{"id":367931,"date":"2026-09-01T06:07:10","date_gmt":"2026-09-01T06:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/367931\/"},"modified":"2026-09-01T06:07:10","modified_gmt":"2026-09-01T06:07:10","slug":"weniger-hochverarbeitete-lebensmittel-sechs-einfache-alternativen-fuer-den-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/367931\/","title":{"rendered":"Weniger hochverarbeitete Lebensmittel: Sechs einfache Alternativen f\u00fcr den Alltag"},"content":{"rendered":"<p class=\"em_text\">Hochverarbeitete Lebensmittel stehen zunehmend in der Kritik. Doch schon mit wenigen einfachen Tauschgesch\u00e4ften l\u00e4sst sich der Konsum im Alltag reduzieren \u2013 ohne gro\u00dfen Aufwand.<\/p>\n<p>Hochverarbeitete Lebensmittel sind aus dem Alltag kaum wegzudenken. Sie sind praktisch, lange haltbar und oft verlockend. Gleichzeitig bringen immer mehr Studien einen hohen Konsum mit gesundheitlichen Problemen in Verbindung. Das Problem: &#8222;Es handelt sich um eine Art von Lebensmitteln, die sich stark von ihrer urspr\u00fcnglichen Form unterscheiden&#8220;, erkl\u00e4rt Teresa Fung, Professorin f\u00fcr Ern\u00e4hrungswissenschaften an der T.H. Chan School of Public Health in Harvard. <\/p>\n<p>    Hochverarbeitete Lebensmittel ersetzen: Sechs ges\u00fcndere Alternativen<\/p>\n<p class=\"em_text\">Komplett darauf zu verzichten, ist jedoch weder einfach noch zwingend notwendig. Wer regelm\u00e4\u00dfig Brot, Snacks, So\u00dfen oder S\u00fc\u00dfspeisen kauft, kann einzelne Produkte durch einfachere Varianten ersetzen, wie ein Bericht der Harvard Medical School zeigt. Oft reichen daf\u00fcr wenige Zutaten und etwas Zeit. Sechs Beispiele zeigen, wie das im Alltag gelingt.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.mittelbayerische.de\/21871859\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Mozzarellawasser nicht wegsch\u00fctten: So kann man es in der K\u00fcche einsetzen<\/a><\/p>\n<p>    1. Eiscreme: Gefrorene Banane statt langer Zutatenliste<\/p>\n<p class=\"em_text\">Beim Blick auf die Zutatenliste vieler industriell hergestellter Eiscremes finden sich neben Milch oder Sahne und Aromen oft weitere Stoffe. Dazu k\u00f6nnen etwa Guarkernmehl, Carrageen oder Emulgatoren geh\u00f6ren. Solche Zutaten sind typische Bestandteile hochverarbeiteter Lebensmittel, die industriell in ihrer Zusammensetzung und Haltbarkeit ver\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p>Eine einfache Alternative l\u00e4sst sich aus \u00fcberreifen Bananen herstellen. Daf\u00fcr werden die gesch\u00e4lten Fr\u00fcchte eingefroren und anschlie\u00dfend mit etwas unges\u00fc\u00dftem Kakaopulver p\u00fcriert. Die Banane sorgt f\u00fcr S\u00fc\u00dfe und eine cremige Konsistenz, w\u00e4hrend Kakao den Geschmack intensiviert. Auch gefrorener Joghurt mit frischem oder tiefgek\u00fchltem Obst ist eine M\u00f6glichkeit. <\/p>\n<p>Wer etwas mehr Abwechslung m\u00f6chte, kann weitere Zutaten verwenden. N\u00fcsse oder Erdnussmus geben der Mischung zus\u00e4tzliche Cremigkeit. Bei Obst wie Erdbeeren oder Pfirsichen kann die Frucht zun\u00e4chst kurz eingekocht werden. So entsteht eine selbstgemachte Nachspeise, bei der die Zutaten weitgehend selbst bestimmt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    