{"id":347892,"date":"2026-08-21T15:04:07","date_gmt":"2026-08-21T15:04:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/347892\/"},"modified":"2026-08-21T15:04:07","modified_gmt":"2026-08-21T15:04:07","slug":"chatgpt-zeigt-ab-naechster-woche-werbung-in-ganz-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/347892\/","title":{"rendered":"ChatGPT zeigt ab n\u00e4chster Woche Werbung in ganz Europa"},"content":{"rendered":"<p>Ab Montag sehen Zig Millionen ChatGPT-Nutzerinnen und -Nutzer in Europa erstmals Werbung in ihren Gespr\u00e4chen mit dem Chatbot. OpenAI weitet sein k\u00fcrzlich gestartetes Werbeprogramm auf seinen bislang gr\u00f6\u00dften Markt aus.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Das Unternehmen schaltet ChatGPT Ads ab dem 24. August in 31 europ\u00e4ischen Staaten frei. Insgesamt ist das Angebot dann in 40 M\u00e4rkten verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>OpenAI testete Werbung erstmals im Februar in den USA. Im Laufe des Jahres kamen Kanada, Australien, Neuseeland, das Vereinigte K\u00f6nigreich, Mexiko, Brasilien, Japan und S\u00fcdkorea hinzu.<\/p>\n<p>Werbung erscheint nur in den Tarifen Free und Go, also den g\u00fcnstigsten Angeboten. Kundinnen und Kunden der Plus-, Pro- und Enterprise-Version sehen keine Anzeigen. Der Schritt biete europ\u00e4ischen Werbetreibenden \u201eeine neue M\u00f6glichkeit, Menschen zu erreichen, die gerade recherchieren, vergleichen und Entscheidungen treffen\u201c, erkl\u00e4rte das Unternehmen in einer Mitteilung.<\/p>\n<p>Werbung im Chatbot?<\/p>\n<p>OpenAI betont, dass der Schutz des Vertrauens der Nutzerinnen und Nutzer die Grundlage f\u00fcr den Umgang mit Werbung bildet. Gespr\u00e4che blieben \u201egegen\u00fcber Werbekunden privat, und wir verkaufen Kundendaten nie\u201c.<\/p>\n<p>\u201eWerbeanzeigen in ChatGPT sind immer deutlich gekennzeichnet und getrennt von den Antworten des Chatbots, und Werbung beeinflusst die Antworten von ChatGPT nicht\u201c, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p>Die Zusicherungen folgen auf Kritik, die das Werbeprogramm seit seiner Ank\u00fcndigung begleitet.<\/p>\n<p>Im Januar 2026 wandte sich der US-Senator Ed Markey in einem Brief an Sam Altman und sechs weitere Tech-CEOs. Er warnte, Werbung in KI-Chatbots k\u00f6nne die emotionale Bindung ausnutzen, die viele Nutzerinnen und Nutzer zu ihnen aufbauen. Zugleich fragte er, wie OpenAI verhindern wolle, dass Anzeigen gezielt in sensiblen Gespr\u00e4chen \u00fcber Gesundheit, psychische Gesundheit oder Politik erscheinen.<\/p>\n<p>Als im Februar in den USA erstmals Anzeigen erschienen, beschwerten sich zudem manche Nutzerinnen und Nutzer \u00fcber Werbung im kostenpflichtigen Go-Tarif, der acht Dollar pro Monat kostet. Wer f\u00fcr einen Dienst zahle, so ihr Argument, wolle ganz ohne Werbung auskommen und nicht nur weniger Anzeigen sehen.<\/p>\n<p>Nutzerinnen und Nutzer k\u00f6nnen steuern, wie stark ihre Werbung personalisiert wird. Wer \u00fcberhaupt keine Anzeigen sehen m\u00f6chte, kann auf die teureren, werbefreien Tarife wechseln.<\/p>\n<p>AI Act: Wo die EU-Regeln greifen<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung wirft eine Frage auf, f\u00fcr die der AI Act der EU mitgeschaffen wurde: Ab wann schl\u00e4gt personalisierte \u00dcberzeugung in Manipulation um?<\/p>\n<p>Das Gesetz verbietet KI-Systeme, die unterschwellige oder bewusst manipulative Techniken einsetzen oder die Verwundbarkeit von Menschen ausnutzen, wenn dadurch erheblicher Schaden entsteht.<\/p>\n<p>Forschende und Verbraucherschutzverb\u00e4nde sehen gerade dialogorientierte KI als besonders schwierigen Pr\u00fcffall f\u00fcr diese Regel.<\/p>\n<p>Eine Anzeige, die in einen personalisierten, vertrauten Chat eingef\u00fcgt wird, l\u00e4sst sich als Werbebotschaft schwerer erkennen als ein Banner oder ein gesponsertes Suchergebnis. Sie erscheint im selben Tonfall wie die Ratschl\u00e4ge davor und danach.<\/p>\n<p>Bisher haben Aufsichtsbeh\u00f6rden und Gerichte noch kaum Erfahrungen mit Werbung in Chatbots.<\/p>\n<p>Eigener Streit um Plattformstatus<\/p>\n<p>Parallel dazu steht eine zweite Regulierungsfrage im Raum, diesmal auf Grundlage des Digital Services Act (DSA) und nicht des AI Act.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission pr\u00fcft, ob sie die Suchfunktion von ChatGPT als \u201esehr gro\u00dfe Online-Suchmaschine\u201c einstuft. Dieser Status greift, sobald ein Dienst in der EU mehr als 45 Millionen monatliche Nutzerinnen und Nutzer erreicht.<\/p>\n<p>Ein Sprecher der Kommission, Thomas Regnier, sagte im Juli gegen\u00fcber Reuters, eine solche Einstufung sei \u201eauf jeden Fall m\u00f6glich\u201c und k\u00f6nne \u201efr\u00fcher oder sp\u00e4ter\u201c kommen.<\/p>\n<p>Eine Einstufung als solche br\u00e4chte deutlich strengere Auflagen: j\u00e4hrliche Risikobewertungen, unabh\u00e4ngige Pr\u00fcfungen, ein \u00f6ffentliches Verzeichnis der Werbung und eine engere Weitergabe von Daten an Aufsichtsbeh\u00f6rden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ab Montag sehen Zig Millionen ChatGPT-Nutzerinnen und -Nutzer in Europa erstmals Werbung in ihren Gespr\u00e4chen mit dem Chatbot.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":347893,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[6473,76,75,74,508,2625],"class_list":["post-347892","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-chatgpt","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-werbung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117134116617698155","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/347892","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=347892"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/347892\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/347893"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=347892"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=347892"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=347892"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}