{"id":347784,"date":"2026-08-21T14:03:08","date_gmt":"2026-08-21T14:03:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/347784\/"},"modified":"2026-08-21T14:03:08","modified_gmt":"2026-08-21T14:03:08","slug":"herzinfarkt-experten-erklaeren-wie-dieses-vitamin-gefaessverkalkung-bremsen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/347784\/","title":{"rendered":"Herzinfarkt: Experten erkl\u00e4ren, wie dieses Vitamin Gef\u00e4\u00dfverkalkung bremsen kann"},"content":{"rendered":"<p>Arteriosklerose schreitet oft unbemerkt voran und bedroht Herz und Gehirn. Vitamin K gilt als untersch\u00e4tztes Mittel gegen eine Verkalkung der Blutgef\u00e4\u00dfe. Zwei Experten kennen die Fakten hinter diesem Versprechen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Fast eine halbe Million Schlaganf\u00e4lle und Herzinfarkte werden j\u00e4hrlich in Deutschland registriert. H\u00e4ufigste Ursache ist mit Abstand Arteriosklerose, also eine Verkalkung der Gef\u00e4\u00dfe. Im Laufe der Krankheit verengen sich die vom Herz wegf\u00fchrenden Arterien bis zum Verschluss und verlieren ihre Elastizit\u00e4t\u00a0\u2013 haupts\u00e4chlich durch Ablagerungen von Fett, Cholesterin und Calcium in Form von Kalk.<\/p>\n<p>Die Ablagerung von Calcium an den Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nden verl\u00e4uft langsam und beginnt oft schon im Alter von 30 Jahren. Mit 70 ist sch\u00e4tzungsweise jeder zweite Mensch betroffen. Bei Schlaganf\u00e4llen verstirbt etwa ein Drittel der Betroffenen. Mindestens eine weitere Million Menschen in Deutschland leben mit langfristigen Folgen.<\/p>\n<p>Bislang gibt es keine Medikamente, die die Erkrankung r\u00fcckg\u00e4ngig machen k\u00f6nnen. Blutverd\u00fcnner k\u00f6nnen zwar verhindern, dass Blutgerinnsel die verengten Gef\u00e4\u00dfe endg\u00fcltig verschlie\u00dfen. Doch \u00fcber l\u00e4ngere Zeit beschleunigen sie die Verkalkung selbst.<\/p>\n<p>\u00c4rzte empfehlen daher meist die \u00fcblichen Lebensstilver\u00e4nderungen: weniger Rauchen und Alkohol, mehr Sport und ges\u00fcnderes Essen. Als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel gilt insbesondere Vitamin K als vielversprechend. F\u00fcr Blutgef\u00e4\u00df- und Knochengesundheit wird Vitamin K2 h\u00e4ufig in Kombination mit Vitamin D3 verkauft.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC11313760\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC11313760\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Gemeinsam<\/a> sollen sie alternde Gef\u00e4\u00dfe sch\u00fctzen und br\u00fcchige Knochen st\u00e4rken. Vitamin D f\u00f6rdert die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung im Darm und macht es f\u00fcr den Knochenaufbau verf\u00fcgbar. Laut einigen <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/19307517\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/19307517\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u00e4lteren Studien<\/a> kann so das Risiko f\u00fcr Knochenbr\u00fcche bei Menschen \u00fcber 65 Jahren um gut 20 Prozent verringert werden.<\/p>\n<p>Doch wie wirksam sind die Vitamine bei Arteriosklerose \u2013 und k\u00f6nnen sie bereits fortgeschrittene Erkrankungen wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen?<\/p>\n<p>Vitamine als N\u00e4hrstoffe haben allgemein eine essenzielle Bedeutung im Stoffwechsel und \u00fcbernehmen h\u00e4ufig vielf\u00e4ltige Funktionen. Vitamin K und D erh\u00f6hen unter anderem die Verf\u00fcgbarkeit spezieller Proteine, die Kalk binden und Plaque-Aufbau in den Gef\u00e4\u00dfen verhindern. Gleichzeitig unterst\u00fctzen sie die Mineralisierung und das Wachstum von Knochen.