2. Bagels: Mit zwei Grundzutaten selbst gemacht<\/p>\n<p class=\"em_text\">Auch bei Backwaren lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste. Fertig gekaufte Bagels und<a href=\"https:\/\/www.mittelbayerische.de\/21871859\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> andere verpackte Brotwaren<\/a> k\u00f6nnen neben Mehl und weiteren Grundzutaten beispielsweise zus\u00e4tzliche Zucker oder verschiedene Zusatzstoffe enthalten. Das macht allerdings nicht jedes abgepackte Brot automatisch zu einem gesundheitlich problematischen Lebensmittel.<\/p>\n<p>Eine einfache Variante l\u00e4sst sich aus selbstaufgehendem Mehl und Joghurt zubereiten. Die beiden Zutaten werden miteinander vermischt, zu einem Bagel geformt und anschlie\u00dfend gebacken. M\u00f6glich ist die Zubereitung sowohl im Ofen als auch in der Hei\u00dfluftfritteuse. Salz kann nach Geschmack erg\u00e4nzt werden, ist f\u00fcr das Grundrezept aber nicht zwingend erforderlich.<\/p>\n<p>Wer den Teig vorbereitet, kann ihn au\u00dferdem portionsweise einfrieren und sp\u00e4ter verwenden. Die gleiche einfache Mischung eignet sich auch als Grundlage f\u00fcr einen Pizzaboden. Eine weitere M\u00f6glichkeit f\u00fcr weniger verarbeitete Backwaren besteht darin, Brot bei einer B\u00e4ckerei zu kaufen, bei der die Zutatenliste \u00fcberschaubar ist.<\/p>\n<p>    3. Tomatenso\u00dfe: Passierte Tomaten statt Fertigprodukt<\/p>\n<p class=\"em_text\">Fertige Tomatenso\u00dfen sind praktisch, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Manche bestehen im Wesentlichen aus Tomaten, \u00d6l, Salz und Kr\u00e4utern. Andere enthalten zus\u00e4tzliche Verdickungsmittel, Konservierungsstoffe oder gr\u00f6\u00dfere Mengen Zucker. Deshalb lohnt sich auch hier der Blick auf die Zutatenliste.<\/p>\n<p>Auch interessant: <a href=\"https:\/\/www.mittelbayerische.de\/21862706\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Pilze sammeln: Experte gibt Tipps f\u00fcr Anf\u00e4nger \u2013 so geht man sicher vor<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr eine schnelle selbstgemachte So\u00dfe werden Zwiebeln und Knoblauch angebraten. Anschlie\u00dfend kommen passierte Tomaten oder Dosentomaten sowie frische oder getrocknete Kr\u00e4uter hinzu. Die Mischung darf anschlie\u00dfend zehn bis 20 Minuten k\u00f6cheln. Mit etwas Oliven\u00f6l und Gew\u00fcrzen l\u00e4sst sich der Geschmack nach eigenen Vorlieben anpassen.<\/p>\n<p>Wer trotzdem zur fertigen So\u00dfe greifen m\u00f6chte, muss nicht grunds\u00e4tzlich auf Produkte aus dem Supermarkt verzichten. Eine kurze Zutatenliste ist ein hilfreicher Anhaltspunkt f\u00fcr eine weniger stark verarbeitete Variante. Bei Dosentomaten kann zudem Zitronens\u00e4ure enthalten sein, die als Konservierungsstoff eingesetzt wird und als sicher gilt.<\/p>\n<p>    4. Wokso\u00dfe: Wenige Zutaten selbst kombinieren<\/p>\n<p class=\"em_text\">Gerade bei schnellen Gerichten kann die So\u00dfe den Verarbeitungsgrad einer Mahlzeit deutlich ver\u00e4ndern. Gem\u00fcse und eine Proteinquelle k\u00f6nnen frisch zubereitet sein, w\u00e4hrend eine fertige So\u00dfe anschlie\u00dfend eine lange Zutatenliste mitbringt. Dazu k\u00f6nnen hohe Mengen an Salz und Zucker sowie verschiedene Zusatzstoffe kommen.