{"id":347710,"date":"2026-08-21T13:20:09","date_gmt":"2026-08-21T13:20:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/347710\/"},"modified":"2026-08-21T13:20:09","modified_gmt":"2026-08-21T13:20:09","slug":"vom-millimeterpapier-zum-mac-icon-susan-kares-design-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/347710\/","title":{"rendered":"Vom Millimeterpapier zum Mac-Icon: Susan Kares Design-Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>              Vom Millimeterpapier zum Mac-Icon: Susan Kares Design-Geschichte<\/p>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Susan-Kare-How-the-designer-shaped-the-early-Mac-icons-11421946.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Ein Druck auf die CMD-Taste des Macs gen\u00fcgt, um mit der Arbeit von Susan Kare in Ber\u00fchrung zu kommen. Die Grafikdesignerin aus den Anfangstagen des Macs hat sich an vielen Stellen im <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Apple\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Apple-Design<\/a> verewigt. Auf Einladung des Start-up-F\u00f6rderers Y Combinator gab die 72-J\u00e4hrige jetzt interessante Einblicke in die Entstehung der fr\u00fchen Icons und Maus-Bedienelemente.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die studierte Kunsthistorikerin hatte eigentlich gar keinen Bezug zur Technikwelt. Erst ein Anruf ihres Jugendfreunds und Mac-Systemprogrammierers Andy Hertzfeld brachte sie mit dem Mac in Ber\u00fchrung. Bei Apple wurde 1983 nach einer Person gesucht, die die ersten grafischen Elemente kreiert \u2013 unter aus heutiger Sicht haarstr\u00e4ubenden Rahmenbedingungen: Nur 16 \u00d7 16 Pixel durften die Symbole zun\u00e4chst gro\u00df sein, etwas sp\u00e4ter dann 32 \u00d7 32 Pixel. Auch auf Farbe musste verzichtet werden.<\/p>\n<p>Icon-Entw\u00fcrfe auf Millimeterpapier<\/p>\n<p>Kare bewarb sich mit selbst gebastelten Icon-Entw\u00fcrfen auf Millimeterpapier, erinnert sie sich in dem Vortrag, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YEvLKzsEwMw\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">der auf YouTube zum Abruf bereitsteht<\/a>. F\u00fcr die Umsetzung in den Computer schrieb Hertzfeld eigens einen bitweise funktionierenden Icon-Editor, der automatisch Hex-Code erzeugte.<\/p>\n<p>      Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p class=\"opt-in__description\">\n    Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.\n  <\/p>\n<p>        YouTube-Video jetzt laden\n      <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Pixel-Challenge-von-Apple-Mit-wenigen-Pixeln-das-perfekte-App-Icon-erschaffen-7152634.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">W\u00e4hrend ihrer Zeit bei Apple<\/a> pr\u00e4gte Kare viele grafische Elemente. Der lachende Mac (Happy Mac) geht zum Beispiel auf sie zur\u00fcck \u2013 er folgt einem Prinzip, das sp\u00e4ter auch der Comic-Theoretiker Scott McCloud beschrieb. Es besagt, dass Minimalismus dazu f\u00fchrt, dass sich mehr Menschen mit solchen Symbolen identifizieren k\u00f6nnen und diese verst\u00e4ndlich bleiben. Die Reduzierung aufs Wesentliche f\u00fchrte aber auch zu Missverst\u00e4ndnissen: Das Symbol der Bombe f\u00fcr einen Systemabsturz habe einen Nutzer so verunsichert, dass er glaubte, sein Rechner k\u00f6nne gleich explodieren.<\/p>\n<p>Jobs wollte Weltstadt-Namen f\u00fcr Schriftarten<\/p>\n<p>Kare zeichnet sich auch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Apple-entwickelt-eigene-Schriftart-fuer-Computeruhr-2391299.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verantwortlich f\u00fcr einige Schriftarten<\/a>. Sie entwickelte \u201eChicago\u201c, die sp\u00e4ter auch auf dem ersten iPod verwendet wurde, sowie \u201eNew York\u201c und \u201eGeneva\u201c. Die St\u00e4dtenamen gingen \u00fcbrigens auf Steve Jobs zur\u00fcck, der forderte, dass es schon mindestens Weltst\u00e4dte sein m\u00fcssten und keine Vor-Ort-Namen, wie es aus dem Team angeregt wurde. Kare entwickelte auch eine Schriftart namens \u201eSan Francisco\u201c, die allerdings nicht mit der heutigen Standard-Schriftart Apples zu tun hat, die das Unternehmen viele Jahre sp\u00e4ter auflegte.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Ber\u00fchrungspunkte mit Kares Arbeit gab es aber auch anderswo in der Technikwelt: So schuf sie die ersten Farbversionen der Windows-3.0-Icons f\u00fcr Microsoft und war eine der ersten Mitarbeiterinnen bei Steve Jobs\u2019 Firma NeXT, wo sie als Creative Director t\u00e4tig war. Auch f\u00fcr Facebook und Pinterest war sie aktiv. In einer fr\u00fchen Version des Spiels Solit\u00e4r von Microsoft pr\u00e4gte sie das Aussehen der Karten.<\/p>\n<p>Wiedersehen mit dem CMD-Symbol in Schweden<\/p>\n<p>Mit dem CMD-Tasten-Symbol gab es f\u00fcr Susan Kare \u00fcbrigens ein unerwartetes Wiedersehen in Schweden. Dort kommt das Kleeblatt-Symbol als Schild zum Einsatz, das auf Sehensw\u00fcrdigkeiten hinweist \u2013 abgeleitet vom Grundriss der Burgruine Borgholm. Kare wollte eigentlich auch lieber das Apple-Logo nehmen, doch Steve Jobs fand den Einsatz des Logos zu inflation\u00e4r und markenrechtlich schwierig. Deshalb begab sich Kare auf die Suche nach einem alternativen Symbol und wurde in einem Buch f\u00fcndig.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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