{"id":359413,"date":"2026-08-27T12:36:12","date_gmt":"2026-08-27T12:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/359413\/"},"modified":"2026-08-27T12:36:12","modified_gmt":"2026-08-27T12:36:12","slug":"dieses-grazer-labor-soll-schubkraft-der-bahnindustrie-erhoehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/359413\/","title":{"rendered":"Dieses Grazer Labor soll Schubkraft der Bahnindustrie erh\u00f6hen"},"content":{"rendered":"<p>An der TU Graz ist ein dieser Art einzigartiges neues Labor f\u00fcr die Pr\u00fcfung von Gleissystemen in Betrieb gegangen. Vier Millionen Euro wurden investiert, die Entwicklungszyklen sollen sich dadurch reduzieren. <\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Im Untergeschoss f\u00e4hrt das Hydraulikaggregat hoch \u2013 und setzt im dar\u00fcberliegenden Labor vier Zylinder in Gang. Schnell stellt sich eine vertraute Ger\u00e4uschkulisse ein. \u201eTam-tam, Tam-tam\u201c. Im Gesicht von Ferdinand Pospischil macht sich ein L\u00e4cheln breit. Der Professor am Institut f\u00fcr Eisenbahn-Infrastrukturdesign an der TU Graz ist in seinem Element. Gemeinsam mit TU-Rektor Horst Bischof und Franz Kainersdorfer, Vorstand der Voestalpine, hat er am TU-Areal Inffeld in der Grazer Inffeldgasse gerade einen Pr\u00fcfstand in Betrieb genommen, \u201eder zumindest in Europa in dieser Form einzigartig ist&#8220;, wie betont wird. Auf einer L\u00e4nge von gut 14 Metern erstreckt sich eine Laborinfrastruktur, die der gesamten Bahntechnologie-Forschung in \u00d6sterreich einen massiven zus\u00e4tzlichen Schub verleihen soll. <\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Bischof schw\u00e4rmt von einer \u201ewirklich m\u00e4chtigen, ja herausragenden Forschungsinfrastruktur, die den gesamten Mobilit\u00e4tsstandort weiterbringen wird&#8220;. Unter kontrollierten und realit\u00e4tsnahen Bedingungen wird im neuen Railway and Infrastructure Laboratory (RaIL) in einer Hightech-Umgebung u. a. an Antworten auf zentrale Fragen rund um Belastbarkeit, Verschlei\u00df und Haltbarkeit geforscht. \u00dcber Bahngleise, Schwellen, den Schotter und den Untergrund donnern jahrzehntelang tonnenschwere Z\u00fcge \u2013 bei Wind und Wetter, bei H\u00f6chsttemperaturen und heftigen Niederschl\u00e4gen. Das Zusammenspiel zwischen Rads\u00e4tzen, Schienen und dem Untergrund spielt eine Schl\u00fcsselrolle \u2013 und wird hier in Graz auf Herz und Nieren getestet. Bisher, berichtet Kainersdorfer aus der Praxis, seien derartige Forschungen vor allem Ergebnisse von Simulationen, Berechnungen und Messungen im realen Bahnbetrieb. Das ist langwierig und teuer. <\/p>\n<p>1 \/ 3<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/TU14.jpg\" alt=\"Julian Torggler, stellvertretender Leiter des Instituts f\u00fcr Eisenbahn-Infrastrukturdesign der TU Graz und Laborleiter des Railway and Infrastructure Laboratory und Ferdinand Pospischil, Leiter des Instituts f\u00fcr Eisenbahn-Infrastrukturdesign der TU \" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" class=\"image-swiper-img\"\/>Julian Torggler, stellvertretender Leiter des Instituts f\u00fcr Eisenbahn-Infrastrukturdesign der TU Graz und Laborleiter des Railway and Infrastructure Laboratory und Ferdinand Pospischil, Leiter des Instituts f\u00fcr Eisenbahn-Infrastrukturdesign der TU  \u00a9 TU\/Helmut Lunghammer <\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Im neuen Labor, das streicht Bischof hervor, k\u00f6nne \u201edank zahlreicher Raffinessen\u201c extrem schnell gepr\u00fcft werden, ob und wie sich das Gesamtsystem dadurch ver\u00e4ndert. Es gehe also nicht um den Test einzelner Komponenten, sondern immer um das Gesamtsystem \u2013 und das w\u00e4hrend eines simulierten Realbetriebs.  \u201eUnser Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Praxis zu bringen und damit einen Beitrag zu einer leistungsf\u00e4higen und klimaresilienten Bahn zu leisten\u201c, sagt Pospischil. Das vom stellvertretenden Institutsleiter Julian Torggler gef\u00fchrte Labor hat gut vier Millionen Euro gekostet, finanziert durch Mittel der TU, der Forschungsf\u00f6rderungsgesellschaft FFG sowie der Voestalpine. Das Labor erm\u00f6gliche es, das \u201eGesamtsystem Schiene sowie einzelne Entwicklungen, etwa f\u00fcr Weichenkomponenten oder Befestigungssysteme zu testen, bevor eine aufwendige Pr\u00fcfung im laufenden Bahnbetrieb erfolgt&#8220;, wird betont. So k\u00f6nnen Entwicklungszyklen verk\u00fcrzt und Grundlagen f\u00fcr leistungsf\u00e4higere und langlebigere Fahrwegsysteme geschaffen werden. \u201eDas unterst\u00fctzt uns ganz wesentlich in unserer Produkt- und Systementwicklung\u201c, betont Kainersdorfer. Die Voestalpine entwickelt und fertigt u. a. Schienen und Weichen sowie Sensor- und Softwaresysteme. \u201eDieser Pr\u00fcfstand wird die Entwicklungszeit stark verk\u00fcrzen und damit h\u00f6here Innovationszyklen m\u00f6glich machen.\u201c <\/p>\n<p>\u201eAbsolute Besonderheit, ein Alleinstellungsmerkmal\u201c<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Ein Herzst\u00fcck sind die hydraulisch und elektronisch angesteuerten Pr\u00fcfzylinder, \u00fcber die sich jene statischen und dynamischen Belastungen nachbilden lassen, denen Gleise ausgesetzt sind, wenn ein tonnenschwerer Zug \u00fcber sie hinwegrollt. \u201eUntersuchen kann man damit die dynamische Kraft\u00fcbertragung im System von Schiene, Befestigung, Schotterbett, Unterbau im Gleisrost und bis zu acht Schwellen.\u201c<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Besonders stolz zeigt sich Pospischil auch \u00fcber die \u201eGrube\u201c, die am Er\u00f6ffnungstag zu Demonstrationszwecken extra ge\u00f6ffnet wurde, \u201eeine absolute Besonderheit, ein Alleinstellungsmerkmal\u201c. Dort lassen sich u. a.  die Auswirkungen von Wassers\u00e4ttigung auf die Steifigkeit, Lastverteilung und das Langzeitverhalten des Ober- und Unterbaus experimentell untersuchen. Also zum Beispiel auch die Folgen von Starkregenereignissen. <\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Laut Bischof z\u00e4hle die TU Graz \u201eeuropaweit zu den Top-3-Universit\u00e4ten im Bereich der Eisenbahnforschung\u201c. Bahntechnologien made in Austria sind zudem ein enormer Wirtschaftsfaktor im Land. So sei bereits 2021 von der TU, der Voestalpine, Siemens Mobility (mit Drehgestell-Weltkompetenzzentrum in Graz), den \u00d6BB dem Kompetenzzentrum \u201eVirtual Vehicle\u201c ein eigener Forschungscluster (Research Cluster Railway Systems, RCRS) auf Schiene gebracht worden, \u201ein dem die Partner ihre Eisenbahn-Kompetenzen b\u00fcndeln\u201c. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"An der TU Graz ist ein dieser Art einzigartiges neues Labor f\u00fcr die Pr\u00fcfung von Gleissystemen in Betrieb&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":359414,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[29],"tags":[46,42,90918,90917,183,44,90916,90915,5460,10199],"class_list":["post-359413","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-graz","tag-at","tag-austria","tag-eisenbahnforschung","tag-gleissysteme","tag-graz","tag-oesterreich","tag-pruefstand","tag-railway-laboratory","tag-tu-graz","tag-voestalpine"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117167507819165478","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/359413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=359413"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/359413\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/359414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=359413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=359413"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=359413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}