{"id":348012,"date":"2026-08-21T16:08:07","date_gmt":"2026-08-21T16:08:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/348012\/"},"modified":"2026-08-21T16:08:07","modified_gmt":"2026-08-21T16:08:07","slug":"neue-grazer-koalition-das-plant-kpoe-gruen-bis-2031","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/348012\/","title":{"rendered":"Neue Grazer Koalition: Das plant KP\u00d6-Gr\u00fcn bis 2031"},"content":{"rendered":"<p>        <a href=\"https:\/\/www.inside-graz.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/neue-stadtregierung-kpoe-gruene.jpg\" data-caption=\"Foto \u00a9 Stadt Graz \/ Fischer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"entry-thumb td-modal-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/neue-stadtregierung-kpoe-gruene-640x427.jpg\"   alt=\"Neue Graz Stadtregierung KP\u00d6 Gr\u00fcne\" title=\"Neue Graz Stadtregierung KP\u00d6 Gr\u00fcne\"\/><\/a>Foto \u00a9 Stadt Graz \/ Fischer<\/p>\n<p>Nach der <a href=\"https:\/\/www.inside-graz.at\/chronik\/graz-wahl-2026-ergebnisse-gemeinderatswahl.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gemeinderatswahl im Juni 2026<\/a> haben sich KP\u00d6 und Gr\u00fcne erneut auf eine gemeinsame Koalition geeinigt. Beide Parteien wollen ihren bisherigen \u201eGrazer Weg\u201c fortsetzen und soziale, \u00f6kologische und gemeinwohlorientierte Politik miteinander verbinden. Bei den Mitgliederversammlungen erhielten die Verantwortlichen daf\u00fcr breite R\u00fcckendeckung. Laut B\u00fcrgermeisterin Elke Kahr stimmten sowohl die Mitglieder der KP\u00d6 als auch jene der Gr\u00fcnen einstimmig f\u00fcr die Fortsetzung der Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Allerdings beginnen die kommenden f\u00fcnf Jahre unter deutlich schwierigeren finanziellen Voraussetzungen.<\/p>\n<p>Graz muss sein Budget um 65 Millionen Euro verbessern<\/p>\n<p>Die Finanzen bilden einen der zentralen Punkte des neuen Regierungsprogramms. Der notwendige Konsolidierungsbedarf liegt laut Stadt bei rund 65 Millionen Euro. Die Koalition will diese Summe nicht ausschlie\u00dflich durch klassische K\u00fcrzungen erreichen. Vielmehr sollen sowohl Ausgaben als auch Einnahmen auf den Pr\u00fcfstand.<\/p>\n<p>Geplant sind unter anderem Reformen in Verwaltung und st\u00e4dtischen Beteiligungen, der Abbau von Doppelgleisigkeiten und zur\u00fcckhaltendere Nachbesetzungen. Au\u00dferdem nennt das Koalitionsprogramm sozial ausgewogene Beitr\u00e4ge bei sehr hohen Geh\u00e4ltern und Pensionen. Finanzstadtrat Manfred Eber erkl\u00e4rte bei der Pr\u00e4sentation, dass die Stadt in den kommenden Monaten konkrete Ma\u00dfnahmen f\u00fcr das Budget 2027 ausarbeiten werde. KP\u00d6 und Gr\u00fcne geben f\u00fcr den Sparkurs den Grundsatz aus: \u201esinnvoll sparen statt r\u00fccksichtslos k\u00fcrzen\u201c.<\/p>\n<p>Warum Graz finanziell unter Druck steht<\/p>\n<p>Die Koalition f\u00fchrt die angespannte Situation nicht nur auf die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre zur\u00fcck. Neben Pandemie, Teuerung, Energiekrise und schwacher Konjunktur verweist die Stadt auf zus\u00e4tzliche Belastungen durch Entscheidungen von Bund und Land.