{"id":345738,"date":"2026-08-20T15:09:07","date_gmt":"2026-08-20T15:09:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/345738\/"},"modified":"2026-08-20T15:09:07","modified_gmt":"2026-08-20T15:09:07","slug":"oesterreich-konzert-erinnert-an-den-diener-gottes-luigi-brutti","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/345738\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich: Konzert erinnert an den Diener Gottes Luigi Brutti"},"content":{"rendered":"<p>Mit einem Konzert- und Liederabend in Linz ist am 15. Todestag des Italieners Luigi Brutti an dessen Lebenszeugnis erinnert worden. Mehr als 100 Menschen kamen am Mittwochabend in die Klosterkirche der Barmherzigen Schwestern. Der \u00f6sterreichische Priester, Liedermacher und Missio-Di\u00f6zesandirektor Heinz Purrer hatte die Veranstaltung initiiert, nachdem er Brutti erst wenige Monate zuvor f\u00fcr sich entdeckt hatte. F\u00fcr ein Missio-Projekt im Kongo kamen bei dem Abend mehr als 700 Euro zusammen.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/kirche\/news\/2026-08\/oesterreich-orden-ab-ruecktritt-stift-heiligenkreuz.html\" title=\"Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zur\u00fcck\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/gennaio\/22\/Fot--Ft.-Flp-Zsombor-paesaggioAEM.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zur\u00fcck\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Der Heiligenkreuzer Abt Maximilian Heim (65) tritt nach 16 Jahren an der Spitze der M\u00f6nchsgemeinschaft zur\u00fcck und wird sein Amt \u201ein j\u00fcngere H\u00e4nde legen\u201c. Das hat das Stift am &#8230;\n     <\/p>\n<p>Claudia Kaminski &#8211; K\u00f6ln<\/p>\n<p>Brutti, der im Seligsprechungsverfahren als \u201eDiener Gottes\u201c gef\u00fchrt wird, war am 19. August 2011 im Alter von 26 Jahren nach einem schweren gesundheitlichen Zusammenbruch gestorben \u2013 wenige Wochen vor seiner geplanten Hochzeit. Geboren wurde er am 23. November 1984 in Montefiascone bei Viterbo. Nach seinem Studium arbeitete er als F\u00f6rderlehrer f\u00fcr Kinder mit Behinderungen und setzte sich f\u00fcr deren Integration in den Schulalltag und f\u00fcr Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein.<\/p>\n<p>\n   Hier der Beitrag zum Nachh\u00f6ren\n  <\/p>\n<p>Auf dem Konzertprogramm von Purrer und dem Musiker Werner Gumpinger standen auch Lieder, die von Bruttis Gedanken und Glauben inspiriert waren. Zudem wurde eine Wanderausstellung \u00fcber sein Leben er\u00f6ffnet, die k\u00fcnftig auch in Pfarren und kirchlichen Einrichtungen gezeigt werden soll.<\/p>\n<p>\u201eLuigi ist f\u00fcr mich ein Wegbegleiter\u201c<\/p>\n<p>Purrer war w\u00e4hrend eines Italien-Urlaubs erstmals auf Brutti aufmerksam geworden. In der Kathedrale von Viterbo entdeckte er einen Flyer mit dessen Bild. \u201eIch war \u00fcberrascht: Ich hatte von diesem Luigi noch nie etwas geh\u00f6rt\u201c, berichtete der Priester im Gespr\u00e4ch mit Claudia Kaminski f\u00fcr Radio Vatikan. Bruttis Lebensgeschichte habe ihn unmittelbar angesprochen: \u201eSeine Lebensgeschichte, ein so kurzes Leben \u2013 nur 26 Jahre \u2013 und doch hat er so viel bewirkt.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/agosto\/20\/aem-5.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Ein Text von Luigi Brutti auf dem Flyer der Veranstaltung (c) H. Purrer\" title=\"Ein Text von Luigi Brutti auf dem Flyer der Veranstaltung (c) H. Purrer\"\/><\/p>\n<p>\n   Ein Text von Luigi Brutti auf dem Flyer der Veranstaltung (c) H. Purrer\n  <\/p>\n<p>Bei seinen weiteren Recherchen erfuhr Purrer, wie Brutti als Jugendlicher einen neuen Zugang zum Glauben gefunden hatte. Bei einem Jugendlager habe er Gott nicht mehr als einen strengen, sondern als einen Gott der Liebe erfahren. Diese Erfahrung habe auch seinen Blick auf andere Menschen ver\u00e4ndert. \u201eDas hat sein Herz ge\u00f6ffnet, auch f\u00fcr die Menschen am Rand, f\u00fcr Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen\u201c, so Purrer. Sp\u00e4ter absolvierte Brutti eine Ausbildung zum F\u00f6rderlehrer.<\/p>\n<p>Aus Bruttis Leben entstanden bei Purrer inzwischen zwei Lieder. Eines tr\u00e4gt den Titel \u201eEmmanuel \u2013 Gott mit uns\u201c. Darin bezeichnet er Brutti als \u201eWegbegleiter\u201c und greift auch dessen \u00dcberzeugung auf: \u201eWenn wir die Welt ver\u00e4ndern wollen, beginnen wir bei uns selbst.