werden. Bei einer st\u00e4rkeren Erw\u00e4rmung wird jedoch das extreme Feuerwetter dieses Potenzial zunehmend \u00fcbersteigen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Doch der Experte \u00fcbt auch Kritik: \u201eEine Schw\u00e4che der Studie ist, dass die Bewirtschaftung der W\u00e4lder nicht ber\u00fccksichtigt wird\u201c, meint er und verweist auf konkrete Anpassungsma\u00dfnahmen wie Baumartenwahl, Durchforstungen und Brennstoffmanagement. Dieser fehlende Aspekt erh\u00f6he die Unsicherheiten in Bezug auf die abgesch\u00e4tzten Brandfl\u00e4chen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260820-930-556496\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Potsdam (dpa) &#8211; Mehr Trockenheit, mehr Hitze, mehr Wind: Der Klimawandel k\u00f6nnte einer Studie zufolge die Fl\u00e4che von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":345153,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[257,76,75,74,270,7918,1549,3281,22342,5317,1076,1993,3295,100],"class_list":["post-345152","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-gesellschaft","tag-katastrophe","tag-klima","tag-klimawandel","tag-leben-und-gesellschaft","tag-natur","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-wetter","tag-wissen","tag-wissenschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117127117200524402","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/345152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=345152"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/345152\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/345153"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=345152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=345152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=345152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}