{"id":349699,"date":"2026-08-22T12:31:15","date_gmt":"2026-08-22T12:31:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/349699\/"},"modified":"2026-08-22T12:31:15","modified_gmt":"2026-08-22T12:31:15","slug":"besorgniserregender-trend-typ-2-diabetes-bei-jugendlichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/349699\/","title":{"rendered":"Besorgniserregender Trend: Typ-2-Diabetes bei Jugendlichen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/diabetes-244.webp\" alt=\"\u00dcbergewichtige Kinder machen Sport\" title=\"\u00dcbergewichtige Kinder machen Sport |  IMAGO \/ Funke Foto Services\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Diabetes-Typ-2: Zahl der Jugendlichen steigt stark an (2 Min)<\/p>\n<p class=\"topline\">Kinderkrankheit<\/p>\n<p>\n                Stand: 22.08.2026 14:20 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Typ-2-Diabetes wurde lange Zeit vor allem mit Menschen mittleren und h\u00f6heren Alters in Verbindung gebracht. Doch dieses Bild ver\u00e4ndert sich. Eine aktuelle Langzeitstudie aus den USA zeigt, dass die Zahl der Neuerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark gestiegen ist. Die Entwicklung wirft auch die Frage auf, ob sich ein \u00e4hnlicher Trend in Deutschland beobachten l\u00e4sst. Gerade f\u00fcr Mitteldeutschland w\u00e4ren die Folgen dramatisch, da die Zahl der Typ-2-Diabetes bereits heute deutlich \u00fcber dem Bundesdurchschnitt liegen.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von MDR WISSEN<\/p>\n<p class=\"\">Forschende des Colorado Diabetes Registry haben die Entwicklung von Diabetes-Erkrankungen bei jungen Menschen unter 20 Jahren zwischen 2002 und 2023 untersucht. Ihr Ergebnis: W\u00e4hrend die Zahl der Neuerkrankungen mit Typ-1-Diabetes nur leicht zunahm, stieg die Inzidenz von Typ-2-Diabetes bei 10- bis 19-J\u00e4hrigen nahezu um das Zehnfache.<\/p>\n<p>    US-Studie: Verzehnfachung innerhalb von zwei Jahrzehnten<\/p>\n<p class=\"\">Lag die Rate im Jahr 2002 noch bei 2,37 Neuerkrankungen pro 100.000 Jugendliche, erreichte sie 2023 bereits 22,3 F\u00e4lle pro 100.000. Besonders auff\u00e4llig: Seit 2014 beschleunigte sich der Anstieg nochmals deutlich.<\/p>\n<p class=\"\">Die Autoren warnen, dass Typ-2-Diabetes bei Jugendlichen oft aggressiver verl\u00e4uft als bei Erwachsenen. Komplikationen an Herz, Nieren, Augen oder Nerven k\u00f6nnten dadurch bereits in jungen Jahren auftreten. Dennoch bestehe das Risiko, dass &#8222;der Diabetes eines jungen Menschen \u00fcbersehen oder falsch behandelt wird&#8220;, sagt Tessa Crume von der Colorado School of Public Health in Aurora, Colorado, USA, die Hauptautorin der Studie. Eine alleinige Lebensstil\u00e4nderung h\u00e4tte sich bei Jugendlichen als deutlich weniger wirksam erwiesen als bei Erwachsenen, so Crume weiter. &#8222;Und viele junge Patienten ben\u00f6tigen Medikamente und haben dennoch Schwierigkeiten, ihren Blutzucker zu kontrollieren.&#8220;<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/medizin-gesundheit\/einfluss-wirtschaft-unternehmen-als-globale-krankmacher-100.html\" aria-label=\"Zum Artikel: Studie prangert Unternehmen als Krankmacher an\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/herstellung-tiefkuehlpizza-100.webp\" alt=\"Tiefk\u00fchlpizza-Produktion\" title=\"Tiefk\u00fchlpizza-Produktion | picture alliance \/ SZ Photo | Catherina Hess\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>        <\/a><\/p>\n<p>Abgase, Tabak, Alkohol, zu viel Zucker: alles nicht gesund, das wissen die meisten Menschen. Trotzdem wird die Weltbev\u00f6lkerung immer kr\u00e4nker. Kein Wunder, sagt eine neue Untersuchung: Schuld sind die Unternehmen.<\/p>\n<p>    Deutschland: Noch deutlich niedrigere Zahlen, aber gleicher Trend<\/p>\n<p class=\"\">Von einer solchen Entwicklung ist Deutschland zwar noch weit entfernt. Die Richtung ist jedoch dieselbe. Nach Daten der Diabetes-Surveillance des Robert Koch-Instituts erkrankten zwischen 2014 und 2022 j\u00e4hrlich durchschnittlich rund 230 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren neu an Typ-2-Diabetes. Die Inzidenz lag im Mittel bei 4,4 F\u00e4llen pro 100.000 Personenjahren.<\/p>\n<p class=\"\">Besonders bemerkenswert ist die zeitliche Entwicklung: Die Neuerkrankungsrate stieg im Untersuchungszeitraum um durchschnittlich 6,7 Prozent pro Jahr. Bei Jungen war der Anstieg mit zw\u00f6lf Prozent j\u00e4hrlich sogar noch ausgepr\u00e4gter. Im Pandemiejahr 2021 wurden die h\u00f6chsten Werte beobachtet.<\/p>\n<p class=\"\">Die Deutsche Diabetes Gesellschaft geht davon aus, dass im Jahr 2022 bereits rund 1.000 Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren mit Typ-2-Diabetes lebten. Fachleute sehen vor allem die steigende Verbreitung von \u00dcbergewicht und Adipositas als wesentliche Ursache.