{"id":360463,"date":"2026-08-27T23:40:12","date_gmt":"2026-08-27T23:40:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/360463\/"},"modified":"2026-08-27T23:40:12","modified_gmt":"2026-08-27T23:40:12","slug":"gletscherzunge-kollabiert-nepal-katastrophe-experten-ziehen-atombomben-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/360463\/","title":{"rendered":"&#8222;Gletscherzunge kollabiert&#8220; \u2013 Nepal-Katastrophe: Experten ziehen Atombomben-Vergleich"},"content":{"rendered":"<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Nach der <a data-li-document-ref=\"120243777\" href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/todes-sturzflut-noch-viel-schlimmer-als-bisher-bekannt-120243777\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verheerenden Sturzflut<\/a>, die Mittwochmorgen im nepalesischen\u00a0<a data-li-document-ref=\"120243670\" href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/absolut-unfassbar-meteorologen-voellig-geschockt-120243670\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bhotekoshi-Tal<\/a> ganze Ortsteile vernichtet und hunderte Menschen get\u00f6tet hat, kommen immer mehr Details zum mutma\u00dflichen Ausl\u00f6ser der Naturkatastrophe ans Licht.<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Nach aktuellem Kenntnisstand nahm sie ihren Ausgang an der Nordwand des 7.245 Meter hohen Bergs <a data-li-document-ref=\"120244101\" href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/nepal-sturzflut-forscher-haben-schrecklichen-verdacht-120244101\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Langtang Lirung<\/a>.\u00a0&#8222;Erste Befliegungen und Satellitenbilder zeigen, dass offenbar eine Gletscherzunge kollabiert ist&#8220;, fasst es Martin Mergili von der Universit\u00e4t Graz gegen\u00fcber dem &#8222;Standard&#8220; zusammen. Der Spezialist f\u00fcr hochalpine Erd- und Bergrutsche lehrt derzeit am Institut zur Erforschung des Tibet-Plateaus der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.<\/p>\n<p>&#8222;Heute&#8220; auf Google als bevorzugte&amp;nbspQuelle festlegen<a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=heute.at\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Hinzuf\u00fcgen<\/a><\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Der betreffende Gletscher befindet sich zwischen dem Langtang Lirung und dem benachbarten Tsangbu Ri auf etwa 5.200 Metern. Ob die Eismassen von selbst brachen, oder durch einen zuvor erfolgten Felssturz gel\u00f6st wurden, ist unklar. Die Folge war eine katastrophale Kette von Ereignissen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heute.at\/i\/nepal-katastrophe-experten-ziehen-atombomben-vergleich-120244175\/doc-1k12154lp0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/7e306ab2-ba00-4f5f-95b4-0d0938a38361.jpg\" class=\"lazy gallery-image\"  data- alt=\"Eine Satellitenaufnahme zeigt einen eingest\u00fcrzten Gletscher am Langtang Lirung (rechts unten) nach der verheerenden Schlammlawine. Im weiteren Talverlauf links liegt der Grenz\u00fcbergang Gyirong \/ Rasuwagadi.\"\/><\/a><\/p>\n<p> Eine Satellitenaufnahme zeigt einen eingest\u00fcrzten Gletscher am Langtang Lirung (rechts unten) nach der verheerenden Schlammlawine. Im weiteren Talverlauf links liegt der Grenz\u00fcbergang Gyirong \/ Rasuwagadi.<\/p>\n<p>USGS\/Landsat 9\/Handout via REUTERS<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Rund 30 Millionen Kubikmeter an Material \u2013 <a data-li-document-ref=\"120111181\" href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/gemeinden-sollen-sich-auf-evakuierung-vorbereiten-120111181\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dreimal mehr als bei der Bergsturz-Katastrophe im Schweizerischen Blatten<\/a>\u00a0\u2013 d\u00fcrften sich gel\u00f6st und rund einen Kilometer (!) in die Tiefe gest\u00fcrzt sein.<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">&#8222;Dieses Material hat sich dann in ein energiereiches Gemisch aus Eis, Schutt und Wasser verwandelt, das mit hoher Geschwindigkeit \u2013\u00a0100 Kilometer pro Stunde und mehr \u2013 talabw\u00e4rts gerast ist&#8220;, so Mergili.<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Experten des Dienstes &#8222;Backpirch Weather&#8220; kamen zum selben Schluss: Ein hunderte Meter breiter Teil des Gletschers sei abgebrochen und in die Tiefe gest\u00fcrzt. Die Wucht des Aufpralls habe &#8222;6,3 Prozent der <a data-li-document-ref=\"100099391\" href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/geheim-video-zeigt-staerkste-atomexplosion-aller-zeiten-100099391\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hiroshima-Atomexplosion<\/a>&#8220; entsprochen.<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">&#8222;Beim Aufprall wurde dieser riesige Eisbrocken pulverisiert und eine gewaltige, \u00fcber 30 Meter hohe Flutwelle aus Gletscherwasser, Ger\u00f6ll und Schlamm str\u00f6mte in den nahegelegenen Trishuli-Fluss. Durch Nepals extrem steiles und zerkl\u00fcftetes Gel\u00e4nde kanalisiert, verwandelte sich die daraus resultierende Flutwelle f\u00fcr die unmittelbar flussabw\u00e4rts gelegenen Gemeinden in eine t\u00f6dliche Wand aus Wasser und Ger\u00f6ll&#8220;, hei\u00dft es von Backpirch.