{"id":351314,"date":"2026-08-23T12:03:10","date_gmt":"2026-08-23T12:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/351314\/"},"modified":"2026-08-23T12:03:10","modified_gmt":"2026-08-23T12:03:10","slug":"quil-ny-aurait-plus-de-temps-olivier-messiaens-quatuor-pour-la-fin-du-temps-bei-den-salzburger-festspielen-das-opernm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/351314\/","title":{"rendered":"\u201eQu\u2019il n\u2019y aurait plus de temps\u2026\u201c \u2013 Olivier Messiaens \u201eQuatuor pour la fin du Temps\u201c bei den Salzburger Festspielen \u2013 DAS OPERNMAGAZIN"},"content":{"rendered":"<p>\t\t<a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/002_quatuor-pour-la-fin-du-temps_c_sf_marcoborrelli_200826_05502-scaled.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-34031\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/002_quatuor-pour-la-fin-du-temps_c_sf_marcoborrelli_200826_05502-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"  \/><\/a>Salzburger Festspiele\/Quatuor pour la fin du Temps \u2014 Kammerkonzert 2026-\/ Renaud Capu\u00e7on (Violine), H\u00e9l\u00e8ne Mercier (Klavier), Kian Soltani (Violoncello), Pascal Moragu\u00e8s (Klarinette)\/Foto: \u00a9 SF\/Marco Borrelli<\/p>\n<p>Mit der Auff\u00fchrung des \u201eQuatuor pour la fin du Temps\u201c fand der dem franz\u00f6sischen Komponisten Olivier Messiaen gewidmete Schwerpunkt der diesj\u00e4hrigen Salzburger Festspiele seinen, dem Titel des Quartetts durchaus gem\u00e4\u00dfen, Abschluss. Neben der monumentalen Oper \u201eSaint Fran\u00e7ois d\u2019Assise\u201c wurden unter dem bereits auf die Inhaltlichkeit des \u0152uvres Bezug nehmenden Titel \u201eVisions de Messiaen\u201c vier Konzertprogramme unterschiedlicher Genres dargeboten, die in Summe einen Querschnitt durch Messiaens Leben und Schaffen bildeten und dabei die wesentlichen Elemente seines Komponierens, aber auch seiner sonstigen musikalischen T\u00e4tigkeit, besonders als Organist an der \u00c9glise de la Saint-Trinit\u00e9 in Paris, umfassten. Letztere wurde im Orgelkonzert in der Franziskanerkirche, durch die, wenige Tage nach der Premiere von \u201eSaint Fran\u00e7ois d\u2019Assise\u201c, die franziskanische Spiritualit\u00e4t in den Kl\u00e4ngen weiterhin mitschwingen konnte, besonders deutlich, bei dem Olivier Latry unter dem Motto \u201eM\u00e9ditations\u201c eine m\u00f6glichst vielseitige, dabei aber doch erstaunlich homogene Auswahl an Orgelwerken, teilweise mit einem Abstand von \u00fcber f\u00fcnf Jahrzehnten entstanden, pr\u00e4sentierte. W\u00e4hrend Pierre-Laurent Aimard mit einem Klavierabend den f\u00fcr Messiaen, der mindestens so sehr Ornithologe wie Komponist war, bedeutsamen Vogelges\u00e4ngen anhand von Ausschnitten aus dem \u201eCatalogue d\u2019Oiseaux\u201c Raum gab, er\u00f6ffneten Igor Levit und Markus Hinterh\u00e4user mit den \u201eVisions de l\u2019Amen\u201c f\u00fcr zwei Klaviere die bei Messiaen stets mitschwingende, eigentlich seine Musik \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glichende und umfassende Transzendenz im Sinne seines tiefen katholischen Glaubens. Dieser liegt in besonderer Weise auch dem \u201eQuatuor pour la fin du Temps\u201c zugrunde, das Messiaen im Kriegsgefangenenlager Stalag VIII-A in G\u00f6rlitz komponierte und urauff\u00fchrte, gepr\u00e4gt von den existentiell bis ans \u00c4u\u00dferste gehenden Erfahrungen von Gefangenschaft, K\u00e4lte, Hunger