{"id":36542,"date":"2026-03-10T12:49:09","date_gmt":"2026-03-10T12:49:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/36542\/"},"modified":"2026-03-10T12:49:09","modified_gmt":"2026-03-10T12:49:09","slug":"biontech-macher-gruenden-neue-firma-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/36542\/","title":{"rendered":"BioNTech-Macher gr\u00fcnden neue Firma \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Das in der Corona-Pandemie bekannt gewordene Unternehmen steckt tief in den roten Zahlen. Die beiden Gr\u00fcnder verlassen den deutschen Impfstoffhersteller und gr\u00fcnden ein neues Unternehmen mit Schwerpunkt auf mRNA-Technologie. Die Aktie reagiert mit deutlichen Verlusten.<\/p>\n<p>Wien. BioNTech steht vor einem tiefgreifenden F\u00fchrungswechsel: Die Gr\u00fcnder U\u011fur \u015eahin und \u00d6zlem T\u00fcreci werden das Unternehmen bis Jahresende verlassen, um eine neue Biotechfirma mit Schwerpunkt auf mRNA-Technologie aufzubauen. BioNTech will das Vorhaben finanziell und technologisch unterst\u00fctzen und sich im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung sowie k\u00fcnftige Meilenstein- und Lizenzzahlungen sichern.<\/p>\n<p>Der Schritt markiert einen strategischen Einschnitt f\u00fcr das Mainzer Unternehmen, das mit seinem Covid-19-Impfstoff weltweit bekannt wurde. Zugleich erfolgt der Wechsel in einer Phase, in der BioNTech st\u00e4rker auf Kommerzialisierung und den Ausbau des Krebsmedikamenten-Gesch\u00e4fts ausgerichtet ist.<\/p>\n<p>\u015eahin und T\u00fcreci wollen nach Angaben des Unternehmens bis Ende des Jahres in die neue Gesellschaft wechseln. BioNTech plant, sich an dem neuen Unternehmen zu beteiligen und dazu Teile seiner Rechte sowie mRNA-Technologien einzubringen.<\/p>\n<p>\u015eahin begr\u00fcndete den Schritt damit, dass er und T\u00fcreci sich in erster Linie als Wissenschaftler verstehen. Statt ein gro\u00dfes biopharmazeutisches Unternehmen zu f\u00fchren, wollten sie ihre Energie st\u00e4rker auf Innovation konzentrieren. BioNTech sei in seiner Entwicklung nun an einem Punkt angekommen, an dem Themen wie Geschwindigkeit, operative Umsetzung, Kommerzialisierung und Industrialisierung st\u00e4rker in den Vordergrund r\u00fcckten.<\/p>\n<p>\u201eBioNTech bewegt sich nun in eine Phase, in der es st\u00e4rker um Tempo, Umsetzung, Kommerzialisierung und Industrialisierung geht\u201c, sagte \u015eahin in einem Interview. F\u00fcr diese Aufgaben gebe es Manager, die genau darin ihre St\u00e4rke h\u00e4tten.<\/p>\n<p>An den M\u00e4rkten wurde der angek\u00fcndigte Abgang der Gr\u00fcnder zun\u00e4chst negativ aufgenommen. Die in den USA gehandelten Hinterlegungsscheine von BioNTech verloren vorb\u00f6rslich zeitweise bis zu 16 Prozent. Belastend wirkte neben dem F\u00fchrungswechsel auch ein Umsatzausblick, der unter den Erwartungen von Analysten lag.<\/p>\n<p>BioNTech war in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und erreichte eine Marktkapitalisierung von rund 26 Milliarden Dollar. Damit ist das Unternehmen heute fast siebenmal so viel wert wie beim B\u00f6rsengang im Jahr 2019.<\/p>\n<p>Nach Angaben \u015eahins ist der \u00dcbergang das Ergebnis von mehr als 18 Monaten interner Gespr\u00e4che \u00fcber die k\u00fcnftige F\u00fchrungsstruktur und verschiedene Modelle f\u00fcr die Leitung des Unternehmens. Der Schritt f\u00e4llt in eine sensible Phase f\u00fcr die mRNA-Technologie.<\/p>\n<p>In den USA steht das Feld politisch unter Druck. K\u00fcrzungen bei staatlicher Finanzierung f\u00fcr mRNA-Impfstoffprojekte sowie eine vorsichtigere Impfstrategie haben die Stimmung unter Investoren belastet. \u015eahin betonte jedoch, das Potenzial der Technologie bleibe gro\u00df und d\u00fcrfe nicht durch Entwicklungen au\u00dferhalb der Wissenschaft bestimmt werden.<\/p>\n<p>Die neue Firma wird das dritte Biotech-Unternehmen sein, das \u015eahin und T\u00fcreci gemeinsam aufbauen. Zuvor hatten sie 2001 Ganymed Pharmaceuticals gegr\u00fcndet, ehe 2008 BioNTech folgte.<\/p>\n<p>BioNTech hatte sich w\u00e4hrend der Pandemie gemeinsam mit Pfizer auf Impfstoffe konzentriert und damit Milliardenerl\u00f6se erzielt. Diese Mittel nutzt das Unternehmen nun, um sein Onkologiegesch\u00e4ft auszubauen und die erste Krebstherapie zur Marktreife zu bringen. Ein vielbeachteter Kandidat ist das Pr\u00e4parat Pumitamig, das derzeit bei Brust- und Lungentumoren getestet wird.<\/p>\n<p>Im Unterschied zum Konkurrenten Moderna setzte BioNTech die Einnahmen aus dem Impfstoffgesch\u00e4ft nicht nur auf mRNA-Projekte, sondern nutzte sie auch zur Diversifizierung. Zudem suchte das Unternehmen fr\u00fchzeitig nach Transaktionen in China.<\/p>\n<p>Am Dienstag meldete BioNTech f\u00fcr 2025 einen h\u00f6her als erwarteten Verlust je Aktie. F\u00fcr das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit weiter sinkenden Ums\u00e4tzen, da die Erl\u00f6se aus Covid-19-Impfstoffen sowohl in Europa als auch in den USA zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>Trotz der Trennung soll die Zusammenarbeit nicht abrei\u00dfen. BioNTech will mit der neuen Firma von \u015eahin und T\u00fcreci bei m\u00f6glichen Kombinationsans\u00e4tzen in der Krebstherapie weiter kooperieren. Der Vollzug der Aufspaltung d\u00fcrfte voraussichtlich bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. (Bloomberg).<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das in der Corona-Pandemie bekannt gewordene Unternehmen steckt tief in den roten Zahlen. 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