{"id":350127,"date":"2026-08-22T17:42:10","date_gmt":"2026-08-22T17:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/350127\/"},"modified":"2026-08-22T17:42:10","modified_gmt":"2026-08-22T17:42:10","slug":"wortlaut-papst-leos-predigt-in-rimini","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/350127\/","title":{"rendered":"Wortlaut: Papst Leos Predigt in Rimini"},"content":{"rendered":"<p>Lesen Sie hier in einer Arbeits\u00fcbersetzung von Radio Vatikan, was Papst Leo XIV. in seiner Predigt bei der heiligen Messe am Hafen von Rimini gesagt hat. S\u00e4mtliche Wortmeldungen der P\u00e4pste und die jeweiligen \u00dcbersetzungen finden Sie auf vatican.va.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-08\/heiliges-land-rimini-meeting-programm.html\" title=\"Rimini-Treffen: Die Hoffnung im Heiligen Land bewahren\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2021\/08\/23\/WhatsApp-Image-2021-08-23-at-18.18.26.jpeg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Rimini-Treffen: Die Hoffnung im Heiligen Land bewahren\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Beim 47. Meeting von Rimini steht auch das Heilige Land im Mittelpunkt. Die Fondazione Terra Santa bringt vom 21. bis 26. August Begegnungen, Konzerte und kulturelle Initiativen in &#8230;\n     <\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern,<\/p>\n<p>es erf\u00fcllt mich mit gro\u00dfer Freude, diese Eucharistie mit euch und f\u00fcr euch \u2013 die Kirche von Rimini \u2013 feiern zu d\u00fcrfen. Ich tue dies am Ende eines ereignisreichen Tages, an dem ich die Republik San Marino und das \u201eMeeting f\u00fcr die Freundschaft unter den V\u00f6lkern\u201c besuchen durfte.<\/p>\n<p>Nun, da wir in den Tag des Herrn eintreten, ist der Augenblick gekommen, das Geheimnis zu feiern, das allem seinen tiefsten Sinn gibt und zugleich H\u00f6hepunkt und Quelle unseres gesamten pastoralen Handelns ist.<\/p>\n<p>Im Evangelium, das wir gerade geh\u00f6rt haben (vgl. Mt 16,13-20), fragt Jesus seine J\u00fcnger: \u201eIhr aber, f\u00fcr wen haltet ihr mich?\u201c (V. 15). Petrus antwortet im Namen aller: \u201eDu bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!\u201c (V. 16). Auch wir sind nach zwei Jahrtausenden gerufen, dieses Glaubensbekenntnis zu bekr\u00e4ftigen: Wir sind hier, weil wir glauben, dass Jesus der Messias ist, der ewige Sohn des Vaters, geweiht und in die Welt gesandt, \u201eum zu dienen und sein Leben hinzugeben als L\u00f6segeld f\u00fcr viele\u201c (Mt 20,28).<\/p>\n<p>Ja, liebe Freunde, in den Worten des Petrus erkennen wir die Wahrheit, die uns mit Freude und Hoffnung erf\u00fcllt, und so finden wir auch den Weg, der zum Leben f\u00fchrt: den Weg Gottes, der sich in den Dienst des Menschen stellt (vgl. Phil 2,5\u20138); den Weg des Meisters, der sich niederbeugt, um den J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe zu waschen (vgl. Joh 13,12\u201315); den Weg des Hirten, der sich hingibt f\u00fcr seine Herde (vgl. Joh 10,11). In diesem Licht wollen wir die Geste Jesu betrachten, der Petrus die Schl\u00fcssel \u00fcbergibt (vgl. Mt 16,19-20). Denn in der Kirche ist Autorit\u00e4t Dienst.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Berufung besteht darin, uns Christus, dem Armen, Christus, dem Diener, Christus, dem Christus, der die S\u00fcnden der Welt s\u00fchnt, gleichgestalten zu lassen\u201c<\/p>\n<p>Der Papst, die Bisch\u00f6fe, die Priester und die Diakone sind als Erste dazu berufen, dies zu leben. Ihnen soll sich das ganze Volk Gottes anschlie\u00dfen \u2013 jeder entsprechend seiner Berufung. Der Diener Gottes Don Oreste Benzi hat dies in eurer Mitte auf eindrucksvolle Weise bezeugt. \u201eUnsere Berufung besteht darin, uns Christus, dem Armen, Christus, dem Diener, Christus, dem Christus, der die S\u00fcnden der Welt s\u00fchnt, gleichgestalten zu lassen,\u201c hat er gesagt. \u201eChristus, dem menschgewordenen Gott, der lebt in unserer Mitte, in einer unmittelbaren Form der Teilhabe, ausgehend von den Letzten\u201c (Con questa tonaca lisa, hg. von Valerio Lessi, Bologna 1991, S. 42.)