{"id":34595,"date":"2026-03-09T13:13:08","date_gmt":"2026-03-09T13:13:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/34595\/"},"modified":"2026-03-09T13:13:08","modified_gmt":"2026-03-09T13:13:08","slug":"steigende-preise-und-knappes-angebot-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/34595\/","title":{"rendered":"Steigende Preise und knappes Angebot \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Dass der Wiener Wohnungsmarkt angespannt ist, ist hinl\u00e4nglich bekannt. Aber was bedeutet das konkret f\u00fcr Paare und Familien, die heute eine Wohnung \u2013 sei es zur Miete oder zum Kauf \u2013 in Wien suchen? Hier ein Blick auf die Entwicklungen, basierend auf aktuellen Marktberichten.<\/p>\n<p>Laut dem Wohnungsmarktbericht des Immobiliendienstleisters CBRE setzt sich der Trend steigender Preise heuer fort. Die Mietpreise werden weiter anziehen, insbesondere in den inneren Bezirken und bei exklusiven Neubauprojekten. F\u00fcr das kommende Jahr rechnen die Experten mit einem Anstieg der Spitzenmiete auf rund 20,45\u202fEuro pro Quadratmeter, was etwa vier Prozent \u00fcber dem Niveau von Ende 2025 liegt. <\/p>\n<p>Auch die Kaufpreise ziehen wieder leicht an. Durchschnittlich 6500\u202fEuro pro Quadratmeter wurden Ende 2025 verzeichnet, mit \u00e4hnlichen Zuw\u00e4chsen bis Ende 2026. Auf dem angespannten Markt sei weiterhin keine Trendumkehr zu erkennen, sagt Lukas Schwarz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von CBRE \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Die Angebotsdaten von der Immobilienplattform Willhaben spiegeln die starke Nachfrage wider. 2025 lagen die Angebotsmieten im 1. Bezirk bei rund 25,60\u202fEuro pro Quadratmeter, in Mariahilf bei etwa 22\u202fEuro und in der Donaustadt bei rund 15\u202fEuro. <\/p>\n<p>\u201eDie durchschnittlichen Quadratmeterpreise haben erneut zugenommen. Besonders in den inneren Bezirken sind die Angebotsmieten hoch\u201c, betont Judith K\u00f6ssner, Head of Immobilien bei Willhaben.<\/p>\n<p>Erschwerend kommt hinzu, dass die Neubaut\u00e4tigkeit seit 2022 deutlich zur\u00fcckgegangen ist. Laut dem Buwog\/EHL-Wohnungsmarktbericht werden f\u00fcr 2026 nur rund 8630 neue Wohnungen erwartet. <\/p>\n<p>\u201eDer Produktions\u00fcberhang aus den Boomjahren bis 2022 ist l\u00e4ngst aufgebraucht, es gibt so gut wie keine Wohnraumreserven mehr, und die Nachfrage ist ungebrochen stark\u201c, so Andreas Holler, Buwog-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p class=\"fm-quote__text\">\n        \u00bbEs gibt so gut wie keine Wohnraumreserven mehr.\u00ab\n    <\/p>\n<p>        Andreas Holler<\/p>\n<p class=\"fm-quote__attrib\">\n        Buwog-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer\n    <\/p>\n<p> Die h\u00f6chsten Preise finden sich weiterhin in den inneren Bezirken und bei exklusiven Neubauprojekten. \u201eDar\u00fcber hinaus existieren vereinzelt teure Mikrolagen \u2013 h\u00e4ufig getrieben durch exklusive Luxus- bzw. Prestigeprojekte wie etwa in der Donau City\u201c, meint Schwarz im Gespr\u00e4ch mit \u201eDie Presse\u201c. F\u00fcr viele Haushalte bedeute dies eine deutliche Mehrbelastung. <\/p>\n<p>\u201eDer Mietaufwand f\u00fcr eine durchschnittliche Neubauwohnung im Erstbezug \u00fcbersteigt schon jetzt h\u00e4ufig 30\u202fProzent des Haushaltsnettoeinkommens, insbesondere in den inneren Bezirken und den Villenlagen\u201c, sagt Schwarz.<\/p>\n<p>Wer preislich entlastet bleiben m\u00f6chte, sollte die \u201eperipheren Fl\u00e4chenbezirke\u201c in den Blick nehmen. Dort steigen die Mieten zwar ebenfalls, aber deutlich moderater. Spitzenangebote liegen hier bei etwa 15,20\u202fEuro pro Quadratmeter. Schwarz erkl\u00e4rt, dass insbesondere die Bezirke 21, 22 und 23 aufgrund ihrer gro\u00dfen verf\u00fcgbaren Entwicklungsfl\u00e4chen den st\u00e4rksten Zuwachs an Neubauprojekten verzeichnen. <\/p>\n<p>\u201eDas umfangreichere Wohnungsangebot wirkt preisd\u00e4mpfend und macht diese Bezirke zu einigen der g\u00fcnstigsten und interessantesten Lagen im Wiener Vergleich\u201c, sagt er. Ein weiterer Vorteil dieser Bezirke ist der hohe Anteil an gef\u00f6rderten Wohnungen. <\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus weist er darauf hin, dass die Mietpreise dort nur moderat steigen, da das h\u00f6here Neubauvolumen und der Anteil gef\u00f6rderter Projekte weiterhin preisd\u00e4mpfend wirken.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Lage bleibt die Wohnungssuche in Wien herausfordernd. Neubauwohnungen und Wohnungsinserate im Bestand werden meist innerhalb weniger Tage vergeben, was Flexibilit\u00e4t zu einem entscheidenden Faktor macht. \u201eAngesichts der deutlichen Unterschiede zwischen den Bezirken wird es f\u00fcr viele Haushalte zunehmend notwendig sein, bei der Lagewahl Kompromisse einzugehen und das Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis einzelner Wohngebiete bewusst gegeneinander abzuw\u00e4gen\u201c, betont Schwarz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dass der Wiener Wohnungsmarkt angespannt ist, ist hinl\u00e4nglich bekannt. 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