{"id":36281,"date":"2026-03-10T10:14:07","date_gmt":"2026-03-10T10:14:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/36281\/"},"modified":"2026-03-10T10:14:07","modified_gmt":"2026-03-10T10:14:07","slug":"kommentar-tiergesundheitsdienst-muss-weiterentwickelt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/36281\/","title":{"rendered":"Kommentar: Tiergesundheitsdienst muss weiterentwickelt werden"},"content":{"rendered":"<p class=\"teaser summary\">\n\t\t\tMag. Franz Waldenberger&#13;<br \/>\nPr\u00e4sident der Landwirtschaftskammer O\u00d6\t\t<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"gallery-open-modal\" aria-label=\"Galerie \u00f6ffnen: \" title=\"Galerie \u00f6ffnen: \" href=\"https:\/\/ooe.lko.at\/javascript:;\" data-bs-toggle=\"modal\" data-img-index=\"0\" data-bs-target=\"#imglayer9193769\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"ext-jpg\" width=\"369\" height=\"246\" alt=\"Franz Waldenberger_LK O\u00d6 Sonja Fuchs (1).jpg \u00a9 LK O\u00d6\/Sonja Fuchs\" title=\"Franz Waldenberger_LK O\u00d6 Sonja Fuchs (1).jpg \u00a9 LK O\u00d6\/Sonja Fuchs\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/1762250981882611.jpg\" \/><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p>\t\t\t\t\tLK-Pr\u00e4sident Mag. Franz Waldenberger \u00a9\u00a0LK O\u00d6\/Sonja Fuchs<\/p>\n<p>Der einseitige Austritt der Tier\u00e4rztekammer aus der Tiergesundheit \u00d6sterreich&#13;<br \/>\nsorgt weiterhin auf beiden Seiten f\u00fcr intensive Diskussionen.&#13;<br \/>\nKlarzustellen ist, dass dieser Austritt die Arbeit der Tiergesundheitsdienste&#13;<br \/>\nin den Bundesl\u00e4ndern zwar nicht unmittelbar betrifft, mittel- und&#13;<br \/>\nl\u00e4ngerfristig jedoch sehr wohl Auswirkungen auf deren T\u00e4tigkeit haben&#13;<br \/>\nwird. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die vom Gesundheitsministerium f\u00fcr heuer angek\u00fcndigte&#13;<br \/>\nNovellierung der TGD-Verordnung. Seit der Gr\u00fcndung des TGD im Jahr 2003 haben sich sowohl die&#13;<br \/>\nAnforderungen an die b\u00e4uerliche Nutztierhaltung als auch an die tier\u00e4rztliche Betreuung massiv ver\u00e4ndert.&#13;<br \/>\nDaher braucht auch das System der Tiergesundheitsdienste dringend eine entsprechende Weiterentwicklung&#13;<br \/>\n\u2013 insbesondere durch die Entwicklung und Umsetzung zus\u00e4tzlicher Tiergesundheitsprogramme.&#13;<br \/>\nGerade in der Schweinehaltung bestehen in Ober\u00f6sterreich breit akzeptierte, gut funktionierende und&#13;<br \/>\nintensiv gelebte Betreuungsverh\u00e4ltnisse zwischen Landwirten und Tier\u00e4rzten \u2013 meist zur vollen Zufriedenheit&#13;<br \/>\nbeider Seiten. Aus der Rinderhaltung hingegen kommen vermehrt kritische R\u00fcckmeldungen.&#13;<br \/>\nGefordert wird hier vor allem die Einf\u00fchrung weiterer Tiergesundheitsprogramme, insbesondere eines&#13;<br \/>\nK\u00e4lbergesundheitsprogrammes.&#13;<br \/>\nWesentlich ist eine st\u00e4rkere Einbindung der B\u00e4uerinnen und Bauern in konkrete T\u00e4tigkeiten und in die&#13;<br \/>\nMedikamentenverabreichung unter tier\u00e4rztlicher Anordnung und Betreuung. F\u00fcr die konkrete Ausgestaltung&#13;<br \/>\nbraucht es einen intensiven Dialog zwischen Landwirtschaft und Tier\u00e4rzteschaft. Gegenseitige&#13;<br \/>\nSchuldzuweisungen, wie zuletzt im VetJournal der Tier\u00e4rztekammer, bringen uns nicht weiter.&#13;<br \/>\nDer dort erhobene Vorwurf, Tierhalter w\u00fcrden Impfungen ablehnen und lieber auf Antibiotika setzen,&#13;<br \/>\nentspricht weder der Einstellung der B\u00e4uerinnen und Bauern noch der Realit\u00e4t auf den Betrieben. Er ist&#13;<br \/>\nvielmehr als versuchte Provokation zu verstehen.