{"id":352410,"date":"2026-08-24T04:25:09","date_gmt":"2026-08-24T04:25:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/352410\/"},"modified":"2026-08-24T04:25:09","modified_gmt":"2026-08-24T04:25:09","slug":"gesellschaft-fuer-bedrohte-voelker-klimagerechtigkeit-europa-entscheidet-mit-ueber-die-zukunft-wichtiger-oekosysteme-in-suedamerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/352410\/","title":{"rendered":"Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker \u2013 Klimagerechtigkeit: Europa entscheidet mit \u00fcber die Zukunft wichtiger \u00d6kosysteme in S\u00fcdamerika"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.energiezukunft.eu\/fileadmin\/_processed_\/a\/3\/csm_klimakrise_demo_brasil_mirna_wabi_sabi_unsplash_33cf0d2c9b.jpg\" class=\"jnlightbox detailPostImage\" rel=\"lightbox[lb13928] nofollow noopener\" data-title=\"&lt;p&gt;Die Zukunft wichtiger \u00d6kosysteme S\u00fcdamerikas wie Regen- und Trockenw\u00e4ldern h\u00e4ngt auch von der europ\u00e4ischen Handelspolitik ab. (Foto: &lt;a href=&quot;https:\/\/unsplash.com\/de\/@mirnawabisabi&quot;&gt;Mirna Wabi-Sabi&lt;\/a&gt; on &lt;a href=&quot;https:\/\/unsplash.com\/de\/fotos\/demonstranten-halten-schilder-mit-tiergesichtern-und-banner-am-banner-AKu9DIfdQnA&quot;&gt;Unsplash&lt;\/a&gt; License)&lt;\/p&gt;\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/csm_klimakrise_demo_brasil_mirna_wabi_sabi_unsplash_466eb6443e.jpg\" width=\"1050\" height=\"700\" alt=\"Demonstranten in Brasilien halten Schilder mit Tiergesichtern und Bannern gegen die Zerst\u00f6rung des Regenwaldes\" title=\"Demonstration in Brasilien gegen die Zerst\u00f6rung des Regenwaldes\"\/><\/a><\/p>\n<p>                                    Die Zukunft wichtiger \u00d6kosysteme S\u00fcdamerikas wie Regen- und Trockenw\u00e4ldern h\u00e4ngt auch von der europ\u00e4ischen Handelspolitik ab. (Foto: <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/@mirnawabisabi\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mirna Wabi-Sabi<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/fotos\/demonstranten-halten-schilder-mit-tiergesichtern-und-banner-am-banner-AKu9DIfdQnA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unsplash<\/a> License)<\/p>\n<p><a href=\"\" id=\"copyLink\" rel=\"nofollow\" title=\"Kopieren\" role=\"button\" aria-label=\"copy\" onclick=\"copyToClipboard(event)\"><img decoding=\"async\" class=\"gray-logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/link.png\" alt=\"Copy\"\/><img decoding=\"async\" class=\"colorful-logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/link-hover.png\" alt=\"Copy\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"DefaultEinleitung MetaOTMedi\">Die Zukunft bedeutender \u00d6kosysteme S\u00fcdamerikas h\u00e4ngt auch von internationalen Lieferketten und der europ\u00e4ischen Handelspolitik ab. Was in Europa konsumiert und politisch entschieden wird, hat direkte Folgen f\u00fcr indigene Territorien.<\/p>\n<p>24.08.2026 \u2013 Der Chiquitano-Trockenwald in Bolivien ist der gr\u00f6\u00dfte intakte Trockenwald der Erde. Mit einem Umweltgedenktag soll j\u00e4hrlich auf seine Bedeutung aufmerksam gemacht werden. Der Tag geht auf eine Initiative indigener Jugendgruppen zur\u00fcck und wurde von der bolivianischen Regionalregierung Santa Cruz 2025 per Gesetz eingef\u00fchrt. Anl\u00e4sslich des bolivianischen Tags des Chiquitano-Trockenwaldes am 12. August 2026 warnte nun die Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker (GfbV) gemeinsam mit indigenen Organisationen, dass die Zukunft eines der bedeutendsten \u00d6kosysteme S\u00fcdamerikas auch von internationalen Lieferketten und der europ\u00e4ischen Handelspolitik abh\u00e4ngt. Indigene Territorien sind bedroht, betonen die GfbV, das Comit\u00e9 de Gesti\u00f3n (Verwaltungsausschuss) des Naturschutzgebiets Tucabaca de Robor\u00e9, das Comit\u00e9 C\u00edvico (B\u00fcrgerkomitee) der Bewegung zum Schutz des Tucabaca-Tals, sowie die indigene Gemeinschaft Quituqui\u00f1a aus San Jos\u00e9 de Chiquitos.