{"id":35788,"date":"2026-03-10T03:59:18","date_gmt":"2026-03-10T03:59:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/35788\/"},"modified":"2026-03-10T03:59:18","modified_gmt":"2026-03-10T03:59:18","slug":"europa-hat-seine-ruestungsimporte-verdreifacht-groesster-profiteur-sind-die-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/35788\/","title":{"rendered":"Europa hat seine R\u00fcstungsimporte verdreifacht, gr\u00f6\u00dfter Profiteur sind die USA"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3927052294=\"\" data-cy=\"preamble\" class=\"cXenseParse\">Folgen des Ukraine-Kriegs: Erstmals seit dem Kalten Krieg war Europa in den vergangenen Jahren wieder die Weltregion mit den meisten Waffenimporten.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Stockholm \u2013 Europa hat seine Waffenimporte im Zeitraum 2021 bis 2025 um 210 Prozent gesteigert und ist damit zur gr\u00f6\u00dften Importregion der Welt geworden. Gr\u00f6\u00dfter R\u00fcstungsimporteur ist die Ukraine, w\u00e4hrend die USA ihre Stellung als wichtigster Waffenexporteur weiter ausbauen und Russlands Exporte stark zur\u00fcckgehen, wie aus einem am Montag ver\u00f6ffentlichten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI) hervorgeht.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Der Umfang der weltweiten Waffentransfers stieg im Zeitraum 2021-2025 gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum 2016 bis 2020 um 9,2 Prozent. Grund daf\u00fcr ist insbesondere Europas sprunghafter Anstieg der Importe (+210 Prozent). Einen leichten Anstieg verzeichnete auch Amerika (+12 Prozent). Zur\u00fcck gingen die Waffenimporte nach Asien und Ozeanien (-20 Prozent), dem Nahen Osten (-13 Prozent) und Afrika (-41 Prozent).<\/p>\n<p>Europa h\u00e4ngt an US-Waffensystemen<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Europa hat im Vergleich zum Vorzeitraum seine Waffenimporte verdreifacht. Damit war es erstmals seit den 1960-er Jahren wieder die Region mit dem gr\u00f6\u00dften Volumen an Waffenimporten in der Welt. Hauptgrund sind vor allem die umfangreichen Waffenlieferungen an die Ukraine.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Doch europ\u00e4ische Staaten h\u00e4tten auch aufgrund der Bedrohung durch Russland ihre milit\u00e4rischen St\u00e4rken ausgebaut, so SIPRI-Programmdirektor Mathew George. Europa bezog fast die H\u00e4lfte seiner Waffen aus den USA (48 Prozent). Damit l\u00f6ste die Region den Nahen Osten als gr\u00f6\u00dften Abnehmer amerikanischer Waffensysteme ab.<\/p>\n<p>Polen importierte besonders viele Waffen<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Ebenfalls stark stiegen die Importe der europ\u00e4ischen NATO-Staaten. Sie erh\u00f6hten ihre R\u00fcstungseinfuhren um 143 Prozent gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum, wobei die USA mehr als die H\u00e4lfte (58 Prozent) der Waffen lieferte. Polen steigerte seine Waffenimporte um 852 Prozent und f\u00fchrt damit die Liste der Importeure unter den europ\u00e4ischen NATO-Staaten an, gefolgt von Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Besonders stark wirkt sich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine auf die globalen Waffenstr\u00f6me aus. 9,7 Prozent aller Waffenlieferungen gingen zwischen 2021 und 2025 an die Ukraine, fast die H\u00e4lfte davon kam aus den USA. Somit war die Ukraine der gr\u00f6\u00dfte Einzelimporteur der Welt. Allerdings zeichnete sich im Jahr 2025 ein deutlicher R\u00fcckgang ab, was mit verringerten Lieferungen aus den USA zu erkl\u00e4ren sei. Gleichzeitig sagten im selben Jahr 25 Staaten zu, Waffen f\u00fcr die Ukraine von den USA zu kaufen.