<\/p>\n<p>Kein Erdbeben<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Das wurde um 8.37 Uhr Ortszeit auch von Seismographen in der Region erfasst. Anf\u00e4ngliche Einsch\u00e4tzungen, dass die Katastrophe m\u00f6glicherweise durch ein Erdbeben ausgel\u00f6st wurde, wurden inzwischen revidiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787874011_319_map-placeholder.webp\" alt=\"Google Maps\"\/>Google Map anzeigen<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">&#8222;Weitere Analysen der langperiodischen seismischen Wellen deuten darauf hin, dass die seismische Energie vielmehr durch einen Gletschereinsturz und einen Murgang erzeugt wurde&#8220;, schreiben die Experten des <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/earthquake.usgs.gov\/earthquakes\/eventpage\/us7000tbwb\/executive\">United States Geological Survey (USGS)<\/a>. Das best\u00e4tigt auch der \u00f6sterreichische Fachmann.<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Woher die mittransportierten Wassermassen stammen, ist noch Gegenstand weiterer Nachforschungen. Einen Gletscherrandsee, der bei \u00e4hnlichen Ereignissen oft eine Rolle spielt, soll es in diesem Fall nicht gegeben haben.<\/p>\n<p>Bilder: So brach die Sturzflut \u00fcber den Grenz\u00fcbergang Gyirong herein<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Gegen\u00fcber dem &#8222;Spiegel&#8220; erkl\u00e4rt\u00a0Dan Shugar von der Universit\u00e4t Calgary, dass Eismassen beim Sturz aus gro\u00dfer H\u00f6he schnell zu fl\u00fcssigem Wasser werden k\u00f6nnten, dies aber die Wassermengen im konkreten Fall nicht vollst\u00e4ndig erkl\u00e4ren k\u00f6nne.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heute.at\/i\/nepal-katastrophe-experten-ziehen-atombomben-vergleich-120244175\/doc-1k121gchc0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/e0351db9-42e6-4f22-a03f-231f2a866da2.jpg\" class=\"lazy gallery-image\"  data- alt=\"Der chinesischen Grenz\u00fcbergang Gyirong \/ Rasuwagadi in dieser Talgabelung wurde durch die Dutzende Meter hohe Wand aus Felsen, Schlamm und Wasser innerhalb von Sekunden vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt.\"\/><\/a><\/p>\n<p> Der chinesischen Grenz\u00fcbergang Gyirong \/ Rasuwagadi in dieser Talgabelung wurde durch die Dutzende Meter hohe Wand aus Felsen, Schlamm und Wasser innerhalb von Sekunden vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Union \/ Copernicus Sentinel-2 via Reuters<\/p>\n<p>Wenige Sekunden<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Mit welcher Wucht und Geschwindigkeit die Sturzflut durch das Tal fegte, wurde von\u00a0einer \u00dcberwachungskamera am Grenz\u00fcbergang Gyirong \/\u00a0Rasuwagadi in ersch\u00fctternder Klarheit festgehalten:<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Der Grenz\u00fcbergang befand sich nur wenige Kilometer talabw\u00e4rts vom ausl\u00f6senden Gletscherbruch. Die Aufnahmen von der chinesischen Seite zeigen, wie Geb\u00e4ude, Fahrzeuge und Menschen innerhalb von Sekunden verschluckt werden.<\/p>\n<p class=\"col-12 col-md-10 col-lg-8 gb-p raw mx-auto\">Alleine die nepalesischen Beh\u00f6rden z\u00e4hlten bis Donnerstagabend Ortszeit <a data-li-document-ref=\"120244101\" href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/nepal-sturzflut-forscher-haben-schrecklichen-verdacht-120244101\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mehr als 350 Todesopfer<\/a>, mindestens <a data-li-document-ref=\"120243879\" href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/1500-menschen-nach-gewaltiger-sturzflut-vermisst-120243879\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">1.500 Menschen galten als vermisst<\/a>.<\/p>\n<p> {title &amp;&amp; {title} } rcp, {title &amp;&amp; {title} } Akt. 27.08.2026, 22:20, 27.08.2026, 19:12&#8243;);<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach der verheerenden Sturzflut, die Mittwochmorgen im nepalesischen\u00a0Bhotekoshi-Tal ganze Ortsteile vernichtet und hunderte Menschen get\u00f6tet hat, kommen immer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":360464,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[91098,91097,64736,91101,91099,91100,40,23730,13060,41,39,91096,38,67027],"class_list":["post-360463","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-bhotekoshi-tal","tag-gletscherbruch","tag-himalaya","tag-klimarisiko","tag-langtang-lirung","tag-murgang","tag-nachrichten","tag-naturkatastrophe","tag-nepal","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-sturzflut","tag-top-meldungen","tag-usgs"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117170118940235666","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=360463"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360463\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/360464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=360463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=360463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=360463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}