<\/p>\n<p>\u201eVitamin K spielt eine entscheidende Rolle bei der Aktivierung von Proteinen, die Blutgef\u00e4\u00dfe vor Verkalkung sch\u00fctzen und Wachstumszonen der Knochen freihalten\u201c, sagt Leon Schurgers, Professor an der Faculty of Health, Medicine and Life Sciences am Cardiovascular Research Institute Maastricht. \u201eVitamin D wirkt erg\u00e4nzend, indem es zus\u00e4tzlich die Produktion dieser Schutzproteine stimuliert.\u201c<\/p>\n<p>Eines der wichtigsten dieser Proteine ist das Matrix-Gla-Protein (MGP). Vitamin K \u2013 insbesondere Vitamin K2 \u2013 aktiviert dieses chemisch, indem es ein kleines Carboxyl-Molek\u00fcl an das Protein h\u00e4ngt. So angeregt, bindet es freies Calcium im Blut sowie in den <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s00198-020-05638-z\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s00198-020-05638-z&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Wachstumszonen der Knochen<\/a> und verhindert Kalkablagerungen.<\/p>\n<p>Wirksamkeit von Vitamin K f\u00fcr die Gef\u00e4\u00dfgesundheit<\/p>\n<p>Der biologische Wirkungsmechanismus von Vitamin K2 gegen Gef\u00e4\u00dfverkalkung sei schl\u00fcssig, sagt Schurgers \u2013 auch in Kombination mit Vitamin D. Doch Arteriosklerose und vaskul\u00e4re Verkalkung sind Prozesse mit vielen Ursachen.<\/p>\n<p>\u201eVitamin K2 beeinflusst nur einen dieser Wege \u2013 die Regulierung von Verkalkungen. Das kann die Wirksamkeit einschr\u00e4nken\u201c, sagt Schurgers. \u201eFettablagerungen, Entz\u00fcndungen, Blutgerinnung und Bluthochdruck schreiten unabh\u00e4ngig davon weiter fort.\u201c<\/p>\n<p>Schurgers und sein Team f\u00fchrten dazu eine Studie mit etwa <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/42268593\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/42268593\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">180 Teilnehmern<\/a> durch. Die H\u00e4lfte von ihnen erhielt Vitamin K2 in der handels\u00fcblichen Form MK-7. Die anderen bekamen ein Placebo verabreicht. Nach zwei Jahren seien die Effekte \u201emoderat und noch nicht eindeutig\u201c gewesen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich stieg die gemessene Verkalkung der Blutgef\u00e4\u00dfe in der Gruppe, die echtes MK-7 erhielt, um ein Viertel langsamer, verglichen mit der Placebo-Gruppe. Schurgers sagt aber: \u201eDie Behandlung schien die Verkalkung gerade entstehender Plaquen zu verlangsamen \u2013 eine R\u00fcckbildung konnten wir nicht beobachten.\u201c <\/p>\n<p>Dieses Bild best\u00e4tigt auch eine andere Studie mit \u00e4hnlichem Versuchsaufbau und zwei Jahren Laufzeit: Bei Patienten mit stark fortgeschrittener Verkalkung, zeigte die Zugabe von Vitamin K2 in Form von MK-7 <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.ahajournals.org\/doi\/10.1161\/CIRCULATIONAHA.121.057008?__cf_chl_f_tk=kUxqCritMYTrnuNUyv5OEafll7c02g1n8VQgrsI252Y-1783427752-1.0.1.1-shKp5zMWkgstcdpf8PJJp4GJ6Z_HaHLn7C1rMABcR24\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.ahajournals.org\/doi\/10.1161\/CIRCULATIONAHA.121.057008?__cf_chl_f_tk=kUxqCritMYTrnuNUyv5OEafll7c02g1n8VQgrsI252Y-1783427752-1.0.1.1-shKp5zMWkgstcdpf8PJJp4GJ6Z_HaHLn7C1rMABcR24&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">keine Effekte<\/a> mehr auf die weitere Verkalkung.