{"id":346796,"date":"2026-08-21T04:15:10","date_gmt":"2026-08-21T04:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/346796\/"},"modified":"2026-08-21T04:15:10","modified_gmt":"2026-08-21T04:15:10","slug":"athen-ueber-iranische-bedrohungen-besorgt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/346796\/","title":{"rendered":"Athen \u00fcber iranische Bedrohungen besorgt"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Athen reagiert mit erh\u00f6hter Wachsamkeit auf j\u00fcngste Warnungen aus Teheran. Nach einem Bericht der Zeitung &#8222;Financial Times&#8220; pr\u00fcft der Iran offenbar die M\u00f6glichkeit, US-amerikanische Milit\u00e4rziele in Europa anzugreifen, sollte Washington seine milit\u00e4rischen Operationen gegen die Islamische Republik wieder ausweiten. Besonders im Fokus stehen dabei Ziele in S\u00fcdosteuropa, darunter in Bulgarien und auf Zypern. Die potenzielle Entwicklung l\u00f6ste auch in Griechenland Besorgnis aus.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Zwei mit dem iranischen Regime vertraute Personen best\u00e4tigten der in London erscheinenden &#8222;Financial Times&#8220;, dass entsprechende Szenarien gepr\u00fcft worden seien. Nach griechischen Medienberichten steht Verteidigungsminister Nikos Dendias in engem Kontakt mit dem Generalstabschef der griechischen Streitkr\u00e4fte, General Dimitrios Choupis.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Bewertung des aktuellen Bedrohungsgrades, m\u00f6gliche zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen zum Schutz griechischer Einrichtungen sowie die Frage, in welcher Form Griechenland befreundete und benachbarte Staaten &#8211; insbesondere Zypern und Bulgarien &#8211; unterst\u00fctzen k\u00f6nnte. Das Nachrichtenportal &#8222;in.gr&#8220; berichtete unter Berufung auf die aktuellen Entwicklungen, dass auch die Verlegung einer Patriot-Batterie zum US-St\u00fctzpunkt Souda auf Kreta gepr\u00fcft werde.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Griechenland hatte bereits zu Beginn der Eskalation Ma\u00dfnahmen zur Verst\u00e4rkung seiner Luftverteidigung eingeleitet. Patriot-Einheiten wurden demnach auf verschiedene Stellungen verteilt, um unter anderem den \u00f6stlichen Bereich des Athener Fluginformationsgebiets, den s\u00fcdlichen Teil Bulgariens und den Luftraum \u00fcber Zypern besser abzusichern.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Auch die neue griechische Fregatte &#8222;Kimon&#8220; wurde in die regionale Luftverteidigungsarchitektur einbezogen. Die m\u00f6gliche Verlegung einer Patriot-Batterie nach Souda w\u00fcrde vor allem dem Schutz der dortigen strategisch wichtigen US-Einrichtungen dienen und zugleich die Abschreckungsf\u00e4higkeit im \u00f6stlichen Mittelmeer erh\u00f6hen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">In Griechenland wird dabei besonders darauf geachtet, nicht nur das eigene Territorium, sondern auch die sicherheitsstrategische Lage im unmittelbaren Umfeld zu ber\u00fccksichtigen. Die Sorge in Athen beruht vor allem auf der Bef\u00fcrchtung, dass der Konflikt nicht auf den Nahen Osten begrenzt bleiben k\u00f6nnte. Nach Einsch\u00e4tzung griechischer Sicherheitskreise verf\u00fcgt der Iran \u00fcber ballistische Mittelstreckenraketen, mit denen grunds\u00e4tzlich Ziele in Teilen S\u00fcdosteuropas erreicht werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die &#8222;Financial Times&#8220; bezeichnete die iranische Bedrohung f\u00fcr Ziele in Europa zugleich als &#8222;real, aber begrenzt&#8220;: Iranische Mittelstreckenraketen k\u00f6nnten zwar gegen US-Einrichtungen in S\u00fcd- und S\u00fcdosteuropa eingesetzt werden, ihre F\u00e4higkeit, Ziele auf gr\u00f6\u00dferen Entfernungen pr\u00e4zise und mit gro\u00dfer Wirkung zu treffen, sei jedoch eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Neben einem direkten Raketenangriff bef\u00fcrchten westliche Sicherheitsdienste auch asymmetrische Operationen. Der Iran k\u00f6nnte versuchen, mit verb\u00fcndeten oder ihm nahestehenden bewaffneten Organisationen au\u00dferhalb seines unmittelbaren Territoriums Druck auszu\u00fcben. Das britische Blatt verweist zudem auf \u00dcberlegungen Teherans, im Falle einer weiteren Eskalation kritische Infrastruktur wie Unterseekabel im Raum der Stra\u00dfe von Hormuz