<\/p>\n<p>Laut Koalitionsprogramm f\u00fchren nicht ausreichend gegenfinanzierte Steuerreformen des Bundes f\u00fcr Graz zu Einnahmeausf\u00e4llen von bis zu 35 Millionen Euro j\u00e4hrlich. Zus\u00e4tzlich nennt das Papier das steirische Sozial- und Pflegeleistungsfinanzierungsgesetz. Daraus soll f\u00fcr Graz eine Belastung von bis zu 40 Millionen Euro pro Jahr entstehen. Auch beim Finanzausgleich sieht die Koalition Graz gegen\u00fcber St\u00e4dten wie Innsbruck oder Salzburg strukturell benachteiligt.<\/p>\n<p>Investitionen werden deutlich begrenzt<\/p>\n<p>Neben dem laufenden Budget muss Graz auch bei seinen Investitionen bremsen. Manfred Eber erkl\u00e4rte bei der Pressekonferenz, dass die Stadt ihre Investitionen grunds\u00e4tzlich auf 150 Millionen Euro pro Jahr begrenzen will. Zum Vergleich: 2024 und 2025 investierte Graz laut Eber jeweils mehr als 300 Millionen Euro. Bestimmte selbstragende Projekte sowie Investitionen im Geb\u00fchrenhaushalt sollen nicht unter diese Grenze fallen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Grazer bedeutet der neue finanzielle Rahmen dennoch, dass nicht mehr alle Vorhaben im bisherigen Tempo umgesetzt werden k\u00f6nnen. Elke Kahr machte deutlich, dass wichtige Infrastrukturprojekte weiterhin Priorit\u00e4t erhalten sollen. Teilweise werde ihre Umsetzung jedoch l\u00e4nger dauern. Welche konkreten Projekte verschoben oder reduziert werden, steht noch nicht fest.<\/p>\n<p>Kein Verkauf von \u00f6ffentlichem Eigentum<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit zur kurzfristigen Verbesserung des Budgets schlie\u00dfen KP\u00d6 und Gr\u00fcne ausdr\u00fccklich aus. Die Stadt soll keine wesentlichen \u00f6ffentlichen Einrichtungen oder Infrastruktur verkaufen, um ihre Finanzen zu sanieren. Auch einen pauschalen Kahlschlag bei F\u00f6rderungen lehnt die Koalition ab.<\/p>\n<p>Stattdessen will sie \u00f6ffentliche Leistungen st\u00e4rker nach ihrer Bedeutung f\u00fcr die Daseinsvorsorge bewerten. Dazu z\u00e4hlen aus Sicht der Koalition unter anderem Wohnen, Bildung, Kinderbetreuung, Gesundheit, Pflege, Mobilit\u00e4t, Gr\u00fcnraum, Kultur und Sport.<\/p>\n<p>Neue Gemeindewohnungen und weitere Grundst\u00fccke<\/p>\n<p>Beim Wohnen setzt die Koalition ihren bisherigen Kurs fort. Die Stadt will weitere Gemeindewohnungen errichten und dabei sowohl eigene Projekte als auch Kooperationen mit gemeinn\u00fctzigen Wohnbautr\u00e4gern umsetzen. Au\u00dferdem will Graz geeignete Grundst\u00fccke ankaufen und Vorbehaltsfl\u00e4chen f\u00fcr den kommunalen Wohnbau sichern.<\/p>\n<p>Die st\u00e4dtische Mietzinszuzahlung soll ebenfalls bestehen bleiben. Sie soll daf\u00fcr sorgen, dass Mieter von Wohnungen, welche die Stadt vergibt, nicht mehr als ein Drittel ihres Haushaltseinkommens f\u00fcr das Wohnen aufbringen m\u00fcssen. Auch der st\u00e4dtische Kautionsbeitrag, die Delogierungspr\u00e4vention und die Wohnungsinformationsstelle WOIST sollen weitergef\u00fchrt werden. Bei bestehenden Gemeindewohnungen will Graz das Sanierungsprogramm mit Schwerpunkt auf thermischen Sanierungen fortsetzen.