{"id":347954,"date":"2026-08-21T15:37:07","date_gmt":"2026-08-21T15:37:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/347954\/"},"modified":"2026-08-21T15:37:07","modified_gmt":"2026-08-21T15:37:07","slug":"bregenzer-festspiele-rekord-la-traviata-zieht-massen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/347954\/","title":{"rendered":"Bregenzer Festspiele-Rekord: La traviata zieht Massen"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eZum 80. Geburtstag durften wir die Festspiele so erleben, wie sie sein sollen.\u201c Hans-Peter Metzler, Pr\u00e4sident der Bregenzer Festspiele, strahlt bei der Abschlusskonferenz der Festspiele \u00fcbers ganze Gesicht. Grund daf\u00fcr hat er: Sollten \u2013 Stand Freitagnachmittag \u2013 die drei Vorf\u00fchrungen von \u201eLa traviata\u201c am Wochenende wie geplant \u00fcber die Seeb\u00fchne gehen, w\u00e4re 2026 mit 273.000 Besuchern ein Rekordjahr. Nach einem trockenen und f\u00fcr Freilichtoper wahrlich perfekten Sommer, gab es am vergangenen Donnerstagabend die erste Absage der Saison wegen Gewitter. Doch auch wenn der Besucherrekord aus dem Jahr 2018 wegen weiterer Regenabsagen nicht geknackt werden sollte, sind die Verantwortlichen der Festspiele mit der vorl\u00e4ufigen Bilanz mehr als zufrieden.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Zum Jubil\u00e4um hatte sich Intendantin Lilli Paasikivi ein besonderes Geschenk ausgedacht. Beim Singalong am 1. August war das Publikum auf der Trib\u00fcne nicht zum Zuh\u00f6ren gekommen, sondern um selbst zu singen. Vor allem Ch\u00f6re aus der Region, aber auch von weiter her, mehr als 6000 S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger, schmetterten zusammen mit den Solisten auf der B\u00fchne ber\u00fchmte Opernch\u00f6re. \u201eWie wussten nicht, ob es funktioniert, aber wir wollten den Geburtstag mit denen feiern, die wesentlich zum Erfolg beitragen: mit unserem Publikum\u201c, so Paasikivi. Ob diese erfolgreiche Veranstaltung wiederholt wird, kann Pressesprecherin Babette Karner noch nicht sagen. F\u00fcr das kommende Jahr schlie\u00dft sie es allerdings aus.<\/p>\n<p>Volle R\u00e4nge dank Seeb\u00fchnen-Erfolg und breitem Programm <\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eWenn die Lokomotive Seeb\u00fchne funktioniert, zieht das auch die anderen Produktionen mit\u201c, sagt der kaufm\u00e4nnische Direktor der Festspiele, Michael Diem. Tats\u00e4chlich begeisterte die emotionale Auff\u00fchrung von \u201eLa traviata\u201c auf dem See vor allem Opernliebhaber und diejenigen, denen der \u201eFreisch\u00fctz\u201c im vergangenen Jahr zu verspielt war. Ausverkauft waren alle 28 Auff\u00fchrungen ohnehin bereits seit Ostern.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Doch auch die anderen 50 Produktionen hatten eine fast 100-prozentige Auslastung. So waren die vielgelobten Auff\u00fchrungen von Leo\u0161 Jan\u00e1\u010deks Oper \u201eDie Ausfl\u00fcge des Herrn Brou\u010dek\u201c im Festspielhaus mit 98 Prozent fast ausverkauft, ebenso das Chorkonzert \u201eIm Herzen des Barock\u201c mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und die Musiktheater auf der Werkstattb\u00fchne: \u201eThe Passion of the Common Man\u201c, \u201eBach Nirvana\u201c und \u201eYUM!\u201c. \u201eEs ist wichtig, dass wir auch Neues schaffen und jungen K\u00fcnstlern eine Chance geben\u201c, betont Lilli Paasikivi. Weshalb es in der kommenden Saison auch wieder ein Opernstudio geben werde.<\/p>\n<p>Budgetk\u00fcrzungen zwingen zu Fokus auf Musiktheater <\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Dennoch wird die Programmplanung f\u00fcr den kommenden Sommer keine Auflage von \u201edas hatten wir schon immer so\u201c. Denn schon 2025 wurden die Subventionen von Bund, Land und der Stadt Bregenz um 30 Prozent gek\u00fcrzt, was eine Einbu\u00dfe von j\u00e4hrlich 2,1 Millionen Euro bedeutet. \u201eWir m\u00fcssen im n\u00e4chsten Jahr ein bisschen vorsichtiger sein\u201c, formuliert es der Herr der Finanzen, Micheal Diem, ebenfalls vorsichtig. Was schon feststeht, ist, dass die Kooperation mit dem Wiener Burgtheater ausgesetzt wird, auch wenn deren Vorf\u00fchrungen von \u201eDer eingebildete Kranke\u201c in diesem Jahr ebenfalls zu 98 Prozent ausverkauft waren. Man wolle sich auf das Musiktheater konzentrieren, die DNA der Festspiele. Die kulturelle Vielfalt der Programmpunkte soll allerdings erhalten bleiben, so Babette Karner.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Anstieg bei den Ticketpreisen soll lauf Diem moderat blieben und unterhalb der Inflationsrate liegen. Neu ist, dass Karten f\u00fcr die Seeb\u00fchne, wo im zweiten Jahr \u201eLa traviata\u201c gespielt wird, bereits ab dem letzten Spieltag am kommenden Sonntag gekauft werden k\u00f6nnen. Auch die Oper im Festspielhaus, wo Paasikivi in alter Tradition auf selten gespielte Rarit\u00e4ten setzt, steht bereits fest. Es ist Othmar Schoecks \u201ePenthesilea\u201c, deren Premiere am 21. Juli die Bregenzer Festspiele 2027 er\u00f6ffnen wird. Am 22. Juli folgt die Wiederaufnahme von Verdis Oper, 2028 steht Richard Wagners \u201eDer fliegende Holl\u00e4nder\u201c auf dem Programm.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Vorverkauf f\u00fcr 2027 startet am 23. August 2026 um 21 Uhr unter www.bregenzerfestspiele.com und Tel. 0043\/5574-4076.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eZum 80. 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