{"id":362940,"date":"2026-08-29T10:59:08","date_gmt":"2026-08-29T10:59:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/362940\/"},"modified":"2026-08-29T10:59:08","modified_gmt":"2026-08-29T10:59:08","slug":"neue-grazer-stadtregierung-steht-schwentner-vizebuergermeisterin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/362940\/","title":{"rendered":"Neue Grazer Stadtregierung steht: Schwentner Vizeb\u00fcrgermeisterin"},"content":{"rendered":"<p>        <a href=\"https:\/\/www.inside-graz.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/grazer-stadtregierung-2026.jpg\" data-caption=\"Stadtrat Manfred Eber, Stadtrat Ren\u00e9 Apfelknab, B\u00fcrgermeisterin-Stellvertreterin Judith Schwentner, B\u00fcrgermeisterin Elke Kahr, Stadtrat Kurt Hohensinner, Stadtrat Robert Krotzer und Stadtr\u00e4tin Claudia Unger (v. l.).&#010;\u00a9 Stadt Graz\/Fischer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"entry-thumb td-modal-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/grazer-stadtregierung-2026-640x427.jpg\"   alt=\"Grazer Stadtregierung 2026\" title=\"Grazer Stadtregierung 2026\"\/><\/a>Stadtrat Manfred Eber, Stadtrat Ren\u00e9 Apfelknab, B\u00fcrgermeisterin-Stellvertreterin Judith Schwentner, B\u00fcrgermeisterin Elke Kahr, Stadtrat Kurt Hohensinner, Stadtrat Robert Krotzer und Stadtr\u00e4tin Claudia Unger (v. l.).<br \/>\n\u00a9 Stadt Graz\/Fischer<\/p>\n<p>Die konstituierende Sitzung des Grazer Gemeinderates hatte bereits am Donnerstag begonnen. Dabei wurde Elke Kahr mit 40 von 48 Stimmen erneut zur B\u00fcrgermeisterin gew\u00e4hlt und von Landeshauptmann Mario Kunasek angelobt.<\/p>\n<p>Offen blieb zun\u00e4chst allerdings die Frage, wer k\u00fcnftig das Amt der Vizeb\u00fcrgermeisterin oder des Vizeb\u00fcrgermeisters \u00fcbernimmt. Nach zwei erfolglosen Wahlg\u00e4ngen musste die Sitzung f\u00fcr 24 Stunden unterbrochen werden.<\/p>\n<p>Am Freitag um 15:06 Uhr setzte der Gemeinderat die Sitzung fort.<\/p>\n<p>Kurt Hohensinner scheitert auch im dritten Wahlgang<\/p>\n<p>Auch im dritten Wahlgang lag das Vorschlagsrecht zun\u00e4chst wieder bei der zweitst\u00e4rksten Partei \u00d6VP. Klubobfrau Anna Hopper nominierte erneut Kurt Hohensinner.<\/p>\n<p>Sie erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p>Die Grazer Volkspartei h\u00e4lt an ihrem Wahlvorschlag fest. Wir wollen ganz sicher und ganz klar, dass Kurt Hohensinner als Vizeb\u00fcrgermeister f\u00fcr diese Stadt dienen darf. Respektieren wir das Votum der Grazerinnen und Grazer, die Stimmen von 25 Prozent, oder nicht?<\/p>\n<p>Das Ergebnis blieb jedoch unver\u00e4ndert: 23 Stimmen entfielen auf Kurt Hohensinner, 25 Stimmen waren ung\u00fcltig.<\/p>\n<p>Damit scheiterte der \u00d6VP-Chef auch im dritten Anlauf.<\/p>\n<p>Judith Schwentner im vierten Wahlgang vorgeschlagen<\/p>\n<p>Im vierten Wahlgang \u00e4nderte sich die rechtliche Ausgangslage. Nun konnten die Klubvorsitzenden aller im Gemeinderat vertretenen Parteien, die nach Anrechnung des B\u00fcrgermeisteramtes noch Anspruch auf einen Sitz im Stadtsenat hatten, einen Wahlvorschlag einbringen.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnen-Klubobfrau Anna Slama schlug daraufhin Judith Schwentner vor.<\/p>\n<p>Sie begr\u00fcndete die Nominierung mit der Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen KP\u00d6 und Gr\u00fcnen:<\/p>\n<p>Wir entscheiden heute nicht nur \u00fcber eine Person, sondern \u00fcber die Richtung, die unsere Stadt Graz in den kommenden f\u00fcnf Jahren einschlagen soll. Die Stabilit\u00e4t unseres Arbeitens ist das wichtigste Fundament, auf das wir in Zeiten wie diesen aufbauen k\u00f6nnen. Die Koalition ist ein tiefes Bekenntnis, niemanden in dieser Stadt zur\u00fcckzulassen. Wir schlagen Judith Schwentner auch f\u00fcr die kommende Periode als Vizeb\u00fcrgermeisterin der Stadt Graz vor.