{"id":367202,"date":"2026-08-31T20:13:19","date_gmt":"2026-08-31T20:13:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/367202\/"},"modified":"2026-08-31T20:13:19","modified_gmt":"2026-08-31T20:13:19","slug":"ki-erkennt-herzkrankheiten-im-ekg-in-zwei-sekunden-aerzte-uebersehen-signale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/367202\/","title":{"rendered":"KI erkennt Herzkrankheiten im EKG in zwei Sekunden \u2013 \u00c4rzte \u00fcbersehen Signale"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ein Elektrokardiogramm (EKG) geh\u00f6rt zu den einfachsten Untersuchungen des Herzens. Etwa zehn Sekunden lang zeichnen Elektroden dessen elektrische Aktivit\u00e4t auf. \u00c4rzte k\u00f6nnen daraus unter anderem Herzfrequenz und Herzrhythmus ablesen sowie Hinweise auf einen <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/neue-zahlen-fuer-berlin-deutlich-weniger-herzinfarkte-als-noch-vor-wenigen-jahren-10035912\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Herzinfarkt<\/a> erkennen.<\/p>\n<p>Forscher des Imperial College London wollen nun sehr viel mehr aus diesen Daten herausholen. Eine von ihnen entwickelte k\u00fcnstliche Intelligenz sucht in gew\u00f6hnlichen EKGs nach Signalen f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/hcm-diese-warnzeichen-deuten-auf-die-erbliche-herzerkrankung-hin-10027295\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Herzschw\u00e4che und Erkrankungen<\/a> der Herzklappen, die f\u00fcr das menschliche Auge nicht erkennbar sind. Die eigentliche Analyse ben\u00f6tigt weniger als zwei Sekunden. Ergebnisse der Forschung wurden beim Jahreskongress der European Society of Cardiology (ESC) in M\u00fcnchen vorgestellt.\n            <\/p>\n<p>              <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/10226220\" class=\"flex gap-4 items-start group\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/c42f397a-524e-423d-9955-a56895b6f2b7.jpg\" alt=\"Neue Studie: Das Herz hat ein eigenes Gehirn \u2013 das ist seine Aufgabe\" class=\"w-full h-full object-cover aspect-[3\/2]\"\/><\/p>\n<p>                        Wissenschaft<\/p>\n<p>                      Neue Studie: Das Herz hat ein eigenes Gehirn \u2013 das ist seine Aufgabe<\/p>\n<p>              <\/a><\/p>\n<p>            KI findet im EKG Signale, die Kardiologen nicht sehen<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Hinter der Technologie steht eine Forschungsgruppe des National Heart and Lung Institute am Imperial College London. Unterst\u00fctzt wurde die Arbeit \u00fcber Jahre von der British Heart Foundation (BHF). Aus dem Projekt ist inzwischen das Unternehmen <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"http:\/\/cardiovolt.ai\">Cardiovolt.ai<\/a> hervorgegangen, das die Technologie f\u00fcr den klinischen Einsatz weiterentwickelt.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Training nutzte das Team nach Angaben der BHF zun\u00e4chst mehr als 1,6 Millionen EKGs aus Brasilien, die mit den jeweiligen Krankengeschichten verkn\u00fcpft waren. Hinzu kamen mehrere Millionen Aufzeichnungen aus den USA. Die Algorithmen sollen darin Muster erkennen, die auf Krankheitsprozesse hindeuten, obwohl sie in der Herzstromkurve f\u00fcr einen Menschen nicht sichtbar sind.<\/p>\n<p>\u201eWir wollten Dinge tun, die \u00fcbermenschlich sind\u201c, sagte der beteiligte Forscher Arunashis Sau. Gemeint seien Dinge, \u201edie kein Kardiologe, egal wie erfahren, kann\u201c. Die BHF bezeichnet die Technik entsprechend als \u201esuperhuman\u201c.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Bei Tests der verschiedenen Modelle lag die diagnostische Genauigkeit f\u00fcr Herzerkrankungen laut BHF zwischen 83 und 93 Prozent. Die Forscher fanden zudem Hinweise darauf, dass sich aus den EKG-Daten auch Informationen \u00fcber andere Erkrankungen wie <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/typ-2-diabetes-und-das-herz-wie-die-krankheit-die-struktur-und-funktion-des-herzens-schaedigt-10012500\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Diabetes<\/a> oder Nierenerkrankungen ableiten lassen.