{"id":371292,"date":"2026-09-02T18:19:10","date_gmt":"2026-09-02T18:19:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/371292\/"},"modified":"2026-09-02T18:19:10","modified_gmt":"2026-09-02T18:19:10","slug":"gemma-zwergerl-schnaeuzen-eine-linzer-institution-feiert-120er","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/371292\/","title":{"rendered":"\u201eGemma Zwergerl schn\u00e4uzen\u201c: Eine Linzer Institution feiert 120er"},"content":{"rendered":"<p>LINZ. F\u00fcr Generationen von Linzern geh\u00f6rt die Grottenbahn zur Kindheit. So sehr, dass der Besuch sogar einen eigenen Namen tr\u00e4gt: Wer am P\u00f6stlingberg \u201eZwergerl schn\u00e4uzen\u201c geht, macht sich auf den Weg in die Grottenbahn. Der Ausdruck geh\u00f6rt ebenso zu Linz wie Lenzibald, die M\u00e4rchenfiguren und der historische Hauptplatz im Kleinformat. Zum runden Geburtstag wird am Samstag, 12. September, gro\u00df gefeiert.<\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"33,97,163,167,183,185,187,192,285,288,317,354,358,360,383,389,391,394,421,424,426\">Die Geschichte der Grottenbahn begann lange vor ihrer ersten Fahrt. 1897 erwarb die damalige Tramway- und Elektrizit\u00e4tsgesellschaft Linz-Urfahr (TEG) das Fort P\u00f6stlingberg, das zur Maximilianischen Befestigungsanlage aus dem 19. Jahrhundert geh\u00f6rte. W\u00e4hrend in einem der T\u00fcrme die Bergstation der P\u00f6stlingbergbahn entstand, wurde in einem weiteren auf Initiative des damaligen TEG-Betriebsdirektors Franz Scheinig eine besondere Attraktion eingerichtet.<\/p>\n<p>\u201eK\u00fcssen verboten\u201c<\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"32,35,56,60,92,95,97,153,155\">Am 6. August 1906 nahm die \u201eElektrische Turmbahn am P\u00f6stlingberg\u201c ihren Betrieb mit einem Motorwagen mit Drachenkopf samt Anh\u00e4nger \u2013 der Vorfahre des heutigen Lenzibald \u2013 auf. <\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"37,41,44,60,62,64,96,134,202,204,232\">Die Inszenierung war f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse durchaus spektakul\u00e4r: W\u00e4hrend der ersten drei Runden wechselte die Beleuchtung ihre Farben. Die vierte Runde f\u00fchrte durch v\u00f6llige Dunkelheit, ehe ein Transparent mit der Aufschrift \u201eK\u00fcssen verboten\u201c aufleuchtete.<\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"67,70,161,163,217,224,226,280,282,284,314,318,321,344,368,372\">1911 wurde dem Untergescho\u00df des Turms ein Highlight hinzugef\u00fcgt: Lebende Grottenolme aus aller Welt waren zu sehen. Zwischen 1917 und 1919 befand sich ein Kriegsmuseum in den R\u00e4umen. Nach ungenutzten Jahren schuf Landschaftsmaler Ludwig Haase 1936 eine Kulissendarstellung des historischen Linzer Hauptplatzes. M\u00e4rchenszenen und pr\u00e4parierte Tiere von Bernhard Stolz erg\u00e4nzten die Ausstellung.<\/p>\n<p>Neustart nach der Zerst\u00f6rung<\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"38,127,131,200,202,204,230,364,368,389,391\">Der Zweite Weltkrieg brachte einen tiefen Einschnitt. Am 8. J\u00e4nner 1945 wurde die Grottenbahn durch eine Fliegerbombe schwer besch\u00e4digt. F\u00fcr den Wiederaufbau wurde die Bildhauerin und Keramikerin Friederike Stolz, Tochter von Bernhard Stolz, engagiert. Sie gilt als \u201eMutter der Grottenbahn\u201c. Ihr ist ma\u00dfgeblich zu verdanken, dass aus der zerst\u00f6rten Anlage jene M\u00e4rchenwelt entstand, die Besucher bis heute kennen.<\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"22,25,27,55,58,93,113,116,118,136,156,159,162,177,179,197,201,203,205,216,259,281,323\">1950 wurde auch das Untergescho\u00df wieder f\u00fcr Besucher ge\u00f6ffnet. Dort entstand der Linzer Hauptplatz um 1900 als gemauerte Miniatur im Ma\u00dfstab 1:7. In den Seitengassen begegnen Besucher bekannten M\u00e4rchenfiguren, vor allem aus Geschichten der Br\u00fcder Grimm. Zu sehen sind dort noch heute Originalfiguren von Friederike Stolz sowie pr\u00e4parierte Tiere ihres Vaters.<\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"23,44,47,67,79,82,84,87,89,108,111,135,138,166,192,195\">\u00dcber die Jahrzehnte wurde die Grottenbahn behutsam modernisiert, ohne ihren charakteristischen Charme zu verlieren. Lenzibald zieht weiterhin durch das Reich der Zwerge, w\u00e4hrend Maskottchen Sebastian seit den 1990er-Jahren zur Grottenbahn-Familie geh\u00f6rt. <\/p>\n<p>Ausflugsziel \u00fcber Generationen<\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"63,66,71,105,172,207,210\">Damit ist die Attraktion l\u00e4ngst mehr als ein klassisches Kinderausflugsziel: F\u00fcr viele Linzer Familien geh\u00f6rt ein Besuch am P\u00f6stlingberg zur eigenen Kindheit \u2013 und wird sp\u00e4ter mit der n\u00e4chsten Generation wiederholt.<\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"30,32,64\">Im Jahr 2025 gingen 152.260 Besucher, davon 62.364 Kinder, \u201eZwergerl schn\u00e4uzen\u201c, ein Plus von rund f\u00fcnf Prozent im Vergleich zu 2024. <\/p>\n<p>Gro\u00dfes Geburtstagsfest <\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"29,31,131,134,163,192,195,262,267,271,274\">Zum 120. Geburtstag laden Lenzibald, Sebastian und die Zwerge am Samstag, 12. September, 10 bis 17 Uhr, zum Geburtstagsfest ein. Sebastian begr\u00fc\u00dft die G\u00e4ste am Eingang, mit den Zwergen wird gebastelt, ein Gewinnspiel wartet und jedes Kind erh\u00e4lt ein St\u00fcck der Geburtstagstorte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ. F\u00fcr Generationen von Linzern geh\u00f6rt die Grottenbahn zur Kindheit. 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