<\/p>\n<p>Auch KP\u00d6-Klubobfrau Sahar Mohsenzada warb f\u00fcr Schwentner. Sie hob insbesondere die bisherige Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen hervor.<\/p>\n<p>Schwentner mit 27 von 48 Stimmen gew\u00e4hlt<\/p>\n<p>Um 15:40 Uhr stand das Ergebnis fest: Judith Schwentner erhielt 27 von 48 Stimmen und wurde damit erneut zur B\u00fcrgermeisterin-Stellvertreterin gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Nach der Gel\u00f6bnisformel antwortete Schwentner mit \u201eIch gelobe\u201c und war damit offiziell als Vizeb\u00fcrgermeisterin angelobt.<\/p>\n<p>In ihrer anschlie\u00dfenden Rede verwies sie auf die Zusammenarbeit der vergangenen f\u00fcnf Jahre:<\/p>\n<p>Wir haben vor f\u00fcnf Jahren einen gemeinsamen Weg eingeschlagen. Nach dieser Zeit k\u00f6nnen wir auf viel gemeinsamen Vertrauen aufbauen. Darum wollen wir weiter zusammenarbeiten. Ich freue mich sehr, auch zuk\u00fcnftig als Vizeb\u00fcrgermeisterin ein sehr gro\u00dfes Ressort zu verwalten. Dies hat sich bew\u00e4hrt und ich m\u00f6chte mich hiermit bei allen engagierten Mitarbeiter:innen der Stadt Graz bedanken. Ohne sie w\u00e4ren wir nicht da, wo wir jetzt stehen. Ich bedanke mich f\u00fcr den fairen Wahlprozess. Besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit allen im Gemeinderat und Stadtsenat und auch darauf, dass ich in den kommenden f\u00fcnf Jahren f\u00fcr unsere Stadt arbeiten darf.<\/p>\n<p>Schwentner setzt auf Lebensqualit\u00e4t und Stadtentwicklung<\/p>\n<p>In einer Stellungnahme zum Beginn der neuen Regierungsperiode k\u00fcndigte Judith Schwentner an, den bisherigen politischen Kurs fortsetzen zu wollen.<\/p>\n<p>Ihr Ressort umfasst zentrale Bereiche der Grazer Stadtentwicklung. Dazu geh\u00f6ren Stadtplanung und Verkehr, die Stadtbaudirektion, das Stra\u00dfenamt und die Stadtvermessung sowie Gr\u00fcnraum, Gew\u00e4sser und Umwelt.<\/p>\n<p>Schwentner sieht diese Aufgaben eng miteinander verbunden. Das Wachstum der Stadt erfordere nicht nur zus\u00e4tzlichen Wohnraum, sondern beispielsweise auch Schulen, Kinderg\u00e4rten, einen leistungsf\u00e4higen \u00f6ffentlichen Verkehr, Gr\u00fcnfl\u00e4chen, sichere Verkehrswege und \u00f6ffentliche Begegnungsr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Sie erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p>Ich freue mich sehr, unseren Grazer Weg gemeinsam weitergehen zu d\u00fcrfen. F\u00fcr mich bedeutet dieses Amt, jeden Tag daran zu arbeiten, dass die Menschen in unserer Stadt heute genauso wie morgen gut leben k\u00f6nnen. Graz w\u00e4chst und ver\u00e4ndert sich und wir wollen diesen Wandel auch in finanziell herausfordernden Zeiten mit Mut und Zuversicht gestalten.<\/p>\n<p>Hitze und Extremwetter bleiben Schwerpunkt<\/p>\n<p>Einen besonderen Schwerpunkt will Schwentner weiterhin auf die Anpassung von Graz an steigende Temperaturen und Extremwetter legen.<\/p>\n<p>Dazu z\u00e4hlen nach Angaben der Gr\u00fcnen unter anderem mehr B\u00e4ume und Gr\u00fcnfl\u00e4chen, zus\u00e4tzliche Schattenbereiche, die Entsiegelung von Fl\u00e4chen, ein attraktiver \u00f6ffentlicher Verkehr sowie sichere M\u00f6glichkeiten zum Radfahren und Zufu\u00dfgehen.<\/p>\n<p>Schwentner verbindet diese Ma\u00dfnahmen ausdr\u00fccklich mit sozialpolitischen Fragen.<\/p>\n<p>Nicht jede Familie hat einen Garten, nicht jede Wohnung l\u00e4sst sich im Sommer ausreichend k\u00fchlen. Gr\u00fcn vor der Haust\u00fcr, Schatten und Abk\u00fchlung sollen deshalb nicht vom Einkommen oder von der Wohnadresse abh\u00e4ngen. Genau das meinen wir, wenn wir sagen: Lebensqualit\u00e4t und soziale Gerechtigkeit geh\u00f6ren zusammen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die neue Gemeinderatsperiode k\u00fcndigt sie zudem eine Zusammenarbeit \u00fcber Parteigrenzen hinweg sowie einen Austausch mit Stadtverwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an.