anzugreifen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die iranischen Revolutionsgarden haben dar\u00fcber hinaus erkl\u00e4rt, dass ausl\u00e4ndische Milit\u00e4rbasen, die f\u00fcr Angriffe gegen den Iran genutzt w\u00fcrden, als legitime Ziele betrachtet werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Besonders sensibel ist die Lage auf Zypern. Die Insel ist aufgrund ihrer geografischen N\u00e4he zum Nahen Osten und der britischen Sovereign Base Areas in Akrotiri und Dhekelia seit Beginn der Eskalation ein wichtiger Bestandteil der regionalen Sicherheitslage. Die Financial Times nennt Zypern ausdr\u00fccklich als m\u00f6gliches Ziel eines iranischen Vergeltungsschlags. Hintergrund ist unter anderem, dass der britische Luftwaffenst\u00fctzpunkt Akrotiri bereits im M\u00e4rz durch eine Drohne angegriffen wurde.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Auch zypriotische Medien berichten seit Monaten \u00fcber die wachsende Gef\u00e4hrdung. &#8222;Philenews&#8220; meldete nach dem Drohnenangriff auf Akrotiri eine deutliche Versch\u00e4rfung der Sicherheitsma\u00dfnahmen und berichtete von erh\u00f6hter Alarmbereitschaft der Beh\u00f6rden. In einem weiteren Bericht wurde unter Berufung auf die britische Presse darauf hingewiesen, dass die britischen Milit\u00e4rbasen auf Zypern aufgrund ihrer Bedeutung f\u00fcr westliche Operationen besonders exponiert seien.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die iranische Botschaft in Nikosia hatte bereits zuvor eine scharfe Erkl\u00e4rung ver\u00f6ffentlicht und angek\u00fcndigt, Teheran werde auf milit\u00e4rische Angriffe &#8222;mit St\u00e4rke und Entschlossenheit&#8220; reagieren. Diese Rhetorik gewinnt vor dem Hintergrund der j\u00fcngsten Warnungen zus\u00e4tzliche Bedeutung. Gleichzeitig versucht die Republik Zypern, ihre Luftverteidigung und die Sicherheitsma\u00dfnahmen rund um kritische Einrichtungen zu verst\u00e4rken. &#8222;Philenews&#8220; berichtete bereits im M\u00e4rz von einer erh\u00f6hten Alarmbereitschaft und einer Verst\u00e4rkung der Sicherheitsvorkehrungen im Zusammenhang mit der Eskalation.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">F\u00fcr Athen ist Zypern dabei nicht nur aus bilateraler Solidarit\u00e4t von Bedeutung. Ein Angriff auf britische oder amerikanisch genutzte Einrichtungen auf der Insel h\u00e4tte unmittelbare Auswirkungen auf die Sicherheitslage im \u00f6stlichen Mittelmeer und k\u00f6nnte Griechenland aufgrund seiner geografischen N\u00e4he sowie seiner milit\u00e4rischen und politischen Verbindungen zu Zypern direkt betreffen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Entsprechend wird in Athen gepr\u00fcft, wie die eigene Luftverteidigung im Bedarfsfall zur regionalen Stabilisierung beitragen k\u00f6nnte. Die griechische Regierung steht damit vor einem schwierigen Balanceakt. Einerseits soll die Bereitschaft zur Abwehr m\u00f6glicher Bedrohungen erh\u00f6ht werden, andererseits will Athen vermeiden, selbst zum unmittelbaren Akteur in einem sich ausweitenden Konflikt zwischen Washington und Teheran zu werden.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Diskussion \u00fcber die Patriot-Systeme in Souda zeigt jedoch, dass die griechischen Streitkr\u00e4fte die M\u00f6glichkeit einer Ausweitung des Konflikts auf den europ\u00e4ischen Raum inzwischen ernst nehmen. Auch das Portal &#8222;in.gr&#8220; berichtete \u00fcber entsprechende \u00dcberlegungen und die erh\u00f6hte Bereitschaft der griechischen Streitkr\u00e4fte.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Damit r\u00fccken Griechenland, Zypern und Bulgarien in einer neuen sicherheitspolitischen Konstellation n\u00e4her zusammen. Die j\u00fcngsten Berichte bedeuten zwar nicht, dass ein iranischer Angriff auf europ\u00e4ischem Boden unmittelbar bevorsteht. Sie zeigen jedoch, dass Teheran im Falle einer erneuten gro\u00df angelegten US-Offensive offenbar bereit ist, \u00fcber die bisherigen regionalen Grenzen hinauszudenken. F\u00fcr Athen bedeutet dies vor allem eines: Die Gefahr einer Ausweitung des Konflikts muss bei der Planung der nationalen und regionalen Verteidigung inzwischen ausdr\u00fccklich ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Athen reagiert mit erh\u00f6hter Wachsamkeit auf j\u00fcngste Warnungen aus Teheran. 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