{"id":348919,"date":"2026-08-22T03:28:09","date_gmt":"2026-08-22T03:28:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/348919\/"},"modified":"2026-08-22T03:28:09","modified_gmt":"2026-08-22T03:28:09","slug":"iran-gespraeche-rubio-holt-wien-und-athen-an-bord","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/348919\/","title":{"rendered":"Iran-Gespr\u00e4che: Rubio holt Wien und Athen an Bord"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die USA bem\u00fchen sich offenbar um neue Kommunikationskan\u00e4le zum Iran. US-Au\u00dfenminister Marco Rubio messe dabei \u00d6sterreich und Griechenland besondere Rollen zu. Das berichtet das iranische Medium &#8222;Iran International&#8220; in einer Analyse, die von der Tageszeitung &#8222;Die Presse&#8220; (Samstags-\/Onlineausgabe) und dem griechischen Wirtschaftsblatt &#8222;Naftemporiki&#8220; aufgegriffen wurde. Washington suche nach alternativen diplomatischen Kan\u00e4len, sollten die aktuellen Bem\u00fchungen zusammenbrechen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Das analysierte laut &#8222;Presse&#8220; auch die Agentur AP. Mit Wien und Athen hole sich die US-Regierung demnach jedenfalls zwei Europ\u00e4er an Bord, die f\u00fcr m\u00f6gliche diplomatische Bem\u00fchungen bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Im Fokus stehen dabei auch Telefongespr\u00e4che des iranischen Au\u00dfenministers Abbas Araghchi mit \u00d6sterreichs Chefdiplomatin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) beziehungsweise dem griechischen Amtskollegen Giorgos Gerapetritis.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Kontakte erfolgten wenige Tage, nachdem der US-Secretary of State Amtskollegin Meinl-Reisinger in Washington empfangen und anschlie\u00dfend mit Gerapetritis telefoniert hatte. Nach ihrem Besuch bei Rubio nahm Meinl-Reisinger laut &#8222;Presse&#8220; sofort Kontakt zum iranischen Au\u00dfenminister Araghchi auf. Einen Tag sp\u00e4ter sprach dann der amerikanische Au\u00dfenminister mit Gerapetritis &#8211; und dieser wiederum kontaktierte ebenfalls Araghchi.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">&#8222;Iran International&#8220; wertet die zeitliche Abfolge dieser &#8222;Vermittlungsversuche&#8220; als m\u00f6glichen Hinweis auf einen Versuch der USA, den Kreis jener L\u00e4nder zu erweitern, die als zus\u00e4tzliche Kommunikationskan\u00e4le zu Teheran dienen k\u00f6nnten. Das State Department in Washington dementierte allerdings, die beiden europ\u00e4ischen Au\u00dfenminister darum gebeten zu haben, konkrete Botschaften an die iranische F\u00fchrung zu \u00fcbermitteln. Es best\u00e4tigte jedoch, dass das Thema Iran bei den Gespr\u00e4chen er\u00f6rtert wurde.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u00d6sterreich hat Wien offiziell als m\u00f6glichen Austragungsort f\u00fcr k\u00fcnftige Gespr\u00e4che vorgeschlagen. Dabei kann das Land auf seine langj\u00e4hrige Erfahrung in der Diplomatie rund um das iranische Atomprogramm sowie auf seine Rolle als Sitz der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEO) zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Auf griechischer Seite standen bei den Gespr\u00e4chen mit Teheran insbesondere die Freiheit der Schifffahrt und die Sicherheit des Seeverkehrs im Mittelpunkt. Griechenland verf\u00fcgt dabei \u00fcber ein besonderes Gewicht, da es zu den bedeutendsten Schifffahrtsnationen der Welt geh\u00f6rt und unmittelbare Interessen an der Sicherheit der Stra\u00dfe von Hormuz und des Roten Meeres hat. Athen kann daher mit Teheran nicht nur als EU-Mitglied und Verb\u00fcndeter der USA sprechen, sondern auch als Land mit erheblichen Verquickungen in den internationalen Seeverkehr.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Nach Einsch\u00e4tzung von &#8222;Iran International&#8220; handelt es sich aber nicht um eine offizielle Vermittlungsinitiative. Die Rollen Griechenlands und \u00d6sterreichs seien vielmehr als Sondierungsversuch zu verstehen, um zus\u00e4tzliche Kommunikationskan\u00e4le zu schaffen, w\u00e4hrend die traditionellen diplomatischen Wege derzeit kaum Fortschritte erm\u00f6glichen w\u00fcrden.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Analyse warnte zugleich davor, die zunehmende Zahl m\u00f6glicher Vermittler mit einem Durchbruch gleichzusetzen. Sie k\u00f6nne vielmehr sogar ein Zeichen f\u00fcr die Zersplitterung der diplomatischen Bem\u00fchungen sein. Kein Vermittler k\u00f6nne den politischen Willen Washingtons und Teherans ersetzen, eine diplomatische L\u00f6sung anzustreben. Allerdings sei es m\u00f6glich, die Voraussetzungen f\u00fcr eine Wiederaufnahme von Verhandlungen zu schaffen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Besonders hervorgehoben wurde von &#8222;Iran International&#8220; schlie\u00dflich der Bedeutungsverlust traditioneller europ\u00e4ischer M\u00e4chte wie Frankreich, Deutschland und Gro\u00dfbritannien in ihren Beziehungen zum Iran. Die drei L\u00e4nder spielten seit Beginn der 2000er-Jahre eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen \u00fcber das iranische Atomprogramm. Ihre Glaubw\u00fcrdigkeit in Teheran habe jedoch seither deutlich gelitten. Teheran wirft den drei Staaten unter anderem vor, nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen die zugesagten wirtschaftlichen Vorteile f\u00fcr den Iran nicht ausreichend gesichert zu haben.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Vor diesem Hintergrund k\u00f6nnten Griechenland und \u00d6sterreich als zus\u00e4tzliche europ\u00e4ische Gespr\u00e4chskan\u00e4le zum Iran an Bedeutung gewinnen. Von einer offiziellen Vermittlerrolle Athens oder Wiens k\u00f6nne derzeit jedoch keine Rede sein, so &#8222;Iran International&#8220;.<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die USA bem\u00fchen sich offenbar um neue Kommunikationskan\u00e4le zum Iran. 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