{"id":365162,"date":"2026-08-30T18:16:07","date_gmt":"2026-08-30T18:16:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/365162\/"},"modified":"2026-08-30T18:16:07","modified_gmt":"2026-08-30T18:16:07","slug":"ifa-chef-messen-brauchen-auch-entertainment-30-08-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/365162\/","title":{"rendered":"IFA-Chef: Messen brauchen auch Entertainment | 30.08.26"},"content":{"rendered":"<p>BERLIN (dpa-AFX) &#8211; Nach einem schwierigen ersten Halbjahr f\u00fcr die Hersteller von Haushaltselektronik will die Technikmesse IFA der Branche neuen Schwung verleihen. Aufgabe der IFA sei es, in diesem schwierigen Umfeld den Fokus auf die Branche zu legen und die Motivation der Menschen zu erh\u00f6hen, f\u00fcr Elektronikprodukte Geld auszugeben, sagte IFA-Chef Leif Lindner der Deutschen Presse-Agentur.\t\t\t<\/p>\n<p>Branche mit Umsatzminus im ersten Halbjahr<\/p>\n<p>Die Branche steht nicht zuletzt aufgrund der angespannten Weltlage unter Druck. Im ersten Halbjahr lag der Umsatz mit sogenannten technischen Konsumg\u00fctern in Deutschland bei 20,6 Milliarden Euro &#8211; das sind 2,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. &#8222;Die Konsumstimmung verharrt, bedingt durch die Weltlage und damit verbundene Sparneigung und allgemeine Verunsicherung der Verbraucher, auf einem niedrigen Niveau&#8220;, sagte dazu k\u00fcrzlich Carine Chardon, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Branchenorganisation GFU Consumer &amp; Home Electronics.<\/p>\n<p>Lindner betonte, dass die Sparneigung in Deutschland \u00fcberdimensional hoch sei. &#8222;Man sch\u00fctzt sich hier eher und h\u00e4lt sein Geld beisammen.&#8220; Zudem sei der stockende Wohnungsneubau ein Problem besonders f\u00fcr die Haushaltsger\u00e4tebranche. &#8222;Wenn ein Mensch umzieht, hat das statistisch gesehen eine Auswirkung auf sechs weitere Haushalte&#8220;, sagte Lindner. Weniger Neubau werde so schnell zu einem &#8222;massiven Problem&#8220;.<\/p>\n<p>Neue Ausrichtung der IFA wird weiter vorangetrieben<\/p>\n<p>Die IFA gibt es bereits seit mehr als 100 Jahren, unter Lindner hat sie sich zuletzt deutlich ver\u00e4ndert. Viel Staub wurde abgekratzt, knalligere Farben pr\u00e4gen das Design. Die drei Buchstaben stehen inzwischen nicht mehr f\u00fcr Internationale Funkausstellung, sondern f\u00fcr den etwas allgemeinen Slogan Innovation for All.\t\t\t<\/p>\n<p>Die Veranstalter sprechen zudem in der Regel von einem Event, nicht von einer Ausstellung oder Messe. Viele Formate zum Mitmachen und Technik ausprobieren werden angeboten, unter anderem wurde f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Ausgabe der Bereich Beauty &amp; Wellbeing vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p>&#8222;Im Ausland werden Messen wie die IFA in der Regel als Show, punktuell auch als Festivals gesehen&#8220;, sagte Lindner. Entertainment neben dem klassischen Messegesch\u00e4ft sei wichtig, ebenso die Ausrichtung hin zu einem j\u00fcngeren Publikum.<\/p>\n<p>Lindner: IFA-Besucher sind j\u00fcnger geworden, deutlich mehr Frauen dabei<\/p>\n<p>Bei der IFA gibt es inzwischen auch viele Angebote f\u00fcr und mit Internetstars, die w\u00e4hrend der Ausstellung Videoclips drehen oder auch Podcasts aufnehmen k\u00f6nnen. Im IFA-Sommergarten treten unter anderem die Berliner Rapperin Ikkimel und Luciano auf, auch hier d\u00fcrften vor allem junge Menschen Tickets gekauft haben.<\/p>\n<p>Die Neuausrichtung zeige bereits Wirkung, sagt Lindner. Vor einigen Jahren sei der Altersschnitt der Besucher noch knapp \u00fcber 50 Jahren gewesen, mehr als 90 Prozent aller Besucher m\u00e4nnlich. Inzwischen sei jeder zweite Endkonsument, der die IFA besucht, unter 35, der Frauenanteil liege bei mehr als 25 Prozent.<\/p>\n<p>Knapp 2.000 Aussteller dieses Jahr<\/p>\n<p>Anschauen k\u00f6nnen sich die Besucher dieses Jahr Produkte von knapp 2.000 Ausstellern. Es h\u00e4tten auch mehr sein k\u00f6nnen, sagte Lindner, aber es gehe nicht nur darum, die Anzahl zu steigern, sondern eine hohe Qualit\u00e4t an Ausstellern zu haben, die einen Mehrwert f\u00fcr Unternehmen und Fachbesucher haben. Denn die IFA sei f\u00fcr beide Seiten eine enorm wichtige Business-Plattform. Die IFA \u00f6ffnet f\u00fcr Privatbesucher ab Freitag bis einschlie\u00dflich Dienstag, 8. September.<\/p>\n<p>W\u00fcnsche an die Stadt? Mehr Unterst\u00fctzung und ein U-Bahnhof als IFA-Station<\/p>\n<p>Bis 2034 wird die IFA noch mindestens in Berlin bleiben, ein entsprechender Vertrag mit der Messe Berlin wurde vergangenes Jahr unterzeichnet. Die Hauptstadt sei der absolut richtige Standort, sagte Lindner, der selbst in Neuk\u00f6lln gro\u00df wurde.<\/p>\n<p>&#8222;Was ich mir w\u00fcnschen w\u00fcrde, ist noch etwas mehr Unterst\u00fctzung der Stadt&#8220;, so der Manager. Die IFA sorge jedes Jahr f\u00fcr 380 Millionen Euro Umsatz in Berlin, etwa bei Hotels, Restaurants, Gesch\u00e4ften und Taxen. &#8222;Wenn man in zehn Jahren mehr als drei Milliarden Euro bringt, w\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen, dass man die IFA anders wertsch\u00e4tzt&#8220;, sagte Lindner. Als Beispiele nannte er IFA-Werbung am Brandenburger Tor oder im Messezeitraum die Umbenennung einer U-Bahnstation in &#8222;IFA-Station&#8220;.\/nif\/DP\/zb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"BERLIN (dpa-AFX) &#8211; Nach einem schwierigen ersten Halbjahr f\u00fcr die Hersteller von Haushaltselektronik will die Technikmesse IFA der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":365163,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[16],"tags":[46,42,44,97,96,101,98,100,99],"class_list":["post-365162","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-at","tag-austria","tag-oesterreich","tag-science","tag-science-technology","tag-technik","tag-technology","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117185831453709023","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/365162","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=365162"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/365162\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/365163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=365162"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=365162"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=365162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}