<\/p>\n<p>Griesplatz soll umgestaltet werden<\/p>\n<p>Beim \u00f6ffentlichen Raum nennt das Koalitionsprogramm mehrere konkrete Projekte. Dazu geh\u00f6rt die bereits teilweise geplante Umgestaltung des Griesplatzes. B\u00e4ume, Hitzeschutz und eine h\u00f6here Aufenthaltsqualit\u00e4t sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Auch der Jakominiplatz taucht ausdr\u00fccklich im Programm auf. Dort soll zus\u00e4tzliche Beschattung f\u00fcr mehr Schutz an hei\u00dfen Tagen sorgen.<\/p>\n<p>Generell wollen KP\u00d6 und Gr\u00fcne Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze st\u00e4rker begr\u00fcnen. B\u00e4ume, Schatten, Sitzgelegenheiten und Parklets sollen den \u00f6ffentlichen Raum aufwerten. Gleichzeitig will die Stadt bei Neu- und Umbauten verst\u00e4rkt auf Barrierefreiheit achten.<\/p>\n<p>Bautr\u00e4ger sollen st\u00e4rker f\u00fcr Infrastruktur mitzahlen<\/p>\n<p>Auch in der Stadtplanung enth\u00e4lt das Programm einen bemerkenswerten Punkt. Bei neuen Bauprojekten will Graz st\u00e4dtebauliche Vertr\u00e4ge konsequenter einsetzen. Damit k\u00f6nnen Bautr\u00e4ger verbindlich an den Kosten f\u00fcr notwendige Infrastruktur beteiligt werden, beispielsweise bei Wegen, Gr\u00fcnfl\u00e4chen, Mobilit\u00e4tsma\u00dfnahmen oder sozialer Infrastruktur.<\/p>\n<p>Bei st\u00e4dtischen Immobilien soll au\u00dferdem st\u00e4rker der Grundsatz Umbau vor Neubau gelten. Bevor Graz neue Geb\u00e4ude errichtet, will die Stadt zun\u00e4chst pr\u00fcfen, ob bestehende Immobilien saniert oder anders genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mehr B\u00e4ume und ein Gr\u00fcnes Band durch Graz<\/p>\n<p>Die Stadt setzt ihre Baumpflanzungsoffensive fort. Das langfristige Ziel lautet, Parks, Alleen, begr\u00fcnte Stra\u00dfen und Schattenwege st\u00e4rker miteinander zu verbinden. KP\u00d6 und Gr\u00fcne sprechen dabei von einem Gr\u00fcnen Band durch Graz.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem will die Koalition weitere asphaltierte Fl\u00e4chen entsiegeln, Bl\u00fchwiesen ausbauen und die bestehende Baumschutzverordnung dauerhaft absichern. Zus\u00e4tzliche R\u00fcckhaltefl\u00e4chen, der Ausbau der Kanalisation und das Schwammstadt-Prinzip sollen Graz gleichzeitig besser gegen Starkregen und \u00dcberschwemmungen sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Langfristiges Ziel: Baden in der Mur<\/p>\n<p>Ein besonders auff\u00e4lliges Ziel betrifft die Mur. Die Stadt will sich beim Land Steiermark f\u00fcr weitere Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Wasserqualit\u00e4t einsetzen. Langfristig sollen dadurch die Voraussetzungen f\u00fcr sichere Badem\u00f6glichkeiten am Grazer Flussufer entstehen. Einen konkreten Zeitplan nennt das Koalitionsprogramm daf\u00fcr nicht.<\/p>\n<p>Linie 8 soll bis 2030 geplant sein<\/p>\n<p>Auch der Stra\u00dfenbahnausbau bleibt Bestandteil des Regierungsprogramms. Die geplante Linie 8 soll bis 2030 fertig geplant sein. Damit will die Koalition die Grundlage schaffen, die Verbindung wie vorgesehen bis 2040 umzusetzen. Dar\u00fcber hinaus wollen KP\u00d6 und Gr\u00fcne einen Planungsbeschluss f\u00fcr eine weitere Stra\u00dfenbahnverbindung auf den Weg bringen: die Linie 2.