{"id":36473,"date":"2026-03-10T12:09:17","date_gmt":"2026-03-10T12:09:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/36473\/"},"modified":"2026-03-10T12:09:17","modified_gmt":"2026-03-10T12:09:17","slug":"volkswagen-gewinn-bricht-drastisch-ein-vw-streicht-50-000-stellen-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/36473\/","title":{"rendered":"Volkswagen: Gewinn bricht drastisch ein \u2013 VW streicht 50.000 Stellen in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Europas gr\u00f6\u00dfter Autobauer steckt tief in der Krise \u2013 der Gewinn bricht 2025 um fast die H\u00e4lfte ein. Bei Porsche ist das Betriebsergebnis noch dramatischer. Konzern-Finanzchef Arno \u200bAntlitz sieht daf\u00fcr mehrere Gr\u00fcnde, k\u00fcndigt aber auch Stellenstreichungen an.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Diese Bilanz f\u00e4llt bitter aus: Volkswagen hat 2025 wegen der \u200bZ\u00f6lle von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und dem Kurswechsel bei \u2060Porsche einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet.<\/p>\n<p>Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas gr\u00f6\u00dfter Autobauer in Wolfsburg mit. Das ist das niedrigste Ergebnis seit der Dieselskandal-Krise im Jahr 2016. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Verantwortlich macht Volkswagen vor allem die US-Z\u00f6lle sowie die Probleme der Volkswagen-Tochter Porsche. Gleichzeitig wurden weitere Stellenstreichungen in Deutschland angek\u00fcndigt. <\/p>\n<p>Allerdings schnitt VW im Schlussquartal wieder besser ab als in den ersten neun Monaten. Im dritten Quartal war der Konzern noch tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte mehr als eine Milliarde Euro Verlust verbucht. Grund waren hier vor allem die Belastungen bei der Tochter Porsche wegen des Strategie-Schwenks zur Verbrenner-Verl\u00e4ngerung, die auf die Konzernmutter durchschlugen. Hinzu kamen die erw\u00e4hnten Milliardenbelastungen aus den US-Z\u00f6llen.<\/p>\n<p>Bis 2030 sollen 50.000 Stellen abgebaut werden<\/p>\n<p>Finanzchef Arno \u200bAntlitz \u200csagte, das Jahr sei von geopolitischen Spannungen, Z\u00f6llen und hoher Wettbewerbsintensit\u00e4t gepr\u00e4gt gewesen. Die Restrukturierung bei dem Unternehmen zeige zwar Fortschritte, und der Netto-Cashflow sei besser ausgefallen als erwartet. \u201eDas aktuelle Ergebnisniveau von bereinigt 4,6 \u200cProzent vor Restrukturierung reicht aber langfristig \u2060nicht \u200baus.\u201c F\u00fcr das Jahr 2026 rechnet der Konzern zun\u00e4chst mit 4,0 bis 5,5 Prozent Rendite.<\/p>\n<p>VW werde nun \u201eweiter konsequent unsere Kosten senken\u201c, erkl\u00e4rte Antlitz. In Deutschland werden deshalb weitere Stellen gestrichen: \u201eInsgesamt sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden\u201c, erkl\u00e4rte Konzernvorstand Oliver Blume in einem Brief an die Aktion\u00e4re. <\/p>\n<p>\u201eDie Summe von 50.000 Stellen setzt sich laut Konzernsprechern aus bereits angek\u00fcndigten Stellenstreichungen zusammen &#8211; unter anderem bei Porsche und der Software-Tochter Cariad. Das Gros stammt aus dem Ende 2024 vereinbarten Abbau bei der Kernmarke VW von 35.000 Stellen\u201c, erg\u00e4nzte Blumes Sprecher gegen\u00fcber WELT. Ende 2023 arbeiteten laut Konzernangaben knapp 300.000 Menschen bei VW Deutschland.