{"id":359333,"date":"2026-08-27T11:51:09","date_gmt":"2026-08-27T11:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/359333\/"},"modified":"2026-08-27T11:51:09","modified_gmt":"2026-08-27T11:51:09","slug":"moosbrugger-schluss-mit-brasilianischem-antibiotika-fleisch-auf-unserem-markt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/359333\/","title":{"rendered":"Moosbrugger: Schluss mit brasilianischem Antibiotika-Fleisch auf unserem Markt"},"content":{"rendered":"<p>Die Zeichen verdichten sich, dass Brasilien ab dem 3. September vorerst kein Rindfleisch mehr in die Europ\u00e4ische Union liefern darf. Wie aus EU-Kommissionskreisen zu vernehmen ist, schafft es das s\u00fcdamerikanische Land sichtlich nicht, die Nachweise zu erbringen, dass es die EU-Vorschriften \u2013 insbesondere punkto Antibiotikaeinsatz \u2013 einh\u00e4lt. <\/p>\n<p>\u201eUnser klares, konstantes Nein gegen das Mercosur-Handelsabkommen war richtig und wichtig. Es hat sich allein schon deswegen ausgezahlt, weil es auf EU-Ebene die von uns vehement geforderte Diskussion \u00fcber gleiche Produktionsstandards bei Importprodukten befeuert und sogar zu konkreten Versch\u00e4rfungen der Einfuhrbedingungen gef\u00fchrt hat. Was nicht unseren Produktionsstandards entspricht, hat auch in unseren Regalen und auf unseren Tellern nichts verloren\u201c, betont LK \u00d6sterreich-Pr\u00e4sident Josef Moosbrugger. <\/p>\n<p>Importstopp gleicherma\u00dfen im Sinne von Konsumenten und Bauern <\/p>\n<p>\u201eAls \u00f6sterreichische Landwirtschaft bekennen wir uns ganz klar zu hohen Qualit\u00e4ts-, Tierwohl-, Umwelt- und Sozialstandards. Nichts \u00e4rgert uns B\u00e4uerinnen und Bauern allerdings mehr, als wenn wir selbst strengste Produktionsanforderungen einhalten m\u00fcssen, diese dann aber bei Importen nicht gelten. Heimische Spitzenprodukte d\u00fcrfen nicht auf den M\u00e4rkten durch Minderqualit\u00e4t verdr\u00e4ngt werden\u201c, unterstreicht Moosbrugger und fordert mehr Wettbewerbsfairness. <\/p>\n<p>\u201eDass kein brasilianisches \u201aAntibiotika-Fleisch\u2018 mehr auf unseren Tellern landen darf, n\u00fctzt sowohl den Konsumenten als auch den Bauern in \u00d6sterreich. Schlie\u00dflich ist mit Antibiotikaresistenzen nicht zu spa\u00dfen\u201c, so der LK\u00d6-Pr\u00e4sident, der auf die strengen Veterin\u00e4rbestimmungen in \u00d6sterreich hinweist. Da aktuell auch d\u00fcrrebedingt eine schwierige Situation auf den heimischen M\u00e4rkten f\u00fcr tierische Produkte herrscht, k\u00f6nnten Importbeschr\u00e4nkungen au\u00dferdem positive Impulse bringen. <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Voraussetzung f\u00fcr EU-Marktzulassung ab 3. September<\/p>\n<p>Ab 3. September 2026 wird eine zus\u00e4tzliche EU-Marktzulassungsvoraussetzung f\u00fcr bestimmte Tiere und tierische Lebensmittel aus Drittstaaten wirksam. Die Lieferl\u00e4nder m\u00fcssen gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen, dass die EU-Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr den Einsatz bestimmter antimikrobieller Arzneimittel eingehalten werden. Somit ist eine zus\u00e4tzliche, verbindliche Importanforderung dazugekommen, die in den amtlichen Zertifikaten, die jede Sendung begleiten, neu erfasst und best\u00e4tigt werden muss. <\/p>\n<p>Da Brasilien den in Europa verbotenen Einsatz von Antibiotika als Wachstums- und Leistungsf\u00f6rderer nicht widerlegen kann und auch immer wieder mit dem Inverkehrbringen von Hormonfleisch in Verbindung gebracht wird, wurde es im Rahmen einer Durchf\u00fchrungsverordnung vom 4. Juni 2026 von der Positivliste der Lieferantenl\u00e4nder gestrichen. Diese Entscheidung wird mit 3. September schlagend. <\/p>\n<p>Der Marktzugang f\u00fcr Produkte von Rindern, Pferde(artige)n, Gefl\u00fcgel, Aquakulturen sowie Honig etc. bleibt so lange verwehrt, bis Brasilien die Garantien erbringen kann. Da gerade die Rindfleisch-Produktion mit einer langen Vorlaufzeit verbunden ist und auch die Entscheidungs- und Kundmachungsfristen nicht von heute auf morgen verstreichen, wird nicht damit gerechnet, dass Brasilien so schnell imstande sein wird, den europ\u00e4ischen Forderungen nachzukommen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zeichen verdichten sich, dass Brasilien ab dem 3. 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