<\/p>\n<p>In der Kirche betrifft der Auftrag, zu \u201ebinden\u201c und zu \u201el\u00f6sen\u201c, n\u00e4mlich all jene, die im Namen des Herrn gerufen sind, Verantwortung und Autorit\u00e4t auszu\u00fcben. Aber er beschreibt auch einen Lebensstil und eine Aufgabe, die jeden Getauften betreffen: die Menschen anzunehmen, zusammenzuf\u00fchren, willkommen zu hei\u00dfen, zu befreien, zu vergeben \u2013 und jedem, der in der S\u00fcnde und ihren Folgen gefangen ist, dabei zu helfen, frei zu werden. So sollen wir zu gerechten und weisen Verwaltern der Gaben werden, die uns Gott anvertraut hat, damit alles in der Liebe zum Wohl aller beitragen kann.<\/p>\n<p>In der ersten Lesung (vgl. Jes 22,19-23) hat uns der Prophet Jesaja von Schebna berichtet: einem Verwalter, dem K\u00f6nig Hiskija ein gro\u00dfes Projekt zur religi\u00f6sen, moralischen und sozialen Erneuerung Jerusalems und des K\u00f6nigreichs Juda anvertraut hat. Aus Ehrgeiz und Habgier hat dieser m\u00e4chtige Mann jedoch begonnen, die ihm \u00fcbertragene Autorit\u00e4t zu missbrauchen, Reicht\u00fcmer f\u00fcr sich selbst und seinen Kreis aus Freunden und Verwandten anzuh\u00e4ufen und \u00fcber die Menschen zu herrschen. Er hatte vergessen, dass das Wichtigste an dem Vorhaben, in das ihn sein Herr einbezogen hatte, nicht die finanziellen Mittel und die Macht waren, sondern die M\u00f6glichkeit, durch sie einen Plan der Erneuerung zum Wohl der gesamten Gemeinschaft voranzutreiben. Deshalb wurde er seines Amtes enthoben und man hat seine Mission Eliakim anvertraut, einem ehrlichen Mann, frei von Beeinflussungen \u2013 nach den Worten des Propheten (vgl. Vers 23): rechtschaffen wie ein an fester Stelle in die Wand eingeschlagener Pflock.<\/p>\n<p>Alles, was wir sind und haben, ist ein Geschenk Gottes <\/p>\n<p>Die Botschaft ist klar: Alles, was wir sind und haben, ist ein Geschenk Gottes, das uns anvertraut wurde, damit wir in seinen H\u00e4nden f\u00fcreinander da sein k\u00f6nnen: Werkzeuge des Heils in der Gerechtigkeit \u2013 angefangen bei den Orten und Menschen, mit denen wir jeden Tag leben und arbeiten, um uns mit einem gro\u00dfen und offenen Herzen der ganzen Welt zuzuwenden.<\/p>\n<p>Der heilige Paulus spricht in der zweiten Lesung von den Ratschl\u00fcssen Gottes und sagt, dass diese unergr\u00fcndlich sind \u2013 nicht wegen der Komplexit\u00e4t seiner Gedanken, sondern wegen der \u00fcberw\u00e4ltigenden Gr\u00f6\u00dfe seiner Liebe, die all unser Verm\u00f6gen und all unsere Erwartungen \u00fcbersteigt: \u201eDenn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Sch\u00f6pfung\u201c (R\u00f6m 11,36). Gott ist einfach, weil er die reine Liebe ist. Und er ruft auch uns dazu, mit einem Herzen zu lieben, das dem seinen \u00e4hnlich ist, indem wir unsere Wege an seine Wege und unsere Gedanken an seine Gedanken angleichen (vgl. V. 33).<\/p>\n<p>Diese Werte \u2013 Aufrichtigkeit, Uneigenn\u00fctzigkeit und Wohlwollen \u2013 liegen der Region Romagna bekanntlich besonders am Herzen. Die Menschen hier sind geradlinig und von heiterem Wesen, aber auch flei\u00dfig und solidarisch. Davon zeugen die zahlreichen Beispiele von Heiligen und Seligen, die hier geboren wurden, t\u00e4tige N\u00e4chstenliebe ge\u00fcbt und das Evangelium gelebt haben \u2013 manche sogar bis zum Martyrium. Zeugnis davon gibt auch das vielf\u00e4ltige Engagement, das bis heute in den verschiedenen kirchlichen Gemeinschaften lebendig ist: in den Pfarreien, in den Familien, in der Katholischen Aktion, in den unterschiedlichen Bewegungen und Verb\u00e4nden und in den Werken der F\u00fcrsorge und der christlichen Bildung. Auch wegen dieses Reichtums \u2013 neben der nat\u00fcrlichen und k\u00fcnstlerischen Sch\u00f6nheit der Adriak\u00fcste und des Hinterlandes \u2013 kommen jedes Jahr unz\u00e4hlige Menschen aus vielen Teilen Italiens und der ganzen Welt in diese Region, um hier ihren Urlaub zu verbringen.