\u201c Purrer sagte dazu: \u201eIch sp\u00fcre, dass Luigi nicht irgendjemand f\u00fcr mich ist, sondern mein Wegbegleiter, mein Freund, auf den ich mich einlassen m\u00f6chte, von dem ich lernen kann.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Liebe zu meinem Lebensstil machen\u201c<\/p>\n<p>Ein zentraler Gedanke in Bruttis geistlichem Leben war die Entscheidung, die Liebe zum eigenen Lebensstil zu machen. Mit 18 Jahren hatte er diesen Vorsatz in seinem geistlichen Tagebuch festgehalten. F\u00fcr Purrer lag darin auch eine Botschaft f\u00fcr Jugendliche heute. Der Priester hatte selbst drei Jahrzehnte lang junge Menschen im Stift Wilten bei Orientierungstagen und Wochenenden begleitet.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/agosto\/20\/aem-3.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\" Beim Konzert in Linz (Foto Irmgard Bogenhuber\" title=\" Beim Konzert in Linz (Foto Irmgard Bogenhuber\"\/><\/p>\n<p>\n    Beim Konzert in Linz (Foto Irmgard Bogenhuber\n  <\/p>\n<p>Viele Jugendliche h\u00e4tten dabei \u00e4hnliche Erfahrungen gemacht wie Brutti, berichtete Purrer: \u201eWie viele haben mir nach einem Wochenende oder einem Orientierungstag zur\u00fcckgemeldet, dass sie zum ersten Mal Gott erfahren durften, ihn entdecken durften als einen Gott mit uns \u2013 einen Gott, der uns liebt, der uns auf Augenh\u00f6he begegnet, der f\u00fcr uns da ist.\u201c<\/p>\n<p>Brutti selbst hatte in einem an seinem Geburtstag verfassten Gebet \u00fcber die M\u00f6glichkeiten nachgedacht, seinen Glauben weiterzugeben \u2013 durch Stimme, Worte, Kunst, B\u00fccher und Lieder. Zugleich sah er die eigenen Grenzen. Entscheidend war f\u00fcr ihn letztlich das eigene Leben als Zeugnis: \u201eDer lauteste Schrei ist meine Existenz. Das gr\u00f6\u00dfte Geschenk ist mein Leben.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/agosto\/20\/aem-2.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Beim Konzert in Linz (Foto Irmgard Bogenhuber\" title=\"Beim Konzert in Linz (Foto Irmgard Bogenhuber\"\/><\/p>\n<p>\n   Beim Konzert in Linz (Foto Irmgard Bogenhuber\n  <\/p>\n<p>Glaube als Lebensentscheidung und Dienst an anderen <\/p>\n<p>F\u00fcr Don Luigi Fabbri, Vizepostulator im Seligsprechungsverfahren und Generalvikar der Di\u00f6zese Viterbo, lag die besondere Bedeutung Bruttis ebenfalls darin, dass sein Glaube nicht bei religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen stehen geblieben war. \u201eDas Leben mit Gott erf\u00fcllt sich in der Freude und in der F\u00fclle darin, f\u00fcr andere n\u00fctzlich zu sein\u201c, sagte Fabbri.<\/p>\n<p>Gerade Bruttis Arbeit mit Kindern mit Behinderungen sei Ausdruck dieser Haltung gewesen. Sein geistliches Tagebuch, das Brutti mit 17 Jahren begonnen und bis kurz vor seinem Tod gef\u00fchrt hatte, umfasst 21 handgeschriebene Hefte. Seine Eltern hatten die Schriften wenige Tage nach seinem Tod in einer Schublade gefunden. Die theologische Kommission des Seligsprechungsverfahrens hat die Texte inzwischen gepr\u00fcft; eine Ver\u00f6ffentlichung wird vorbereitet.<\/p>\n<p>Bruttis Botschaft sei auch f\u00fcr die heutige Zeit aktuell, betonte Fabbri. Dazu geh\u00f6rten der Glaube als Sinn des Lebens, ein vers\u00f6hnter Umgang mit der eigenen Schw\u00e4che und die Aufmerksamkeit f\u00fcr Menschen am Rand der Gesellschaft. In seinem Tagebuch hatte Brutti mit 18 Jahren geschrieben: \u201eIch entscheide mich daf\u00fcr, die Liebe zu meinem Lebensstil zu machen.\u201c<\/p>\n<p>Das Seligsprechungsverfahren war 2022 mit der Er\u00f6ffnung der di\u00f6zesanen Phase in Viterbo offiziell auf den Weg gebracht worden. Die Untersuchung sammelte weiterhin Schriften, Zeugenaussagen und weitere Belege f\u00fcr Bruttis christliches Tugendleben. Nach Angaben Fabbris hatte sich die Bekanntheit seines Zeugnisses inzwischen \u00fcber Italien hinaus verbreitet \u2013 unter anderem nach Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland, auf die Philippinen, nach Israel, in die USA, nach Sierra Leone und auch nach \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Der Linzer Konzertabend sollte dazu beitragen, dass Luigi Brutti auch dort bekannter wurde. Purrer zeigte sich nach der Veranstaltung \u00fcberzeugt, dass seine Geschichte die Besucher erreicht hatte: Die Menschen seien \u201evon Luigis Geschichte sehr ber\u00fchrt\u201c gewesen.<\/p>\n<p>(kap\/vaticannews &#8211; cs\/ck)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit einem Konzert- und Liederabend in Linz ist am 15. 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