{"id":35396,"date":"2026-03-09T22:04:09","date_gmt":"2026-03-09T22:04:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/35396\/"},"modified":"2026-03-09T22:04:09","modified_gmt":"2026-03-09T22:04:09","slug":"libanon-pfarrer-pierre-el-raii-stirbt-bei-hilfseinsatz-fuer-gemeindemitglied","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/35396\/","title":{"rendered":"Libanon: Pfarrer Pierre El Raii stirbt bei Hilfseinsatz f\u00fcr Gemeindemitglied"},"content":{"rendered":"<p>Die christliche Gemeinschaft im Libanon steht unter Schock: Pfarrer Pierre El Raii, der maronitische Seelsorger von Qlayaa, ist am Montagnachmittag bei einem israelischen Bombenangriff ums Leben gekommen. Der Geistliche wurde getroffen, als er versuchte, einem verletzten Gemeindemitglied zur Hilfe zu eilen. Sein Tod markiert einen Wendepunkt f\u00fcr die christlichen D\u00f6rfer im S\u00fcden des Landes, die bisher trotz st\u00e4ndiger Evakuierungsaufforderungen ausgeharrt hatten.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-03\/libanon-experte-karim-emile-bitar-krieg-niemand-wollte.html\" title=\"Libanon-Experte: \u201eEin Krieg, den niemand wollte\u201c\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2026\/03\/09\/12\/1773056477023.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Libanon-Experte: \u201eEin Krieg, den niemand wollte\u201c\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Nach einer Woche schwerster israelischer Bombardierungen, die auf Raketenangriffe der Hisbollah folgten, zeichnet der Politikwissenschaftler Karim \u00c9mile Bitar im Interview mit &#8230;\n     <\/p>\n<p>Giada Aquilino und Mario Galgano &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Pater Toufic Bou Merhi, ein Franziskaner der Kustodie des Heiligen Landes und Pfarrer in Tyros, \u00fcbermittelte die Nachricht noch sichtlich ersch\u00fcttert an die vatikanischen Medien. Der Vorfall ereignete sich gegen 14:00 Uhr Ortszeit in den Bergen des S\u00fcdlibanon.<\/p>\n<p>Tod beim zweiten Einschlag <\/p>\n<p>Laut den Schilderungen von Pater Toufic gegen\u00fcber Radio Vatikan hatte ein erster Angriff ein Haus in der N\u00e4he der Pfarrei von Qlayaa getroffen und einen Bewohner verletzt. \u201ePfarrer Pierre eilte zusammen mit Dutzenden jungen M\u00e4nnern herbei, um dem Verletzten zu helfen\u201c, berichtet der Franziskaner. In diesem Moment erfolgte ein zweiter Luftschlag auf dasselbe Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Pfarrer El Raii wurde schwer verletzt und in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert. \u201eEr hat es nicht geschafft. Er starb fast noch an der Schwelle des Krankenhauses. Er war gerade erst f\u00fcnfzig Jahre alt\u201c, so Pater Toufic. Der verstorbene Priester galt als die zentrale St\u00fctze der Christen in der Region und hatte sie stets darin best\u00e4rkt, in ihrer Heimat zu bleiben.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2026\/03\/09\/14\/1773063991330.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Ein Bombenangriff auf Beirut\" title=\"Ein Bombenangriff auf Beirut\"\/><\/p>\n<p>\n   Ein Bombenangriff auf Beirut \u00a0 (AFP or licensors)\n  <\/p>\n<p>Wendepunkt f\u00fcr die christliche Gemeinschaft <\/p>\n<p>Der Tod des Geistlichen l\u00f6st in der Region nicht nur tiefe Trauer, sondern auch Angst aus. Bisher hatten sich viele Bewohner der christlichen D\u00f6rfer geweigert, ihre H\u00e4user zu verlassen, obwohl die israelische Armee zur Evakuierung aufgerufen hatte. Doch die gezielten Einschl\u00e4ge in zivile Gebiete ver\u00e4ndern die Lage dramatisch.<\/p>\n<p>\u201eDie Menschen weinen und haben gro\u00dfe Angst\u201c, berichtet Pater Toufic. \u201eBisher wollten sie ihre D\u00f6rfer nicht verlassen, aber jetzt hat sich alles gedreht.\u201c Eine Flucht stelle viele vor unl\u00f6sbare Probleme: Die \u00f6konomische Krise des Landes macht es fast unm\u00f6glich, Unterk\u00fcnfte zu mieten. Viele Vertriebene landen buchst\u00e4blich auf der Stra\u00dfe oder schlafen in ihren Autos.<\/p>\n<p>Eine Viertel der Bev\u00f6lkerung auf der Flucht <\/p>\n<p>Die humanit\u00e4re Lage im Libanon erreicht unterdessen beispiellose Ausma\u00dfe. Pater Toufic betreut in seinem Konvent in Tyros derzeit 200 Gefl\u00fcchtete, allesamt Muslime. \u201eWir nehmen jeden auf, der Schutz sucht\u201c, betont er. Allein in Beirut gibt es sch\u00e4tzungsweise 500.000 Vertriebene, weitere 300.000 Menschen haben den S\u00fcden verlassen, und Zehntausende sind aus der Bekaa-Ebene geflohen.<\/p>\n<p>\u201eWir waren nicht darauf vorbereitet, fast ein Viertel der Bev\u00f6lkerung aufzunehmen\u201c, gesteht der Franziskaner. Trotz der Verzweiflung mahnt er zur Hoffnung: \u201eDas Letzte, was in uns nicht sterben darf, ist die Hoffnung auf den Herrn.\u201c Sein Schrei aus dem Libanon bleibt jedoch politisch: \u201eSchluss mit den Kriegen, Schluss mit der Gewalt! Waffen erzeugen keinen Frieden, sondern Massaker und Hass. Alles, was wir fordern, ist ein Leben in W\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p>(vatican news)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die christliche Gemeinschaft im Libanon steht unter Schock: Pfarrer Pierre El Raii, der maronitische Seelsorger von Qlayaa, ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":35397,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1010,750,3138,10897,40,41,768,39,207,8545,66,65,64],"class_list":{"0":"post-35396","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-iran","9":"tag-israel","10":"tag-krieg","11":"tag-libanon","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-priester","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-tod","17":"tag-vereinigte-staaten","18":"tag-welt","19":"tag-world","20":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116201485935976953","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35396"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35396\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/35397"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}