{"id":361876,"date":"2026-08-28T17:06:10","date_gmt":"2026-08-28T17:06:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/361876\/"},"modified":"2026-08-28T17:06:10","modified_gmt":"2026-08-28T17:06:10","slug":"esmederm-projekt-fuer-menschen-mit-psoriasis-und-neurodermitis-sucht-teilnehmer-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/361876\/","title":{"rendered":"EsmeDerm: Projekt f\u00fcr Menschen mit Psoriasis und Neurodermitis sucht Teilnehmer &#8211; Forschung"},"content":{"rendered":"<p>Wer mit Psoriasis oder atopischer Dermatitis lebt, kennt das Problem: Die Behandlung ist oft ein langer Weg mit vielen Arztbesuchen und wenig Austausch zwischen den beteiligten Fachleuten. Das soll das Projekt EsmeDerm \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Das Ziel: Spezialisierte Zentren f\u00fcr die Haut<\/p>\n<p>Kernst\u00fcck von EsmeDerm sind 16 sogenannte \u201eZentren f\u00fcr inflammatorische Dermatosen&#8220;, kurz ZiD. Diese Zentren gibt es bundesweit, leider mit einem deutlichen Schwerpunkt auf den alten Bundesl\u00e4ndern. Die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte dieser Zentren begleiten die Behandlung mit einer digitalen Plattform. Diese Plattform hilft dabei, die Therapie individuell zu planen, den Verlauf zu \u00fcberwachen und den Erfolg der Behandlung besser abzusichern.<\/p>\n<p>Um herauszufinden, ob dieses Konzept wirklich etwas bringt, l\u00e4uft eine wissenschaftliche Studie mit randomisiertem Design. Insgesamt sollen bundesweit 700 Patientinnen und Patienten teilnehmen.<\/p>\n<p>Die Teilnehmenden werden per Zufall in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe startet sofort in einem der Spezialzentren, die andere bleibt erst sechs Monate in der gewohnten Praxis und wechselt danach ebenfalls ins Spezialzentrum. So l\u00e4sst sich gut vergleichen, ob die neue Versorgungsform tats\u00e4chlich Vorteile bringt. Nebenbei wird untersucht, wie gut das Konzept in der Praxis funktioniert und ob es sich wirtschaftlich lohnt.<\/p>\n<p>Welche Vorteile haben Betroffene?<\/p>\n<p>F\u00fcr Patientinnen und Patienten, die an EsmeDerm teilnehmen, ergeben sich mehrere konkrete Vorteile.<\/p>\n<p>eine individuelle Betreuung durch ein eingespieltes Team aus Fach\u00e4rzten.<\/p>\n<p>eine ausf\u00fchrliche Beratung zum Umgang mit der Erkrankung, zu m\u00f6glichen Ausl\u00f6sern und Risikofaktoren, inklusive praktischer Tipps f\u00fcr den Alltag.<\/p>\n<p>eine moderne, digital unterst\u00fctzte Therapieplanung, die auf die eigene Situation abgestimmt ist.<\/p>\n<p>Das \u00fcbergeordnete Ziel: weniger Beschwerden und eine sp\u00fcrbar geringere Krankheitsaktivit\u00e4t im Alltag.<\/p>\n<p>Beim ersten Termin wird zudem eine kleine Probe der obersten Hautschicht entnommen. Das kann bei der genauen Diagnostik helfen.<\/p>\n<p>Niemand bekommt ein noch nicht zugelassenes Medikament. Es ist also keine Medikamenten-Studie. Aber andersherum: Wenn der Studienarzt meint, dass eine zugelassene innerliche Therapie zur Behandlung n\u00f6tig ist, dann k\u00f6nnen Studienteilnehmer darauf eingestellt werden. Das kann also auch eine Chance sein, eine f\u00fcr sie besser geeignete innerliche Therapie zu bekommen.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen Betroffene teilnehmen?<\/p>\n<p>Wer an EsmeDerm teilnehmen m\u00f6chte, muss ein paar Grundvoraussetzungen erf\u00fcllen. Man muss<\/p>\n<p>mindestens 18 Jahre alt sein<\/p>\n<p>an Psoriasis oder atopischer Dermatitis leiden<\/p>\n<p>sichtbare Stellen haben<\/p>\n<p>gesetzlich krankenversichert sein<\/p>\n<p>innerhalb von zw\u00f6lf Monaten mindestens sechs Mal in eines der Studienzentren kommen k\u00f6nnen<\/p>\n<p>die Smartphone-App bedienen k\u00f6nnen<\/p>\n<p>Die Registrierung l\u00e4uft ausschlie\u00dflich \u00fcber die EsmeDerm-App. Dort laden Interessierte nach der Registrierung Fotos von ihren aktuellen Stellen der Hauterkrankung hoch. \u00c4rzte beurteilen dann, ob eine Teilnahme m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Auf der <a rel=\"external nofollow noopener\" href=\"https:\/\/esmederm.de\/\" target=\"_blank\">Internetseite zum Projekt<\/a> und in der App finden Interessierte weitere Informationen zur Teilnahme.<\/p>\n<p>Wer steckt hinter dem Projekt?<\/p>\n<p>Die Idee hinter EsmeDerm ist nicht neu erfunden. Ein Vorl\u00e4uferprojekt namens EsmAiL hat bereits erfolgreich ein \u00e4hnliches Versorgungskonzept f\u00fcr Menschen mit Hidradenitis suppurativa getestet. Jetzt wird gepr\u00fcft, ob sich dieses Modell auch auf Psoriasis und atopische Dermatitis \u00fcbertragen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die Abk\u00fcrzung EsmeDerm steht f\u00fcr \u201eEvaluation eines strukturierten und leitlinienbasierten multimodalen Versorgungskonzepts f\u00fcr Menschen mit entz\u00fcndlichen Dermatosen&#8220;.<\/p>\n<p>Das Projekt wird mit rund 3,2 Millionen Euro vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gef\u00f6rdert. Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Stephan Grabbe von der Universit\u00e4tsmedizin Mainz. Als Partner sind au\u00dferdem die DAK-Gesundheit, die Techniker Krankenkasse, die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Wundheilung und Wundbehandlung sowie die Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg dabei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer mit Psoriasis oder atopischer Dermatitis lebt, kennt das Problem: Die Behandlung ist oft ein langer Weg mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":361877,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[1392,46,42,610,124,123,41,44],"class_list":["post-361876","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-apps","tag-at","tag-austria","tag-forschung","tag-gesundheit","tag-health","tag-news","tag-oesterreich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117174231650610118","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361876","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=361876"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/361876\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/361877"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=361876"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=361876"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=361876"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}