{"id":346556,"date":"2026-08-21T00:39:16","date_gmt":"2026-08-21T00:39:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/346556\/"},"modified":"2026-08-21T00:39:16","modified_gmt":"2026-08-21T00:39:16","slug":"project-closing-party-amazon-auftrag-sprengt-bei-haidlmair-alle-rekorde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/346556\/","title":{"rendered":"&#8222;Project Closing Party&#8220;: Amazon-Auftrag sprengt bei Haidlmair alle Rekorde"},"content":{"rendered":"<p> MICHELDORF\/NUSSBACH. Rund 170 Spritzgie\u00dfwerkzeuge in etwa einem halben Jahr: Das Nu\u00dfbacher Familienunternehmen Haidlmair hat f\u00fcr Amazon den gr\u00f6\u00dften Auftrag seiner Firmengeschichte abgewickelt. Bei einer gro\u00dfen \u201eProject Closing Party\u201c in der ehemaligen Kiefel-Halle in Micheldorf wurde der Abschluss des Projekts gefeiert. <\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Was im Herbst mit einem ersten Gespr\u00e4ch begann, entwickelte sich innerhalb weniger Monate zum gr\u00f6\u00dften Auftrag in der Geschichte von Haidlmair. Seit Februar arbeitete ein Teil der Nu\u00dfbacher Mannschaft in der vor\u00fcbergehenden Niederlassung in Micheldorf unter hohem Zeitdruck an rund 170 Spritzgie\u00dfwerkzeugen f\u00fcr Amazon. Diese sollen k\u00fcnftig zur Produktion standardisierter Beh\u00e4lter f\u00fcr Logistikzentren in den USA, Mexiko und Kanada eingesetzt werden.<\/p>\n<p>\u201eMenschen machten das Projekt m\u00f6glich\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas Projekt wurde durch Menschen m\u00f6glich. Menschen, die alle zusammengeholfen und an einem Strang gezogen haben\u201c, betonte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Mario Haidlmair vor Mitarbeitern, Partnern und G\u00e4sten. Sein Motto f\u00fcr die Zukunft: \u201eVorw\u00e4rts ist die Richtung.\u201c<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Dimension und die Geschwindigkeit der Umsetzung sprach er sogar von einem \u201eWeltrekord\u201c.<\/p>\n<p>Mitarbeiter und Team \u00fcberzeugte Amazon<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Warum Amazon den Auftrag an das Nu\u00dfbacher Familienunternehmen vergeben hat, erkl\u00e4rte Amazon-Vertreter Rick Spooner vor allem mit dem Team. \u201eDie Menschen haben uns \u00fcberzeugt \u2013 das Team und die Art, wie sie ihre Arbeit machen\u201c, sagte Spooner. Auch Mario Haidlmair habe sich stets diplomatisch gezeigt und immer nach L\u00f6sungen gesucht.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Entscheidend seien f\u00fcr Amazon drei Faktoren gewesen: Kundenorientierung, Handlungsorientierung und Vertrauen. Spooner w\u00fcrdigte au\u00dferdem die hohe Umsetzungsqualit\u00e4t innerhalb der kurzen Projektlaufzeit.<\/p>\n<p>Die gefertigten Werkzeuge sind Teil einer Standardisierung der Beh\u00e4lter in den Amazon-Logistikzentren. Dadurch soll der vorhandene Platz besser genutzt, die Produktivit\u00e4t gesteigert und Arbeitsabl\u00e4ufe vereinfacht werden. Erstmals eingesetzt werden sollen die Werkzeuge laut Spooner im Jahr 2027. Ab 2028 sollen die standardisierten Beh\u00e4lter in Nordamerika eingef\u00fchrt und sp\u00e4ter weltweit ausgerollt werden.<\/p>\n<p>\u00dcberstunden und Wochenenddienste<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Hinter dem Erfolg standen f\u00fcr die Mitarbeiter allerdings intensive Monate. \u00dcberstunden, teilweise Wochenenddienste sowie au\u00dfergew\u00f6hnlicher Zeitdruck und gro\u00dfe Verantwortung pr\u00e4gten die Arbeit.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Christian Windhager, der seit 40 Jahren als Monteur bei Haidlmair besch\u00e4ftigt ist und selbst nicht direkt an dem Projekt arbeitete, bekam die Belastung seiner Kollegen dennoch unmittelbar mit. \u201eIch habe ihnen teilweise angesehen, wie intensiv diese Monate waren\u201c, erz\u00e4hlte er. Er habe sich deshalb selbst ein wenig als Berater und mentaler Beistand f\u00fcr seine Kollegen gesehen.