<\/p>\n<p>Damit h\u00e4lt die neue Koalition trotz des eingeschr\u00e4nkten finanziellen Spielraums an weiteren Planungen f\u00fcr das Grazer Stra\u00dfenbahnnetz fest.<\/p>\n<p>Graz will nicht ben\u00f6tigte Ampeln abbauen<\/p>\n<p>Auch im bestehenden Stra\u00dfennetz k\u00fcndigt die Koalition \u00c4nderungen an. Die Stadt will Notwendigkeit und Schaltung von Ampelanlagen \u00fcberpr\u00fcfen. Nicht mehr ben\u00f6tigte Ampeln sollen abgebaut werden. Busse und Stra\u00dfenbahnen sollen an Ampeln bevorzugt werden, w\u00e4hrend Fu\u00dfg\u00e4nger ausreichend Zeit zum sicheren \u00dcberqueren von Stra\u00dfen erhalten sollen. Wo Ampelanlagen verschwinden, m\u00f6chte die Stadt nach M\u00f6glichkeit zus\u00e4tzlichen Platz f\u00fcr B\u00e4ume schaffen.<\/p>\n<p>Weniger Durchzugsverkehr in Wohnvierteln<\/p>\n<p>Auf Grundlage des Mobilit\u00e4tsplans 2040 will Graz Wohnviertel st\u00e4rker vom Durchzugsverkehr entlasten. Anrainer sollen ihre H\u00e4user und Wohnungen weiterhin erreichen k\u00f6nnen. Gleichzeitig k\u00fcndigt die Koalition zus\u00e4tzliche Verkehrsberuhigungen und die Pr\u00fcfung neuer Ans\u00e4tze nach internationalen Vorbildern an.<\/p>\n<p>Auch der Masterplan Gehen soll weiterlaufen. Fehlende Gehsteige sollen entstehen, au\u00dferdem plant Graz zus\u00e4tzliche Sitzb\u00e4nke entlang wichtiger Fu\u00dfverbindungen. Beim Radverkehr will die Stadt das Netz weiter ausbauen, zus\u00e4tzliche Abstellpl\u00e4tze errichten und ein verst\u00e4ndlicheres Fahrradleitsystem entwickeln.<\/p>\n<p>Park &amp; Ride beim Murpark soll wachsen<\/p>\n<p>F\u00fcr Pendler enth\u00e4lt das Programm ebenfalls ein konkretes Vorhaben. Die stark genutzte Park-&amp;-Ride-Anlage Murpark soll erweitert und m\u00f6glichst gut mit der Stra\u00dfenbahn verkn\u00fcpft werden. Dadurch sollen mehr Menschen ihr Auto am Stadtrand abstellen und mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahren k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich m\u00f6chte Graz Carsharing-Angebote wie TIM st\u00e4rker mit Bus, Stra\u00dfenbahn und Fahrrad verbinden.<\/p>\n<p>Weitere Kinderbetreuungsgruppen geplant<\/p>\n<p>Auch Kinderbetreuung und Schulen bleiben wichtige Investitionsbereiche. Laut Koalitionsprogramm hat Graz in den vergangenen Jahren 29 zus\u00e4tzliche Kinderbetreuungsgruppen geschaffen. Weitere Gruppen sollen folgen, wobei die Koalition einen Schwerpunkt auf wachsende und benachteiligte Stadtteile legt.<\/p>\n<p>Auch das Schulsanierungs- und Ausbauprogramm soll schrittweise weiterlaufen. Dabei spielt die zunehmende Hitze eine gr\u00f6\u00dfere Rolle. Schulen sollen Ma\u00dfnahmen erhalten, die Kinder und P\u00e4dagogen besser vor hohen Temperaturen sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Mehr Spielpl\u00e4tze und Schatten f\u00fcr Kinder<\/p>\n<p>Neben Kinderbetreuung und Schulen will Graz auch \u00f6ffentliche Angebote f\u00fcr Kinder und Jugendliche ausbauen. Weitere Spielpl\u00e4tze und zus\u00e4tzliche Spielbereiche in Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen geh\u00f6ren zu den Pl\u00e4nen. Bestehende Spielpl\u00e4tze sollen st\u00e4rker gegen Hitze gesch\u00fctzt werden. Das Programm nennt daf\u00fcr unter anderem Bepflanzungen und Sonnensegel.