<\/p>\n<p>Eine einfache Alternative ist eine selbst anger\u00fchrte Mischung aus Sojaso\u00dfe, Honig, Sesam\u00f6l und Knoblauch. Wer den Salzgehalt reduzieren m\u00f6chte, kann auf eine salz\u00e4rmere Sojaso\u00dfe zur\u00fcckgreifen. Die Zutaten lassen sich je nach Geschmack ver\u00e4ndern und unmittelbar vor dem Essen miteinander vermischen.<\/p>\n<p>Damit wird aus dem Fertiggericht kein kompliziertes Kochprojekt. Gem\u00fcse, Fleisch oder andere Eiwei\u00dfquellen werden wie gewohnt zubereitet, w\u00e4hrend die So\u00dfe in wenigen Minuten entsteht. Der Vorteil liegt vor allem darin, dass man selbst entscheidet, welche Zutaten und welche Mengen im Essen landen.<\/p>\n<p>    5. Knuspriger Snack: Popcorn statt stark verarbeiteter Chips<\/p>\n<p class=\"em_text\">Nicht jeder Kartoffelchip ist automatisch ein hochverarbeitetes Lebensmittel. Einfach gesalzene Chips k\u00f6nnen beispielsweise im Wesentlichen aus Kartoffeln, \u00d6l und Salz bestehen. Trotzdem enthalten klassische Chips h\u00e4ufig vergleichsweise viel Fett und Salz. Wer regelm\u00e4\u00dfig etwas Knuspriges essen m\u00f6chte, kann deshalb nach Alternativen suchen.<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit ist selbstgemachtes Popcorn. Daf\u00fcr werden Maisk\u00f6rner mit etwas \u00d6l oder Butter in einem Topf erhitzt und mit einem Deckel abgedeckt. Sobald die K\u00f6rner aufplatzen, kann das Popcorn nach Geschmack leicht gesalzen oder auch ganz ohne zus\u00e4tzliche W\u00fcrzung gegessen werden. Auch N\u00fcsse oder einfache Vollkorncracker k\u00f6nnen eine Alternative sein.<\/p>\n<p>Bei Crackern empfiehlt es sich, auf einen geringen Salzgehalt und eine m\u00f6glichst \u00fcberschaubare Zutatenliste zu achten. N\u00fcsse liefern unter anderem Eiwei\u00df und unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren, Popcorn enth\u00e4lt Ballaststoffe. Wichtig ist allerdings ein Sicherheitsaspekt: Gesundheitsbeh\u00f6rden raten davon ab, Kindern unter f\u00fcnf Jahren Popcorn zu geben, weil es eine erhebliche Erstickungsgefahr darstellen kann. <\/p>\n<p>    6. Hafer-Riegel: Selbst mischen statt Fertigprodukt<\/p>\n<p class=\"em_text\">Protein-, M\u00fcsliriegel und andere Snacks aus dem Supermarkt wirken h\u00e4ufig wie eine praktische Zwischenmahlzeit. Doch auch hier kann ein Blick auf die Verpackung \u00fcberraschen. Zwischen Haferflocken, N\u00fcssen und Trockenfr\u00fcchten finden sich bei manchen Produkten zahlreiche weitere Zutaten.<\/p>\n<p>Die Grundidee eines selbst gemachten Riegels ist dagegen denkbar einfach: Haferflocken werden mit gehackten N\u00fcssen und Trockenfr\u00fcchten vermischt. Zum Binden k\u00f6nnen Honig, Erdnussmus oder zerdr\u00fcckte Banane verwendet werden. Anschlie\u00dfend wird die Mischung im Ofen gebacken oder im Gefrierschrank fest werden gelassen.<\/p>\n<p>Haferflocken geh\u00f6ren zu den Vollkornprodukten und liefern Ballaststoffe. N\u00fcsse und Nussmus erg\u00e4nzen die Mischung unter anderem um Eiwei\u00df und unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren. Wer selbst zubereitet, hat zudem die M\u00f6glichkeit, die S\u00fc\u00dfe und die Zusammensetzung des Snacks selbst festzulegen.