<\/p>\n<p>Russlands R\u00fcstungsexporte stark r\u00fcckl\u00e4ufig<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Die USA bauten ihre Stellung als gr\u00f6\u00dfter Waffenlieferant weiter aus. Der Anteil ihrer weltweiten Waffenexporte stieg von 33 Prozent im Vergleichszeitraum auf 42 Prozent. Die Vereinigten Staaten belieferten 99 Staaten, wobei Saudi-Arabien mit 12 Prozent ihr gr\u00f6\u00dfter Abnehmer war. Waffenlieferungen gelten f\u00fcr die USA als wichtiges au\u00dfenpolitisches Instrument.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Auf der Liste der gr\u00f6\u00dften Exporteure belegte Frankreich mit 9,6 Prozent hinter den USA den zweiten Platz. Ihre Lieferungen an europ\u00e4ische Staaten stiegen im Untersuchungszeitraum um 452 Prozent, wobei 80 Prozent der franz\u00f6sischen Waffenexporte aus Europa hinausgingen, vor allem nach Indien.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Russland belegte den dritten Platz der weltweiten Exporteure, wobei sein Anteil aufgrund eines R\u00fcckgangs von Lieferungen an Algerien, China und \u00c4gypten signifikant gefallen ist (-64 Prozent). Der gr\u00f6\u00dfte Abnehmer russischer Waffen war Indien, wobei sich dem Bericht zufolge eine Neuorientierung Indiens hin zu westlichen Staaten beobachten lie\u00df.<\/p>\n<p>China reduziert Importe und produziert selbst<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Asien und Ozeanien war mit 31 Prozent der weltweiten Waffeneinfuhren hinter Europa die zweitgr\u00f6\u00dfte Import-Region, trotz starken R\u00fcckg\u00e4ngen in S\u00fcdkorea (-45 Prozent) und China (-72 Prozent). Die beiden asiatischen Staaten drosselten ihre Importe stark und setzten zunehmend auf Waffensysteme aus Eigenproduktion.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">China war damit zum ersten Mal seit dem Zeitraum 1991 bis 1995 nicht mehr unter den Top 10 der Importeure. Gro\u00dfe Anstiege beim R\u00fcstungsimport gab es hingegen in Japan (+76 Prozent) und Taiwan (+54 Prozent). S\u00fcdkorea und Japan bezogen ihre Waffenlieferungen fast ausschlie\u00dflich aus den USA (je 93 und 95 Prozent).<\/p>\n<p>Waffenimporte im Nahen Osten gingen zur\u00fcck<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Die Importe des Nahen Ostens gingen im Untersuchungszeitraum um 13 Prozent zur\u00fcck, obwohl drei der zehn gr\u00f6\u00dften Importeure (Saudi-Arabien, Katar und Kuwait) in der Region liegen. Israel steigerte seine Waffenimporte um 12 Prozent und bezog \u00fcber zwei Drittel davon (68 Prozent) aus den USA, gefolgt von deutschen Lieferungen (31 Prozent). Der Iran reduzierte seine Waffenimporte im Untersuchungszeitraum und wurde ausschlie\u00dflich von Russland beliefert.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Algeriens Importe fielen um 78 Prozent, w\u00e4hrend jene Marokkos um 12 Prozent stiegen. In S\u00fcdamerika stiegen die Waffenimporte um 31 Prozent, wobei der Anteil Brasiliens (+150 Prozent) am deutlichsten stieg. (TT, APA)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Folgen des Ukraine-Kriegs: Erstmals seit dem Kalten Krieg war Europa in den vergangenen Jahren wieder die Weltregion mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":35789,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[732,76,75,74,1700,1963,16258,16257,16256,8977,81,4704],"class_list":{"0":"post-35788","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-ukraine","9":"tag-eu","10":"tag-europa","11":"tag-europe","12":"tag-nato","13":"tag-russland","14":"tag-ruestungsexporte","15":"tag-ruestungsimporte","16":"tag-sipri","17":"tag-stockholm","18":"tag-ukraine-krieg","19":"tag-weltpolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116202882107547196","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35788"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35788\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/35789"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}