<\/p>\n<p>Bedeutung f\u00fcr Menschen vor Ort und f\u00fcr das Weltklima<\/p>\n<p>\u201eDer Chiquitano-Trockenwald ist sowohl f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung als auch f\u00fcr das Weltklima von gro\u00dfer Bedeutung\u201c, erkl\u00e4rt Jan K\u00f6nigshausen, Referent f\u00fcr Indigene V\u00f6lker bei der GfbV. \u201eIndigene Gemeinschaften und lokale Beh\u00f6rden setzen sich daher f\u00fcr Naturschutzma\u00dfnahmen, die Wiederherstellung gesch\u00e4digter Waldfl\u00e4chen und gemeinschaftlich organisierte Formen der Landbewirtschaftung ein. Doch durch die staatliche <a href=\"https:\/\/www.energiezukunft.eu\/klimakrise\/klimawandel-verstaerkt-landkonflikte-und-umgekehrt\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">F\u00f6rderung der Agrarindustrie<\/a> und neue Investitionsprojekte in indigenen Territorien, nimmt der Druck auf die W\u00e4lder Boliviens immer weiter zu. Waldbr\u00e4nde werden beg\u00fcnstigt und die Ausbeutung nat\u00fcrlicher Ressourcen wird vorangetrieben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir warnen bereits seit 2015 davor, dass die fortschreitende Entwaldung zu einer schweren Wasserkrise, D\u00fcrren und immer gr\u00f6\u00dferen Waldbr\u00e4nden f\u00fchren wird. Seit 2019 erleben wir diese Folgen immer deutlicher. Die Natur zeigt uns, was passiert, wenn jedes Jahr weiter abgeholzt wird. Es wird immer mehr \u00fcber Klima- und Waldschutz gesprochen, doch in der Praxis versch\u00e4rft sich die Situation weiter. Gleichzeitig zeigen wir indigenen Gemeinschaften, dass es Alternativen gibt: <a href=\"https:\/\/www.energiezukunft.eu\/klimakrise\/kriminalisierung-indigener-aktivisten-in-ecuador\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Wir leisten Widerstand<\/a>, sch\u00fctzen die verbliebenen W\u00e4lder und entwickeln eigene Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ihre Bewahrung. Daf\u00fcr brauchen wir Unterst\u00fctzung \u2013 allein k\u00f6nnen wir diese Aufgabe nicht bew\u00e4ltigen\u201c, sagt Zoila Zeballos, Pr\u00e4sidentin des Verwaltungsausschusses des kommunalen Schutzgebiets \u201eBosque Pedag\u00f3gico Los Piyos\u201c (Presidente del Comit\u00e9 de gesti\u00f3n del AP Municipal Bosque Pedag\u00f3gico Los Piyos) aus Quituqui\u00f1a in San Jos\u00e9 de Chiquitos.)<\/p>\n<p>                                    Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                                            Nachgefragt<\/p>\n<p>                                <a title=\"\u201eGr\u00fcner Kolonialismus sichert Zugang zu Rohstoffen\u201c\" href=\"https:\/\/www.energiezukunft.eu\/klimakrise\/gruener-kolonialismus-sichert-zugang-zu-rohstoffen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eGr\u00fcner Kolonialismus sichert Zugang zu Rohstoffen\u201c<\/a>Wie unsere Energiewende Menschen im S\u00fcden schadet, beschreibt Miriam Lang. Sie sammelt mit Kolleginnen und Kollegen aus dem globalen S\u00fcden in der Arbeitsgruppe Beyond Development Wissen zur gegenw\u00e4rtigen kapitalistischen Krise. <\/p>\n<p>Miriam Lang lehrt an der Universit\u00e4t Andina Simon Bolivar in Quito\/Ecuador<\/p>\n<p><a title=\"\u201eGr\u00fcner Kolonialismus sichert Zugang zu Rohstoffen\u201c\" href=\"https:\/\/www.energiezukunft.eu\/klimakrise\/gruener-kolonialismus-sichert-zugang-zu-rohstoffen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/csm_Int_Miriam_Lang_gruener_Kolonialismus_9c087d0c5a.jpg\" width=\"728\" height=\"728\" alt=\"\"\/><\/a><\/p>\n<p>Die wachsende internationale Nachfrage nach landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie handelspolitische Weichenstellungen gro\u00dfer Absatzm\u00e4rkte wie China, Indien oder \u00c4gypten, aber auch Deutschlands und der Europ\u00e4ischen Union, st\u00e4rkten in S\u00fcdamerika ein Wirtschaftsmodell, das auf steigende Produktion und wachsende Exporte ausgerichtet ist, warnen die Organisationen. Handelsabkommen wie das <a href=\"https:\/\/www.energiezukunft.eu\/wirtschaft\/nachhaltigkeits-und-verbraucherstandards-schuetzen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">EU-Mercosur-Abkommen<\/a> k\u00f6nnten diese Entwicklung weiter verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>\u201eDie Entwicklungen in der Region Chiquitan\u00eda zeigen, dass die europ\u00e4ische Handelspolitik auch weit \u00fcber die Grenzen Europas hinaus Folgen hat\u201c, sagt Jan K\u00f6nigshausen. \u201eWenn die Europ\u00e4ische Union beim Klima- und Biodiversit\u00e4tsschutz glaubw\u00fcrdig sein will, darf sie keine Handelsabkommen vorantreiben, die die Ausweitung der Agrarindustrie f\u00f6rdern, ohne den wirksamen Schutz der W\u00e4lder und der Rechte Indigener V\u00f6lker sicherzustellen. Andernfalls l\u00e4uft Europa Gefahr, nicht nur Rohstoffe zu importieren, sondern auch Entwaldung zu exportieren.\u201c Die Organisationen rufen dazu auf, die territorialen Rechte Indigener V\u00f6lker zu st\u00e4rken und nationale wie internationale Politik konsequent an Menschenrechten und Klimaschutz auszurichten. na<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zukunft wichtiger \u00d6kosysteme S\u00fcdamerikas wie Regen- und Trockenw\u00e4ldern h\u00e4ngt auch von der europ\u00e4ischen Handelspolitik ab. 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