<\/p>\n<p>Jugendzentren will die Koalition absichern. Au\u00dferdem soll das Kinderparlament bei relevanten Entscheidungen st\u00e4rker eingebunden werden. Der BiciBus, bei dem Kinder gemeinsam und begleitet mit dem Fahrrad zur Schule fahren, soll ebenfalls fortgesetzt werden.<\/p>\n<p>SozialCard und soziale Anlaufstellen bleiben<\/p>\n<p>Im Sozialbereich verspricht die Koalition Kontinuit\u00e4t. Die SozialCard soll erhalten bleiben. Das gilt auch f\u00fcr die SozialCard Mobilit\u00e4t, die Menschen mit geringem Einkommen den \u00f6ffentlichen Verkehr verg\u00fcnstigt. Kostenlose st\u00e4dtische Beratungsstellen sollen ebenfalls weiterhin Unterst\u00fctzung in verschiedenen Lebenslagen anbieten.<\/p>\n<p>Bei Arbeitssuche und beruflicher Qualifizierung will Graz weiterhin Besch\u00e4ftigungs- und Vermittlungsangebote unterst\u00fctzen. F\u00fcr Menschen mit Behinderungen sollen Barrieren in st\u00e4dtischen Geb\u00e4uden, im \u00f6ffentlichen Raum und bei Informationen weiter abgebaut werden.<\/p>\n<p>Gesundheit und Pflege sollen abgesichert werden<\/p>\n<p>Die kostenlosen Angebote der Pflege- und Gesundheitsdrehscheibe geh\u00f6ren ebenfalls zu den Bereichen, die KP\u00d6 und Gr\u00fcne sch\u00fctzen wollen. Auch psychosoziale Angebote sollen weitergef\u00fchrt werden. Bei den st\u00e4dtischen Pflegeeinrichtungen will Graz erreichte Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen absichern.<\/p>\n<p>Dazu kommen bestehende Angebote der Geriatrischen Gesundheitszentren, Community Nursing, Suchtpr\u00e4vention sowie Unterst\u00fctzungen f\u00fcr Menschen mit Demenzerkrankungen und pflegende Angeh\u00f6rige.<\/p>\n<p>Klimaneutralit\u00e4t bis 2040 bleibt das Ziel<\/p>\n<p>Graz h\u00e4lt am Ziel fest, bis 2040 klimaneutral zu werden. Daf\u00fcr will die Stadt ihren Klimaschutzplan fortsetzen und die Photovoltaik-Offensive auf st\u00e4dtischen Geb\u00e4uden und Fl\u00e4chen weiter ausbauen.<\/p>\n<p>Auch die Fernw\u00e4rme soll unabh\u00e4ngiger von fossilen Energietr\u00e4gern werden. Das Koalitionsprogramm nennt dabei unter anderem das Energiewerk, die energetische Verwertung von Kl\u00e4rschlamm, Geothermie, Photovoltaik und den Sonnenspeicher S\u00fcd. Gleichzeitig will Graz den Stromverbrauch der \u00f6ffentlichen Beleuchtung reduzieren und Lichtverschmutzung verringern.<\/p>\n<p>Neue Pl\u00e4ne f\u00fcr Wirtschaft und Tourismus<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den Wirtschaftsstandort enth\u00e4lt das Programm mehrere Vorhaben. Stadteigene Gesch\u00e4ftsfl\u00e4chen sollen gezielt an lokale und regionale Unternehmen vergeben werden. Au\u00dferdem will die Koalition Leerst\u00e4nde aktivieren und Verfahren f\u00fcr Veranstaltungen vereinfachen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr ist ein One-Stop-Shop f\u00fcr Veranstalter vorgesehen. Eine zentrale Anlaufstelle der Stadt soll notwendige Genehmigungen b\u00fcndeln und Verfahren beschleunigen. Neue Chancen sieht die Koalition auch durch den Koralmtunnel und den Semmering-Basistunnel. Die bessere internationale Bahnanbindung soll sowohl dem Wirtschaftsstandort als auch dem Tourismus helfen. Universit\u00e4ten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen, Leitbetriebe und Start-ups nennt das Programm ebenfalls als wichtige Standortfaktoren.