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Das Projekt habe die Mannschaft noch st\u00e4rker zusammengeschwei\u00dft. Wenn es jemandem nicht gut gegangen sei, sei ein offenes Ohr nicht weit gewesen. \u201eUnd gemeinsam haben wir es dann schlussendlich geschafft\u201c, sagte Windhager.<\/p>\n<p>Ein Jonglieren mit der Zeit\u00a0<\/p>\n<p>Nicht immer lief dabei alles nach Plan. Lieferungen kamen teilweise sp\u00e4ter als erwartet, einzelne Teile fehlten oder waren mangelhaft. Das f\u00fchrte zu Verz\u00f6gerungen und entsprechendem Stress, schlie\u00dflich musste der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden. Als die ersten Werkzeuge fertiggestellt waren, sei es dann aber rasch vorangegangen. Bei dem Projekt handelte es sich um eine Serie: Die einzelnen Werkzeuge wurden nach einem einheitlichen Konzept gefertigt und aufgebaut.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Wie viele es genau waren, dar\u00fcber herrschte bei der Feier selbst nicht ganz Einigkeit. W\u00e4hrend offiziell von rund 170 Werkzeugen die Rede war, gingen Windhager und ein Elektriker-Kollege namens Thomas von exakt 168 gefertigten St\u00fcck aus.<\/p>\n<p>\u201eDas sprengt alles Vorstellbare\u201c<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Auch Landeshauptmann Thomas Stelzer (\u00d6VP) w\u00fcrdigte das Projekt bei der Feier. \u201eMan ist ja in Ober\u00f6sterreich an Erfolge gewohnt, aber das hier sprengt alles Vorstellbare\u201c, sagte er.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Das Projekt stehe f\u00fcr vieles, wof\u00fcr Ober\u00f6sterreich als Wirtschaftsstandort stehen wolle: \u201eWe are actually making things and we don&#8217;t only talk about it.\u201c<\/p>\n<p>Haidlmair sei ein Vorzeigebeispiel f\u00fcr den weltweiten Auftritt ober\u00f6sterreichischer Unternehmen. Das Ziel m\u00fcsse es sein, \u201e\u00d6sterreichs Wirtschaft in die Welt zu bringen\u201c, so Stelzer. Auch WKO-Obfrau Doris Staudinger nahm an der Feier teil.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">F\u00fcr Windhager und seine Kollegen ist der gro\u00dfe Auftrag auch ein Zeichen f\u00fcr die St\u00e4rke des Unternehmens. Stress durch einen Gro\u00dfauftrag sei letztlich besser als Stillstand, brachte es ein Mitarbeiter auf den Punkt.<\/p>\n<p>Musik, Motocross und ein falscher Bezos<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Beim anschlie\u00dfenden Fest wurde deutlich, dass Haidlmair den Abschluss des Gro\u00dfprojekts entsprechend feiern wollte. Die Musikkapelle Nu\u00dfbach und der Musikverein Waldneukirchen sorgten f\u00fcr Unterhaltung, dazu gab es Freestyle-Motocross-Shows und Hubschrauberrundfl\u00fcge.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">F\u00fcr besonderes Aufsehen sorgte au\u00dferdem der vermeintliche Besuch von Amazon-Gr\u00fcnder Jeff Bezos. Sp\u00e4ter stellte sich allerdings heraus, dass es sich um einen Doppelg\u00e4nger, vermutlich Cagdas Halicilar aus Deutschland handelte.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Monaten unter hohem Druck stand an diesem Nachmittag (Mittwoch, 19. August) jedenfalls nicht mehr die n\u00e4chste Deadline im Mittelpunkt. Gefeiert wurde ein Auftrag, der Haidlmair in eine neue Dimension gef\u00fchrt hat \u2013 und bei dem die Mitarbeiter, wie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Mario Haidlmair betonte, letztlich den entscheidenden Unterschied machten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"MICHELDORF\/NUSSBACH. 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