<\/p>\n<p>    Was die Forschung \u00fcber hochverarbeitete Lebensmittel sagt<\/p>\n<p class=\"em_text\">Die Diskussion \u00fcber hochverarbeitete Lebensmittel basiert inzwischen auf einer gro\u00dfen Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen. Eine 2024 ver\u00f6ffentlichte \u00dcbersichtsarbeit eines internationalen Forschungsteams wertete 45 zusammengefasste Analysen mit insgesamt rund 9,9 Millionen Menschen aus. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal &#8222;The BMJ&#8220; der British Medical Association ver\u00f6ffentlicht. Dabei wurden Zusammenh\u00e4nge zwischen einem h\u00f6heren Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel und 32 verschiedenen gesundheitlichen Merkmalen festgestellt.<\/p>\n<p>Besonders deutlich war die Evidenz in dieser Auswertung unter anderem f\u00fcr Zusammenh\u00e4nge mit Herz-Kreislauf-bedingter Sterblichkeit, Typ-2-Diabetes sowie bestimmten psychischen Beschwerden. Gleichzeitig ist die Qualit\u00e4t der zugrunde liegenden Evidenz nicht f\u00fcr alle untersuchten Zusammenh\u00e4nge gleich hoch. Von den ausgewerteten Analysen wurden viele als Evidenz von niedriger oder sehr niedriger Qualit\u00e4t eingestuft. Das ist bei der Einordnung solcher Ergebnisse wichtig.<\/p>\n<p>Auch eine Metaanalyse von brasilianischen Forschern, die im &#8222;International Journal of Epidemiology&#8220; erschien, untersuchte den Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes. Sie bezog 18 L\u00e4ngsschnittstudien mit insgesamt fast 1,1 Millionen Menschen ein. In den ausgewerteten Untersuchungen war ein h\u00f6herer Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel mit einem erh\u00f6hten Diabetesrisiko verbunden. Solche Ergebnisse zeigen einen statistischen Zusammenhang, beweisen aber nicht automatisch, dass jedes einzelne hochverarbeitete Produkt Krankheiten verursacht.<\/p>\n<p>    Weniger kaufen statt komplett verzichten<\/p>\n<p class=\"em_text\">Hochverarbeitete Lebensmittel vollst\u00e4ndig aus dem Speiseplan zu streichen, ist im Alltag kaum realistisch. Zudem bedeutet &#8222;verarbeitet&#8220; nicht automatisch &#8222;ungesund&#8220;. Entscheidend ist vielmehr, welche Lebensmittel regelm\u00e4\u00dfig gegessen werden, welche N\u00e4hrstoffe sie liefern und wie stark sie verarbeitet sind.<\/p>\n<p>Ein praktikabler Ansatz kann deshalb sein, einzelne Gewohnheiten zu ver\u00e4ndern. Naturjoghurt l\u00e4sst sich mit Obst s\u00fc\u00dfen, eine So\u00dfe kann selbst anger\u00fchrt und ein Snack aus wenigen Zutaten zubereitet werden. Auch beim Einkauf kann ein Vergleich der Zutatenlisten helfen. Produkte mit einer \u00fcberschaubaren Zusammensetzung sind h\u00e4ufig eine naheliegende Wahl, wenn eine weniger stark verarbeitete Alternative gesucht wird.<\/p>\n<p>Am Ende geht es also nicht um ein striktes Verbot. Vielmehr kann schon der Austausch einzelner Produkte dazu beitragen, weniger stark verarbeitete Lebensmittel auf dem t\u00e4glichen Speiseplan zu haben. Wer dabei auf einfache Grundzutaten setzt und h\u00e4ufiger selbst kombiniert oder kocht, hat zugleich mehr Kontrolle dar\u00fcber, was tats\u00e4chlich im Essen landet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hochverarbeitete Lebensmittel stehen zunehmend in der Kritik. 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