<\/p>\n<p>Das ist die neue Grazer Stadtregierung<\/p>\n<p>Nach der Wahl der Vizeb\u00fcrgermeisterin bestimmte der Gemeinderat die f\u00fcnf weiteren Mitglieder des Stadtsenats.<\/p>\n<p>Die KP\u00d6 nominierte Robert Krotzer und Manfred Eber. Beide wurden gegen die Stimmen der FP\u00d6 zu Stadtr\u00e4ten gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die \u00d6VP ziehen Kurt Hohensinner und Claudia Unger in den Stadtsenat ein. Beide erhielten die Stimmen des gesamten Gemeinderates.<\/p>\n<p>Die FP\u00d6 nominierte Ren\u00e9 Apfelknab. Er wurde gegen die Stimmen der NEOS und von Gemeinderat K\u00fchberger zum Stadtrat gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Damit besteht die neue Grazer Stadtregierung aus:<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeisterin Elke Kahr \u2013 KP\u00d6<br \/>\nVizeb\u00fcrgermeisterin Judith Schwentner \u2013 Gr\u00fcne<br \/>\nStadtrat Robert Krotzer \u2013 KP\u00d6<br \/>\nStadtrat Manfred Eber \u2013 KP\u00d6<br \/>\nStadtrat Kurt Hohensinner \u2013 \u00d6VP<br \/>\nStadtr\u00e4tin Claudia Unger \u2013 \u00d6VP<br \/>\nStadtrat Ren\u00e9 Apfelknab \u2013 FP\u00d6<\/p>\n<p>Nach der Angelobung der Mitglieder des Stadtsenats war die neue Stadtregierung offiziell im Amt. Die konstituierende Gemeinderatssitzung endete um 16:08 Uhr.<\/p>\n<p>Kahr und Schwentner f\u00fchren Koalition weiter<\/p>\n<p>Damit steht die politische F\u00fchrung von Graz f\u00fcr die kommenden Jahre fest. Elke Kahr bleibt B\u00fcrgermeisterin, Judith Schwentner ihre Stellvertreterin.<\/p>\n<p>KP\u00d6 und Gr\u00fcne setzen ihre Zusammenarbeit unter dem Motto \u201eF\u00fcr ein Graz, das zusammenh\u00e4lt\u201c fort. Die neue Koalition verf\u00fcgt allerdings nur \u00fcber eine knappe Mehrheit im Gemeinderat.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Kahr bei ihrer Wiederwahl auch Stimmen au\u00dferhalb der Koalition erhielt, zeigte die mehrstufige Wahl zur B\u00fcrgermeisterin-Stellvertretung bereits zu Beginn der neuen Periode die politischen Konfliktlinien. Die \u00d6VP beanspruchte das Amt aufgrund ihres Ergebnisses als zweitst\u00e4rkste Partei f\u00fcr Kurt Hohensinner. KP\u00d6 und Gr\u00fcne hielten dagegen an Judith Schwentner und damit an ihrer gemeinsamen Regierungsstruktur fest.<\/p>\n<p>Nach vier Wahlg\u00e4ngen ist diese Frage nun entschieden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stadtrat Manfred Eber, Stadtrat Ren\u00e9 Apfelknab, B\u00fcrgermeisterin-Stellvertreterin Judith Schwentner, B\u00fcrgermeisterin Elke Kahr, Stadtrat Kurt Hohensinner, Stadtrat Robert Krotzer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":362941,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[29],"tags":[46,42,183,44,269,460],"class_list":["post-362940","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-graz","tag-at","tag-austria","tag-graz","tag-oesterreich","tag-politik","tag-rathaus"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117178451278110986","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362940","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=362940"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362940\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/362941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=362940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=362940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=362940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}