&#13;<br \/>\nAuch der Vorwurf, die Agrarvertretung habe das freiwillige \u201eErweiterte Tiergesundheitsmonitoring\u201c in&#13;<br \/>\nder Milchviehhaltung allein initiiert, entspricht so nicht den Tatsachen. Vielmehr mussten die neuen&#13;<br \/>\nAnforderungen des deutschen Marktes akzeptiert werden, um die H\u00e4lfte der heimischen Milchexporte&#13;<br \/>\nauch langfristig abzusichern. Auf Initiative der b\u00e4uerlichen Vertreter wird den Tier\u00e4rzten der Aufwand&#13;<br \/>\nf\u00fcr die quartalsweisen Antibiotikameldungen vom Landwirtschaftsministerium zudem finanziell abgegolten.&#13;<br \/>\nDie von uns abgelehnte Alternative w\u00e4re eine gesetzliche Vorgabe mit Meldung an die Beh\u00f6rde&#13;<br \/>\nohne finanzielle Abgeltung gewesen \u2013 eine Regelung, die wir gemeinsam mit der Tier\u00e4rzteschaft&#13;<br \/>\nverhindern konnten. Damit bleibt die Datenhoheit weiterhin im eigenen Verantwortungsbereich der&#13;<br \/>\nTiergesundheit \u00d6sterreich.&#13;<br \/>\nAls b\u00e4uerliche Vertreter stellen wir den tier\u00e4rztlichen T\u00e4tigkeitsvorbehalt grunds\u00e4tzlich nicht infrage.&#13;<br \/>\nR\u00fcckmeldungen erfahrener Nutztierpraktiker und Beispiele aus gut funktionierenden Betreuungsverh\u00e4ltnissen&#13;<br \/>\nzeigen jedoch, dass geschulte Nutztierhalter im Rahmen klar definierter Programme&#13;<br \/>\nbestimmte Arzneimittel und Impfungen unter Anleitung des TGD-Betreuungstierarztes effizient und&#13;<br \/>\npraxisgerecht verabreichen k\u00f6nnen. Dadurch werden hochqualifizierte Tier\u00e4rzte von routinem\u00e4\u00dfigen&#13;<br \/>\nStandardt\u00e4tigkeiten \u2013 etwa Impfungen in Sprayform \u2013 entlastet und k\u00f6nnen sich st\u00e4rker auf ihre eigentlichen&#13;<br \/>\nAufgaben konzentrieren: die Heilung erkrankter Tiere, ein professionelles Tiergesundheitsmanagement&#13;<br \/>\nund die aktive Tiergesundheitsvorsorge.&#13;<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich geht es auch um Ma\u00dfnahmen zur Sicherung der tier\u00e4rztlichen Versorgung in der&#13;<br \/>\nNutztierhaltung. Gerade viele Nutztierpraktiker zeigen, dass die TGD-Betreuung f\u00fcr die wirtschaftliche&#13;<br \/>\nGrundlage und strategische Ausrichtung tier\u00e4rztlicher Praxen eine zentrale Rolle spielt. Dazu bekennen&#13;<br \/>\nwir uns ausdr\u00fccklich.&#13;<br \/>\nIch fordere die Tier\u00e4rzteschaft daher auf: Setzen wir uns auf Bundesebene wieder an einen Tisch. Die&#13;<br \/>\nTiergesundheit \u00d6sterreich ist die daf\u00fcr geschaffene und am besten geeignete Plattform unter Einbindung&#13;<br \/>\naller relevanten Partner. Entwickeln wir gemeinsam den Tiergesundheitsdienst weiter und schaffen&#13;<br \/>\nwir zus\u00e4tzliche Programme \u2013 insbesondere im Bereich der K\u00e4lbergesundheit, wo seit Jahren akuter&#13;<br \/>\nHandlungsbedarf besteht. Gemeinsam k\u00f6nnen wir die erforderlichen rechtlichen Grundlagen schaffen&#13;<br \/>\nund Programme entwickeln, die auf beiden Seiten auf Interesse sto\u00dfen. Diese Weiterentwicklung&#13;<br \/>\nist notwendig, um die Tiergesundheit zu verbessern, Absatzm\u00e4rkte zu sichern und damit die Wirtschaftlichkeit&#13;<br \/>\nder Nutztierhaltung zu st\u00e4rken. Zus\u00e4tzliche gesetzliche Regulierungen k\u00f6nnen wohl f\u00fcr&#13;<br \/>\nbeide Seiten nicht das Ziel sein. Daher braucht es weiterhin ein System des Tiergesundheitsdienstes mit&#13;<br \/>\nfreiwilliger Teilnahme und freier Partnerwahl zwischen Nutztierhaltern und Tier\u00e4rzten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mag. Franz Waldenberger&#13; Pr\u00e4sident der Landwirtschaftskammer O\u00d6 LK-Pr\u00e4sident Mag. 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