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/medizin-gesundheit\/fruchtzucker-fruktose-zucker-als-dickmacher-100.html\" aria-label=\"Zum Artikel: Fruchtzucker-Falle: Vom Rettungsanker zum Dickmacher\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/familie-mit-limonade-100.webp\" alt=\"Ein Vater trinkt Limonade mit zwei Kindern\" title=\"Ein Vater trinkt Limonade mit zwei Kindern |  imago images\/Westend61\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>        <\/a><\/p>\n<p>Forscher warnen: Fruktose hebelt die nat\u00fcrlichen Bremsen unseres Stoffwechsels aus. Wer zu viel davon konsumiert, riskiert nicht nur eine Fettleber, sondern programmiert sein Gehirn auf Dauersuche nach Nahrung.<\/p>\n<p>    Mitteldeutschland besonders betroffen<\/p>\n<p class=\"\">F\u00fcr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen liegen keine vergleichbar detaillierten Jugenddaten vor. Bei Erwachsenen z\u00e4hlen die drei L\u00e4nder jedoch seit Jahren zu den Regionen mit der h\u00f6chsten Diabetesbelastung Deutschlands.<\/p>\n<p class=\"\">Laut AOK-Gesundheitsatlas waren 2024 in Sachsen-Anhalt 15,93 Prozent der erwachsenen Bev\u00f6lkerung von Typ-2-Diabetes betroffen. Th\u00fcringen folgte mit 14,63 Prozent, Sachsen mit 13,91 Prozent. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 11,21 Prozent.<\/p>\n<p class=\"\">Bereits fr\u00fchere Analysen hatten gezeigt, dass Sachsen-Anhalt bundesweit zu den Regionen mit den h\u00f6chsten Neuerkrankungsraten z\u00e4hlt. Auch die Barmer bezeichnete das Land zuletzt als bundesweiten Spitzenreiter bei Typ-2-Diabetes.<\/p>\n<p class=\"\">Experten sehen darin ein Warnsignal. Regionen mit einer hohen Verbreitung von \u00dcbergewicht, Bewegungsmangel und sozial bedingten Gesundheitsrisiken bei Erwachsenen k\u00f6nnten langfristig auch st\u00e4rker von Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen betroffen sein. Belastbare regionale Zahlen fehlen bislang jedoch.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/medizin-gesundheit\/fettleibigkeit-als-krankheitsausloeser-gemini-studie-100.html\" aria-label=\"Zum Artikel: Fettleibigkeit ist Hauptgrund f\u00fcr bestimmte Krankheiten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/fettleibigkeit-krankheitsausloeser-102.webp\" alt=\"\u00dcbergewichtige Person bei der Blutabnahme\" title=\"\u00dcbergewichtige Person bei der Blutabnahme | picture alliance\/Phanie\/GARO\/PHANIE\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>        <\/a><\/p>\n<p>Bestimmte Krankheiten treten h\u00e4ufig gemeinsam auf, etwa Typ-2-Diabetes und Arthrose. Britische Forscher zeigen nun, dass das nicht an genetischen \u00dcberschneidungen liegt, sondern an einem zu hohen K\u00f6rpergewicht.<\/p>\n<p>    Pr\u00e4vention r\u00fcckt st\u00e4rker in den Fokus<\/p>\n<p class=\"\">Die neuen Daten aus den USA und Deutschland zeigen \u00fcbereinstimmend, dass Typ-2-Diabetes l\u00e4ngst keine reine Alterskrankheit mehr ist. Zwar bleibt die Erkrankung bei Jugendlichen insgesamt selten, die Entwicklung weist jedoch nach oben.<\/p>\n<p class=\"\">Mediziner fordern daher verst\u00e4rkte Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen bereits im Kindesalter. Dazu geh\u00f6ren mehr Bewegung im Alltag, ges\u00fcndere Schulverpflegung, weniger stark verarbeitete Lebensmittel und eine fr\u00fchzeitige Unterst\u00fctzung von Familien bei \u00dcbergewicht und Adipositas. Denn je fr\u00fcher Typ-2-Diabetes beginnt, desto l\u00e4nger sind Betroffene dem Risiko schwerer Folgeerkrankungen ausgesetzt.<\/p>\n<p class=\"\">gp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Diabetes-Typ-2: Zahl der Jugendlichen steigt stark an (2 Min) Kinderkrankheit Stand: 22.08.2026 14:20 Uhr Typ-2-Diabetes wurde lange&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":349700,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[16435,46,42,14373,1108,89024,124,123,2294,1250,44,5045,25200,1035,1712,26326,1489,44497,89025],"class_list":["post-349699","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-adipositas","tag-at","tag-austria","tag-colorado","tag-diabetes","tag-diabetes-surveillance","tag-gesundheit","tag-health","tag-jugendliche","tag-kinder","tag-oesterreich","tag-praevention","tag-rki","tag-sachsen","tag-sachsen-anhalt","tag-stoffwechselerkrankungen","tag-thueringen","tag-typ-2-diabetes","tag-usa-studie"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117139177454518611","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/349699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=349699"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/349699\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/349700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=349699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=349699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=349699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}