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Studie weist eher auf einen Nutzen in der Pr\u00e4vention als in der Heilung von bestehenden Kalkablagerungen in den Herzkranzgef\u00e4\u00dfen hin\u201c, sagt Peter de Leeuw, Professor der Medizin an der Universit\u00e4tsklinik Maastricht und Co-Autor der Studie mit Schurgers. Ob sich dies auch in eine klinisch bedeutsame Verringerung von Schlaganf\u00e4llen und Herzinfarkten \u00fcbertr\u00e4gt, bleibe \u201eeine offene Frage\u201c, f\u00fcr die es gr\u00f6\u00dfere Studien br\u00e4uchte.<\/p>\n<p>Wo findet sich Vitamin K im Essen?<\/p>\n<p>\u201eDie Wirkung von zus\u00e4tzlichem Vitamin K auf die Gef\u00e4\u00dfgesundheit h\u00e4ngt vermutlich davon ab, ob zuvor ein Mangel bestand\u201c, sagt de Leeuw. Er sieht in diesem zentralen Punkt ein Problem f\u00fcr Wirksamkeitsstudien zu Vitaminen allgemein. <\/p>\n<p>\u201eDie wissenschaftliche Evidenz f\u00fcr die positive Wirkung von Vitaminzus\u00e4tzen ist sehr bescheiden und voller Unsicherheit\u201c, sagt de Leeuw. W\u00fcrde in klinischen Versuchen nicht ausreichend zwischen Teilnehmern mit und ohne Vitaminmangel unterschieden, dann k\u00f6nne dies positive und negative Ergebnisse verw\u00e4ssern \u2013 oder gar verf\u00e4lschen.<\/p>\n<p>\u201eLeider sind die Versprechen der Industrie hinter Supplementen entsprechend meist \u00fcbertrieben\u201c, sagt de Leeuw. \u201eDen Gro\u00dfteil der erg\u00e4nzenden Vitamine, die wir einnehmen, scheiden wir innerhalb von 48 Stunden wieder aus.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten gesunden Menschen lohnt sich die Einnahme von Vitamin K2 daher wahrscheinlich nicht \u2013 es sei denn, es liegt ein nachgewiesener Mangel vor. Das l\u00e4sst sich beim Arzt testen. Da die Vitamin-K-Speicher im Blut stark fluktuieren, hat der Vitamin-K-Wert im Serum wenig Aussagekraft. Die genaueste Analyse bietet ein sogenannter ucOC-Test im Labor.<\/p>\n<p>Insgesamt ist Vitamin-K-Mangel eher ungew\u00f6hnlich in Europa. Ausnahmen sind etwa Dialysepatienten mit chronischen Nierenerkrankungen, die h\u00e4ufig einen ausgepr\u00e4gten Mangel haben. \u201eEine normale Di\u00e4t gibt uns in der Regel ausreichend Vitamin K\u201c, sagt de Leeuw. Gerade Vitamin K1 ist in vielen Lebensmitteln wie Brokkoli und Spinat vorhanden. Etwas seltener findet sich Vitamin K2 auf dem westlichen Speiseplan.<\/p>\n<p>Besonders viel Vitamin K2 ist daf\u00fcr in dem traditionellen japanischen Lebensmittel Natto enthalten, einer Beilage aus gekochten Sojabohnen, die fermentiert werden. <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/24352736\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/24352736\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Studien<\/a> zeigen deutlich geringere Verkalkung der Arterien unter japanischen M\u00e4nnern im Vergleich zu US-Amerikanern. Als urs\u00e4chlicher Faktor wird jedoch eher eine h\u00f6here Zufuhr an Omega-3-Fetts\u00e4uren in der japanischen Ern\u00e4hrung in Betracht gezogen.<\/p>\n<p>Auch das indonesische Tempeh, das ebenfalls aus fermentierten Sojabohnen besteht, hat viel Vitamin K2. Entscheidend ist bei beiden Gerichten die spezielle Art der Fermentation \u2013 Tofu bietet dagegen kaum Mengen des wichtigen N\u00e4hrstoffes. Unter den europ\u00e4ischen Lebensmitteln enthalten Eigelb und vor allem Sauerkraut viel davon.<\/p>\n<p>Der Bedarf an Vitamin D ist relativ schnell gedeckt. Bei gutem Wetter hilft die UV-Strahlung der Sonne dem K\u00f6rper, das Vitamin selbst zu produzieren. Ansonsten ist es in fettreichem Fisch, in Pilzen und in Eigelb enthalten.