und den Abgr\u00fcnden der Menschheit, aus denen das \u201eFin du Temps\u201c einst hinaus- und in die Ewigkeit hinein f\u00fchren wird. Manche Teile des Quartetts entstanden bereits vor der Zeit Messiaens im Krieg, durch mitgef\u00fchrte Skizzen konnte er sie in ein umfassendes kammermusikalisches Werk integrieren, dessen acht S\u00e4tze auf den theologisch achten Tag, die Erf\u00fcllung und Aufhebung der Zeit durch die Ewigkeit Bezug nehmen, oder, in Messiaens Worten, die \u201eAcht des unausl\u00f6schlichen Lichtes und immerw\u00e4hrenden Friedens\u201c bedeuten. Auf dem handschriftlich angefertigten Programmzettel f\u00fcr die erste Auff\u00fchrung des Quartetts vor Inhaftierten und W\u00e4rtern des Gefangenenlagers liest sich der Titel noch \u201eQuatuor de la fin du Temps\u201c \u2013 eine vermeintlich unbedeutende Abweichung in der Pr\u00e4position, die aufgrund der an das Ende der Zeit gemahnenden und dieses zugleich erhoffen lassenden Umst\u00e4nde jedoch von nicht geringem Gewicht sein mag. (Rezension des Konzerts v. 20. August 2026)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Inspiriert ist das Quartett vom zehnten Kapitel der Offenbarung des Johannes, in dem von einem gewaltigen, mit einem Regenbogen gekr\u00f6nten Engel die Rede ist, der das Ende der Zeit, die Vollendung des Geheimnisses Gottes verk\u00fcndet. Nach Messiaens sp\u00e4terem Bericht erschloss sich ihm diese Stelle der Apokalypse in einem Traum, der aufgrund der entbehrungsreichen Gefangenschaft besondere Farben und Dimensionen aufwies. Diese Farben spielten f\u00fcr Messiaen, der in seinem Komponieren im Allgemeinen auf eine Art des syn\u00e4sthetischen Transponierens von Farben in Kl\u00e4nge zur\u00fcckgriff, eine bedeutende Rolle, so hielt er etwa in G\u00f6rlitz auch einen Vortrag \u201e\u00dcber die Farben der Apokalypse\u201c. Die verschiedenen Dimensionen der Wahrnehmung, letztlich aber ihre \u00dcberschreitung in der Glaubensvision, die auf die erhoffte, verk\u00fcndete, aber nicht abseh- oder verf\u00fcgbare Offenbarung am und als Ende der Zeit blickt, durchziehen das achts\u00e4tzige Quartettwerk. Dessen eher ungew\u00f6hnliche Besetzung f\u00fcr Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier ergab sich aus den Umst\u00e4nden des Kriegsgefangenenlagers, in dem Messiaen Musikern eben dieser Instrumente begegnete. In Salzburg brachten nun im Gro\u00dfen Saal der Stiftung Mozarteum Renaud Capu\u00e7on, Pascal Moragu\u00e8s, Kian Soltani und H\u00e9l\u00e8ne Mercier dieses besondere Werk zur Auff\u00fchrung, das Musik und ihr Musizieren in der Zeit tats\u00e4chlich als sakramentale Handlung erlebbar macht, die \u00fcber die Zeit hinausgeht, sie aufhebt und anfanghaft vorwegnimmt, was am absoluten Ende der Zeit durch die Offenbarung des Geheimnisses voll zum Durchbruch gelangen wird.<\/p>\n<p>Obwohl Messiaen erst sp\u00e4ter seine ornithologischen Forschungen in Gestalt der zahlreichen Vogelrufe systematisch in sein musikalisches Schaffen aufnehmen wird, spielen jene bereits in seinen fr\u00fcheren Werken eine bedeutende Rolle. So beginnt auch der erste Satz des Quartetts, die \u201eLiturgie de cristal\u201c, unverkennbar mit zwei Vogelstimmen, jenen der Amsel und der Nachtigall. Diese treten bei Capu\u00e7on und Moragu\u00e8s in ein lebhaftes, dabei aber dennoch zur\u00fcckhaltendes Zwiegespr\u00e4ch und kommen besonders in den pr\u00e4zisen und sehr