<\/p>\n<p>Kajakstrecke bei der Hauptbr\u00fccke geplant<\/p>\n<p>Im Sportkapitel findet sich ein ungew\u00f6hnliches Projekt. Bei der Hauptbr\u00fccke soll eine Kajakstrecke entstehen. Sie soll sowohl dem Trainings- als auch dem Freizeitsport dienen und dem Wassersport einen festen Platz an der Mur geben. Dar\u00fcber hinaus plant Graz weitere Workout-Areas im Stadtgebiet und will das Wanderwegenetz erhalten.<\/p>\n<p>Stadion Liebenau soll modernisiert werden<\/p>\n<p>Auch zur Zukunft des Stadions Liebenau enth\u00e4lt das Koalitionsprogramm eine klare Aussage. Die Stadt h\u00e4lt an den Zusagen fest, das Stadion gemeinsam mit den Vereinen und dem Land Steiermark zu modernisieren. Damit sollen sowohl die Bedingungen f\u00fcr den Spielbetrieb als auch die Vermarktungsm\u00f6glichkeiten der beiden gro\u00dfen Grazer Fu\u00dfballvereine verbessert werden.<\/p>\n<p>Wie umfangreich die Modernisierung angesichts der angespannten Budgetlage ausfallen kann, l\u00e4sst das Programm offen.<\/p>\n<p>Kulturangebote sollen trotz Sparkurs bleiben<\/p>\n<p>Auch Kunst und Kultur sollen keinen pauschalen K\u00fcrzungen zum Opfer fallen. Die Stadt will unter anderem die Aktion \u201eHunger auf Kunst und Kultur\u201c fortf\u00fchren, \u00fcber die Menschen mit geringem Einkommen freien Eintritt in zahlreiche Kulturinstitutionen erhalten. Das Kulturprogramm \u201eWundert\u00fcte\u201c f\u00fcr Grazer Schulklassen soll ebenfalls bestehen bleiben. Zudem will die Stadt ihre Spielst\u00e4tten st\u00e4rker f\u00fcr freie K\u00fcnstler und Initiativen \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Frauenprojekte und Gewaltschutz werden fortgesetzt<\/p>\n<p>Bei Frauen und Gleichstellung k\u00fcndigt die Koalition ebenfalls Kontinuit\u00e4t an. Frauen- und M\u00e4dcheneinrichtungen sollen abgesichert werden. Das Ma\u00dfnahmenpaket gegen Gewalt an Frauen soll weiterlaufen. Dazu z\u00e4hlen unter anderem \u201eLuisa ist da\u201c, st\u00e4dtische \u00dcbergangswohnungen und bestehende Informationsangebote.<\/p>\n<p>Auch Projekte wie \u201eFritzi bringt\u2019s\u201c und kostenlose Menstruationsartikel \u00fcber die Periboxen an Grazer Schulen sollen fortgesetzt werden. Neue Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze will die Stadt verst\u00e4rkt nach Frauen benennen.<\/p>\n<p>900 Jahre Graz: Stadtjubil\u00e4um 2028<\/p>\n<p>Ein eigenes Gro\u00dfthema wartet bereits 2028. Dann feiert Graz sein 900-Jahr-Jubil\u00e4um. Die Stadt will B\u00fcrgerinitiativen, Vereine, Kulturszene, Betriebe und Wissenschaft in die Gestaltung des Jubil\u00e4umsjahres einbinden. Dabei verweist das Programm ausdr\u00fccklich auf einen finanziell verantwortungsvollen Rahmen.