<\/p>\n<p>Vitamin K und Blutverd\u00fcnner<\/p>\n<p>Etwas unsicher ist derzeit, ob Menschen, die Blutverd\u00fcnner erhalten, zus\u00e4tzliches Vitamin K einnehmen sollten \u2013 oder, ob sie es lieber komplett meiden. Denn die blutverd\u00fcnnenden Effekte der h\u00e4ufig verschriebenen Blutverd\u00fcnner Coumadin und Warfarin gehen auf ihre Wirkung als Vitamin-K-Hemmer zur\u00fcck. Vor allem Vitamin K1 f\u00f6rdert die Blutgerinnung.<\/p>\n<p>\u201eBei Patienten, die Blutverd\u00fcnner \u00fcber eine sehr lange Zeit nehmen, sehen wir signifikant beschleunigte Verkalkung der Blutgef\u00e4\u00dfe\u201c, sagt de Leeuw. \u201eWer beispielsweise wegen einer genetischen Krankheit bereits als Jugendlicher Blutverd\u00fcnner ben\u00f6tigt, hat mit 45 ausgepr\u00e4gte Gef\u00e4\u00dfverkalkungen.\u201c<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Vitamin K1 verursacht Vitamin K2 weniger Blutgerinnung \u2013 und hat eine deutlich ausgepr\u00e4gtere Wirkung auf die Gef\u00e4\u00dfverkalkung. \u201eDie Zugabe von Vitamin K2 k\u00f6nnte die Gef\u00e4\u00dfverkalkung bei Blutverd\u00fcnnern verlangsamen\u201c, sagt de Leeuw.<\/p>\n<p>In Tierversuchen konnte zumindest gezeigt werden, dass die Blutgef\u00e4\u00dfe von Ratten, die mit Warfarin behandelt wurden, langsamer verkalkten, wenn ihnen zus\u00e4tzliches Vitamin K2 gegeben wurde. Ob dadurch aber trotzdem wieder mehr Blutgerinnsel entstehen, sei bislang v\u00f6llig unklar, sagt de Leeuw.<\/p>\n<p>Vitamine k\u00f6nnen \u2013 bei Mangel \u2013 f\u00fcr einen ausgeglichenen Stoffwechsel sorgen. Vitamin D f\u00f6rdert die Produktion von Proteinen, die vor Verkalkung der Gef\u00e4\u00dfe sch\u00fctzen und die Knochen st\u00e4rken. Vitamin K2 aktiviert diese. Nach aktuellem Stand der Forschung ist es nicht m\u00f6glich, fortgeschrittene Arteriosklerose durch Vitamin-Supplemente zu bek\u00e4mpfen. Nur die Bildung neuer Plaquen kann verlangsamt werden.<\/p>\n<p>Letztlich bleibt damit das beste Mittel noch immer die Pr\u00e4vention durch einen gesunden Lebensstil. Rauchen erh\u00f6ht den Blutdruck, greift die Gef\u00e4\u00dfinnenw\u00e4nde an und vermehrt das \u201eschlechte\u201c LDL-Cholesterin. \u00dcbersch\u00fcssiges Fettgewebe sch\u00fcttet entz\u00fcndungsf\u00f6rdernde Hormone und Stoffe aus, die ebenfalls die Gef\u00e4\u00dfinnenw\u00e4nde sch\u00e4digen und Cholesterineinlagerungen beschleunigen.<\/p>\n<p>Die allgemeine Ern\u00e4hrung bleibt der gr\u00f6\u00dfte Hebel. Ungesunde Fette, Zucker, Cholesterin \u2013 sie alle tragen zur Bildung des sogenannten metabolischen Syndroms bei, das sich durch bauchbetontes \u00dcbergewicht, Bluthochdruck, und hohe Insulin- und Blutfettwerte auszeichnet. Jeder dieser Faktoren beg\u00fcnstigt die Gef\u00e4\u00dfalterung, -ablagerungen und Verkalkung.<\/p>\n<p>Auch verbessert moderates Training, oder wenigstens eine halbe Stunde Bewegung am Tag, nachweislich die Elastizit\u00e4t der Gef\u00e4\u00dfe, kann Plaquebildung verringern \u2013 und das Herzinfarkt- sowie Schlaganfallrisiko um etwa <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/30376511\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/30376511\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">40 Prozent<\/a> senken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Arteriosklerose schreitet oft unbemerkt voran und bedroht Herz und Gehirn. 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