\n            <\/p>\n<p>            Herzschw\u00e4che bei bis zu 81 Prozent der Patienten erkannt<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Besonders interessant sind die jetzt beim ESC-Kongress vorgestellten Ergebnisse zur Erkennung von Herzschw\u00e4che und Herzklappenerkrankungen. Bei einer Auswertung von mehr als 65.000 Patienten in den USA identifizierte das System bis zu 81 Prozent der Patienten mit Herzschw\u00e4che und bis zu 90 Prozent der Patienten mit einer Herzklappenerkrankung. Der <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2026\/aug\/31\/superhuman-ai-tool-spots-heart-disease\">Guardian<\/a> und weitere britische Medien berichten \u00fcbereinstimmend \u00fcber diese Werte.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Das Verfahren ersetzt jedoch keinen Kardiologen und auch keinen Herzultraschall. Die KI kann anhand eines EKGs nicht zuverl\u00e4ssig best\u00e4tigen oder ausschlie\u00dfen, dass ein Patient an einer der Krankheiten leidet. Sie soll vielmehr diejenigen herausfiltern, bei denen ein erh\u00f6htes Risiko besteht und eine weiterf\u00fchrende Untersuchung besonders dringlich ist.<\/p>\n<p>Fu Siong Ng, Professor f\u00fcr Kardiologie am Imperial College London, beschreibt das Ziel so: Die Forscher wollten eine Herzschw\u00e4che oder Klappenerkrankung erkennen, \u201edie ein menschlicher Arzt nie entdecken w\u00fcrde\u201c. Bei einem entsprechenden Hinweis solle anschlie\u00dfend ein Echokardiogramm die Diagnose \u00fcberpr\u00fcfen.\n            <\/p>\n<p>            KI k\u00f6nnte jedes EKG im Krankenhaus \u00fcberpr\u00fcfen<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Damit er\u00f6ffnet sich eine weitere Anwendung. Die Software k\u00f6nnte k\u00fcnftig EKGs automatisch untersuchen, selbst wenn sie aus einem ganz anderen medizinischen Grund aufgenommen wurden. Ein Patient ohne bekannten Verdacht auf Herzschw\u00e4che k\u00f6nnte auf diese Weise auffallen, bevor ausgepr\u00e4gte Beschwerden auftreten.<\/p>\n<p>Ng sagte dem Guardian, das Modell k\u00f6nne theoretisch auf s\u00e4mtliche EKGs eines Krankenhauses angewendet werden und Patienten mit besonders hohem Risiko markieren. Diese k\u00f6nnten anschlie\u00dfend gezielt weiter untersucht werden.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ob das auch unter realen Bedingungen im britischen Gesundheitssystem funktioniert, wird bereits gepr\u00fcft. Laut dem offiziellen US-Studienregister <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"http:\/\/clinicaltrials.gov\">ClinicalTrials.gov<\/a> l\u00e4uft seit November 2025 eine prospektive Studie des Imperial College London mit geplanten 590 Teilnehmern. Die Patienten erhalten ohnehin einen Herzultraschall. Zus\u00e4tzlich werden EKGs mit einem klassischen Zw\u00f6lf-Kanal-Ger\u00e4t, einer Apple Watch, einem digitalen Stethoskop und KardiaMobile-Ger\u00e4ten aufgezeichnet und mit den Ergebnissen der Echokardiografie verglichen.<\/p>\n<p>Der Abschluss der Studie ist derzeit f\u00fcr August 2027 vorgesehen. Die Technologie ist damit noch nicht f\u00fcr den routinem\u00e4\u00dfigen klinischen Einsatz freigegeben.<\/p>\n<p>              <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/10062390\" class=\"flex gap-4 items-start group\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/5d644958-05e4-4a2b-b137-8c8198c0b8be.jpg\" alt=\"Studie zu Rauchgewohnheiten: Fr\u00fche Zigarette am Morgen erh\u00f6ht Risiko f\u00fcr Herzschw\u00e4che deutlich\" class=\"w-full h-full object-cover aspect-[3\/2]\"\/><\/p>\n<p>                        Rauchen<\/p>\n<p>                      Studie zu Rauchgewohnheiten: Fr\u00fche Zigarette am Morgen erh\u00f6ht Risiko f\u00fcr Herzschw\u00e4che deutlich<\/p>\n<p>              <\/a><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Elektrokardiogramm (EKG) geh\u00f6rt zu den einfachsten Untersuchungen des Herzens. 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