<\/p>\n<p>Mehr B\u00fcrgerbeteiligung und einfachere Informationen<\/p>\n<p>Auch die Beteiligung der Bev\u00f6lkerung soll eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Stadtteilzentren m\u00f6chte Graz st\u00e4rker f\u00fcr Begegnung und Beteiligung nutzen. Bei der Gestaltung \u00f6ffentlicher R\u00e4ume sollen Anwohner st\u00e4rker eingebunden werden. Die in der vergangenen Periode \u00fcberarbeitete Richtlinie f\u00fcr B\u00fcrgerbeteiligung soll nun umgesetzt werden. Zudem will die Stadt wichtige Informationen verst\u00e4rkt in einfacher Sprache anbieten.<\/p>\n<p>Gespr\u00e4che mit der \u00d6VP f\u00fchrten zu keiner Zusammenarbeit<\/p>\n<p>Dass KP\u00d6 und Gr\u00fcne erneut gemeinsam regieren, stand unmittelbar nach der Wahl noch nicht endg\u00fcltig fest. Laut Elke Kahr f\u00fchrte die KP\u00d6 zwei Verhandlungsrunden mit der \u00d6VP. Nach ihrer Darstellung strebte die \u00d6VP eine direkte Zusammenarbeit an, wollte sich jedoch nicht auf eine gemeinsame Vereinbarung mit KP\u00d6 und Gr\u00fcnen einlassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die KP\u00d6 kam es wiederum nicht infrage, die bisherige Zusammenarbeit mit den Gr\u00fcnen f\u00fcr ein B\u00fcndnis mit der Volkspartei zu beenden. Daraufhin entschieden sich KP\u00d6 und Gr\u00fcne f\u00fcr die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Viele Pl\u00e4ne, aber deutlich weniger finanzieller Spielraum<\/p>\n<p>Das Koalitionsprogramm enth\u00e4lt zahlreiche konkrete Ziele f\u00fcr die kommenden f\u00fcnf Jahre. Gleichzeitig stehen viele davon unter einem gro\u00dfen finanziellen Vorbehalt. KP\u00d6 und Gr\u00fcne wollen Gemeindewohnungen bauen, Schulen und Kinderbetreuung ausbauen, neue Stra\u00dfenbahnlinien planen, Gr\u00fcnfl\u00e4chen schaffen, die Mur aufwerten und die st\u00e4dtische Infrastruktur erhalten. Parallel dazu muss Graz sein laufendes Budget um rund 65 Millionen Euro verbessern und Investitionen deutlich begrenzen.<\/p>\n<p>Welche Projekte zuerst kommen, welche l\u00e4nger dauern und an welchen Stellen Graz tats\u00e4chlich sparen wird, entscheidet sich deshalb erst in den kommenden Monaten. Vor allem das Budget 2027 wird zeigen, was der Grundsatz der neuen Koalition in der Praxis bedeutet: \u201esinnvoll sparen statt r\u00fccksichtslos k\u00fcrzen\u201c.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto \u00a9 Stadt Graz \/ Fischer Nach der Gemeinderatswahl im Juni 2026 haben sich KP\u00d6 und Gr\u00fcne erneut&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":348013,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[29],"tags":[46,42,183,1296,411,44,269,460],"class_list":["post-348012","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-graz","tag-at","tag-austria","tag-graz","tag-gruene","tag-kpoe","tag-oesterreich","tag-politik","tag-rathaus"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117134368101104051","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/348012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=348012"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/348012\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/348013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=348012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=348012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=348012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}