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang m\u00f6chte ich euch ermutigen, den Einsatz fortzusetzen, mit dem ihr daf\u00fcr sorgt, dass diese Gegend nicht nur Erholung und Vergn\u00fcgen zu bieten hat, sondern auch Nahrung f\u00fcr den Geist. Als Johannes Paul II. vor vielen Jahren hier zu Besuch war, hat er im Zusammenhang mit dieser Berufung gesagt: \u201eSich zu erholen bedeutet nicht, sich von sich selbst zu trennen. Im Gegenteil: es bedeutet, zu sich selbst zu finden und sich mit seinem Innersten auszus\u00f6hnen\u201c (Predigt bei der Heiligen Messe in Rimini, 29. August 1982).<\/p>\n<p>Die Unterhaltung und Zerstreuung, die nur Leere im Herzen hinterl\u00e4sst <\/p>\n<p>Die Welt, in der wir leben, bietet viele Formen der Unterhaltung und Zerstreuung. Manche davon f\u00fchren jedoch eher zur Verlorenheit und zum Verderben als zu einer wahren \u201eR\u00fcckkehr zu sich selbst\u201c \u2013 und hinterlassen nur eine Leere im Herzen. Manche nennen sie \u201eFlucht\u201c, als w\u00e4re das gew\u00f6hnliche Leben ein Gef\u00e4ngnis, dem man entkommen m\u00fcsste. Wir aber wissen, dass der wahre Ort, an dem wir Erholung finden und Gott begegnen k\u00f6nnen \u2013 um so auch wirklich einander zu begegnen \u2013, nicht drau\u00dfen im Chaos liegt, sondern in uns selbst, in der Tiefe unserer Seele. Als christliche Gemeinschaft sind wir daher in besonderer Weise gerufen, diese Erfahrung zu pflegen und weiterzugeben: durch Offenheit und Gastfreundschaft \u2013 sowohl pers\u00f6nlich als auch in unseren Einrichtungen \u2013, durch die Sorge um unsere Kirchen und ihre Atmosph\u00e4re der Sammlung und des Gebets, durch unsere Bereitschaft zu helfen und N\u00e4chstenliebe zu \u00fcben. Und dies gilt sowohl f\u00fcr jene, die nach einem Jahr harter Arbeit eine wohlverdiente Zeit der Erholung suchen, als auch f\u00fcr jene, die an Leib und Seele verwundet sind und fern ihrer Heimat Zuflucht, Nahrung und Unterst\u00fctzung erflehen.<\/p>\n<p>Euer Bischof hat in einem Brief an die Di\u00f6zese geschrieben: \u201eDas Gebet, die Einheit, das Zuh\u00f6ren, der Mut, die Einfachheit, die Dankbarkeit, die Sch\u00f6nheit [\u2026] m\u00f6gen Haltungen benennen, die in jedem Augenblick des Lebens gegenw\u00e4rtig sein sollen\u201c (Bischof Nicol\u00f2 Anselmi, Hirtenbrief Amerai, sarai felice e godrai di ogni bene, ora e nei secoli eterni, 14. Oktober 2024).<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, indem ich euch allen diese wichtige Einladung noch einmal ans Herz lege \u2013 als Anregung f\u00fcr eure pers\u00f6nliche Besinnung und euer Engagement \u2013, danke ich euch herzlich f\u00fcr eure Gastfreundschaft und f\u00fcr eure gl\u00e4ubige und freudige Teilnahme. Ich vertraue euch der F\u00fcrsprache Mariens, der allerseligsten Jungfrau, des heiligen Gaudentius und eurer heiligen Schutzpatrone an.<\/p>\n<p>(vatiannews &#8211; \u00fcbersetzung: silvia kritzenberger)<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lesen Sie hier in einer Arbeits\u00fcbersetzung von Radio Vatikan, was Papst Leo XIV. in seiner Predigt bei der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":350128,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[1012,6141,40,41,2859,15723,7836,39,38],"class_list":["post-350127","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-italien","tag-messe","tag-nachrichten","tag-news","tag-papst-leo-xiv","tag-pastoralbesuch","tag-predigt","tag-schlagzeilen","tag-top-meldungen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117140399403676682","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350127","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=350127"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350127\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/350128"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=350127"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=350127"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=350127"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}