{"id":349203,"date":"2026-08-22T07:07:08","date_gmt":"2026-08-22T07:07:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/349203\/"},"modified":"2026-08-22T07:07:08","modified_gmt":"2026-08-22T07:07:08","slug":"forscher-entdecken-moeglichen-neuen-weg-zu-wirksameren-mrna-medikamenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/349203\/","title":{"rendered":"Forscher entdecken m\u00f6glichen neuen Weg zu wirksameren mRNA-Medikamenten"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            24\/08\/2026 &#8211; 7:02 MESZ\n            <\/p>\n<p>Forschende von Johns Hopkins Medicine berichten, sie h\u00e4tten einen m\u00f6glichen Weg gefunden, mit dem mRNA-Therapien in Zellen mehr Protein erzeugen. Dieser Ansatz k\u00f6nnte langfristig Impfstoffe und Behandlungen gegen Krebs, Infektionskrankheiten und Autoimmunerkrankungen beeinflussen.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Die in <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-026-10729-8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Nature (Quelle auf Englisch)<\/a> ver\u00f6ffentlichte Studie konzentriert sich auf eine nat\u00fcrlich vorkommende RNA-Modifikation namens N4-Acetylcytidin, kurz ac4C. Bisher st\u00fctzt sich die f\u00fchrende mRNA-Plattform auf eine andere Modifikation, N1-Methylpseudouridin (m1\u03a8) \u2013 die Technologie hinter den COVID-19-mRNA-Impfstoffen, die nun auch f\u00fcr andere medizinische Anwendungen erprobt wird.<\/p>\n<p>Das Team pr\u00fcfte beide Ans\u00e4tze an kultivierten menschlichen dendritischen Zellen und an Leberzellen von M\u00e4usen.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Ergebnisse zeigen, dass ac4C Zellen dazu bringt, mehr therapeutische Proteine zur Bek\u00e4mpfung von Krankheiten zu produzieren als die branchen\u00fcbliche mRNA-Plattform\u201c, sagte Bin Wu, au\u00dferordentlicher Professor f\u00fcr Biophysik und biophysikalische Chemie an der Johns Hopkins University School of Medicine. \u201eDas k\u00f6nnte am Ende zu wirksameren Arzneimitteln f\u00fchren, die mit geringeren Dosen auskommen.\u201c<\/p>\n<p>Es sind mehr als 170 RNA-Modifikationen bekannt, doch nur ein kleiner Teil davon ist bisher f\u00fcr therapeutische mRNA-Anwendungen untersucht, erkl\u00e4rt Wu. ac4C k\u00f6nnte die mRNA-Translation verst\u00e4rken und so den Aufbau von Proteinen beschleunigen.<\/p>\n<p>In Zellen wandern Ribosomen entlang der mRNA-Str\u00e4nge, lesen die genetischen Anweisungen und setzen Proteine zusammen. Das Team aus Johns Hopkins stellte fest, dass Ribosomen auf ac4C-modifizierter mRNA fast doppelt so schnell unterwegs waren wie auf m1\u03a8-modifizierter mRNA.<\/p>\n<p>Der Unterschied gleiche wom\u00f6glich einem Verkehrsproblem, so die Forschenden. \u201eUnsere Bildgebung zeigte, dass Ribosomen auf der ac4C-modifizierten mRNA fast doppelt so schnell vorankommen und so den ribosomalen Stau verhindern, den wir bei der branchen\u00fcblichen mRNA-Plattform sehen k\u00f6nnten\u201c, sagt Wu.<\/p>\n<p>Wenn sich der Befund in weiteren Studien best\u00e4tigt, k\u00f6nnte das weitreichende Folgen f\u00fcr die mRNA-Industrie haben. Ein gro\u00dfer Vorteil der mRNA-Technologie besteht darin, dass sie Zellen zeitlich begrenzt anweist, ein bestimmtes Protein herzustellen. Entscheidend ist jedoch, wie viel Protein am Ende tats\u00e4chlich entsteht.<\/p>\n<p>Gelingt es Forschenden, Zellen mit derselben Menge mRNA mehr Protein produzieren zu lassen, k\u00f6nnten k\u00fcnftige Therapien ihre Wirkung wom\u00f6glich mit geringeren Dosen erreichen. Das w\u00e4re relevant f\u00fcr die wachsende Palette an mRNA-Anwendungen \u2013 von Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten bis zu experimentellen Ans\u00e4tzen, die das Immunsystem gegen Krebs aktivieren oder fehlgeleitete Immunreaktionen bei Autoimmunerkrankungen ver\u00e4ndern sollen.<\/p>\n<p>Vorerst bleibt ac4C jedoch ein experimenteller Ansatz.<\/p>\n<p>Best\u00e4tigt sich aber, dass der molekulare \u201eVerkehrsstau\u201c, den die Forschenden beschrieben haben, eine echte Schw\u00e4che heutiger mRNA-Plattformen darstellt \u2013 und er sich mit ac4C in lebenden Organismen sicher umgehen l\u00e4sst \u2013, k\u00f6nnte die Entdeckung zu einem wichtigen Baustein im Rennen um die n\u00e4chste Generation von mRNA-Medikamenten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 24\/08\/2026 &#8211; 7:02 MESZ Forschende von Johns Hopkins Medicine berichten, sie h\u00e4tten einen m\u00f6glichen Weg&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":349204,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[46,42,610,124,123,2910,11030,39955,44],"class_list":["post-349203","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-at","tag-austria","tag-forschung","tag-gesundheit","tag-health","tag-impfstoff","tag-krebsforschung","tag-medizinische-forschung","tag-oesterreich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117137902841475939","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/349203","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=349203"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/349203\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/349204"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=349203"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=349203"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=349203"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}