lautmalerischen Kl\u00e4ngen der Violine zum Vorschein. Die von Messiaen angedachte Atmosph\u00e4re eines fr\u00fchen Morgens wird durch die sich gleichf\u00f6rmig wiederholenden Flageolett-T\u00f6nen des Violoncellos evoziert, die hier allerdings beinahe etwas zu dezent bleiben und aufgrund ihrer esoterischen Klangqualit\u00e4t nur schwer zu vernehmen sind, dabei aber andererseits das Element des Kristalls passend aufzugreifen verm\u00f6gen. Der zweite Satz, die \u201eVocalise, pour l\u2019Ange qui annonce la fin du Temps\u201c, ist von glockenhaften Klavier-Akkorden gepr\u00e4gt, die bei Mercier in einer beeindruckenden Gleichm\u00e4\u00dfigkeit erklingen und so f\u00fcr Spannung und Ruhe zugleich sorgen. Durch sehr fokussierten, aber dennoch weichen Anschlag erhalten die Akkorde eine glockig schwingende und doch eisige F\u00e4rbung, fast glaubt man, die Januark\u00e4lte, die Messiaen im Lager ertragen musste, sp\u00fcren zu k\u00f6nnen. Auch die con sordino-Stellen der beiden Streicher sind von kalten Klangfarben gepr\u00e4gt, deren Wirkung durch das in jeder Hinsicht perfekt abgestimmte Unisono Capu\u00e7ons und Soltanis gesteigert wird. Daran schlie\u00dft der im Titel enigmatische solistische dritte Satz an, der \u201eAb\u00eeme des oiseaux\u201c, den Messiaen selbst in einer Programmnotiz als Kontrast zwischen dem Abgrund, der die Zeit und damit die existentielle Traurigkeit, der \u00dcberdruss ist, und den V\u00f6geln, die das Gegenteil der Zeit, also die g\u00f6ttlich-ewige Zeitlosigkeit, die Freude und das Licht, symbolisieren, deutet. In diesem beeindruckt Pascal Moragu\u00e8s mit h\u00f6chster Virtuosit\u00e4t, noch mehr aber mit der bis ins \u00c4u\u00dferste gehenden dynamischen Gestaltung. Aus dem v\u00f6lligen Nichts entfaltet er sanfte T\u00f6ne, die allm\u00e4hlich an Intensit\u00e4t gewinnen, dann abrupt abbrechen und von virtuosen Kaskaden, die erneut verschiedene Vogelstimmen in sich vereinen, abgel\u00f6st werden. Es ist erstaunlich, welch hohes Ma\u00df an Dramatik und Spannung Moragu\u00e8s solistisch erschafft, der \u201eAb\u00eeme\u201c tritt in den Kl\u00e4ngen beinahe plastisch hervor und l\u00e4sst einen das akustische Ereignis mit h\u00f6chster Aufmerksamkeit mitverfolgen. Umso st\u00f6render ist dadurch allerdings das Abrei\u00dfen der Spannung zwischen den S\u00e4tzen, f\u00fcr das jedoch nicht das Ensemble, sondern allein das eher unruhige Publikum verantwortlich ist. Fast scheint es, als w\u00e4re die Intensit\u00e4t von Messiaens \u00fcber das Irdische hinausweisender Musik nur schwer auszuhalten, sodass es Ger\u00e4usche der Verlegenheit ben\u00f6tigt, um diese Erfahrung vermeintlich aufzulockern.<\/p>\n<p>Trotz vor\u00fcbergehenden Spannungsabbruchs schafft es das hier nur als Trio spielende Quartett im vierten Satz, dem \u201eInterm\u00e8de\u201c, jedoch sofort, zur\u00fcck in die Atmosph\u00e4re des Werks zu finden. Erneut beeindruckt das differenziert gestaltete Unisono, das nun auch ins Gewitzte hineinreicht und wie ein weniger schweres Interludium inmitten der endzeitlich orientierten \u00fcbrigen S\u00e4tze wirkt. Darauf folgt der erste Lobgesang des St\u00fccks, die \u201eLouange \u00e0 l\u2019\u00c9ternit\u00e9 de J\u00e9sus\u201c, in der Messiaen die g\u00f6ttliche Seite Jesu Christi beleuchtet \u2013 Christus als das ewige, g\u00f6ttliche Wort, das im Anfang, vor der Zeit und seiner eigenen Annahme der Zeitlichkeit, bei Gott