<\/p>\n<p>Bei den Verk\u00e4ufen war der Konzern 2025 knapp unter die Marke von neun Millionen gerutscht: Weltweit lieferte der Konzern 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken aus, 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In Europa legte der Konzern zwar sogar zu. Das konnte R\u00fcckg\u00e4nge in China und Nordamerika aber nicht ausgleichen.<\/p>\n<p>Porsche verdient kaum noch was<\/p>\n<p>Ein genauerer Blick auf die Volkswagen-Tochter Porsche offenbart das Debakel: Das operative Ergebnis des Sportwagenbauers belief 2025 auf nur noch 90 Millionen Euro nach knapp 5,3 Milliarden \u2060Euro \u200bim Jahr \u200cdavor. Inklusive Finanzdienstleistungen erzielte die Sportwagenschmiede 413 Millionen Euro (2024: 5,6 Milliarden Euro).<\/p>\n<p>Wie Volkswagen leidet auch Porsche unter einem Absatzeinbruch in China, gestiegenen US-Z\u00f6llen, aber vor allem unter der Fehleinsch\u00e4tzung zum \u2060Tempo \u200bdes Umstiegs auf Elektroautos. <\/p>\n<p>Da die Sportwagenfans am Verbrennungsmotor h\u00e4ngen, \u2060verlegt sich Porsche wieder st\u00e4rker auf Modelle mit konventionellen Antrieben. F\u00fcr 2026 erwartet der \u200cAutobauer nach Aussagen \u2060auf \u200ceiner Analystenkonferenz \u200bEnde Januar \u2060einen weiteren \u200bAbsatzr\u00fcckgang, die Rendite soll sich aber \u200cerholen \u200bauf mehr als f\u00fcnf Prozent.<\/p>\n<p>Konzernchef Oliver Blume wird auch selbst weniger verdienen<\/p>\n<p>Der Gewinneinbruch bei Volkswagen und Porsche wird sich \u200bauch auf dem Konto von Konzernchef Oliver Blume zeigen. Seine Gesamtverg\u00fctung \u2060einschlie\u00dflich der Versorgungsaufwendungen ging im vergangenen Jahr auf 7,42 Millionen Euro zur\u00fcck, wie aus dem am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Verg\u00fctungsbericht hervorgeht. Im Vorjahr waren es 10,35 Millionen Euro. \u2060Alle Vorstandsmitglieder hatten \u200bim \u200cZusammenhang mit dem milliardenschweren Sparprogramm auf Gehalt verzichtet. Bei Blume macht das fast eine halbe Million Euro aus. <\/p>\n<p>Ein wichtiger Grund f\u00fcr das niedrigere Gehalt ist, dass die Bonuszahlungen geringer ausfielen als noch vor einem Jahr. \u200cDer Porsche-Bonus fiel ganz weg. \u2060Die \u200beinstige Ertragsperle Porsche hatte 2025 gerade noch schwarze Zahlen \u2060geschrieben. Die Sportwagenschmiede leidet unter anderem darunter, dass sie in China kaum noch Autos verkauft.<\/p>\n<p>Topverdiener bei \u200cVolkswagen ist weiter \u2060Blumes \u200cVorg\u00e4nger Herbert \u200bDiess, der \u2060im August \u200b2022 abgel\u00f6st worden war. Weil \u200csein Vertrag \u200bbis Oktober 2025 lief, bekommt \u200cer \u200cf\u00fcr das abgelaufene Jahr noch mehr als neun Millionen \u200bEuro.<\/p>\n<p>rct\/krott mit dpa\/Reuters<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Europas gr\u00f6\u00dfter Autobauer steckt tief in der Krise \u2013 der Gewinn bricht 2025 um fast die H\u00e4lfte ein.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":36474,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[40,41,2256,3504,39,350,66,8486,65,64],"class_list":{"0":"post-36473","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-nachrichten","9":"tag-news","10":"tag-newsteam","11":"tag-porsche","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-volkswagen","14":"tag-welt","15":"tag-wolfsburg","16":"tag-world","17":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116204808616795699","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36473"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36473\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36474"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}