und Gott war. Kian Soltani gestaltet diesen Satz mit sehr gezogenen, schier endlosen T\u00f6nen, die er durch eine geschmackvolle Varianz des Vibrato auf \u00fcberzeugende Weise phrasiert. Anfangs k\u00f6nnte der noch zur\u00fcckgehaltene Klang etwas inniger und trotz der geringen Dynamik noch intensiver sein, sp\u00e4ter entwickelt Soltani aber einen \u00e4u\u00dferst dichten, expressiven Ton, der besonders in den Marcato-Ausbr\u00fcchen zum Vorschein kommt. Im anschlie\u00dfenden \u201eDanse de la fureur, pour les sept trompettes\u201c, in dem das Quartett, wie der Titel bereits verk\u00fcndet, die sieben Trompeten, d.h. Posaunen, des J\u00fcngsten Gerichts h\u00f6ren l\u00e4sst, wird die enorme F\u00e4higkeit des hier musizierenden Quartetts h\u00f6rbar, tats\u00e4chlich gemeinsam zu atmen, zu denken und zu f\u00fchlen, sodass die Musik wie intuitiv zusammen gef\u00fchrt wirkt. Dabei beeindrucken besonders die \u00e4u\u00dferst raschen Stimmungswechsel sowie die dynamisch lauten, markanten Ausbr\u00fcche, die jedoch nie \u00fcbertrieben wirken, sondern sogleich aufgehoben werden in den sich anschlie\u00dfenden sph\u00e4rischen Klangteppichen. Zusammen entfalten die vier Musiker eine hohe Intensit\u00e4t, die in sich zwar differenziert ist, in jeder Charakteristik aber aufrecht erhalten bleibt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/005_quatuor-pour-la-fin-du-temps_c_sf_marcoborrelli_200826_05607-scaled.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-34032\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/005_quatuor-pour-la-fin-du-temps_c_sf_marcoborrelli_200826_05607-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"  \/><\/a>Salzburger Festspiele\/Quatuor pour la fin du Temps \u2014 Kammerkonzert 2026-\/ Renaud Capu\u00e7on (Violine), H\u00e9l\u00e8ne Mercier (Klavier), Kian Soltani (Violoncello), Pascal Moragu\u00e8s (Klarinette)\/Foto: \u00a9 SF\/Marco Borrelli<\/p>\n<p>Mit Bez\u00fcgen zum zweiten Satz r\u00fcckt der vorletzte siebte erneut den Engel, \u201equi annonce la fin du temps\u201c, in den Fokus, diesmal im \u201eFouillis d\u2019arcs-en-ciel\u201c, das klanglich auch eindr\u00fccklich h\u00f6rbar wird. Besonders Capu\u00e7on \u00fcberzeugt hier mit sattem Klang, bevor sich alle vier Musiker am Ende des Satzes zu einem kurzen, aber sehr ausdrucksstarken Ausbruch in Form drei kurzer Rufe \u2013 wom\u00f6glich eines Turmfalken? \u2013 vereinen. Als Gegenst\u00fcck zum ersten, vom Violoncello gestalteten Lobgesang vollendet die \u201eLouange \u00e0 l\u2019Immortalit\u00e9 de J\u00e9sus\u201c durch ein Geigensolo in Klavierbegleitung das Quartett. Dieser letzte Satz ist der zweiten Natur Jesu, seiner Menschlichkeit und somit Zeitlichkeit gewidmet, die allerdings auferstanden und verkl\u00e4rt ist und deshalb den Menschen die Hoffnung auf Auferstehung gibt, die sie ganz zum Vater f\u00fchren wird. Capu\u00e7on macht die verk\u00fcndete Ewigkeit durch gro\u00dfe Ruhe und \u00fcberaus beeindruckende Legato-B\u00f6gen bereits sakramental gegenw\u00e4rtig, fast glaubt man, er w\u00fcrde \u00fcber einen ewigen Bogen verf\u00fcgen, so nahtlos verbinden sich bei ihm die einzelnen T\u00f6ne. Diese sind zudem mit h\u00f6chster Innigkeit gestaltet, ohne je zu direkt im Klang zu werden, stattdessen bewahren sie stets eine gro\u00dfe klangliche Freiheit, die sich wiederum zur inhaltlichen Unsterblichkeit und Ewigkeit f\u00fcgt.<\/p>\n<p>Renaud Capu\u00e7on, Pascal Moragu\u00e8s, Kian Soltani und H\u00e9l\u00e8ne Mercier gelingt es an diesem Abend auf h\u00f6chstem Niveau, die Aufhebung der Zeit in mehrfacher Hinsicht h\u00f6r- und sp\u00fcrbar zu machen. So erf\u00e4hrt ihre Interpretation des au\u00dfergew\u00f6hnlichen Quartettwerks in ihrer Wirkung eine musikalische Zeitlosigkeit, in der die Musik mit so gro\u00dfer Freiheit und Unmittelbarkeit erklingt, dass ihre auch zeitlichen Grundbedingungen wie aufgehoben erscheinen. Dadurch kann zudem die theologisch-spirituelle Dimension, die Aufhebung der Zeit im Sinne der im Glauben erhofften Offenbarung des Geheimnisses Gottes, durch die die irdische Zeit zu Ende geht und alles in das Licht der Ewigkeit geh\u00fcllt wird, in jedem Ton und allen Kl\u00e4ngen, nicht zuletzt auch in den einzelnen Vogelrufen oder in den apokalyptisch bedrohlichen T\u00f6nen des Engels, aufscheinen und gewisserma\u00dfen realsymbolisch gegenw\u00e4rtig werden \u2013 in einer Gegenw\u00e4rtigkeit, die im Letzten keine ist, sondern eben aufgehoben in der zeitlosen Ewigkeit. Es ist den Salzburger Festspielen und vor allem dem fr\u00fchzeitig freigestellten k\u00fcnstlerischen Leiter Markus Hinterh\u00e4user f\u00fcr diese Schwerpunktsetzung, die neben einem musikalisch breiten Interesse auch eine hohe Transzendenzsensibilit\u00e4t zeigt, zu danken \u2013 und zu hoffen, dass dies auch k\u00fcnftig unter personell anderer Leitung in ebenso umfassend durchdachter und im besten Sinne anspruchsvoller Weise mit analog gestalteten Schwerpunkten weitergetragen wird.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Rezension von Elena Deinhammer \/ Red. DAS OPERNMAGAZIN<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.salzburgerfestspiele.at\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Salzburger Festspiele<\/a><br \/>\nTitelfoto: Salzburger Festspiele\/Quatuor pour la fin du Temps \u2014 Kammerkonzert 2026-\/ Renaud Capu\u00e7on (Violine), H\u00e9l\u00e8ne Mercier (Klavier), Kian Soltani (Violoncello), Pascal Moragu\u00e8s (Klarinette)\/Foto: \u00a9 SF\/Marco Borrelli<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Salzburger Festspiele\/Quatuor pour la fin du Temps \u2014 Kammerkonzert 2026-\/ Renaud Capu\u00e7on (Violine), H\u00e9l\u00e8ne Mercier (Klavier), Kian Soltani&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":351315,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[22],"tags":[46,42,43971,147,89380,89381,89382,44,89383,89384,89385,78823,148],"class_list":["post-351314","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unterhaltung","tag-at","tag-austria","tag-elena-deinhammer-das-opernmagazin","tag-entertainment","tag-helene-mercier","tag-kian-soltani","tag-olivier-messiaen","tag-oesterreich","tag-pascal-moragues","tag-quatuor-pour-la-fin-du-temps","tag-renaud-capucon","tag-salzburger-festspiele-2026","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117144729263599547","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/351314","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=351314"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/351314\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/351315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=351314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=351314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=351314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}